Der Ausbau der A49 von Kassel nach Gießen wird von heftigem Protest begleitet. Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen im Ticker.

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    Übergabe gerodeter Waldflächen "kein Grund zur Freude"

    Nach den Rodungen für den Weiterbau der A49 übernimmt die Baugesellschaft heute die Flächen. Auf hr-Anfrage stellen die Projektgesellschaften Deges und Strabag AG klar: Es werde keine feierliche Übergabe oder einen "klassischen Startschuss" für den Beginn der Arbeiten geben. Was für die Autobahnbefürworter als wichtiger Etappenschritt gilt, gibt Ausbaugegnern erneut Anlass zu Kritik. Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Hessen (BUND), Jörg Nitsch, erklärte, die Übergabe der Flächen sei "kein Grund zur Freude. Hinter der Durchsetzung von Planungsdinosauriern wie der A49 steht ein System, das den Straßenneubau verewigt und die Mobilitätswende ausbremst."

    Für die Ausbaugegner steht ohnehin fest, dass sie den Protest fortführen wollen - "bis hier die ersten Autos auf der Autobahn fahren", wie ein Aktivist dem hr sagte. Konfliktpotenzial gibt es reichlich: So rückt unter anderem der Bau der Brückenpfeiler im Trinkwasserschutzgebiet näher. Und im Homberger Ortsteil Maulbach (Vogelsberg) wird heftig über Planänderungen der Deges gestritten, die weitere Rodungen erfordern.

  • Übergabe gerodeter Flächen an Baugesellschaft steht bevor

    Nach den Rodungen für den Weiterbau der A49 steht zum 1. März die Übergabe der vorbereiteten Flächen an die Bau- und Betreibergesellschaft bevor. Den Zeitplan werde man voraussichtlich einhalten können, falls nicht, werde es eine Einigung mit dem Auftragnehmer geben, sagte ein Sprecher der Projektgesellschaft Deges am Dienstag. Derzeit liefen noch letzte Nacharbeiten wie das Entasten und der Abtransport gerodeter Baumstämme. Zuletzt hatte die Polizei Plattformen und Barrikaden im Maulbacher Wald nahe Homberg/Ohm (Vogelsberg) geräumt, die Umwelt- und Klimaschützer dort errichtet hatten.

    Ende Februar endet die Fällperiode, die wegen der Brut- und Setzzeit von Tieren von 1. Oktober bis 28. Februar läuft. Für das Projekt war die A49 Autobahngesellschaft mbH & Co. KG gegründet worden, an der ein Tochterunternehmen des österreichischen Baukonzerns Strabag sowie die Meridiam Investments SAS zu je 50 Prozent beteiligt sind. Es handelt sich um ein Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft mit einer Laufzeit von 30 Jahren seit 1. September 2020.

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    Erneuter Polizeieinsatz im Maulbacher Wald

    Mehr als zwei Monate nach dem Abschluss der Rodungen im Dannenröder Forst regt sich erneut Widerstand von A49-Ausbau-Gegnern. Nachdem erneut Aktivisten in den benachbarten und teilweise gerodeten Maulbacher Wald bei Homberg/Ohm (Vogelsberg) eingezogen waren, begann die Polizei am Freitag damit, Holzaufbauten, baumhaus-ähnliche Konstruktionen und Barrikaden zu beseitigen. Auch in Bäume gekletterte Aktivisten sollten heruntergeholt werden.

    Die Polizei war am Vormittag mit mehr als 100 Beamten im Einsatz. Sie trafen nach eigenen Angaben wenige Dutzend Aktivisten an. Zu Zusammenstößen kam es nicht.

    Angesichts der Eiseskälte begäben sich die Ausbaugegner in den Bäumen in große Gefahr, warnte die Polizei. Am Donnerstag sei es zu einem Rettungseinsatz gekommen. Zwei Personen seien wegen Unterkühlung behandelt und in ein Krankenhaus gebracht worden.

