Joshua Obiesie mit Drang nach vorne.

Die Skyliners Frankfurt haben das erste Testspiel der Vorbereitung gewonnen. Neu-Trainer Geert Hammink sieht vor allem defensiv noch Luft nach oben, ist insgesamt mit der Entwicklung aber zufrieden.

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Skyliners-Coach Geert Hammink: Haben mit sehr viel Energie zusammen gespielt

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Die Skyliners Frankurt haben den ersten Testspiel-Sieg der Saisonvorbereitung gefeiert. Gegen Zweitligist Trier setzten sich die Hessen am Freitagabend mit 113:57 durch. Top-Scorer der Gastgeber war Guard Laurynas Beliauskas mit 23 Punkten. Der auffällige Joshua Obiesie steuerte 18 Punkte zum Sieg bei.

Für Trainer Geert Hammink war der Blick auf den Statistik-Bogen aber gar nicht entscheidend. Der Niederländer spendete für keinen Korb Applaus, sondern wenn die "Assignments" stimmten. Wenn seine Spieler sich also so bewegten und freispielten, wie er sich das vorstellt. Ob der Ball am Ende den Weg in den Korb fand, war sekundär.

Offensiv ist die Philosophie schon erkennbar

"Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren, sondern dass wir mit so viel Energie zusammengespielt haben", so Hammink, der mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft insgesamt zufrieden war. "Das erste Gefühl ist positiv. Wir trainieren seit zwei Wochen ein neues System, ja fast schon eine neue Philosophie." Dass da auch mal Fehler passierten, sei normal.

Gerade in der Offensive war schon erkennbar, wo Hammink mit dieser jungen Mannschaft hin möchte. Das Spiel der Skyliners hat Tempo und wirkt – so wie es der Coach ankündigt hat – teilweise chaotisch. Gegen Trier schafften es die Hessen so aber immer wieder, freie Würfe zu kreieren. Eine Treffer-Quote von 58 Prozent (48 Prozent Dreier) kann sich sehen lassen.

Rebound-Arbeit ist ausbaufähig

Natürlich hat dem Coach nicht alles gefallen, was sein Team auf dem Court machte, man habe aber eben noch nicht so oft zusammen trainiert. Besonders in der Defensive gab es noch Luft nach oben. Das Rebounding im ersten Viertel war überhaupt nicht nach Hamminks Geschmack, im gesamten Spiel stimmte die defensive Zuordnung nicht immer. "Wir haben vielleicht 70 Mal verteidigt und da waren 15 dabei, die richtig gut waren. Und dann noch mal 20, die okay waren. Der Rest war ein bisschen chaotisch", so Hammink.

Der Ex-NBA-Spieler ist zuversichtlich, dass sich das Zusammenspiel in den kommenden Wochen weiter einschleifen wird. "Je länger wir zusammenarbeiten, umso besser werden unsere Entscheidungen und umso besser wird unser Spiel auch aussehen", ist sich Hammink sicher. Wer sich ein Bild davon machen möchte: Am 10. September (18 Uhr) spielen die Skyliners ein Benefizspiel gegen Bonn. Es ist das erste öffentliche Testspiel der Vorbereitung.