In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist hessenweit auf 4.845 gestiegen.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Die wichtigsten Meldungen:

+++ 5.114 Infizierte, 92 Tote +++

14.23 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist auf 5.114 gestiegen. Wie das Sozialministerium am Mittwoch mitteilte, sind seit gestern 269 Neuinfektionen hinzugekommen. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, hat sich im Vergleich zum Dienstag um 13 auf 92 erhöht.

Die meisten Infizierten meldet weiterhin die Stadt Frankfurt (660), gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis (289), dem Main-Kinzig-Kreis (277) und dem Landkreis Offenbach (273).

+++ Besondere Müllentsorgung bei Infizierten +++

14.14 Uhr: Der Rheingau-Taunus-Kreis weist am Mittwoch darauf hin, dass der Hausmüll von corona-infizierten Menschen anders entsorgt werden soll, als es die bekannte Mülltrennung vorgibt. "Neben Restmüll werden auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne entsorgt", so der Landrat. Der Abfall aus der Restmülltonne werde dann in die Verbrennungsanlage gebracht. Dies entspreche den Empfehlungen des Bundesumweltministeriums (BMU).

Sämtliche Abfälle sollen in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben werden, so eine weitere Empfehlung des BMU. "Die Abfallsäcke sollen verknotet oder zugebunden werden. Bitte an eine extra Verpackung für spitze und scharfe Gegenstände denken", so der Hinweis. Das Land Hessen empfiehlt darüber hinaus die genannten Abfälle mindestens drei Tage vor dem Abholen in die jeweilige Tonne zu geben. Für Glasabfälle und Pfandverpackungen gelte in Hessen: "Die Oberflächen solcher Abfälle sind zu reinigen."

+++ Selbstversuch: Erntehelfer in Corona-Zeiten +++

13.50 Uhr: In ganz Hessen fehlen wegen der Coronakrise Saisonarbeiter. Freiwillige aus anderen Branchen helfen nun beim Spargelstechen, für rund zehn Euro pro Stunde. Doch Erntearbeit ist Knochenarbeit und gar nicht so einfach. Für die Spargelbauern ist es zwar gut, wenn Erntehelfer kommen, doch viele wollen nur kurzfristig einspringen - für die Zeit, in der sie wegen der Corona-Krise ihrem eigentlichen Beruf nicht nachgehen können. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Die freiwilligen Helfer könnten das Coronavirus auf den Hof bringen. Trotzdem ist jede helfende Hand willkommen, wenn der Ertrag am Ende einigermaßen stimmt. hr-Reporterin Anna Vogel hat den Selbstversuch gemacht.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Selbstversuch: hr-Reporterin unterwegs mit Erntehelfern

Spargelstechen ist gar nicht so einfach, wie unserer Reporterin feststellen musste.
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+++ Corona-Tests auch über Ostern +++

13.45 Uhr: Auch an den bevorstehenden Feiertagen können Patienten auf das Coronavirus getestet werden. Einige der Testcenter werden an Karfreitag und Ostersonntag geöffnet haben, wie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Es sei wichtig, dass bei einer medizinischen Indikation auch über die Feiertage Abstriche genommen werden könnten, sagten die KV-Vorstandsvorsitzenden Frank Dastych und Eckhard Starke der Mitteilung zufolge.

Das Vorgehen solle sich nicht ändern: "Aus unserer Sicht ist es alternativlos, dass Tests nur dann erfolgen, wenn eine medizinische Indikation gegeben ist." Das könne fundiert nur von den Mitarbeitern des ärztlichen Bereitschaftsdienstes oder den Gesundheitsämtern beurteilt werden. "Wir müssen die Test-Kapazitäten derzeit und gerade an Ostern für die Fälle mit echtem Test-Bedarf reservieren - die Patientensteuerung bleibt also genauso wie an normalen Werktagen."

+++ Virologe Stürmer: "Änderung der Maßnahmen absehbar" +++

13.37 Uhr: Noch herrschen aufgrund des Coronavirus in Deutschland und Hessen drastische Maßnahmen. Diese könnten aber bald schrittweise zurückgenommen werden. Zwar warnt Virologe Martin Stürmer, Leiter eines Labors und Dozent für medizinische Virologie an der Uni Frankfurt, davor, zu früh die Nerven zu verlieren. Die Entwicklung der Infektionszahlen würden jedoch Grund zur Zuversicht geben. Es spräche viel dafür, dass "wir die Lockdown-Maßnahmen ändern können", so Stürmer. Das ganze Interview lesen Sie hier.