    Polizei-Einsatz im Maulbacher Wald wegen A49-Ausbau-Gegnern
  • Polizei beobachtet neues Camp von Waldbesetzern

    Nachdem erneut Gegner des A49-Ausbaus am Maulbacher Wald in Erscheinung getreten sind, hat es am Mittwoch einen Polizei-Einsatz gegeben. Beamte suchten ein Waldstück nahe der gerodeten Trasse auf, um sich ein Überblick zu verschaffen, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

    Eine etwa zehn Personen große Gruppe habe Zelte aufgeschlagen und baumhaus-ähnliche Gebilde in den Zweigen errichtet, berichtete die Polizei. Beides stelle eine Ordnungswidrigkeit dar. Die Beamten wollen nun mit dem Forstamt besprechen, wie mit den Waldbesetzern umgegangen werde. Ob und wann die Polizei helfe, das kleine Camp aufzulösen, war zunächst unklar.

    Der Polizeisprecher erklärte, dass sich die Waldbesetzer nicht nur aufgrund der frostigen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt in Gefahr begäben. Es bestehe aufgrund von Schnee und Eis Absturzgefahr beim Klettern in mehreren Metern Höhe in den Bäumen.

  • Zwei Monate danach: A49-Gegner im Maulbacher Wald

    Zwei Monate nach dem Rodungsende sind Gegner des A49-Ausbaus weiter in Waldgebieten in Mittelhessen aktiv. Im Maulbacher Wald traf die Polizei mehrere Personen in einer Kleingruppe an. Im Zuge dessen sei auch ein womöglich baumhaus-ähnliches Gebilde festgestellt worden, berichtete eine Polizeisprecherin am Montag in Gießen. "Es ist aber noch unklar, um was genau es sich handelt", sagte sie.

    Die Polizei sei noch dabei, die Lage zu bewerten. Ob eine Ordnungswidrigkeit vorliege, könne sie noch nicht sagen, erklärte die Sprecherin. Grundsätzlich würden keine Störaktionen geduldet. Nach wie vor sei am Maulbacher Wald und Dannenröder Forst noch Polizei im Einsatz, um die Arbeiten zur Nachbereitung der Rodungen zu schützen.

    Über den Twitter-Account "Dannenröder Waldbesetzung" wurde dazu aufgerufen, den Widerstand gegen den A49-Ausbau fortzusetzen.

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    Zusätzliche Rodung für Verlegung einer Starkstromleitung

    Im Maulbacher Wald bei Homberg (Ohm) stehen zusätzliche Rodungsarbeiten an: Laut der Projektgesellschaft Deges muss die künftige Trasse eine Starkstromfernleitung auf einer Länge von etwa einem Kilometer versetzt werden. Dafür sei ein zusätzlicher Schutzstreifen entlang der Leitung erforderlich. Deshalb müsse man auf einer Fläche von rund einem Hektar Bäume fällen und Gehölze zurückschneiden, teilte die Deges am Donnerstag mit. Eine dafür nötige Fällgenehmigung habe man beantragt.

    Die Umweltschutzorganisation BUND kritisierte das Vorgehen. Offenbar sei man erst nach erfolgtem Planfeststellungsbeschluss darauf gekommen, dass ein Schutzstreifen errichtet werden müsse. Dies sei "ein Zeichen dafür, dass an dem Projekt intransparent gearbeitet wird", sagte Wolfgang Dennhöfer vom BUND-Kreisverband im Vogelsberg. Man werde das Verkehrsministerium als Planfeststellungsbehörde auffordern, sich dazu zu äußern.

  • Polizeieinsatz bei Rodungen im Maulbacher Wald

    Ein größeres Polizeiaufgebot hat am Mittwoch Baumfällarbeiten für den Weiterbau der A49 begleitet. Dabei sei es zu einer spontanen Versammlung von Gegnern des Verkehrsprojekts gekommen, die die Arbeiten auch kurzzeitig blockiert hätten, sagte ein Polizeisprecher. Gut ein Dutzend Aktivisten hätten friedlich protestiert und sich nach mehrfacher Aufforderung zurückgezogen. Im Einsatz sei eine niedrige dreistellige Zahl von Polizisten aus Hessen gewesen.

    Die Arbeiten fanden im Randbereich der Trasse durch den Maulbacher Wald bei Homberg/Ohm statt und seien per Planfeststellung "erlaubt und genehmigt", wie der Polizeisprecher sagte. Die Projektgesellschaft Deges habe während der Rodungsarbeiten für den Weiterbau der Autobahn bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass es noch zu Restarbeiten kommen könne.

