In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg und den Auswirkungen auf Hessen.

Es gibt neue Meldungen
Automatisch aktualisieren
  • Top-Thema

    Fresenius hält an Russland-Geschäft fest

    Der Gesundheitskonzern Fresenius hat bekräftigt, an seinem Russland-Geschäft festzuhalten. Das Unternehmen werde trotz des Angriffs auf die Ukraine "Stand jetzt" in Russland bleiben, hieß es in einer Rede von Vorstandschef Stephan Sturm, die vor der Hauptversammlung an diesem Freitag veröffentlicht wurde. "Denn auch das gehört zu unserer Verantwortung als Gesundheitskonzern."

    Das Unternehmen betreibe in Russland rund 100 Dialysezentren für Nierenkranke und versorge Krankenhäuser und andere Einrichtungen mit Arzneien und klinischer Ernährung. "Wir können unsere Patientinnen und Patienten dort nicht einfach im Stich lassen", so Sturm. Fresenius sei kein Konsumgüter-Hersteller, sondern ein Konzern mit lebenswichtigen Produkten und Dienstleistungen. Dabei gehe es Fresenius in Russland nicht um wirtschaftliche Gründe, betonte Sturm. "Wir verdienen dort derzeit und auf absehbare Zeit kein Geld. Und natürlich kann das derzeitige Russland kein Markt sein, in dem wir weiter expandieren." Sämtliche Investitionen habe man auf Eis gelegt. Der Anteil des Russland-Geschäfts am Umsatz von Fresenius von 37,5 Milliarden Euro lag nach früheren Angaben zuletzt bei deutlich unter einem Prozent.

    Firmensitz von Fresenius in Bad Homburg
  • Fraport: Verlust nach Abschreibung auf Russland-Kredit

    Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat im Zusammenhang mit seiner Minderheitsbeteiligung am Flughafen St. Petersburg einen hohen zweistelligen Millionenbetrag abgeschrieben. Das belastete das am Dienstag veröffentlichte Quartalsergebnis. Bei einem um 40 Prozent gestiegenen Umsatz von knapp 540 Millionen Euro entfiel auf die Fraport-Aktionäre im ersten Quartal ein Verlust von 108 Millionen Euro. Damit schnitt die Gesellschaft schlechter ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

    Der Konzern ist seit 2009 über eine Holding in Zypern Minderheitsgesellschafter des Petersburger Flughafenbetreibers Northern Capital Gateway. Die Forderung gegen die Holding wurde um 48,2 Millionen Euro nach unten korrigiert, wie das Unternehmen mitteilte. Die mehrheitlich öffentlich kontrollierte Fraport sieht derzeit keinen Weg, sich von der Beteiligung zu trennen, hat aber seine Tätigkeiten in Russland eingestellt. Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Stefan Schulte in Frankfurt weiter mit einer Erholung der Nachfrage auf 39 Millionen bis 46 Millionen Fluggäste. Dabei erwartet er sowohl im Tagesgeschäft als auch unter dem Strich schwarze Zahlen.

    Hinweisschild "Abflüge" am Flughafen Pulkovo in St. Petersburg
  • Top-Thema

    Ukrainische Vize-Präsidentin erhält Frankfurter Friedenspreis

    Videobeitrag

    Video

    Friedenspreis für ukrainische Vize-Präsidentin

    Frankfurts Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg überreicht den Friedenspreis für die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk an die stellvertretende Generalkonsulin der Ukraine, Olha Roman,
    Ende des Videobeitrags

    In der Frankfurter Paulskirche ist am Montagabend der "Friedenspreis für Starke Frauen" an die Vize-Ministerpräsidentin der Ukraine, Iryna Wereschtschuk, verliehen worden. Da die 42-Jährige nicht persönlich anwesend sein konnte, nahm ihn die stellvertretende Generalkonsulin der Ukraine, Olha Roman, entgegen.