+++ Antikörper-Tests wohl bald verfügbar +++

13.20 Uhr: Der Gießener Virologe John Ziebuhr rechnet damit, dass es schon bald genügend Antikörper-Tests für eine flächendeckende Überprüfung bereits abgeklungener Infektionen geben könnte. Die ersten Tests seien bereits verfügbar und würden in diagnostischen Laboren schon eingesetzt, sagte der Mediziner am Mittwoch im Corona-Update des hr. Noch sei die Anzahl überschaubar. "Ich bin aber optimistisch, dass in ganz wenigen Wochen gute Antikörper-Tests zur Verfügung stehen werden", so Ziebuhr. Mit Antikörper-Tests können unbemerkte Covid-19-Erkrankungen nachträglich nachgewiesen werden.

+++ Helfer sollen keine Angst vor Abmahnungen haben dürfen +++

13.06 Uhr: Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hat Abmahnungen an private Hersteller von dringend benötigten Atemschutzmasken als "rechtsmissbräuchlich" kritisiert. "Ich war entsetzt, als ich erfahren habe, dass es Anwälte gibt, die es für sich zur Aufgabe gemacht haben, Privatpersonen, die auf ihrer Nähmaschine für die örtlichen Pflegeheime oder andere Institutionen Gesichtsmasken nähen, abzumahnen", schrieb sie laut an einer Mitteilung ihres Ministeriums vom Mittwoch an Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD).

"Mir ist bewusst, dass dies eine schwierige Gemengelage ist und natürlich auch die Qualität und Wirksamkeit medizinischer Produkte sichergestellt werden müssen", erläuterte Kühne-Hörmann. Gleichwohl bestehe in der derzeitigen Corona-Krise Handlungsbedarf. Aktuell starteten zahlreiche Bürger Initiativen, um Versorgungsengpässen bei der Bekämpfung der Pandemie Rechnung zu tragen. Sie würden abgemahnt, etwa weil sie Vorgaben des Medizinprodukte- oder Wettbewerbsrechts nicht vollständig erfüllten.

+++ DRK: Selbstschutz geht bei Erster Hilfe vor +++

12.50 Uhr: Der hessische Landesverband des Deutschen Roten-Kreuzes (DRK) erinnert in Zeiten des Coronavirus noch einmal besonders daran, dass auch in Erste-Hilfe-Situationen der Eigenschutz vorgeht. Wie eine Sprecherin dem hr am Mittwoch bestätigte, muss sich niemand in die Gefahr einer Infektion bringen, eine Mund-zu-Mund-Beatmung ist beispielsweise für Laien keine Pflicht. "Das muss man nicht machen." Umso wichtiger sei deshalb aber, den Notruf zu wählen, professionelle Hilfe zu holen und Schutzkleidung zu tragen. Einen Rückgang der Erste-Hilfe-Bereitschaft haben derweil weder der DRK noch der Landesfeuerwehr-Verband registriert. "Das ist nicht spürbar", sagte Geschäftsführer Harald Popp.

+++ So arbeitet der hr in Corona-Zeiten +++

12.15 Uhr: Seit Wochen ist auch der hr im Ausnahmezustand. Wie funktioniert eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Zeiten von Corona? Das erklärt Intendant Manfred Krupp.

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zum hr.de Video Wir sind für Sie da - auch in Corona-Zeiten

Krupp Interview
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+++ OLG kämpft mit Corona-Auswirkungen +++

12.10 Uhr: Auch das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) hat mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Trotz zahlreicher Einschränkungen und Terminverlegungen seien im März aber noch 456 Verfahren abgeschlossen worden (Februar 517, Januar 536 ), sagte OLG-Präsident Roman Poseck am Mittwoch. Einen wesentlichen Rückgang gab es demnach bei den Auslieferungsverfahren. Dies erkläre sich aus der fast kompletten Einstellung des internationalen Luftverkehrs.

Das Staatsschutzverfahren gegen einen mutmaßlichen Islamisten soll wie geplant am 24. April beginnen. Poseck wies zudem darauf hin, dass eine coronabedingte Verschiebung eines Prozesses keinen Grund darstelle, um einen Untersuchungshäftling nach der gesetzlichen Frist von sechs Monaten aus der Haft zu entlassen. Das OLG habe bei einer Entscheidungn in der Corona-Pandemie einen "hinreichenden Grund" gesehen, diese Frist zu überschreiten und Haftbefehle aufrecht zu erhalten.