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    Strafanzeigen gegen Polizisten wegen Umgang mit A49-Ausbau-Gegnern

    Nach den gewalttätigen Zusammenstößen von Polizisten und A49-Ausbau-Gegnern im Dannenröder Forst und anderen Waldgebieten sind mehrere Strafanzeigen gegen Einsatzkräfte eingegangen. "Die Polizei hat derzeit eine einstellige Anzahl an Strafanzeigen in Bearbeitung", berichtete ein Polizeisprecher in Gießen dem hr. Dazu zählten auch die beiden Anzeigen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung wegen des Durchtrennens sowie des Heruntertretens von Seilen, welche in der Folge möglicherweise zu Abstürzen von zwei Ausbau-Gegnern führten.

    Zum Ermittlungsstand machte die Polizei keine Angaben und verwies an die Staatsanwaltschaft. Ein Sprecher der Behörde in Gießen erklärte, dass noch kein Verfahren zum Abschluss gekommen sei. Er sagte, dass eine Strafanzeige auch mehrere Beamte betreffen könne, wenn es etwa um den von Demonstranten pauschal geäußerten Vorwurf der Polizeigewalt gehe.

    Die Polizei erklärte zum weiteren Vorgehen: Nach einer Strafanzeige werde grundsätzlich auch ein Disziplinarverfahren durch die Polizeibehörde eingeleitet, bei der der Beamte tätig ist - also auch in anderen Bundesländern, weil Polizisten aus ganz Deutschland im Einsatz waren. Die Disziplinarverfahren ruhten aber erstmal, bis die Strafverfolgungsbehörden Entscheidungen in den Verfahren gefällt haben.

  • Haftbefehl gegen Ausbaugegnerin

    Gegen eine Ausbaugegnerin, die am Donnerstag während der Räumungsarbeiten Einsatzkräfte getreten und bei der anschließenden Festnahme Beamte gebissen haben soll, wurde Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung erlassen. Das berichtete die Polizei Mittelhessen am Freitag.

    Die Personalien der Frau stünden noch nicht fest, sie sei nach der Verkündung des Haftbefehls in eine Haftanstalt eingeliefert worden. Bei dem Vorfall wurde laut Polizei niemand verletzt.

  • Auch Spanier protestieren jetzt gegen den A49-Ausbau

    Auch wenn im Dannenröder Forst und im Herrenwald bei Stadtallendorf alle Bäume für den Ausbau der A49 gefällt sind - der Protest ist noch nicht vorbei. In letzter Zeit haben sich wieder einige Ausbaugegner im Wald versammelt - sie kommen inzwischen sogar aus Spanien.

  • Mehrere Festnahmen bei Protesten

    Bei dem Protest der A49-Gegner auf der gerodeten Trasse im südlichen Teil des Herrenwalds hat es am Donnerstag erneut mehrere Festnahmen gegeben. Wie die Polizei in ihrer Tagesbilanz am Abend mitteilte, wurden bei dem Polizeieinsatz 22 Personen zur Identitätsfeststellung auf umliegende Dienststellen gebracht. Drei Ermittlungs- sowie 21 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet. Am Donnerstag hatte die Polizei nach eigenen Angaben 21 Platzverweise aussprechen müssen. Wegen einer spontanen Versammlung musste zudem die Bundesstraße 62 kurzzeitig gesperrt werden.

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    Polizei sucht A49-Gegner per Wärmebildkamera

    Die Polizei hat am Donnerstag eine Wärmebildkamera eingesetzt, um für Arbeiten im Dannenröder Forst A49-Gegner zu lokalisieren, wie die Beamten mitteilten. Im Forst wurde eine Trasse der A49 gerodet. Die Aktivisten hätten sich während der Einsatzmaßnahmen im Inneren von Holzstapeln versteckt. Auch mit einem Hubschrauber suchte die Polizei nach A49-Gegnern, die sich noch im Gebiet befanden. Eine Aktivistin habe versucht, die Einsatzkräfte zu treten, hieß es von Seiten der Polizei weiter. Beamte seien bei der Festnahme zweimal von ihr gebissen worden.

