In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

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  • Impfungen ohne Termin im Hochtaunuskreis

    Das Impfzentrum in Bad Homburg bietet ab sofort auch Impfungen ohne Termin an - und zwar immer wochentags von 8 bis 10 Uhr. Impfungen werden für alle ab 12 Jahren angeboten. Menschen ab 60 Jahren können sich bereits ihre vierte Impfung abholen - vorausgesetzt, die Drittimpfung liegt mindestens vier Monate zurück. Verwendet werden die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna.

  • Trauma-Prävention für Schülerinnen und Schüler

    Digitaler Unterricht und Einschränkungen in der Freizeit, Warnungen vor überfüllten Intensivstationen und einer "Omikron-Wand": Die Pandemie kann Schülerinnen und Schüler psychisch stark belasten. Ab dem Frühjahr sollen deshalb Schulpsychologen eingesetzt werden, die den Kindern beibringen, wie sie Stresssymptome selbst erkennen und Traumata vorbeugen können. Nach Angaben des Kultusministeriums wurde das Programm "Safe Spaces" von der gemeinnützigen Organisation NATAL entwickelt und in Israel und New York erprobt. Nun soll es erstmals Kindern der vierten bis siebten Klassen in Hessen zu Gute kommen. Das Programm wird laut Kultusministerium vom Kompetenzzentrum Schulpsychologie Hessen an der Universität Frankfurt begleitet.

  • Mehr als 10.000 Omikron-Fälle

    In Hessen werden immer mehr Omikron-Fälle nachgewiesen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ließen sich bis Mittwoch 10.328 Corona-Infektionen auf die neue Variante zurückführen. Das seien rund 1.300 mehr als am Vortag. 1.030 Omikron-Infektionen wurden im Labor per DNA-Analyse (Sequenzierung) bestätigt, die restlichen Fälle wurden mittels Omikron-spezifischer PCR-Tests entdeckt. Nur bei etwa einem Fünftel der Infektionen wird ausgewertet, um welche Variante es sich handelt. Die Dunkelziffer der Omikron-Fälle liegt also vermutlich höher.

  • Corona-Demos belasten die Polizei

    Jeden Montag versammeln sich Gegnerinnen und Gegner der Corona-Maßnahmen und Impfung zu größeren und kleineren Demonstrationen. Viele der sogenannten Spaziergänge finden spontan und unangemeldet statt. Die Polizei stellt das vor eine Herausforderung: Sie muss auf 422 Städte und Gemeinden gleichzeitig achten. Im Beitrag lesen Sie, wie die Polizeigewerkschaften die Situation einschätzen und wie sich die Wachen auf eine Omikron-Welle vorbereiten.

  • Top-Thema

    Land finanziert Corona-Tests für Kita-Kinder weiter mit

    Das Land Hessen stellt weitere 16 Millionen Euro für Corona-Tests bei Kita-Kindern bereit. Bis zum Ende der Osterferien übernehme das Land damit weiterhin die Hälfte der Kosten für bis zu drei Tests pro Woche und Kind. Das teilten Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch gemeinsam mit.

    Organisiert werden müssen die Tests allerdings von den Kitas selbst - oder von den Kommunen, wie es beispielsweise in Marburg der Fall ist. In den Kitas der Stadt werden derzeit flächendeckend Corona-Tests angeboten. Dafür zahlt die Stadt die Hälfte der Kosten. Das Marburger Beispiel bleibt bisher die Ausnahme in Hessen. Erst 11 Prozent des für die Tests zur Verfügung stehenden Geldes seien von den Kommunen ausgegeben worden, sagte Boddenberg. Der Finanzminister und Sozialminister Klose baten die Kitas, sich bei Fragen rund ums Testen an die Jugendämter zu wenden. Eine Testpflicht für Kita-Kinder gibt es in Hessen nicht.

