Ein Eishockeyspieler klatscht seine Teamkameraden ab.

Dominik Bokk hat es in den Kader der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft geschafft. Nachdem die Karriere des 22-Jährigen zuletzt kurz stockte, ist er jetzt wieder auf der Überholspur. Entscheidend dafür: sein Wechsel zu den Löwen Frankfurt.

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Dominik Bokk zur Nominierung: "Freue mich mega"

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Der Anruf von Bundestrainer Toni Söderholm kam am Sonntag, vor dem Heimspiel der Löwen gegen Schwenningen. Dominik Bokk war da schon im Tunnel. "Es war gar nicht so emotional, weil ich schon mitten in meinen Vorbereitungs-Routinen vor dem Spiel war", erzählt der Spieler der Löwen Frankfurt ehrlich. Mittlerweile kann er sich schon mehr darüber freuen, dass er vom 10. bis zum 13. November beim Deutschland Cup im Nationaltrikot auflaufen wird: "Das ist natürlich eine große Ehre für mich. Die letzte Nominierung ist schon etwas länger her, deshalb freue ich mich umso mehr."

Zuletzt kam die Karriere ins Stocken

2019 war Bokk schon einmal dabei, wurde nach 6 Länderspielen (0 Tore, 6 Vorlagen) aber kurz vor der WM 2019 aussortiert. Danach wurde er nicht mehr berücksichtigt – obwohl Bokk in der starken ersten Liga in Schweden und in der zweitwichtigsten nordamerikanischen Liga überzeugende Leistungen brachte.

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Viel herumgekommen

Dominik Bokk hat offiziell einen Vertrag mit dem NHL-Club Carolina Hurricanes. Er wurde 2018 in der ersten Runde des NHL-Drafts gezogen. Bisher wurde er aber immer an Teams in Europa ausgeliehen oder spielte in der zweitklassigen nordamerikanischen Liga AHL.

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Es folgte ein kleines Tief: In der vergangenen Saison spielte Bokk für die Eisbären Berlin. Dort wurde er zwar Deutscher Meister, konnte aber individuell nicht sein volles Potential abrufen: "Ich habe in Berlin wenig Eiszeit bekommen und mir deshalb sehr viele Gedanken gemacht. Dadurch konnte ich nicht mein bestes Spiel zeigen."

Löwen und Bokk - das passt

Auch deshalb dann in diesem Sommer der Wechsel zu den Löwen Frankfurt. Hier bot Sportdirektor Franz-David Fritzmeier dem talentierten Stürmer eine andere Rolle an: "Dominik ist ein offensiver Spieler, der viel Zeit im Powerplay und gute Mitspieler braucht. Wir wollten ihm die Möglichkeit geben, hier eine Führungsrolle einzunehmen." Für Bokk ein perfektes Match: "Die Löwen sind genau das, was ich gesucht habe. Ich bin zwar noch jung, habe aber schon viel Erfahrung gesammelt. Ich sehe mich als Führungsspieler."

Dominik Bokk fährt mit Puck übers Eis

Der Wechsel wurde zur Win-Win-Situation. Bokk hat in bisher 16 Spielen für die Löwen zehn Tore selbst erzielt und zehn weitere vorgelegt. Der Aufsteiger liegt momentan auf dem fünften Platz der DEL, Bokks eigene Karriere nimmt durch die starken Auftritte wieder richtig Schwung auf.

Ein Löwe bei der Weltmeisterschaft?

Das Selbstbewusstsein aus der Liga will Bokk mit in die Trainings und Spiele beim Deutschland Cup nehmen. Auch, um sich dort für höhere Aufgaben zu empfehlen: "Jeder will bei der Weltmeisterschaft 2023 dabei sein, jeder will ein gutes Bild abgeben." Die WM findet nächsten Mai in Finnland und Lettland statt. Es wäre Bokks erste mit der A-Nationalmannschaft.