    Demonstranten im Dannenröder Forst
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    Polizei räumt neue Barrikaden auf A49-Trasse

    Auf der gerodeten Trasse der A49 in Mittelhessen ist es erneut zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Gegner des Ausbaus der Autobahn hätten in den vergangenen Tagen im südlichen Herrenwald bei Stadtallendorf wieder "kleinere Strukturen und Gebilde" errichtet, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Zudem sei ein Seil quer über die Trasse gespannt sowie aufgestapelte Baumstämme besetzt worden. Die Polizei war im Einsatz, um die Bauten zu entfernen. Einem Sprecher zufolge war eine "niedrige dreistellige" Zahl von Beamten vor Ort. Die Zahl der Umweltaktivisten lag demnach im unteren zweistelligen Bereich.

  • Brandsatz bei Demonstranten entdeckt

    Auf der gerodeten Trasse für den Weiterbau der A49 haben sich erneut Demonstranten niedergelassen. Es handele sich um eine Gruppe im niedrigen zweitstelligen Bereich im südlichen Teil des Herrenwalds bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) auf. Die dort campierenden Personen befinden sich widerrechtlich auf dem nicht eingezäunten Baustellengebiet, wie die Polizei am Montag auf Anfrage mitteilte.

    Am Nachmittag berichteten die Beamten, dass sie ein Zelt der Demonstranten abgebaut hätten. Dabei stellten sie den Angaben zufolge neben Übernachtungsutensilien und Kochgeschirr auch einen Brandsatz sicher, bei dem es sich um einen Molotowcocktail handeln könne. Zudem entdeckte die Polizei Spaten, Fertigmörtel, der zum Bau von Barrikaden genutzt werden könne, sowie zwei in den Boden eingelassene Nagelbretter.

    Nach Angaben der Polizei ist die Aktion dort das erste Aufflackern von Protesten seit dem Rodungsabschluss am 8. Dezember im benachbarten Dannenröder Forst.

  • Umweltforscher sieht deutliche Unterschiede zum Hambacher Forst

    Die Proteste im Dannenröder Forst werden häufig mit denen im Hambacher Forst im rheinischen Braunkohlerevier verglichen. Die Lage im Wald habe sich aber auch durch die Corona-Pandemie anders gestaltet, meint Dieter Rink vom Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung: "Mit Corona haben sich die Aufmerksamkeiten und Schwerpunkte verschoben." Beim Konflikt um den Hambacher Forst "baute sich die ganze Klimamobilisierung erst auf, die 2019 in den Protesten von Fridays for Future kulminierte. Das haben wir zurzeit eben nicht", erläutert Rink.

    Die Konflikte um die beiden Forste hätten ihre Parallelen - etwa das Mittel der Waldbesetzung als "relativ radikale Aktionsform". Doch den entscheidenden Unterschied sehe er darin, "dass der Hambacher Forst 2018 mit den Protesten und Besetzungen in den Kontext zu einer klimapolitischen Konfliktlinie gestellt wurde - Stichwort Kohleausstieg", sagt Rink. Mit dem Energiekonzern RWE habe es zudem einen eindeutigen Gegner gegeben.

    Im Fall Dannenrod sei das hingegen nicht so eindeutig. "Erstens handelt es sich um ein Infrastrukturprojekt, eine Autobahn", sagt Rink. Zudem wurde im Dannenröder Forst weniger Fläche abgeholzt als im Hambacher Forst, wo es um einen Großteil der Bäume ging. Und der Konflikt um den Weiterbau der A49 lasse sich auch nicht so eindeutig der klimapolitischen Konfliktlinie zuordnen, so Rink. Das sei ein entscheidender Punkt.

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    Polizei weiterhin an gerodeter A49-Trasse im Einsatz

    Auch nach dem Ende der Rodungsarbeiten für den Weiterbau der A49 ist die Polizei an der künftigen Trasse im Einsatz. Es seien zuletzt täglich mehrere Dutzend Beamte vor Ort gewesen, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Die Zahl hänge auch von der Tageszeit und der Lage ab.

    Vorfälle habe es zuletzt aber kaum gegeben. Die Polizei ist an der Trasse bei Homberg (Ohm) im Vogelsberg im Einsatz, um Restarbeiten wie den Abtransport gefällter Bäume zu sichern sowie Mahnwachen oder Versammlungen von A49-Gegnern zu begleiten. Man werde die Lage weiterhin beobachten und je nach Entwicklung reagieren, sagte der Sprecher.

