In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Landesärztekammer zu Pflichttests: "Nur eine Momentaufnahme"

    Auch Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer, hält eine Ausweitung der Corona-Tests für grundsätzlich richtig. In der Diskussion um mögliche Pflichttests für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieteen mahnt er aber auch: "Jedes Testergebnis stellt nur eine Momentaufnahme dar." Ein Test zu einem frühen Zeitpunkt der Infektion könne diese noch gar nicht anzeigen. Ob Rückkehrer wirklich infiziert seien, lasse sich erst durch einen Test nach rund einer Woche feststellen. "Dagegen halte ich regelmäßige Testungen von Personal in Krankenhäusern, in Arztpraxen und in Altenheimen sowie von Lehrpersonal für sinnvoll", erklärte er. Am Dienstagmorgen hatte sich Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) für verpflichtende Corona-Tests bei Reise-Rückkehrern aus Risikogebieten ausgesprochen.

  • Opel-Chef sieht Krise nicht überwunden

    Opel-Chef Michael Lohscheller sieht die Corona-Krise für die Autobranche und sein Unternehmen noch nicht überwunden. Eine nachhaltige Erholung der zwischenzeitlich eingebrochenen Märkte sei unsicher, erklärte der Manager am Dienstag anlässlich der Vorstellung der Halbjahreszahlen des Mutterkonzerns PSA. Ein zweiter möglicher Lockdown könnte den nächsten empfindlichen Nachfrageeinbruch bringen und zu Unterbrechungen der Lieferketten führen.

    Opel hatte gemeinsam mit der britischen Schwestermarke Vauxhall in den ersten sechs Monaten 2020 trotz Corona gut 110 Millionen Euro operativen Gewinn beigetragen. Allerdings wurden in dem Halbjahr nur noch gut 266.000 Autos der beiden Marken verkauft, der Absatzrückgang von 53,1 Prozent fiel deutlich stärker aus als bei den anderen Konzernmarken.

  • Klose für Corona-Pflichttests für Reisende aus Risikogebieten

    Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat sich für verpflichtende Corona-Tests bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten ausgesprochen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag eine entsprechende Testpflicht angekündigt. Ob der Beschluss rechtssicher sei, müssten die Gerichte noch prüfen, sagte Klose im Deutschlandfunk. Die Tests sollen für die Reisenden kostenfrei sein, sagte Spahn in verschiedenen Medien.

    Klose betonte, der weitere Weg durch die Pandemie hänge davon ab, dass Einzelne ihre Eigenverantwortung für sich und die Gemeinschaft wahrnähmen. Entsprechend habe er zwar Verständnis, wenn gefordert werde, Reisende aus Risikogebieten sollten die Kosten für einen Corona-Test zumindest teilweise selbst übernehmen. "Auf der anderen Seite steht unser gemeinschaftliches Interesse, möglichst keine Infektionsherde neu im Land zu haben."

  • Frankfurter Flughafen weiter im Corona-Tief

    Der Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen hat sich in der vergangenen Woche weiter nur langsam aus dem Corona-Tief bewegt. Vom 20. bis 26. Juli zählte der Flughafenbetreiber Fraport dort 321.746 Fluggäste und damit 79,7 Prozent weniger als in der entsprechenden Kalenderwoche ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag mitteilte. Das waren jedoch gut 14.000 Passagiere mehr als in der Vorwoche, als der Rückgang im Jahresvergleich 80,5 Prozent betragen hatte. Im gesamten Juni hatte die Zahl der Fluggäste noch fast 91 Prozent niedriger gelegen als ein Jahr zuvor.

    Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war. Seit dem Wochenende sorgen allerdings neue Quarantäne-Bestimmungen Großbritanniens für Spanien-Urlauber wieder für Verunsicherung. Branchenvertreter erwarten, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreicht.

  • 58 Neuinfektionen, kein neuer Todesfall

    Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 58 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Dienstag, 0 Uhr. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen erhöhte sich nicht und liegt damit weiter bei 518.

    Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.743 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.800 Fälle als genesen.

    Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin von der Obergrenze von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder lokal begrenzte, stufenweise Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

    Seit Freitag weist die Stadt Darmstadt mit rund 15,6 Fällen pro 100.000 Einwohner den höchsten Wert auf, gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis mit 12,8. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

  • Lullusfest in Bad Hersfeld abgesagt

    Das traditionsreiche Lullusfest kann in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Das Gesundheitsamt habe es als nicht genehmigungsfähiges Volksfest eingestuft, teilte die Stadt mit. "Unser gemeinsames Ziel war es immer, unser Stadtfest nicht verfrüht abzusagen, sondern Alternativen ernsthaft zu prüfen, solange dazu die Chance bestand", sagte Bürgermeister Thomas Fehling. Das wäre demnach aber nur möglich gewesen, falls die Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung gelockert worden wäre.

    Dessen ungeachtet überlegt die Stadt, das "Fierche" - so der Name des Lullusfeuers - auch in diesem Jahr am Leben zu erhalten. "Natürlich gelten auch hier die Corona-Abstandsregeln - deswegen werden wir hier ganz neue Wege gehen müssen", hieß es in der Mitteilung. Das Lullusfest wird seit dem Jahr 852 gefeiert und gilt als Deutschlands ältestes Volksfest. Es lockt regelmäßig Hunderttausende Besucher an. Es sollte dieses Jahr vom 12. bis 19. Oktober stattfinden.

  • Spahn will Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten angekündigt. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilte, teilte Spahn sein Vorhaben den Gesundheitsministern der Länder mit. "Wir müssen verhindern, dass Rückkehrer unbemerkt andere anstecken und neue Infektionsketten auslösen", so der Minister.

    Eine entsprechende Verordnung soll kommende Woche in Kraft treten. Die Pflichttest sollen für die Reisenden laut Ministerium kostenfrei sein.

  • Blut wegen Corona und Sommerloch knapp

    Der DRK-Blutspendedienst hat am Montag zu Spenden aufgerufen. Wegen der Corona-Pandemie und der Urlaubssaison würden die Blutreserven knapp und es drohe ein akuter Versorgungsengpass. "Unfälle, Krebs- und Herzerkrankungen sowie Komplikationen bei Operationen machen leider keinen Urlaub", heißt es in einer Mitteilung. Von der Knappheit betroffen sind demnach alle Blutgruppen. Bei den Blutspendeterminen gelten die Abstandsregeln, eine Maske ist Pflicht. Spender und Spendeninteressierte können sich an die kostenlose Hotline unter 0800 11 949 11 wenden oder online einen Termin vereinbaren.

  • Wiesbaden verschiebt City Biathlon

    Der City Biathlon in Wiesbaden ist auf den 27. September verschoben worden. Das teilte der Veranstalter am Montag mit. Ursprünglich war der Wettkampf für den 16. August angedacht. Beim City Biathlon sind die Athletinnen und Athleten auf Skirollern auf einer 1,8 Kilometer langen Strecke unterwegs, im Kurpark wird ein Schießstand aufgebaut. Wegen der Corona-Pandemie können deutlich weniger Zuschauer als ursprünglich geplant live vor Ort dabei sein. Athleten aus zehn Nationen treffen sich in Wiesbaden zum einzigen größeren Sommerwettkampf dieser Sportart.

  • Virologe warnt vor Sorglosigkeit im Alltag

    Nicht nur Urlaubsrückkehrer tragen offenbar dazu bei, dass die Corona-Infektionen wieder zunehmen. Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer will zwar noch nicht von einer zweiten Welle sprechen, er warnt aber im Interview vor wachsender Sorglosigkeit im Alltag.

    Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten empfiehlt er eine Kombination aus Corona-Test und Quarantäne. Sinnvoll wäre es demnach, zu testen, dann in eine Kurzquarantäne von fünf Tagen zu gehen und an deren Ende noch einmal zu testen.

    Mit dem Schulstart im Regelbetrieb im August befürchtet der Virologe zudem steigende Infektionszahlen. Da, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne, sollte über eine Maskenpflicht auch im Unterricht nachgedacht werden.

  • Noch keine kostenlosen Corona-Tests am Frankfurter Flughafen

    Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wird es zunächst noch keine kostenlosen Corona-Tests für Auslandsurlauber geben. Der Flughafenbetreiber Fraport verwies am Montag erneut auf ungeklärte Fragen etwa zur Trägerschaft und Kostenübernahme. Man befinde sich in enger Abstimmung mit den Behörden, sagte ein Unternehmenssprecher. Das zuständige Sozialministerium äußerte sich zunächst nicht zu konkreten Planungen für den Flughafen.

    Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten in der vergangenen Woche beschlossen, dass sich alle Reisenden aus Risikogebieten nach ihrer Rückkehr in Deutschland künftig kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Das ist an verschiedenen Flughäfen insbesondere in Bayern und Nordrhein-Westfalen bereits möglich. Wer keinen negativen Test hat, muss wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Auch über verpflichtende Tests wird nachgedacht.

  • Fünf Neuinfektionen, keine neuer Todesfall

    Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um fünf gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Montag, 0 Uhr. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen erhöhte sich nicht und liegt damit weiter bei 518.

    Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.685 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.700 Fälle als genesen.

    Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin von der Obergrenze von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder lokal begrenzte, stufenweise Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

    Seit Freitag weist die Stadt Darmstadt mit rund 14,4 Fällen pro 100.000 Einwohner den höchsten Wert auf, gefolgt von der Stadt Offenbach mit rund 11,5. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

  • Reise-Rückkehrer als Corona-Risiko

    Die Zahl der Corona-Infizierten steigt bundesweit wieder an. Unter den Neu-Infizierten sind auch Rückkehrer aus Urlaubsregionen. Wie beispielsweise am Frankfurter Flughafen und im Kreis Gießen damit umgegangen wird, zeigt dieser hessenschau-Beitrag.

  • 23 Corona-Infektionen in Borkener Altenheim

    In einem Altenheim in Borken sind 23 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie der Schwalm-Eder-Kreis dem hr am Sonntag bestätigte. Zuerst hatte die Zeitung HNA darüber berichtet. Bei den Infizierten handele es sich um 15 Bewohner und 8 Mitarbeiter des Altenheims Blumenhain. Zuvor hatte es dort eine Reihentestung gegeben, an der 291 Bewohner und 158 Mitarbeiter teilnahmen.

    Sämtliche Krankheitsverläufe seien bislang unproblematisch, berichtete der Gesundheitsdezernent des Schwalm-Eder-Kreises, Jürgen Kaufmann. Das Heim steht seit dem Auftreten des ersten Falls am 15. Juli unter Quarantäne. Es gilt ein Besuchsverbot.

  • Stadt sieht Opernplatz-Konzept bestätigt

    Der Frankfurter Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) sieht das Sicherheitskonzept von Polizei und Stadt nach den Krawallen am Frankfurter Opernplatz vor einer Woche bestätigt. "Wir sind sehr zufrieden mit diesem Wochenende", sagte Frank am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Stadt- und Landespolizei hätten mit zahlreichen Personenkontrollen und Präsenz im gesamten Stadtgebiet dafür gesorgt, "dass wir wieder ein friedliches Wochenende in Frankfurt hatten."

    Forderungen des Städtebundes nach Alkohol-Sperrgebieten unterstützt Frank, hält diese aber für rechtlich schwer durchsetzbar. Ein solches Instrument müsste zudem maßvoll dosiert werden. Am Opernplatz etwa würde er keine Alkoholverbote einführen, wenn die Möglichkeit dazu bestünde. "Wir haben im Bahnhofsviertel ein paar Hotspots, da würde es die Lage deeskalieren", so der Stadtrat.

  • Keine Krawalle, aber Proteste gegen Racial Profiling am Opernplatz

    Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen am vergangenen Wochenende ist es am Frankfurter Opernplatz in der Nacht zum Sonntag ruhig geblieben. Es war deutlich weniger los als in den Vorwochen. Nur etwa rund 400 Menschen haben sich auf dem Opernplatz getroffen, während es an den Wochenenden zuvor mehrere Tausend waren. Die vor allem jungen Menschen waren in Zeiten der Corona-Beschränkungen auf den Platz für ihre Treffen ausgewichen.

    Begleitet wurde der Abend von einer Vielzahl von Polizisten im gesamten Innenstadtgebiet. Das Verhalten jener Beamte sorgte bei einigen für Kritik. Rund 150 Demonstranten protestierten bei einer Spontandemo gegen "Racial Profiling". Sie erklärten, dass migrantische Personen vermehrt seit Freitag von der Polizei angehalten und kontrolliert worden seien. Unter anderem der anwesende Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wurde dazu aufgefordert, mehr gegen Rassismus in der Polizei zu unternehmen.

