Laura Freigang beim DFB

Eintracht Frankfurts Laura Freigang kämpft bei der Nationalelf um ihren Platz im deutschen Olympia-Kader. Bei der Eintracht läuft ihr Vertrag im kommenden Sommer aus. Und es gibt Gerüchte, dass sie eine Ausstiegsklausel ziehen könnte.

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Niko Arnautis und Katharina Kiel umarmen sich nach dem Spiel.
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Laura Freigang hat aktuell gleich zwei Baustellen. Die 26 Jahre alte Offensivakteurin muss noch um ihren Platz im deutschen Olympia-Kader für Paris kämpfen. Zudem läuft ihr Vertrag bei Eintracht Frankfurt im kommenden Sommer aus. Rund um die Identifikationsfigur der Hessinnen gibt es Gerüchte, dass sie eine Ausstiegsklausel ziehen könnte.

"Seitdem wir von der WM zurück sind, seit wir uns für Olympia qualifiziert haben, ist mein ganz klares Ziel, dass ich es in den Kader schaffen möchte", sagte Freigang vor dem nächsten EM-Qualifikationsspiel der DFB-Frauen gegen Polen am Dienstag (18.00 Uhr/ARD) in Gdynia.

Laura Freigang: "Ich bin mir meiner Situation sehr bewusst"

"Ich bin mir meiner Situation sehr bewusst und ich weiß, dass es absolut keine Selbstverständlichkeit für mich ist, zu so einem Turnier mitzufahren." Beim 4:1 gegen Polen am vergangenen Freitag in Rostock spielte sie die zweite Halbzeit.

Freigang zählte schon bei der EM 2022 in England und bei der WM 2023 in Australien und Neuseeland zum Aufgebot der damaligen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, hatte aber nur wenige Einsatzminuten. Auch unter Bundestrainer Horst Hrubesch gehört die Offensivspielerin nicht zur Stammelf. "Sie schießt zu wenig Tore. Die Qualitäten von Laura sind eigentlich bekannt, dass sie ein Typ ist, der vorweg laufen kann, das weiß ich", sagte Hrubesch.

"Da geht eigentlich mehr"

Er habe ihr aber auch gesagt: "Da geht eigentlich mehr." Hrubesch darf für Olympia nur 18 Spielerinnen nominieren. "Jede versucht, ihre Rolle im Team zu gut wie möglich ausfüllen. Ich glaube, wir geben alle Gas, wir wollen alle da hin", sagte Freigang. "Ich würde mich natürlich freuen, das ist kein Geheimnis. Alles andere verkraftet man dann auch irgendwie."

Hinzu kommt ihre Vertragssituation bei der Eintracht. Die Hessen würden Freigang gerne über das Vertragsende 2025 hinaus behalten. "Ich glaube, das weiß auch jeder: Ich bin sehr, sehr gerne in Frankfurt. Wir sind in Gesprächen, das ist auch kein Geheimnis. Alle anderen Details kann, will und darf ich auch gar nicht preisgeben", kommtenierte die 26-malige Nationalspielerin ihre Vertragssituation.

"Die nächsten Wochen werden noch mal spannend"

Freigang gilt als Identifikationsfigur bei der Eintracht und hat die Frankfurter Telefonvorwahl 069 als Tattoo. Sie spielt seit 2018 am Main. Für die Eintracht erzielte Freigang in 124 Spielen 74 Tore. "Unser vordergründiges Ziel war es, vor allem mit den Leistungsträgerinnen die Verträge zu verlängern. Das ist uns größtenteils gelungen. Ein paar stehen noch aus. Die nächsten Wochen werden noch mal spannend", sagte zuletzt Katharina Kiel, die technische Direktorin der Eintracht Frankfurt Frauen.