    Den Preis erhält Wereschtschuk wegen ihres unermüdlichen Einsatzes zur Schaffung von Fluchtkorridoren. Verliehen wurde er von der Stadt Frankfurt und der Europa Union Frankfurt.

    Iryna Wereschtschuk, Vize-Ministerpräsidentin der Ukraine, spricht zur Presse auf dem Gelände des Kindergartens, der am 17. Februar angeblich von russischen Truppen beschossen wurde.
  • Top-Thema

    Flashmob für den Frieden in Weilburg

    Am 9. Mai wird in Russland das Ende des Zweiten Weltkriegs gefeiert. Während der russische Präsident Putin in Moskau den Krieg in der Ukraine an diesem Tag als Verteidigungsaktion reklamiert, macht eine Schule in Weilburg mit einem Friedens-Flashmob mobil gegen den Krieg. An der Aktion haben fast 1.000 Schülerinnen und Schüler und 100 Lehrkräfte teilgenommen.

    Videobeitrag

    Video

    Friedens-Flashmob an Weilburger Schule

    hs_090522
    Ende des Videobeitrags
  • Die wichtigsten Nachrichten zum Ukraine-Krieg

    Während wir Sie über die Entwicklungen in Hessen mit Bezug auf den Ukraine-Krieg informieren, halten unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de das internationale Geschehen im Blick. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Montag:

    • Die EU-Kommission will voraussichtlich im Juni ihre offizielle Stellungnahme zum Beitrittsantrag der Ukraine vorlegen. Das kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an. Sollte Brüssel den 27 Mitgliedstaaten den Kandidatenstatus empfehlen und alle Länder zustimmen, könnten die eigentlichen Beitrittsverhandlungen beginnen. 
    • Am Donnerstag will sich der UN-Menschenrechtsrat zu einer Sondersitzung treffen, um über die Lage in der Ukraine zu beraten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte der ukrainische Botschafter bei den Vereinten Nationen eine solche Sondersitzung in einem Brief gefordert. Die Sitzung sei angesichts der Berichte über Kriegsverbrechen durch die russische Seite in der Ukraine nötig.
    • Die britische Regierung hat ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland und auch Belarus auf den Weg gebracht. Die Maßnahmen umfassen unter anderem Einfuhrzölle auf Edelmetalle wie Platin und Palladium und Exportverbote. "Dieses weitreichende Paket von Sanktionen wird der russischen Kriegsmaschinerie weiteren Schaden zufügen", hieß es dazu von der britischen Handelsministerin Anne-Marie Trevelyan.
  • Erste Geflüchtete auf Jugendburg Hohensolms

    Die evangelische Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer hat die ersten Geflüchteten aus der Ukraine auf der Burg Hohensolms in Hohenahr (Lahn-Dill) begrüßt. Zu den insgesamt 24 Flüchtlingen zählten mehrere Frauen, acht Kinder sowie einige junge Männer aus Marokko, die in der Ukraine studierten, teilte das Evangelische Dekanat an der Dill am Montag mit.

    Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hatte ab Mitte April ihre Jugendburg Hohensolms im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine geöffnet. Die nordnassauische Pröpstin wünschte den Menschen, "dass sie hier auch zur Ruhe kommen können". Es werde eine weitere Anzahl von Flüchtlingen erwartet, erklärte das Dekanat weiter. In der Burg stünden im Haupthaus hundert Betten zur Verfügung.

  • Fraport-Aufsichtsrat: Bewaffnete Militärflüge von Pulkovo wären "neue Situation"

    Der hessische Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) und Vorsitzende des Fraport-Aufsichtsrates hat die Maßstäbe für einen wirtschaftlichen Rückzug des Frankfurter Flughafenbetreibers aus seinem Russlandgeschäft höher gesetzt. Bislang wurde als Kriterium für einen möglichen Ausstieg aus der Betreibergesellschaft des St. Petersburger Flughafens Pulkovo eine "militärische Nutzung" genannt.

    Nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrates am Montag heißt es dazu nun: "Sollte es belastbare Belege geben, dass der Flughafen Pulkovo auch genutzt wird, um den Krieg gegen die Ukraine zu führen, haben wir eine neue Situation." Allerdings lägen keine Hinweise vor, "dass mit Blick auf den Ukraine-Krieg bewaffnete Militärflüge über Pulkovo abgewickelt werden."

    Der hr hatte über eine Militärkommandantur und Flugbewegungen von Maschinen mit militärischen Kennungen in Pulkovo berichtet. Daraufhin hatte Finanzminister Boddenberg die Bundesregierung gebeten, Hinweise auf eine militärische Nutzung zu prüfen. Die Ergebnisse liegen laut Fraport noch nicht vor.

  • Hessische Polizei bringt erneut Hilfsgüter in die Ukraine

    Die hessische Polizei hat zum zweiten Mal einen Hilfstransport für ihre Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine auf den Weg gebracht. Die Fahrzeuge starteten am vergangenen Freitag in Wiesbaden und erreichten am Samstagmittag die slowenisch-ukrainische Grenze, wo sie persönlich übergeben wurden.

    Unter den gelieferten Hilfsgütern waren etwa ballistische Schutzwesten, Einsatzstiefel, Schutzbrillen und medizinische Einweganzüge. Der Wert aller gespendeten Hilfsgüter beträgt laut Polizei rund 132.000 Euro. Der erste Transport mit Hilfsgütern der hessischen Polizei war Ende März vom Polizeipräsidium Frankfurt gestartet.

  • Balkonkraftwerke gewinnen an Beliebtheit

    Die Energiekosten sind aktuell hoch. Gerade vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges sind die Preise weiter angestiegen. Viele Menschen machen sich deshalb Gedanken darüber, wie man Kosten sparen kann. Eine Möglichkeit sind sogenannte Mini-Solaranlagen für den Balkon. Die Balkonkraftwerke sind schwer im Kommen.

    Videobeitrag

    Video

    Balkonkraftwerke boomen

    hessenschau vom 08.05.2022
    Ende des Videobeitrags
  • Die wichtigsten Nachrichten zum Ukraine-Krieg

    Während wir Sie über die Entwicklungen in Hessen mit Bezug auf den Ukraine-Krieg informieren, halten unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de das internationale Geschehen im Blick. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Sonntag:

    • Nach einem russischen Luftangriff auf eine Schule im Gebiet Luhansk sprechen die ukrainischen Behörden von möglicherweise bis zu 60 Toten. Nach einem Luftschlag auf die Schule in Bilogoriwka seien bisher zwei Leichen geborgen worden, teilte der Gouverneur der Region Serhij Hajdaj auf seinem Telegram-Kanal mit. "Wahrscheinlich sind alle 60 Menschen, die noch unter den Trümmern des Gebäudes liegen, tot", schrieb er.
    • Russische Truppen haben nach wochenlangen Kämpfen laut ukrainischen Angaben die in Ruinen liegende Kleinstadt Popasna eingenommen. "Leider haben sich unsere Truppen tatsächlich etwas aus Popasna zurückgezogen, weil die Stadt mehr als zwei Monate lange beschossen wurde", sagte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, laut der Nachrichtenagentur Unian in einem Fernsehinterview.
    • Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat in Kiew gemeinsam mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Ruslan Stefantschuk der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Dass sie "als Repräsentantin des Landes, das den Zweiten Weltkrieg (...) zu verantworten hat", am Gedenktag zum Ende des Krieges in die Ukraine eingeladen worden sei, "ist ein großer Schritt", sagte Bas.
  • Fuldaer Bischof kritisiert "menschenverachtende Ideologie"

    77 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in Europa hat Fuldas Bischof Michael Gerber am Sonntag den Krieg in der Ukraine scharf kritisiert: In einer menschenverachtenden Ideologie würden das Schicksal und das Leben des Einzelnen dort brutal den Interessen einiger Mächtiger untergeordnet.

