Football in Frankfurt Hellmann stolz auf Vertrauen der NFL

Frankfurt wird im Jahr 2023 ein Spiel der National Football League austragen. Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann öffnet die Türen dafür und begründet diese Entscheidung.

Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann blickt gespannt nach vorne.
Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann blickt gespannt nach vorne. Bild © Imago Images
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hessenschau vom 09.02.2022
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Es waren Bilder, die gezeigt haben, welche Begeisterung die NFL auch in Deutschland auslösen kann. Die Partie zwischen den Tampa Bay Buceneers und Seattle Seahawks sorgte im November für einen Ausnahmezustand in der proppenvollen Arena des FC Bayern München. Ähnliche Szenen wird es 2023 auch in Frankfurt beim zweiten "Deutschland-Game" der NFL geben.

Hellmann stolz, dass Frankfurt NFL-Spiele austrägt

Axel Hellmann, Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt, sagte im vereinseigenen Podcast am Dienstag: "Wir sind sehr stolz, dass wir Standort für NFL-Spiele in Deutschland sind." Es zeige schließlich, wie der Klub auch im Ausland organisationstechnisch wahrgenommen werde: "Die NFL ist in diesem Vermarktungsbereich die globale Krönung im Profisport. Wenn die anklopfen und sagen, dass sie ihre Partie in Frankfurt austragen wollen, dann sollten wir uns als Frankfurt nicht klein machen, sondern sagen, dass wir das bewältigen können."

Die Eintracht habe bewiesen, dass sie Europa-League und Champions-League-Spiele hosten könne: "Also können wir das auch bei solchen Spielen schaffen." Die Zusammenarbeit mit einer solch gigantischen Organisation sei zudem durchaus fruchtbar. Denn ein Problem verbinde die NFL und den Fußball in Deutschland: "Beide kommen an gläserne Decken."

"Gläserne Decke erreicht": Nationales Wachstum weitestgehend ausgeschöpft

Sprich: Das nationale Wachstum, so Hellmann, sei weitestgehend ausgeschöpft für die Vereine, neue Fans kaum noch hinzuzugewinnen. In den USA sehe das im Sektor NFL ähnlich aus, zumal "Soccer" immer attraktiver werde bei den Zielgruppen: "Die NFL sagt sich: 'Wir verlieren nichts, wenn wir Soccer neben uns zulassen.'" Mit- statt gegeneinander lautet das Motto.

Hellmann befürchtet daher auch keine massive Abwanderung der Fußballfans hin zum Football. Gerade die Eintracht sei aufgrund ihrer Entwicklung und Erfolge "natürlich attraktiv für die junge Zielgruppe". Untermalt werden diese Worte von der bereits bekanntgegebenen nicht-exklusiven Partnerschaft mit den Carolina Panthers. Neben NFL-Watchpartys in Frankfurt soll es auch Bundesliga-Watchpartys in Carolina geben.

"Begreife das als große Chance"

Es gehe zudem um Fachtausch auf verschiedenen Ebenen. Eine Abgrenzung zur NFL hält der Vorstandssprecher, der im kommenden Halbjahr auch Interimsvorstand bei der DFL ist, nicht für nötig: "Ich begreife das als große Chance."

Quelle: hessenschau.de/Christopher Michel