    Die Rodungen für den Weiterbau der A49 hatten am 1. Oktober begonnen und wurden Anfang Dezember beendet. Die geschlagene Schneise zieht sich durch Teile des Herrenwaldes bei Stadtallendorf sowie den Maulbacher und den Dannenröder Wald bei Homberg. Die Baumfällarbeiten waren von massiven Protesten von Klimaaktivisten und einem Großaufgebot der Polizei begleitet worden.

    Baumstümpfe stehen nach dem Ende der Rodungen auf der A49-Trasse in der Schneise im Dannenröder Forst in Mittelhessen.
  • Bauarbeiten für A49-Lückenschluss fürs Frühjahr anvisiert

    Nach Abschluss der Rodungen und anschließenden Forstarbeiten im Dannenröder Wald soll der Bau des A49-Abschnitts im Frühjahr beginnen. Wenn die Projektgesellschaft Deges ihren Part beendet hat, übernimmt der öffentlich-private Auftragnehmer die Fortführung der Aufgaben. Die A 49 Autobahngesellschaft mbH & Co. KG werde voraussichtlich im Frühjahr 2021 mit den weiteren Bauarbeiten starten, berichtete ein Deges-Sprecher auf Anfrage.

    Die Fertigstellung des Lückenschlusses ist für das Jahr 2024 vorgesehen. Über die A49 sollen Gießen und Kassel besser miteinander verbunden werden.

  • Forstarbeiten laufen noch bis in den Januar

    Die Projektgesellschaft Deges rechnet noch bis in den Januar hinein mit Arbeit im Dannenröder Forst. Nach dem Ende der Rodungen am 8. Dezember für den A49-Weiterbau finden derzeit noch forstwirtschaftliche Nacharbeiten in dem Waldgebiet bei Homberg (Ohm) statt.

    Zu den Forstarbeiten zählen das Entasten und Rücken der gefällten Bäume sowie der Abtransport der Stämme. Vereinzelt wurden zuletzt im Trassenbereich noch einzelne Bäume gefällt. Weiterhin wird der bestehende Zaun um die Baustelle noch erweitert, wie die Deges zum Aufgabengebiet mitteilte.

    Die Arbeiten gehen weitestgehend ungestört voran, wie die Deges mitteilte. Störungen von Ausbau-Gegnern gab es aber auch. Zeitweise sei ein Holzstapel besetzt worden. Zudem sei ein Seil über den Trassenbereich gespannt worden. Die Polizei schritt jeweils ein.

  • Eine Woche nach Rodungabschluss noch Hunderte Polizisten im Einsatz

    Auch eine Woche nach dem Ende der Räumungen und Rodungen im Dannenröder Forst ist die Polizei noch im Dannenröder Forst präsent. Aktuell bewegt sich die Zahl der eingesetzten Beamten im unteren dreistelligen, wie der Polizeisprecher sagte. Einsatzkräfte aus Hessen würden durch Kollegen aus NRW und Thüringen verstärkt.

    Beamte seien vor Ort, um die Sicherheit bei Rückearbeiten und dem Holz-Abstransport zu gewährleisten. Zudem würden Waldarbeiter und ihre Maschinen geschützt, sagte der Polizeisprecher. Die Ausbau-Gegner seien zuletzt nicht sonderlich auffällig durch Störungen in Erscheinung getreten. Vereinzelt würden zwar noch Barrikaden gesichtet und beseitigt. Die Lage sei aber recht ruhig.

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    Ermittlungen gegen Thüringer Polizisten

    Nach den A49-Protesten im Dannenröder Forst ermittelt die Polizei gegen einen oder mehrere Thüringer Polizisten. Ein Sprecher des Thüringer Innenministeriums sagte, es bestehe der Verdacht, dass es bei einer Durchsuchung zu einer sexuellen Belästigung gekommen sei. Die Anzeige sei nicht von den A49-Gegnern gekommen, sondern in den sozialen Medien verbreitet worden. Die hessische Polizei habe ein Verfahren von Amts wegen eingeleitet.

