Die Sinntalbrücke an der hessisch-bayerischen Grenze gehörte mit rund 750 Metern Länge zu den größten Brücken der A7. Doch das 1967 fertiggestellte Bauwerk war marode geworden, immer wieder wurden Risse in den Schweißnähten festgestellt. Kein Wunder, schließlich hatte sich die Verkehrsbelastung seit den Sechzigern versechsfacht. Die Beseitigung der Sinntalbrücke wurde zu einem der gewaltigsten Sprengvorhaben in Deutschland. Das Problem: Die neue Brücke direkt neben der alten durfte nichts abbekommen. Außerdem standen unmittelbar nebenan Wohnhäuser. Doch alles ging gut, die Betonpfeiler knickten bei der Sprengung am 22. Juni 2013 ein wie Streichhölzer. Zehn Wochen dauerte es anschließend, 11.000 Tonnen Stahl und Beton abzutransportieren.