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Wegen Betäubungsmitteln: Ermittlungen gegen zwei hessische Polizisten

"Eine nicht unerhebliche Menge Betäubungsmittel" haben Polizisten in einer Wohnung entdeckt. Dort trafen sie mehrere Personen an - auch zwei Kollegen der hessischen Bereitschaftspolizei.

Gegen zwei hessische Bereitschaftspolizisten wird wegen eines Drogendelikts ermittelt. Zusätzlich steht einer der Beamten unter dem Verdacht, Urkunden gefälscht zu haben, wie das Hessische Bereitschaftspolizeipräsidium am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

"Nicht unerhebliche Menge Betäubungsmittel"

Die beiden Polizisten waren den Angaben zufolge von rheinland-pfälzischen Kollegen bei einem Einsatz in einer Wohnung in Ludwigshafen schon am 20. Juni dieses Jahres angetroffen worden. Sie hätten sich dort mit weiteren Personen privat aufgehalten. Bei dem Einsatz sei eine "nicht unerhebliche Menge Betäubungsmittel" sichergestellt worden, teilte die Polizei mit. Zudem hätten einige Anwesende Widerstand geleistet.

Gegen die beiden hessischen Polizisten laufe nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Außerdem sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, teilte das Bereitschaftspolizeipräsidium weiter mit. Die disziplinarrechtlichen Ermittlungen seien jedoch bis zum Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen ausgesetzt.

Polizei will Vorwürfe konsequent verfolgen

"Die hessische Polizei und das Hessische Bereitschaftspolizeipräsidium nehmen alle Vorwürfe gegen Polizistinnen und Polizisten sehr ernst und verfolgen diese konsequent", sagte Malte Neutzler, der Präsident des Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidiums. Dazu stehe seine Behörde im Austausch mit der ermittlungsführenden Dienststelle in Ludwigshafen.

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