    Im Dannenröder Forst hatte die Polizei in den vergangenen Wochen ein Protest-Camp geräumt, das größtenteils aus Baumhäusern und Barrikaden bestand. An der Räumung waren bis zu 2.000 Beamte aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt. Darunter waren Angaben des Thüringer Innenministeriums zufolge elf Einheiten aus Thüringen.

  • Ausbaugegner kündigen weitere Projekte an

    Gegner des Ausbaus der A49 rufen für Sonntag zu einer Kundgebung mit Waldspaziergang auf. Das Aktionsbündnis "Keine A49!" und das Bündnis "Wald statt Asphalt" luden in einer Mitteilung zu einem "Waldspaziergang im Gedenken an die gefallenen Bäume, Träume und Lebensräume" ein. Die Kundgebung am Sportplatz Dannenrod soll um 14 Uhr beginnen.

    Die Aktivisten kündigten zudem Beiträge zur Fortsetzung des Protestcamps und zu weiteren Aktivitäten des Bündnis "Wald statt Asphalt" an, bevor gemeinsam die Rodungstrasse aufgesucht werde.

    Die Aktivisten deuteten für die Zukunft weitere Aktionen an: "Wer mitten in der Klimakrise meint, noch neue Autobahnen bauen zu müssen, muss mit unserem Widerstand rechnen." Es gebe bereits erste Verabredungen zum Protest gegen weitere Autobahnprojekte.

  • Ruhiger Tag im Wald

    Das Polizeipräsidium Mittelhessen zieht am Freitagabend ein knappes Fazit: Im Herrenwald bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) hätten Einsatzkräfte zwei Baumbesetzer von Bäumen geholt, die gefällt werden sollten. Im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm (Vogelsberg) hätten Polizisten den Weiterbau des Bauzaunes bewacht. Das sei störungsfrei verlaufen.

    Am Nachmittag hätten etwa 70 Menschen im Homberger Ortsteil Dannenrod an einer Kundgebung mit dem Motto "Anwohner gegen die A49" demonstriert. Diese sei nach friedlichem Verlauf gegen 17.15 Uhr zu Ende gegangen.

  • Polizei holt Ausbaugegner von Bäumen

    Am Freitag hat die Polizei eigenen Angaben zufolge insgesamt fünf Ausbaugegner von Bäumen geholt. Vier von ihnen besetzten demnach zwei Bäumen im Herrenwald, die gefällt werden sollten. Ein weiterer Autobahngegner habe sich im Bereich des Bauzauns auf einem Baum befunden.

    Der Weiterbau des Zauns im südlichen Dannenröder Forst ist laut Polizei störungsfrei verlaufen. Auch eine Versammlung der "Anwohner gegen die A49" am Nachmittag mit rund 70 Teilnehmern sei friedlich zu Ende gegangen.

  • Zwei Zeltcamps der Ausbaugegner noch vorhanden

    Nach dem Abschluss der Rodungsarbeiten und dem Abebben der Proteste befinden sich immer noch Ausbaugegner nahe des Dannenröder Forsts. Die Polizei habe Kenntnis von zwei Zeltcamps am Dannenröder Sportplatz und am Festplatz Schweinsberg, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Wie viele Ausbaugegner sich dort aufhalten, sei unklar. Ihre Zahl ändere sich von Tag zu Tag.

  • Polizei verringert Personal

    Das Polizei-Aufkommen hat sich nach dem Abschluss der Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst verringert. Hunderte Einsatzkräfte wurden abgezogen. Ein Polizeisprecher sagte zu hessenschau.de am Donnerstag: Die Zahl der Beamten vor Ort bewege sich nun im oberen dreistelligen Bereich. Zuvor waren bis zu 2.000 Polizisten täglich im Wald unterwegs.

    Polizeipräsidium Mittelhessen: Polizisten auf dem Weg in den Dannenröder Forst

    Die Polizei hatte bei ihrer Einsatz-Bilanz am Mittwoch mitgeteilt, dass Beamte weiter am Dannenröder Forst präsent bleiben. Sie sollen die Forst- und Bauarbeiten schützen. Die Gegner des A49-Ausbaus hatten zuvor auch nach Rodungsende nicht näher beschriebenen Widerstand gegen das Straßenbauprojekt angekündigt.