+++ Hanau sagt Veranstaltungen bis zum 30. Juni ab +++

11.50 Uhr: Der Krisenstab der Stadt Hanau hat entschieden, vorsorglich weitere Veranstaltungen abzusagen. Damit will die Stadt nach eigenen Angaben mehr Planungssicherheit für die Veranstalter, weniger finanzielle Risiken und eine Minimierung der Verbreitungsgefahr des Corona-Virus erreichen. "Auch wenn sich die Bundes- und Landesregierung erst nach Ostern erklären wollen, ob und wie die Schutzmaßnahmen verlängert werden, haben wir entschieden, dass in Hanau bis zum 30. Juni keine Veranstaltungen stattfinden sollen", erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Betroffen sind alle Veranstaltungen, die von der Stadt ausgerichtet werden oder die in städtischen Räumlichkeiten stattfinden sollten, wie zum Beispiel die Feierlichkeiten zu 700 Jahre Stadtrechte Steinheim, die Reihe "Kultour", die Stadtteilfeste in Klein-Auheim und Kesselstadt, das Apfelweinfest und der Keramikmarkt im Schlossgarten oder der Christopher Street Day.

+++ Hamsterkäufe weiter nicht notwendig +++

11.15 Uhr: Es besteht weiter kein Grund für panische Hamsterkäufe. Das betonte Jochen Ruths vom Hessischen Handelsverband. Hier und da habe es in den vergangenen Tagen zwar Engpässe gegeben. "Jetzt sehen wir an allen Ecken aber Entspannung", sagte er am Mittwoch im Corona-Update zum Nachhören. Die leeren Mehl-Regale seien zudem keine Folge mangelnder Ressourcen gewesen, hier gab es Probleme bei der Produktion der Verpackung. "Die konnte einfach nicht so schnell hergestellt werden." Echte Probleme gibt es weiter nur im medizinischen Bereich bei weltweit gefragten Produkten wie Desinfektionsmitteln oder Schutzkleidung.

Und hier ein paar Rezepte aus der hr3-Redaktion für Osterkuchen ohne Mehl

Karottenkuchen ohne Mehl

+++ Keine Angst vor Päckchen und Briefen +++

11.07 Uhr: Gute Nachrichten für alle Shopping-Freunde: Bestellte und in Päckchen gelieferte Waren können auch in Zeiten von Corona sorgenfrei entgegengenommen werden - ebenso Briefe. Wie der Kasseler Hygienearzt Markus Schimmelpfennig am Mittwoch im Corona-Update zum Nachhören bestätigte, besteht keine Ansteckungsgefahr. "Pakete sind in der Regel trocken. Und Trockenheit mag das Virus gar nicht." Das Annehmen, Aufmachen und Auspacken sei absolut kein Problem, nicht mal Händewaschen sei danach nötig.

+++ Minister Al-Wazir: Keine Scham vor Hartz IV +++

10.50 Uhr: Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat noch einmal darauf hingewiesen, dass Kurzarbeiter während der Corona-Krise auch Leistungen der Grundsicherung (Hartz IV) beantragen können. Bürger, die Gehaltseinbußen wegen Kurzarbeit haben und deshalb in finanzielle Schieflage geraten, "sollten sich nicht schämen", betonte Al-Wazir im Corona-Update des hr. Eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, das derzeit bei 60 (bzw. 67 für Eltern) Prozent des Nettolohns liegt, hält Al-Wazir für nicht praktikabel. Die Bundesagentur für Arbeit habe nur begrenzte Rücklagen. "Und wir wollen nicht in die Situation kommen, dass es keine Rücklagen mehr gibt."

+++ Corona-Update zum Nachhören +++

10.35 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus:

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 8. April, 9 Uhr

Coronavirus
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+++ Drei Amtshilfeersuche aus Hessen an die Bundeswehr +++

10.23 Uhr: Drei Amtshilfeersuche, also Anfragen nach Unterstützung wegen Corona durch die Bundeswehr, sind bislang an das Landeskommando Hessen der Bundeswehr gestellt worden. Ein Antrag aus dem Innenministerium wurde bewilligt, dabei ging es um die Unterstützung mit logistischem Fachpersonal, teilte ein Sprecher dem hr mit. Aus dem Lahn-Dill-Kreis kam ein Antrag auf personelle und materielle Unterstützung im medizinischen Bereich, der abgelehnt wurde. Ein weiterer Antrag aus Darmstadt wurde vom Antragsteller zurückgezogen.

Beim Landeskommando haben sich 128 Reservisten aus Hessen freiwillig für einen möglichen Einsatz gemeldet, das erfasst allerdings noch nicht diejenigen, die sich direkt in Berlin bei einer zentralen Stelle gemeldet haben. Die Reservisten werden je nach Qualifikation und Bedarf für den Sanitätsdienst gebraucht oder als "Reserve zur Erhöhung der Durchhaltefähigkeit" der aktiven Soldaten. Die Bundeswehr hält zur Zeit insgesamt 15.000 aktive Soldaten als "helfende Hände" bereit, dazu kommen 17.000 Soldaten aus dem Sanitätsdienst für "Hilfeleistungen Corona".