    In einem Wallfahrtsgottesdienst erinnerte Bischof Gerber an das Ende des zweiten Weltkrieges. Gleichzeitig blickte er auf den aktuellen Krieg in der Ukraine sowie auf das Schicksal und das Leiden der Menschen: Auf die Verletzten, Traumatisierten, auf die Flüchtenden und auf die, denen durch rohe Gewalt alles genommen wird. "Insofern geht es in diesem Krieg tatsächlich um die Zukunft unseres Kontinents, ja um die Zukunft der Weltgemeinschaft insgesamt", sagte Gerber.

    Fuldas Bischof Michael Gerber bei einem Besuch am Wallfahrtsort Maria Ehrenberg.
  • Top-Thema

    300 Menschen bei pro-russischer Demonstration in Frankfurt

    Zeitgleich zu einer Demonstration ukrainischer Frauen haben am Sonntag in der Frankfurter Innenstadt auch pro-russische Kundgebungen stattgefunden. Laut Polizei beteiligten sich etwa 300 Teilnehmende an dem Demonstrationszug von der Alten Oper durch die Innenstadt, mit dem an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland vor 77 Jahren erinnert werden sollte. Sie sangen die russische Nationalhymne, schwenkten russische und sowjetische Fahnen und skandierten "Russland, Russland". In einer anschließenden Kundgebung protestierten die Demonstranten gegen die Diskriminierung russischsprachiger Bürger in Deutschland. Beide Aktionen verliefen laut Polizei friedlich.

    Die privaten Anmelder der pro-russischen Aktionen hatten im Vorfeld mit deutlich mehr Teilnehmenden gerechnet. Anhänger des Bündnisses "Wir überlassen Frankfurt nicht den Kriegstreibern" hatten in der Nacht zuvor die Nationalfarben der Ukraine auf den Opernplatz gemalt, um Kritik an den Demos zu üben.

    Audiobeitrag

    Audio

    Ukrainische Mütter und Russen demonstrieren in Frankfurt

    Mit russischen Fahnen und solchen der untergegangenen UdSSR sind etwa 300 Menschen bei einer pro-russischen Demonstration in Frankfurt unterwegs.
    Ende des Audiobeitrags
  • Top-Thema

    Ukrainische Mütter protestieren in Frankfurt gegen den Krieg

    Ukrainische Mütter haben am Sonntag in Frankfurt gegen den Krieg in ihrem Heimatland demonstriert, auch zahlreiche Kinder waren dabei. Der Protestzug mit etwa 1.000 Teilnehmenden führte vom Willy-Brandt-Platz zum Mainufer und zurück, wie die Polizei mitteilte. Die Demonstration stand unter dem Motto "Zug der Mütter gegen den Krieg in der Ukraine und in Europa".

    Mit ukrainischen Fahnen und Plakaten sind die hauptsächlich weiblichen Teilnehmerinnen bei einer Demonstration unter dem Motto "Mütter gegen den Krieg in der Ukraine und in Europa" am Frankfurter Mainufer unterwegs.

    Ukrainische Mütter könnten an diesem Muttertag nicht feiern, sondern verlören jeden Tag, jede Stunde und jede Minute ihre Kinder, ihre Ehemänner, Brüder, Väter und nächsten Verwandten, hieß es in dem Aufruf zu der Demo. Die Demonstration solle zeigen, dass ein Ende des Krieges nur durch die Unterstützung aller europäischen Staaten möglich sei. Teilnehmerinnen trugen Blumenkränze im Haar und schwenkten blau-gelbe Ukraine-Fahnen. Zu Zwischenfällen kam es laut Polizei nicht, alles verlief den Angaben zufolge friedlich.