    Kindersitzen auf Stühlen und haben mit Lolli-Tests in ihren Mündern.
  • Top-Thema

    Hospitalisierungsinzidenz steigt deutlich

    Die Hospitalisierungsinzidenz ist am Mittwoch in Hessen erneut sprunghaft gestiegen - von 3,16 am Vortag auf 3,73. Damit liegt der wichtige Wert zur Einschätzung der Pandemie-Lage weiterhin über der ersten Warnstufe. Die Zahl gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden. Sie bildet das Infektionsgeschehen verzögert ab.

    Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten des Sozialministeriums am Dienstag 220 Covid-19-Patientinnen und -Patienten - das sind wieder etwas weniger als am Montag. 64,6 Prozent der Corona-Intensivpatienten sind laut Sozialministerium nicht oder erst einmal geimpft.

  • Vierstellige Zahl an Verfahren wegen gefälschter Impfpässe

    Im Zusammenhang mit gefälschten Corona-Impfnachweisen sind dem Hessischen Landeskriminalamt (LKA) aktuell Verfahren in niedriger vierstelliger Anzahl bekannt. Wie das Innenministerium auf dpa-Anfrage mitteilte, ist eine Zunahme der Fälle seit der erstmaligen Einführung der 3G-Regel im Herbst 2021 erkennbar. Die Zahl der registrierten Sachverhalte spiegele nicht den Stand der bislang sichergestellten Impfpässe und Impfausweise wider, erläuterte das Ministerium. Diese liege deutlich höher.

    Gefälschte Impfpässen fielen den Beamten häufig bei Kontrollen, als Zufallsfund bei anderen Ermittlungen oder nach einer Anzeige in die Hände, teilte das Ministerium mit. "Die Vertriebswege von gefälschten Impfpässen und Impfausweisen gestalten sich vielfältig, darunter fallen Messenger-Dienste sowie Internetforen." Unter anderem wurden Anfang Dezember bei einer Durchsuchung in Kassel rund 800 Blanko-Impfausweise, Impfstoffaufkleber, verschiedene Stempel und weitere Fälscherutensilien sichergestellt.

  • Corona-Fall bei Darmstadt 98

    Abwehrspieler Emir Karic vom Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 24 Jahre alte Österreicher weist nach Clubangaben vom Mittwoch einen vollständigen Impfschutz auf. Bei ihm seien am trainingsfreien Tag Symptome aufgetreten, woraufhin er sich einem PCR-Test unterzogen habe. Karic fällt damit für die Partie des Tabellenzweiten am Samstag beim FC Ingolstadt aus.

    Emir Karic bejubelt sein erstes Tor für Darmstadt 98
  • Impfaktion am Frankfurter Dom

    Am kommenden Montag wird bei der Katholischen Stadtkirche in Frankfurt wieder geimpft: Von 10 bis 16 Uhr können sich bis zu 240 Menschen im Dompfarrsaal gegenüber des Doms mit Moderna impfen lassen. Um Anmeldung über die Webseite der Stadt wird gebeten. Stadtdekan Johannes Eltz appellierte insbesondere an noch nicht geimpfte Menschen, das Angebot wahrzunehmen: "Lassen Sie sich impfen, wenn dem keine dringenden medizinischen Gründe entgegenstehen – aus Nächstenliebe, aus Respekt vor der Welt, in der wir leben, für Ihre Kinder, Eltern, Großeltern und Freunde", schrieb er in einem veröffentlichten Statement. Die Aktion am Montag ist das dritte Impfangebot der Stadtkirche. An Heiligabend ließen sich 176 Menschen in der Vorhalle des Doms impfen.

  • Wie geht es weiter mit der Luca-App?

    Eigentlich sollte sie die Kontaktverfolgung erleichtern und so Infektionsketten unterbrechen. Doch die Kritik an der Luca-App ist groß - wegen Sicherheitsbedenken und Fällen von Datenmissbrauch seitens der Polizei. War die App also eine Fehlinvestition? Diese Frage muss sich die Landesregierung nun stellen, denn der Vertrag mit der Betreibergesellschaft Culture4Life läuft nur noch bis Ende März. Während Schleswig-Holstein bereits gekündigt hat, sei die Entscheidung für Hessen noch nicht gefallen, teilte das Sozialministerium dem hr mit. Der Nutzen der Luca-App müsse immer angesichts des aktuellen pandemischen Geschehens bewertet werden. Derzeit stehe "der Schutz gefährdeter Gruppen und sensibler Einrichtungen im Fokus". Die Oppositionsparteien im Landtag sprechen sich geschlossen gegen eine Verlängerung aus.

