Frankfurter Krise hält an Schwache Eintracht bleibt auch gegen Augsburg sieglos

Selbst ein Eigentor des Gegners hilft nicht: Eintracht Frankfurt kann auch gegen den FC Augsburg nicht gewinnen und steckt damit weiter in der Krise. Die Qualifikation für Europa über die Bundesliga ist nahezu unmöglich.

Rafael Borre von Eintracht Frankfurt gegen Augsburg
Die Eintracht kämpft, gewinnen kann sie aber nicht mehr. Bild © Imago Images
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Eintracht Frankfurt ist am Samstag zum neunten Mal in Folge in der Bundesliga sieglos geblieben. Die Hessen kamen trotz Führung nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den FC Augsburg hinaus und verlieren die Spitzengruppe damit zunehmend aus den Augen. Der Abstand auf Rang sechs beträgt fünf Punkte.

Der Augsburger Elvis Rexhbecaj hatte die Eintracht mit einem Eigentor in Führung gebracht (25.), Ermedin Demirovic glich im zweiten Durchgang aus (58.).

Kolo Muani und Sow fallen aus

Ein gebrauchter Frankfurter Fußball-Nachmittag, der schon vor Anpfiff zwei schlechte Nachrichten parat hatte: Fünf Tage vor dem DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart musste Trainer Oliver Glasner auf den angeschlagenen Toptorjäger Randal Kolo Muani verzichten, nach dem Aufwärmen meldete sich zudem Djibril Sow wegen Unwohlsein ab. Junior Dina Ebimbe rutschte dafür auf die Doppelsechs, Rafael Borré agierte als vorderste Sturmspitze, Daichi Kamada begann als Teil des Offensiv-Trios.

Das veränderte Personal führte dann auch zu einer etwas veränderten Spielanlage. Die Eintracht versuchte es mit frühem Pressing und Spielkontrolle, die Gäste aus Augsburg setzten vermehrt auf die Defensive und lange Bälle. Beide Herangehensweisen funktionierten mal besser, meistens schlechter. Ein ansehnliches Fußballspiel entwickelte sich nicht.

Rexhbecaj lässt Eintracht jubeln

Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware, jubeln durfte die zunehmend verkrampfte Eintracht dank freundlicher Mithilfe des FCA dann aber doch. Rexhbecaj lenkte eine flache Hereingabe von Aurelio Buta unhaltbar zur Frankfurter Führung ins eigene Tor und erlöste damit die Gastgeber. Der Treffer, der wohl nur so fallen konnte, passte zum Spiel und zum Auftritt der Eintracht.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte wurden die Hessen dann zumindest etwas stärker und verdienten sich die Führung im Nachgang. Engagement und Ertrag stimmten zu diesem Zeitpunkt, fußballerisch sah das alles aber schon mal besser aus.

Demirovic belohnt Augsburg

Der zweite Durchgang begann dann mit jeweils einem Aufreger in beiden Strafräumen. Zunächst scheiterte Demirovic an den Fingerspitzen von Kevin Trapp und vergab damit die beste Augsburger Möglichkeit (48.), im Gegenzug erzielte Borré das vermeintliche 2:0 (49.). Sein Treffer nach einem Konter wurde wegen einer denkbar knappen Abseitsposition aber zu Recht zurückgenommen.

Der Eintracht fehlten weiter die letzte Konsequenz und Genauigkeit, die Augsburger wagten sich hingegen mit fortlaufender Dauer etwas mehr aus der Deckung und kamen prompt zum Ausgleich. Der agile Ruben Vargas bediente Demirovic, der aus der Drehung direkt abschloss und die Eintracht sichtlich schockte. Trainer Glasner pushte sein Team zwar weiter nach vorne und brachte mit Paxten Aaronson (67.), Comebacker Jesper Lindström und Faride Alidou (82.) zusätzliche Offensiv-Kräfte. Eine echte Chance erspielten sich die weitgehend ideen- und espritlosen Hessen aber nicht mehr.

Alles oder Nichts in Stuttgart

Passend dazu: Die erste Frankfurter Ecke gab es in der 78. Minute. Diese wurde genau wie direkt anschließende zweite Ecke flach ausgeführt und landete in einem Augsburger Abwehrfuß.

Der Eintracht fiel wieder einmal nach vorne zu wenig ein, hinten passte die Defensive einmal nicht auf. Sollten sich die Hessen am Mittwoch in Stuttgart nicht plötzlich wieder an ihre alten Stärken erinnern und eine klare Leistungssteigerung zeigen, droht ein bitteres Saisonende.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - FC Augsburg 1:1 (1:0)

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hasebe, Lenz - Buta, Rode, Knauff (Aaronson 68.), Ebimbe (Alidou 82.) - Kamada, Götze – Borre (Lindström 82.)                               
Augsburg: Koubek - Veiga (Gumny 46.), Gouweleeuw, Uduokhai, Pedersen – Engels (Dorsch 72.), Rexhbecaj - Meier, Vargas (Cardona 62.) – Beljo (Jeboah 90.), Demirovic

Tore: 1:0 Rexhbecaj (25.ET), 1:1 Demirovic (58.)             
Gelbe Karten: 
Ebimbe / Veiga, Demirovic   

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)            
Zuschauer: 
48.000              

Ende der weiteren Informationen

Quelle: hessenschau.de/Mark Weidenfeller