    Videobeitrag

    Video

    Ukrainische Mütter und Russen demonstrieren in Frankfurt

    hessenschau vom 08.05.2022
    Ende des Videobeitrags
  • Blau-gelber Protest gegen pro-russische Aktionen in Frankfurt

    Blaue und gelbe Farbe auf dem Pflaster vor der Alten Oper in Frankfurt: Weil pro-russische Organisationen hier am Sonntag demonstrieren wollen, haben Anhänger des Bündnisses "Wir überlassen Frankfurt nicht den Kriegstreibern" im Vorfeld mit Kreide die Nationalfarben der Ukraine auf den Boden gemalt. Auch Forderungen wie "Free Mariupol" oder Anti-Putin-Parolen waren auf dem Pflaster des Opernplatzes zu lesen. Das Bündnis aus Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen hatte zwar zu keiner Gegendemonstration aufgerufen, die geplanten pro-russischen Domonstrationen aber im Vorfeld kritisiert: "Auch den 8.-Mai-Gedenktag für die Befreiung vom Nationalsozialismus will eine kleine Gruppe dieser Menschen erneut nutzen, um in einer propagandistischen Verdrehung der Tatsachen für den Angriffskrieg zu werben und demonstrieren."

    Private Anmelder haben für Sonntag auf dem Opernplatz zu einer "Gedenkaktion für Kriegsopfer" aufgerufen. Sie erwarten rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die zweite Demonstration, die unmittelbar an die erste anschließen soll, steht unter dem Motto "Gegen Hetze und Diskriminierung russischsprachiger Mitbürger. Gegen Faschismus". Bereits am Vormittag war die Polizei mit mehreren Mannschaftswagen vor Ort. Das Ordnungsamt hatte im Vorfeld das Zeigen von Symbolen wie "Z" oder "V", die als Unterstützung für den Krieg Russlands in der Ukraine gewertet werden, untersagt.

    Blau-gelbe Farbe auf dem Frankfurter Opernplatz
  • Die wichtigsten Nachrichten zum Ukraine-Krieg

    Während wir Sie über die Entwicklungen in Hessen mit Bezug auf den Ukraine-Krieg informieren, halten unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de das internationale Geschehen im Blick. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Samstag:

    • Vor der russischen Militärparade am 9. Mai zum Sieg über Hitler-Deutschland befürchtet die Ukraine vermehrt russische Angriffe. Es bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit von Raketenangriffen in allen Landesteilen, erklärte Kiews Bürgermeister Witali Klitschko. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, erwartet an diesem Tag auch in Deutschland pro-russische Aktivitäten wie Auto-Korsos und Demonstrationen.
    • Die Linkspartei hat sich für Ausnahmen für Ostdeutschland vom geplanten Ölembargo der EU gegen Russland ausgesprochen. In Schwedt in Brandenburg endet eine Pipeline für russisches Öl; von dort werden große Teile vor allem Ostdeutschlands mit Ölprodukten versorgt. Es brauche Übergangsregelungen, forderte der Ostbeauftragte der Linksfraktion im Bundestag, Sören Pellmann, sonst werde die ostdeutsche Wirtschaft "um zig Jahre zurückgeworfen".
    • Italien hat die in der Toskana angedockte Megajacht "Scheherazade" beschlagnahmt, die Ermittlern zufolge heimlich Russlands Präsidenten Wladimir Putin gehören könnte. Die Finanzpolizei ordnete das 140 Meter lange Schiff jemandem zu, der Verbindungen zu "prominenten Elementen der russischen Regierung" und anderen Leuten von der EU-Sanktionsliste hat, wie die Regierung in Rom mitteilte.
  • Scholz und Faeser verurteilen Angriffskrieg

    Beim Parteitag der hessischen SPD in Marburg haben Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesinnenministerin Nancy Faeser am Samstag den Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine erneut verurteilt. Der Krieg sei brutal und durch nichts zu rechtfertigen, sagte Scholz in einer Videobotschaft. Die SPD-Landesvorsitzende Faeser sagte: "Dieser Krieg ist ein Verbrechen. Wladimir Putin und sein Regime müssen dafür zur Rechenschaft gezogen werden."