+++ Hessische Eismacher protestieren +++

10.15 Uhr: Sie wollen sich ihr Geschäft nicht kaputt machen lassen und protestieren – natürlich online: 29 hessische Selbstständige, die insgesamt 33 Eisdielen von Darmstadt bis Fulda betreiben, haben eine Initiative zur Rettung ihrer Betriebe gegründet. Sie fordern, auch in Zeiten von Corona ihr Eis verkaufen zu dürfen, außer Haus und als Lieferservice.

Derzeit müssen alle Eisdielen in Hessen geschlossen bleiben, sie dürfen nicht liefern und keinen Straßenverkauf anbieten. Hessen ist das einzige Bundesland mit einer derart strengen Regelung, in den meisten anderen Bundesländern ist zumindest ein Lieferservice erlaubt. Das finden die Initiatoren ungerecht. Trotz der Corona-Soforthilfe würden viele kleine Eisdielen Insolvenz anmelden müssen. Eisdielen verdienen von März bis Juni rund 75 Prozent ihres Jahresumsatzes und können Mindereinnahmen oft später nicht mehr ausgleichen.

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zum Video Streit um Eisdielen-Schließung

hsk
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+++ Nachbarschaftshilfe in Frankfurt boomt +++

9.30 Uhr: Nachbarschaftshilfe und freiwilliges Engagement sind die Zauberworte dieser Tage. "So schlimm diese Pandemie ist, aber es bringt auch eine Rückbesinnung", sagte Elke Herfert vom "Corona Call-Center" bei der Ehrenamtsagentur der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (AWO). Täglich gebe es neue Unterstützungsangebote.

Diese Erfahrung machten auch drei Frankfurter Medizinstudentinnen, die vor gut drei Wochen die Initiative "Frankfurt gegen Corona" gründeten, um vor allem Menschen aus der Risikogruppe beim Einkaufen zu entlasten und zu vermeiden, dass sie sich durch Verlassen ihrer Wohnung unnötigen Risiken aussetzen. Innerhalb von 24 Stunden hätten sich nach Angaben der Initiatorinnen 350 Helfer auf den Aufruf gemeldet. Mittlerweile sei die Zahl auf fast 400 gestiegen, vorerst würden keine weiteren Freiwilligen mehr aufgenommen, die Warteliste zähle schon über 200 Menschen.

+++ Neuseeland-Rückkehrer landen in Frankfurt +++

9.00 Uhr: In der Nacht sind weitere Rückkehrer aus Neuseeland in Frankfurt gelandet. Rund 900 Reisende wurden zu nächtlicher Stunde in Empfang genommen und mit Snacks und Getränken versorgt. Die beiden Flüge hatten sich verspätet und kamen gegen 1 und 3 Uhr an. In den kommenden Tagen stehen weitere Rückholflüge an. Mehr als 200.000 im Ausland gestrandete Deutsche sind bereits wieder daheim. Etwa 40.000 warten immer noch auf die Rückreise, die meisten in Neuseeland, Südafrika und Peru.

Eine Frau mit Mundschutz kommt aus einem Flugzeug und hebt die Hand zum Gruß. Daneben eine LH-Mitarbeiterin, ebenfalls mit Mundschutz.

+++ Mehrere Klagen gegen Corona-Beschränkungen +++

8.35 Uhr: In Hessen wehren sich immer mehr Bürger per Gericht gegen behördliche Corona-Beschränkungen. Vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel sind mehrere Verfahren anhängig. "Beim 8. Senat ist mittlerweile ein weiterer Eilantrag eingegangen, der sich gegen sämtliche Beschränkungen der einschlägigen Verordnungen richtet", sagt ein Sprecher. Wann darüber entschieden werde, sei noch unklar.

Am Dienstag hatte der Gerichtshof den Eilantrag eines Katholiken abgelehnt, der sich gegen das Gottesdienstverbot an Ostern wehrte. Noch am Laufen ist ein Eil-Verfahren, mit dem sich der Betreiber eines Fitnessstudios gegen Beschränkungen wehrt. Auch an den Verwaltungsgerichten sind noch Verfahren anhängig.

+++ Kirche: Ostern findet trotz Corona statt +++

8.20 Uhr: Die Karwoche hat begonnen, Ostern steht vor der Tür - immerhin das wichtigste Fest des Kirchenjahres. Doch Katholiken und Protestanten müssen in diesem Jahr wegen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen neue Wege finden. Die Kirche betont: "Ostern findet statt." Aber eben nicht wie gewohnt, sagte ein Sprecher des Bistums Fulda.

So plant das Bistum Limburg wie das Bistum Mainz eine Live-Übertragung aus dem Dom - ohne versammelte Gemeinde. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau überträgt nicht nur Online-Gottesdienste, sondern verschickt "Hoffnungsbriefe" an alle evangelischen Haushalte im Kirchengebiet. "In dieser Zeit beten wir viel häufiger als sonst", sagte Kirchenpräsident Volker Jung.

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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