David Muenkat (Skyliners) blockt den Jenaer Rasheed Moore.

In der 2. Basketball-Bundesliga kommt es im Playoff-Halbfinale zum Giganten-Duell zwischen den Skyliners Frankfurt und den Gladiators Trier. Die beste Defensive der Liga trifft auf die beste Offensive. Der Gewinner steigt in die Bundesliga auf.

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Frankfurt trifft im Playoff-Halbfinale auf Trier

Aiden Warnholtz von den Skyliners Frankfurt mit blauem Trikot.
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Eine alte Basketball-Weisheit besagt: In den Playoffs zählt‘s. Die Leistung aus der regulären Saison ist mit dem ersten Sprungball der Post Season Geschichte. Da ist es egal, wie gut man zuvor performt hat. Die Skyliners Frankfurt haben das verinnerlicht – und in den Playoffs sogar noch einmal eine Schippe draufgelegt.

Skyliners vernageln den Korb

Gegen Jena setzten sich die Hessen im Viertelfinale mit 3:1 durch. Bemerkenswert. Immerhin gingen in der regulären Saison noch beide Spiele an den Konkurrenten aus Thüringen. Der Schlüssel zum Frankfurter Erfolg: Die beste Defensive der Liga ließ pro Spiel im Schnitt nur 69,5 Punkte zu.

"Die Jungs haben unsere ohnehin starke Verteidigung auf ein neues Level gehoben", lobt Chef-Trainer Denis Wucherer dementsprechend. In der regulären Saison hatte der gegnerische Punkteschnitt noch bei 73,7 gelegen. Das Problem: Im Halbfinale bekommen es die Frankfurter mit der besten Offensive der Liga zu tun.

Trier mit vielen Waffen

Die Gladiatoren aus Trier haben die 2. Liga dominiert. Nur sechs Niederlagen (bei 28 Siegen) kassierten die Moselstädter in der regulären Saison und nahmen auch in der ersten Playoff-Runde den Fuß nicht vom Gaspedal: Die chancenlosen Baskets aus Münster wurden mit 3:0 aus dem Weg geräumt. "Trier hat eine tolle Hauptrunde gespielt, sich im Viertelfinale souverän schadlos gehalten und stellt eine echte sportliche Herausforderung dar", so Wucherer. Auch gegen die Skyliners gewann der Ligaprimus beide Partien der Hauptrunde.

Die große Stärke von Trier sind die vielen offensiven Waffen. Gleich sieben Spieler erzielen im Schnitt mehr als 11 Punkte pro Partie. Die Gladiatoren sind unter dem Korb und von außen gleichermaßen gefährlich. In den Playoffs überragte zuletzt Power Forward Moritz Krimmer mit einem 19-Punkte-Schnitt. "Trier ist personell nochmals tiefer besetzt als Jena, nochmals physischer", weiß Wucherer. Auf die Frankfurter Defensivspezialisten kommt eine Menge Arbeit zu.

Nur ein sportlicher Aufsteiger

Die Halbfinal-Serie wird in einer Best-of-Five-Serie entschieden. Spiel eins steigt am Freitag (19.30 Uhr) in Trier. Das erste Heimspiel in Frankfurt findet am Sonntag (16 Uhr) statt. Wer zuerst drei Siege einfährt, bucht das Final-Ticket und hat das Recht, in die Bundesliga aufzusteigen. Die Skyliners haben die Lizenz fürs Oberhaus am Dienstag erhalten, die Gladiators müssten bei einem Aufstieg gewisse Auflagen erfüllen.

Das andere Halbfinale zwischen Hagen und Karlsruhe wird übrigens keinen Aufsteiger hervorbringen. Während Hagen die Lizenz nicht einmal beantragt hat, wurde der Antrag der Karlsruher abgelehnt.

Weil es also nur einen sportlichen Aufsteiger geben wird, könnten die Skyliners im Falle einer Niederlage also zumindest darüber nachdenken, sich für eine Wildcard für die kommende Saison zu bewerben. Die Hessen hoffen freilich, sich sportlich qualifizieren zu können. "Wir gehen mit breiter Brust und Vorfreude in dieses Matchup", sagt Wucherer.

Weitere Informationen

Die Halbfinal-Serie im Überblick

Spiel 1: 17.5., 19.30 Uhr, in Trier
Spiel 2: 19.5., 16 Uhr, in Frankfurt
Spiel 3: 22.5. 19.30 Uhr, in Trier
Spiel 4 (falls nötig): 24.5., 19 Uhr, in Frankfurt
Spiel 5 (falls nötig): 26.5., 19.30 Uhr, in Trier

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