  • Top-Thema

    Friedman fordert schwere Waffen für Ukraine

    Der Frankfurter Jurist und Publizist Michel Friedman fordert schwere Waffen für die Ukraine. Der 66-Jährige ist Mit-Unterzeichner eines offenen Briefes an Kanzler Olaf Scholz (SPD), in dem es heißt, dass "die Entschließung des Bundestags für Waffenlieferungen an die Ukraine rasch in die Tat" umgesetzt werden soll. "Wir sollten der Ukraine helfen, weil es mehr Krieg gibt, wenn Putin merkt: Er ist damit erfolgreich", erklärte Friedman seine Unterschrift im hr-Interview. "Man kann doch nicht von Deutschland aus sagen, die Ukrainer sollen verhandeln, wenn Putin nicht verhandeln will, sondern mordet. Man lädt niemanden zum Kaffee ein, der Kugeln mitbringt."

  • Top-Thema

    Landtag bietet Führungen in ukrainischer Sprache an

    Der Landtag in Wiesbaden hat sein Bildungs- und Besucherprogramm nach eigenen Angaben der aktuellen weltpolitischen Lage angepasst. Seit Freitag können Besucherinnen und Besucher mit einer Führung in ukrainischer Sprache die Räume im Wiesbadener Stadtschloss sehen und den Plenarsaal besichtigen.

    "Es ist eine glückliche Fügung, dass eine unserer Gästeführerinnen aus Kiew stammt und wir deshalb dieses Angebot machen können", sagte Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) nach dem Besuch der ersten ukrainischen Gruppe. Am 27. Mai sollen zwei weitere Gruppen durch das Haus geführt werden.

    Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind den Angaben zufolge mehr als 50.000 aus der Ukraine nach Hessen geflüchtet. Etwa 2.500 Ukrainerinnen und Ukrainer haben sich bisher in Wiesbaden registrieren lassen.

  • Sprachkurs-Anbieter suchen verzweifelt nach Deutschlehrern

    Zehntausende Menschen aus der Ukraine sind bereits nach Hessen gekommen. Die wenigsten von ihnen sprechen Deutsch und werden daher einen Sprachkurs brauchen. Doch den Sprachschulen fehlen Deutschlehrer:

  • Sinkende Spendenbereitschaft: Hessische Tafeln in Not

    Die Spendenbereitschaft in Hessen ist weiterhin groß - besonders für die vielen Geflüchteten aus der Ukraine. Bei den hessischen Tafeln hingegen fehlt es derzeit an Spendengeldern - und vor allem auch an Grundnahrungsmitteln. Ein Beispiel aus Fritzlar.

    Videobeitrag

    Video

    Spendenbereitschaft sinkt: Hessische Tafeln in Not

    hessenschau vom 05.05.2022
    Ende des Videobeitrags
  • Landesregierung trifft Kirchen-Spitzen

    Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich beim traditionellen Spitzengespräch der Landesregierung mit den führenden Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirchen und der Katholischen Bistümer über den Krieg in der Ukraine und die Folgen für Europa ausgetauscht. "Es sind bewegte Zeiten für uns Europäerinnen und Europäer, denn wir müssen feststellen: Es ist wieder Krieg auf unserem Kontinent", sagte Bouffier. "Gemeinsam müssen wir weiterhin an einem friedlicheren Morgen arbeiten. Die Kirchen geben uns hierfür wichtige Impulse."

    Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie waren die komplette Landesregierung und alle Kirchenvertreterinnen und Kirchenvertreter in Frankfurt zusammengekommen.