  • Frist für Führerschein-Austausch verlängert

    Die Frist für bestimmte Jahrgänge zum Austausch von alten Papier-Führerscheinen wäre eigentlich heute abgelaufen, ist aber um ein halbes Jahr verlängert worden. Die Behörden reagieren damit auf Termin-Engpässe wegen der Corona-Pandemie bei den örtlichen Führerscheinstellen.

    Die Frist läuft nun bis zum 19. Juni. Betroffen sind bei dem gestaffelten Verfahren in einer ersten Runde die Jahrgänge 1953 bis 1958, die ihre alten bis 1998 ausgestellten Dokumente gegen neue EU-Führerscheine tauschen müssen. Der alte Führerschein verliert mit Fristablauf seine Gültigkeit.

    Durch das Austausch-Programm soll sichergestellt werden, dass alle in der EU noch im Umlauf befindlichen Führerscheine ein einheitliches Muster erhalten, das insbesondere Anforderungen an die Fälschungssicherheit erfüllt. Es geht insgesamt um etwa 45 Millionen auszutauschende Führerscheine und jährlich um rund 2,5 bis 3 Millionen Exemplare. Die zeitliche Staffelung läuft bis 2033.

    Führerscheine
  • Nur ein Kreis ist noch kein Hotspot

    Am Mittwoch lagen die Sieben-Tage-Inzidenzen nun auch in den Kreisen Kassel und Schwalm-Eder den dritten Tag in Folge über 350. Damit gelten beide ab dem morgigen Donnerstag als sogenannte Hotspots. In den betroffenen Kreisen gilt 2G-Plus in der Gastronomie sowie in Freizeit- und Kultureinrichtungen. Zudem müssen Zonen mit Maskenpflicht und Alkoholverboten ausgewiesen werden.

    Damit bleibt nur noch ein Kreis in Hessen übrig, der kein Hotspot ist: Im Werra-Meißner-Kreis lag die Inzidenz am Mittwoch laut Robert-Koch-Institut bei knapp 252.

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  • Top-Thema

    Höchststände bei Neuinfektionen und Inzidenz

    Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden um 8.461 gestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (Stand 0 Uhr) mit. Es ist der höchste gemeldete Tageswert seit dem Corona-Ausbruch vor rund zwei Jahren. Auch bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen mit 112.323 Fällen erstmals über der Marke von 100.000.

    Im selben 24-Stunden-Zeitraum wurden in Hessen 21 weitere Todesfälle registriert, die Gesamtzahl der Toten beträgt 8.699. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 565.294 Corona-Fälle gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner stieg ebenfalls auf einen neuen Höchststand - von 676,7 am Vortag auf 694,9. Hessenweit am höchsten, aber leicht rückläufig ist die Inzidenz in Frankfurt (1.171,8). Auch die Stadt Wiesbaden weist nun einen vierstelligen Wert auf (1.002,1), dahinter folgt der Hochtaunuskreis (979,0). Als einziger Kreis unter der Marke von 300 liegt der Werra-Meißner-Kreis mit 251,9. Einen Überblick finden Sie hier.

  • Top-Thema

    Coronaviren im Abwasser nachweisbar

    Eine interessante Möglichkeit Corona-Infektionen nachzuweisen, sind Kläranlagen. Das Abwasser wird im mikrobiologischen Labor der TU Darmstadt analysiert. Die Forschenden können dann feststellen, wie sich die Omikron-Variante ausbreitet. Sehen Sie hier den TV-Beitrag der hessenschau dazu:

    Videobeitrag

    Video

    Coronaviren im Abwasser

    hs
    Ende des Videobeitrags
  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Folgen der Corona-Pandemie für Hessen informieren, halten unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de das weltweite Geschehen im Blick. Hier ein Auszug aus den Meldungen des Tages:

    • Der Laborverband ALM verzeichnet einen Höchstwert an PCR-Testungen. In der vergangenen Woche bis zum Sonntag seien in den fachärztlichen Laboren in Deutschland etwa 1,95 Millionen PCR-Tests durchgeführt worden - mehr als je zuvor in der Pandemie, teilte der Verband mit. Die Auslastung der Labore lag damit bundesweit bei 86 Prozent.
    • Die mRNA-Impfstoffe verursachen nach Angaben der europäischen Arzneimittelbehörde EMA keine Komplikationen bei werdenden Müttern und ihren Babys. Dazu wurde eine Studie mit rund 65.000 Schwangerschaften in verschiedenen Stadien ausgewertet.
    • Im Zuge eines Corona-Ausbruchs haben die Behörden in Hongkong die Tötung von etwa 2.000 Hamstern und anderen Kleintieren angeordnet. Laut Medienberichten war zuvor die Besitzerin einer Tierhandlung positiv auf Delta getestet worden - der erste Fall seit drei Monaten. Auch Hamster in ihrem Geschäft waren infiziert.
    • Die Gesundheitsminister der Länder wollen die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung verlängern, um Praxen in der Omikron-Welle zu entlasten.
  • Corona-Warnapp führt Status ein

    Eine neue Version der Corona-Warnapp fasst gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie digitale Testnachweise in einen Gesamtstatus zusammen. Angezeigt wird also, ob die Person 2G, 2G-Plus oder 3G erfüllt. Das teilten die Betreiber mit. Die neue Version ist für Apple schon verfügbar, auf Android-Smartphones soll sie demnach ab Mittwoch installiert werden können. Boosterimpfungen erkennt die App bisher noch nicht als "2G-Plus" an, obwohl dreifach Geimpfte eigentlich keinen zusätzlichen Test brauchen. Es werde an einer technischen Lösung gearbeitet, hieß es am Dienstag.

    Corona-Warnapp zeigt Alarm
  • Staatstheater Wiesbaden sagt Vorstellungen ab

    Wegen Quarantänemaßnahmen im Ensemble verschiebt das Staatstheater Wiesbaden die Premieren von zwei Aufführungen. "The Minutes - Die Schlacht am Mackie Creek" wird nun erstmals am 5. Februar gezeigt, die Opernpremiere von "Pique Dame" am 29. Januar. Bereits gekaufte Karten bleiben gültig und können auch getauscht oder zurückgegeben werden. Bis einschließlich 28. Januar fallen auch alle anderen Vorstellungen im Großen und Kleinen Haus aus. Betroffen ist ebenfalls das Sinfonieorchester "Wir 4" im Kurhaus. Die Premiere von "Corpus Delicti" am Sonntag und das Gastspiel im Ballett "Igra" am kommenden Dienstag und Mittwoch finden statt.

    Hessisches Staatstheater Wiesbaden
  • Top-Thema

    Regierung will weitere drei Milliarden Euro wegen Corona ausgeben

    Die hessische Landesregierung plant, in diesem Jahr weitere drei Milliarden Euro zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auszugeben. Einen entsprechenden Antrag haben die Koalitionsparteien CDU und Grüne am Dienstag für den Haushalt 2022 vorgestellt. Demnach sollen je eine Milliarde kreditfinanziert sein, aus den Rücklagen entnommen und über erwartete höhere Steuereinnahmen ausgeglichen werden.

    Die bisherige Kreditaufnahme über ein Corona-Sondervermögen hatte der Hessische Staatsgerichtshof im vergangenen Jahr nach einer Klage der Oppositionsfraktionen für verfassungswidrig erklärt. Die Regierungsparteien begründeten die neuen geplanten Ausgaben mit der pandemischen Notlage, die der Landtag im Dezember für Hessen festgestellt habe. Das Geld sei zur Bewältigung der gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen nötig. Es würde etwa zehn Prozent der Gesamtausgaben des Landes entsprechen. Der Landtag soll Anfang Februar darüber abstimmen.