  • 31 Neuinfektionen, kein neuer Todesfall

    Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 31 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Sonntag, 0 Uhr. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen erhöhte sich nicht und liegt damit weiter bei 518.

    Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.680 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.700 Fälle als genesen.

    Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin von der Obergrenze von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder lokal begrenzte, stufenweise Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

    Seit Freitag weist die Stadt Darmstadt mit rund 14,4 Fällen pro 100.000 Einwohner den höchsten Wert auf, gefolgt von der Stadt Offenbach mit rund 10,7. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

  • Polizei mit zahlreichen Streifen in Frankfurter Innenstadt

    Eine Woche nach den Ausschreitungen auf dem Frankfurter Opernplatz hat auch der Samstagabend in der Frankfurter Innenstadt friedlich begonnen. Auf dem Platz versammelten sich - wie schon oft in der Corona-Pandemie - am frühen Abend einige wenige Grüppchen junger Menschen. Zahlreiche Polizeistreifen waren zu sehen, auch in den umliegenden Straßen. Die Nacht zum Freitag war ebenfalls ruhig geblieben. Erstmals galt an diesem Wochenende ab Mitternacht ein Betretungsverbot für den Opernplatz, um ein Uhr nachts musste dieser geräumt sein. Das habe gut geklappt, berichtete die Polizei. Die Regelungen galten auch für die Nacht zum Sonntag.

  • Alkohol-Verbotszonen gefordert

    Nach den nächtlichen Ausschreitungen in Stuttgart und Frankfurt mehren sich Forderungen nach Alkohol-Sperrgebieten in Städten, um Krawalle zu verhindern. "Die Kommunen sollten in größerem Umfang ermächtigt werden, für bestimmte Bereiche Alkoholverbote auszusprechen oder auch öffentliche Bereiche für bestimmte Zeiten zu sperren", sagte Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Es sei eine bedauerliche Entwicklung, die "natürlich auch die große Mehrheit der Menschen trifft, die sich ordnungsgemäß verhalten".

    Landsberg verzeichnet einen "zunehmenden Autoritätsverlust des Staates und seiner Repräsentanten". Treiber dieser Entwicklung seien soziale Netzwerke und vielfach auch Alkohol. "Die überwiegend männlichen Randalierer - wie jene bei den Vorfällen in Stuttgart und Frankfurt - haben ein hohes Aggressionspotenzial, das sie dann unter Alkoholeinfluss ausleben." Landsberg kündigte an, dass die Kommunen "ihre Gefahrenanalysen noch stärker auf diese neue Lage ausrichten". Dazu gehörten eine deutlichere Polizeipräsenz und eine konsequente Verfolgung der Straftäter, aber auch der Einsatz von Streetworkern.

  • Flughafen prüft Details wegen Corona-Tests

    Nach der Entscheidung über kostenlose Corona-Tests für Auslandsurlauber soll am Frankfurter Flughafen das weitere Vorgehen geklärt werden. Die Details des Beschlusses sollen geprüft und die Umsetzung dann in enger Abstimmung mit den Behörden unterstützt und begleitet werden, sagte ein Sprecher von Flughafenbetreiber Fraport am Samstag. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Vortag beschlossen, dass sich alle Reisenden aus Risikogebieten nach ihrer Rückkehr in Deutschland künftig kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Wer keinen negativen Test hat, muss wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich freiwillig innerhalb von 72 Stunden testen lassen.

    Reiserückkehrer am Flughafen.
  • Dehoga und Klose werben für korrekte Angaben auf Kontaktformularen

    Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Hessen, Gerald Kink, und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) haben an die Bürger appelliert, bei Restaurantbesuchen ihre korrekten Kontaktdaten anzugeben. "Das ist ein wichtiger Baustein, um im Falle einer Infektion die Kontaktpersonen zügig ermitteln und informieren zu können. Es schützt nicht nur andere, sondern stellt auch sicher, dass Sie selbst im Fall des Falles zeitnah über ein Infektionsrisiko informiert werden können", sagte Klose laut einer Pressemitteilung am Samstag. Alle Maßnahmen, so der Minister weiter, setzten auf die Vernunft und Eigenverantwortung der Bürger.

