Lindström jubelt

Eintracht Frankfurt hat zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Champions-League-Spiel gewonnen. Der Sieg bei Olympique Marseille wurde aber durch heftige Pyro-Attacken beider Fan-Lager getrübt.

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Pyro, Lindström und ein historischer Sieg mit Makel

Lindström Eintracht Marseille
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Es war ein historischer Abend für Eintracht Frankfurt, aber wirklich genießen konnten ihn die Hessen und ihre Anhänger nicht. Die SGE gewann zwar am Dienstagabend bei Olympique Marseille durch einen Treffer von Jesper Lindström (43.) ihr erstes Spiel in der Königsklasse. Rund um das 1:0 in Südfrankreich flogen aber so viele Raketen und Böller in die jeweiligen Fan-Blöcke, dass man wirklich nicht von einem Fußballfest sprechen konnte.

Lindström trifft eher zufällig

Während es auf den Rängen schon vor dem Spiel knallte, war das Geschehen auf dem Rasen zunächst eher zurückhaltend. Die beiden Mannschaften belauerten sich in einer weitgehend ereignisarmen ersten Halbzeit. Hinten musste die neue Frankfurter Fünferkette um Makoto Hasebe vor allem bei zwei Chancen von Alexis Sanchez durchpusten (12./24.)

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Eintracht feiert ersten CL-Sieg

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Offensiv waren die Frankfurter ähnlich harmlos wie gegen Wolfsburg. Aber immerhin bemühten sich die Hessen und setzten nach, fußballerisch war das aber dünn. Passend, dass das 1:0 durch Lindström (43.) dann auch mehr ein Tor des Willens als der Klasse war. Nach einem langen Schlag sicherten sich die Frankfurter mit viel Kampf den Ball, über Umwege und ein OM-Bein landete das Leder dann beim Dänen, der zur überraschenden Führung vollendete.

Mehr Chancen nach der Pause

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Krösche: Es war wichtig, hier im Stadion zu bestehen

Markus Krösche
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Es war ein etwas glückliches 1:0, mit dem die Eintracht in die Pause ging. Doch nach dem Seitenwechsel verdienten sich die Hessen die Führung nachträglich. Plötzlich waren die Räume für das Frankfurter Kombinationsspiel da, plötzlich klappten die schnellen Balleroberungen im Mittelfeld und plötzlich gab es Gelegenheiten. Doch sowohl ein Lattenkracher von Lindström (54.) als auch ein missglückter Querpass von Ansgar Knauff (56.) brachten nicht den erhofften zweiten Treffer.

Olympique reagierte mit einem Dreierwechsel, es kamen unter anderem Luis Suarez sowie der Ex-Schalker Amine Harit – und das Spiel wurde zum offenen Schlagabtausch. Die beste Gelegenheit der Franzosen entschärfte Eintracht-Keeper Kevin Trapp stark gegen den freistehenden Valentin Rongier (66.). Auf der Gegenseite hätten die Frankfurter mehrfach auf 2:0 stellen können, ja müssen. Doch sowohl Randal Kolo Muani (75.) als auch Daichi Kamada (81.) scheiterten aus Top-Positionen. Das einzige Mal als der Ball im OM-Kasten landete, stand der Japaner hauchdünn im Abseits (79.). Am Ende reichte es trotzdem zum 1:0-Erfolg.

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Olympique Marseille – Eintracht Frankfurt 0:1 (0:1)

Marseille: Pau Lopez - Bailly (65.Guendouzi), Balerdi, Kolasinac - Clauss, Rongier (82.Kabore), Veretout, Nuno Tavarez - Payet (59.Ünder), Gerson (59.Harit) - Sanchez (59.Suarez)
Frankfurt: Trapp - Tuta, Hasebe, Ndicka - Knauff, Jakic (79.Chandler), Sow, Lindström (79.Borre) – Kamada (88.Alario), Götze (71.Rode) – Muani (88.Alario)

Tore: 0:1 Lindström (43.)
Gelbe Karten: Ünder / Hasebe
Schiedsrichter: Sanchez Martinez (ESP)

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