    Stethoskop auf Geldscheinen
  • Heilbäder und Kurorte fordern mehr Unterstützung vom Land

    Der Hessische Heilbäderverband fordert nach zwei Jahren Pandemie mehr Unterstützung von der Politik. Konkret gehe es um direkte Hilfszahlungen in den von den Corona-Beschränkungen betroffenen Zeiträumen, teilte der Verband am Dienstag mit. Kurzarbeitergeld müsse zügig und unbürokratisch gewährt werden, solange ein normaler Betrieb der öffentlichen Bäder, Saunen und Kureinrichtungen nicht möglich sei. "Die derzeitigen Hilfsprogramme reichen nicht aus, das entstehende Defizit zu decken", erklärte der Vorsitzende des Hessischen Heilbäderverbandes, Michael Köhler. Die Überbrückungshilfe III+ sei zudem nur für einen Teil der Bäder abrufbar. Der Verband vertritt etwa 30 Heilbäder und Kurorte in Hessen.

  • Top-Thema

    Landesregierung hält an Hotspot-Regeln fest

    Die Lage auf den hessischen Intensivstationen hat sich in den vergangenen Wochen kaum verändert, trotzdem werden immer mehr Kreise zu Hotspots erklärt. Die Landesregierung hat dieses Vorgehen gegen Kritik aus Hotellerie und Kulturbranche verteidigt. Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte der dpa, man entscheide "abhängig von der Gesamtsituation" über eine Änderung der Maßnahmen. Dabei beziehe das Land auch Prognosen und Empfehlungen der Wissenschaft ein.

    Nachdem ein sprunghafter Anstieg der Fallzahlen durch die Omikron-Variante prognostiziert wurde, habe die Landesregierung zum 17. Januar entsprechende Maßnahmen beschlossen. "Hessen setzt bereits seit geraumer Zeit auf ein Zusammenspiel verschiedener Kriterien zur Bestimmung der pandemischen Lage - dabei spielt die Belastung der Krankenhäuser, insbesondere die Situation auf den Intensivstationen, eine große Rolle", hieß es aus Wiesbaden. "Die Inzidenz ist ein weiteres wichtiges Kriterium." Die an Inzidenzen geknüpften Hotspot-Regelungen seien zwischen den Ländern und Bund vereinbart worden. Kurzfristig seien daran keine Änderungen geplant.

  • Kulturbranche unzufrieden mit Hotspot-Regeln

    23 von 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen fallen derzeit unter die Hotspot-Regelung. Das bedeutet unter anderem: 2G-Plus in Kultur- und Freizeiteinrichtungen, was die Branche zusätzlich belastet. Der Museumsverband Hessen berichtet, der Zuspruch zu den Museen sei "überwiegend sehr verhalten". Da bislang sowieso schon Kontrollen durchgeführt würden, bedeute 2G-Plus aber keinen besonderen Mehraufwand. Kleinere Häuser hätten zum Teil schon vor diesen Regelungen entschieden, momentan nicht zu öffnen.

    Auch die hessischen Amateurtheater seien generell von der Krise stark betroffen, sagte der Präsident des Verbandes Hessischer Amateurtheater, Jörg Dreismann. Einige Gruppen hätten mit schwindender Motivation ihrer Mitglieder zu kämpfen und mit der Tatsache, dass nach zwei Jahren Corona-Pandemie die finanziellen Rücklagen aufgebraucht seien. Heiko Desch vom Autokino im Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch äußerte Unverständnis dafür, dass die 2G-Regel nun auch bei ihm gilt - schließlich seien die Besucher in ihren Autos vor Ansteckungen geschützt. Er habe versucht, die Behörden davon zu überzeugen, eine Ausnahme zu prüfen, doch das sei gar nicht erst in Erwägung gezogen worden, sagte Desch: "Ich find's ein Unding."