    Die erfassten personenbezogenen Daten wie Name, Adresse und Telefonnummer werden laut Sozialministerium nach dem Restaurantbesuch einen Monat lang gespeichert und danach datenschutzkonform gelöscht. Die Daten würden vor einer Einsichtnahme durch Dritte geschützt. Am Mittwoch war allerdings bekannt geworden, dass die hessische Polizei für Ermittlungen auf Corona-Gästelisten zugreifen darf. Datenschützer halten dies für "höchst problematisch".

  • Klose: Keine Rechtsgrundlage für verpflichtende Corona-Tests bei Rückkehrern

    Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat die neuen Corona-Tests für Reise-Rückkehrer an Flughäfen mit gestiegenen Infektionszahlen begründet. Klose sagte dem hr-fernsehen, zu Beginn der Ferien habe die Gesundheitsministerkonferenz noch keinen Handlungsbedarf gesehen, inzwischen entwickle sich die Lage aber dynamisch.

    Die Tests seien freiwillig, weil man für verpflichtende Untersuchungen keine rechtliche Handhabe gesehen habe. Heimkehrer aus Risikogebieten könnten aber mit einem negativen Testergebnis der 14-tägigen Quarantäne entgehen. Am Freitag hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen, dass Urlauber aus Risikogebieten künftig noch am Flughafen auf das Coronavirus getestet werden sollen, wenn sie dies wünschen.

  • Freiluft-Party auf dem Opernplatz verläuft friedlich

    Etwa 500 Menschen haben am Freitagabend auf dem Frankfurter Opernplatz gefeiert. Anders als am vergangenen Wochenende blieb es aber friedlich. Auch die Räumung des Opernplatzes lief nach Polizeiangaben weitgehend problemlos ab.

    Seit gestern gilt für den Party-Hotspot jeweils freitags und samstags zwischen Mitternacht und fünf Uhr ein Betretungsverbot. Weil die Clubs aufgrund der Corona-Pandemie noch geschlossen bleiben müssen, haben sich an den vergangenen Wochenenden immer mehr Nachtschwärmer auf dem Opernplatz versammelt. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel.

  • Schwälbchen-Molkerei bangt um Frischdienst

    Hessens größte Molkerei Schwälbchen kämpft mit dem stark veränderten Verhalten der Verbraucher und Großkunden wegen der Corona-Krise. Das Molkereigeschäft fahre weiter stabile Ergebnisse ein, sagte Vorstandschef Günter Berz-List der Nachrichtenagentur dpa. Sorgen bereitet dem Manager aber der Frischdienst, also die Belieferung von Großkunden wie Hotels, Gastronomie, Kantinen und Mensen. "Durch die pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen war quasi über Nacht kein Bedarf mehr. Das haben wir drastisch beim Umsatz und Ergebnis gespürt."

    Die Bestellungen im Geschäftsbereich Frischdienst seien in der Hochphase der Corona-Krise im März und April um 50 Prozent weggebrochen. Bei den Erlösen habe der Rückgang sogar bis zu 60 Prozent betragen. Um Kosten einzusparen, habe das Unternehmen seine Lkw-Flotte verkleinert und an zwei Standorten Kurzarbeit angemeldet.

    Vorstand Günter Berz-List in der Schwälbchen-Molkerei
  • Hunderte Verfahren wegen Betrugsverdachts bei Soforthilfen

    Die staatliche Corona-Soforthilfe sollte krisengeschüttelte Betriebe schnell finanziell unter die Arme greifen - in mehreren hundert Fällen könnten die Mittel aber zu Unrecht beantragt oder bezogen worden sein. Hessenweit seien bislang rund 400 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Straftaten im Zusammenhang mit den Soforthilfe-Anträgen eröffnet worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit.

    Dabei gehe es überwiegend um den Vorwurf des Subventionsbetruges, erläuterte ein Sprecher. Angesichts von insgesamt rund 135.000 Anträgen handele es sich vergleichsweise um eine geringe Zahl von Betrugsverdachtsfällen. Wie hoch der entstandenen Schaden ist, lässt sich nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft noch nicht beziffern. Ausgezahlt wurden dem Wirtschaftsministerium zufolge bislang gut 950 Millionen Euro an mehr als 106.000 Empfänger - insbesondere an Dienstleistungs-, Gastronomie- sowie Handelsbetriebe, die in der Corona-Krise besonders unter finanziellen Einbußen litten.