    Die Landesregierung beim traditionellen Spitzengespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirchen und Katholischen Bistümer.
  • Top-Thema

    Mann erklettert 142 Meter hohen Büroturm in Frankfurt

    Ein 33-jähriger Mann ist am Dienstagabend ungesichert an der Fassade des Frankfurter Hochhauses "FBC" hinaufgeklettert. Der Polizei zufolge handelt es sich offenbar um eine Protestaktion gegen den Krieg in der Ukraine. Der Kletterer war demnach in blau und gelb, also in den Farben der ukrainischen Nationalflagge, gekleidet und trug einen Schriftzug mit "Stop the War" (auf Deutsch: "Stoppt den Krieg").

    Videobeitrag

    Video

    Protest gegen Ukraine-Krieg: Mann erklettert 142 Meter hohen Büroturm

    Der Mann kletterte den 142 Meter hohen Büroturm auf der Mainzer Landstraße in Frankfurt hoch.
    Ende des Videobeitrags
  • Al-Wazir: Plan für 9-Euro-Ticket nicht langfristig genug

    Drei Monate lang für nur 9 Euro im Monat Bus und Bahn fahren: Das ist der Plan der Bundesregierung, um Pendlerinnen und Pendler von einem Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu überzeugen und für die durch den Ukraine-Krieg gestiegenen Energiepreise zu entlasten. Aus Sicht des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir (Grüne) ist das geplante 9-Euro-Ticket jedoch keine langfristige Lösung des Problems, wie er heute Morgen in hr-iNFO kritisierte.

    "Man braucht halt nicht nur Ideen für drei Monate, sondern für die nächsten Jahre", sagte er. "Es wäre ja absurd, wenn man jetzt drei Monate lang Leuten ein Angebot macht und nach den drei Monaten kein Geld mehr hat, um auch nur das bestehende Angebot aufrechtzuerhalten." Die Verkehrsminister und -ministerinnen der Länder treffen sich heute mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) - es geht um das 9-Euro-Ticket.

  • Die wichtigsten Nachrichten zum Ukraine-Krieg

    Während wir Sie über die Entwicklungen in Hessen mit Bezug auf den Ukraine-Krieg informieren, halten unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de das internationale Geschehen im Blick. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Mittwoch:

    • Das russische Militär hat nach ukrainischen Angaben Bahn-Infrastruktur im ganzen Land angegriffen. Olexandr Kamyschin, der Chef der ukrainischen Eisenbahn, erklärte, die Angriffe am Dienstag hätten sechs Bahnhöfe in zentralen und westlichen Regionen der Ukraine getroffen. Dabei seien schwere Schäden entstanden.
    • Die Streitkräfte von Belarus haben laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tass überraschend mit Manövern begonnen, um ihre Kampfbereitschaft zu testen. Die Agentur beruft sich auf das belarussische Verteidigungsministerium und zitiert dieses mit den Worten, dass die Übungen keine Bedrohung für die Nachbarstaaten oder die europäische Gemeinschaft im Allgemeinen darstelle.
    • Russland hat aus den besetzten Gebieten der Ukraine nach Angaben aus Kiew 400.000 Tonnen Getreide abtransportieren lassen. Das sei etwa ein Drittel der Getreidevorräte in den Regionen Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk, sagte Vizeagrarminister Taras Wyssozkyj im ukrainischen Fernsehen. Vor dem Krieg hätten dort etwa 1,3 Millionen Tonnen Getreide gelagert zur täglichen Versorgung, aber auch zur Aussaat. "Da gab es keine strategischen Reserven", sagte Wyssozkyj. Werde der Getreidebestand weiter reduziert, drohe in diesen Gebieten eine Hungersnot.
  • Sprachkurse für Geflüchtete

    Von den geflüchteten Menschen aus der Ukraine wollen auch viele hier arbeiten oder studieren. Oftmals ist die fremde Sprache für sie eine Hürde. Deshalb werden jetzt Sprachkurse angeboten – wie bei der ASB Lehrerkooperative Bildung und Kommunikation in Frankfurt.

    Videobeitrag

    Video

    Sprachkurse für Geflüchtete

    hs
    Ende des Videobeitrags