  • Eintracht Frankfurt spielt vor 1.000 Zuschauern

    Zum Bundesliga-Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen Arminia Bielefeld am Freitag sind 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen worden. Die Neufassung der hessischen Corona-Schutzverordnung lasse das zu, wie der Fußballclub am Dienstag mitteilte. Es gelte für alle Besucher die 2G-Regel. Die Tickets sollen unter Dauerkartenabonnenten und Vertragspartnern ausgelost werden. Im bayerischen Augsburg hatte die Eintracht am Sonntag vor leeren Rängen gespielt, in Hessen waren zuvor nur 250 Zuschauer erlaubt.

  • Polizei schnappt mutmaßlichen Impfpass-Fälscher

    Die Kasseler Kriminalpolizei hat einen Verdächtigen ermittelt, der mehrere Impfpässe gefälscht und verkauft haben soll. Anfang Januar waren die Beamten auf eine verdächtige Postsendung mit drei gefälschten Impfausweisen aufmerksam geworden. Die Ermittlungen der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe "Booster" führten nun zum Absender, einem 45 Jahre alten Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag berichteten.

    In seiner Wohnung wurden acht Stempel von angeblichen Ärzten und Impfstellen aus ganz Deutschland, ein Päckchen mit Blanko-Impfausweisen und Impfstoff-Aufkleber gefunden. Außerdem stellte die Polizei mehrere Datenträger und Unterlagen sicher, deren Auswertung noch andauert. Wie viele Impfpässe der Mann gefälscht haben soll, ist nicht bekannt. Die Polizei zog mindestens 14 weitere Pakete aus dem Verkehr, die der Mann am selben Tag wie das erste verdächtige Päckchen abgeschickt hatte.

    Ein Impfpass, eine Stempel mit der Aufschrift "Fälschung", eine Schere und Geld liegen zusammen und übereinander auf einem Tisch.
  • Corona-Regeln für Kinder in Hessen

    Haben Sie noch den Überblick, welche Corona-Regeln gerade in Hessen gelten? Häufige Fragen beantworten wir in diesem FAQ, das wir regelmäßig aktualisieren. Die Landesregierung hat am Dienstag außerdem eine Übersicht mit den Regeln verschickt, die derzeit für Kinder und Jugendliche wichtig sind. Dazu zählen:

    • Maskenpflicht: Gilt in Schulen - auch am Sitzplatz, aber nicht auf dem Schulhof. Keine Maskenpflicht für Kita-Kinder.
    • Tests: Teilnahme am Präsenzunterricht nur mit 3G, Klassenarbeiten und Abschlussprüfungen sind ausgenommen. Dreimal pro Woche wird dazu in den Schulen getestet. An den Tests dürfen auch geimpfte und genesene Kinder teilnehmen. Sie erfüllen dann den 2G-Plus-Status.
    • In den Schulferien: Das Testheft bleibt gültig, ebenso wie am Wochenende. Für Fahrten mit Bus und Bahn brauchen Schülerinnen und Schüler in den Ferien einen zusätzlichen tagesaktuellen Test.
    • Bei einem Corona-Fall in der Klasse: 14 Tage lang tägliche Tests für alle in der Klasse. Das infizierte Kind muss sieben Tage in Isolation und kann sich dann mit einem PCR- oder offiziellen Schnelltest freitesten. Geschwisterkinder müssen fünf Tage in Quarantäne und können sich dann freitesten - außer sie sind geboostert oder genesen und doppelt geimpft oder vor maximal drei Monaten, also frisch, genesen oder geimpft worden. Dann müssen sie nicht zuhause bleiben, so lange sie keine Symptome haben.
  • Alle Melsunger Handball-Nationalspieler infiziert

    Nach Julius Kühn fallen mit Kai Häfner und Timo Kastening nun alle deutschen Handball-Nationalspieler aus Melsungen bei der EM wegen Corona aus. Insgesamt sind mittlerweile sieben deutsche Spieler betroffen. MT-Manager Axel Geerken leidet von Nordhessen aus mit: "Das ist mental eine sehr schwierige Situation. Jetzt ist eigentlich ein wichtiges Spiel gegen Polen, aber du bist eigentlich nur noch mit diesen Corona-Themen beschäftigt", sagte er dem hr. Das Spiel soll an diesem Dienstagabend um 18 Uhr stattfinden.