Eintracht-Trainer Oliver Glasner baut voll auf die Power von Randal Kolo Muani.

Vize-Weltmeister Randal Kolo Muani macht bei Eintracht Frankfurt im Trainingslager da weiter, wo er bei der WM aufgehört hat. Trainer Oliver Glasner ist beeindruckt, weiß aber auch, dass "der Markt die Gesetze macht".

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Eintracht-Trainer Oliver Glasner spricht über Randal Kolo Muani

Eintracht-Trainer Oliver Glasner bereitet sein Team derzeit in Dubai vor.
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So eine WM-Teilnahme macht ja etwas mit Spielern, das ist klar. Besonders wenn sie - wie bei Eintracht-Stürmer Randal Kolo Muani – erst mit dem Finale endet. Wenn man den Franzosen in diesen ersten Tagen des Frankfurter Trainingslagers in Dubai beobachtet und zudem den Worten von Übungsleiter Oliver Glasner glaubt, ist die Veränderung vor allem eines: positiv. Und zwar rundum positiv.

"Das gesamte WM-Turnier hat ihn in seinem Selbstverständnis, seiner Persönlichkeit und seinem Selbstvertrauen noch einmal nach vorne gebracht", urteilte der Frankfurter Trainer nach den ersten Tagen am Persischen Golf. Die Eintracht hat jetzt einen Vize-Weltmeister in ihren Reihen. Das können nicht viele von sich behaupten.

Zwei Tore im Test gegen Leipzig

Und so ein Vize-Weltmeister erhält bei der Eintracht dann auch einen besonderen Empfang. Vor versammelter Mannschaft beglückwünschte ihn Glasner nach seiner Rückkehr zu seinem Auftritt im Finale gegen Argentinien. Und obwohl der Franzose die kürzeste Pause von allen hatte, sprüht er förmlich vor Energie, Spielwitz und Angriffslust.

Wie zum Beweis traf er im Testspiel gegen Leipzig gleich zweimal. "Wenn man das gegen Leipzig sieht: Ich fand ihn da noch präsenter", erklärte Glasner mit Blick auf den ersten Gradmesser im neuen Jahr und zog einen Vergleich zum Sommer. "Als er gekommen ist, war er noch ein bisschen schüchtern. Ich habe den Eindruck, dass er noch mehr aus sich herausgeht. Er ist jetzt lauter geworden, das ist positiv."

Bayern beschäftigt sich schon mit Kolo Muani

Ein echter Anführer im Sturm, der auch Kommandos gibt. Als Vize-Weltmeister ist der Gang eben noch aufrechter, das Selbstvertrauen noch größer, der Glaube an die eigene Stärke fast unerschütterlich. Das fällt im Training in Dubai auf, das fiel im Test gegen Leipzig auf – und das fällt, eine Überraschung ist das nicht, auch außerhalb der hessischen Fußballwelt auf.

Dass sich der FC Bayern längst mit Kolo Muani beschäftigt, ist nach hr-sport-Informationen verbrieft. Der Rekordmeister reiht sich damit aber lediglich in eine lange Liste europäischer Top-Vereine ein. Ein Wechsel im Winter ist dem Vernehmen nach kein Thema, im Sommer dürfte das, entwickelt sich der Franzose so rasant weiter, freilich anders sein. Unmoralische Angebote können auch die Frankfurter nicht ablehnen in diesen Zeiten.

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Oliver Glasner und sein Anteil an der Frühform von Eintracht Frankfurt

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"… dann ist er weg“

"Der Markt macht die Gesetze", weiß auch Eintracht-Coach Glasner. "Wenn morgen jemand 100 Millionen Euro für Randal bietet, dann ist er weg. Irgendwann wird die Eintracht sagen: ‚Es ist schön und super, aber um diese Kohle zu bekommen, müssen wir zweimal die Champions League gewinnen.‘" Der Markt macht eben die Gesetze. So ist die moderne Fußball-Welt.

Da Kolo Muani aber laut Glasner klar geäußert hat, im Winter in keinem Fall weg zu wollen, haben die Hessen erst einmal noch richtig Spaß an ihrem Vize-Weltmeister mit dem immer größer werdenden Selbstvertrauen. Auch über das Trainingslager in Dubai hinaus. Mal schauen, wo das in der Rückrunde noch alles hinführt.

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