In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Jeder Dritte über 80 Jahren noch nicht geimpft

    Die Bewohnerinnen und Bewohner der Altenheime sind inzwischen geimpft, aber das bedeutet nicht, dass die erste Priorisierungsgruppe damit durch ist. Mehr als ein Drittel der Menschen über 80 Jahren - rund 140.000 - haben noch keine Impfung gegen das Coronavirus bekommen, zeigt eine hr-Recherche. Zugleich werden längst Jüngere geimpft, etwa Kita-Beschäftigte oder Praxis-Personal. Sie kamen oft schneller an Impfstoff als Hochbetagte - auch, weil der Impfstoff von Astrazeneca zunächst nur an Menschen unter 65 Jahren verabreicht wurde.

    Bis die Älteren durchgeimpft sind, wird es nach derzeitigen Schätzungen Frühsommer. Von den noch Ungeschützten haben immerhin 34.000 einen Termin für ihre Erstimpfung, berichtet das Innenministerium. Die Termine zögen sich aber bis in den Mai. Und rund 15.000 weitere warteten noch darauf, dass ihnen ein Termin zugeteilt wird.

  • Ausflugsregionen in Sorge vor Osteransturm

    Die Tourismusregionen appellieren an die Menschen, die beliebtesten Ausflugsziele über Ostern zu meiden. So würden die Gastgeber in der Rhön grundsätzlich gerne Besucher empfangen, aber coronabedingt sei das zurzeit nicht möglich, sagte der Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Rhön GmbH, Bertram Vogel, der Nachrichtenagentur dpa. Die Parkplätze auf der Wasserkuppe würden über Ostern gesperrt.

    Der Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs (CDU) kündigte an, dass die Zufahrt zum Feldberggipfel ab der L3024 vom 2. bis 5. April gesperrt wird. Er bat Besucherinnen und Besucher darum, alternative Wandertouren und Ausflugsziele im Taunus zu suchen.

    Der Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg, Reinhard Kubat (SPD), sagte, der Wunsch, bei schönem Wetter Zeit mit den Liebsten an touristischen Orten zu verbringen, sei mehr als nachvollziehbar. "Wir befinden uns aber inmitten der anhaltenden Pandemie, die aktuell auch hier wieder Fahrt aufnimmt." Deshalb bitte man die Menschen, zu Hause zu bleiben. In dem Landkreis liegen der Edersee und der Skiort Willingen.

    Eine Straßensperre auf der Zufahrtsstraße zum Großen Feldberg.
  • Top-Thema

    Seit Mitternacht Ausgangssperre in Groß-Gerau

    In Groß-Gerau gilt seit Mitternacht wieder eine Ausgangssperre. Zwischen 21 und 5 Uhr dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Häuser nur aus triftigen Gründen verlassen. Dazu zählt der Weg von und zur Arbeit, Arztbesuche, die Betreuung hilfsbedürftiger Menschen und Gassigehen mit dem Hund. Auch Ostergottesdienste dürfen besucht werden. In welchen Kreisen Ausgangssperren gelten sowie Details zu den Regeln haben wir hier zusammengefasst.

  • Top-Thema

    1.879 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt leicht

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden um 1.879 Fälle angestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum starben 17 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 6.338. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 219.484 Corona-Fälle gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 138,1. Die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist nun der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit 253,5 auf. Die Stadt Offenbach liegt mit 253,3 knapp dahinter. Eine Inzidenz von unter 100 haben inzwischen wieder vier Kreise sowie die Stadt Wiesbaden (84,7). Am niedrigsten ist die Inzidenz weiterhin im Schwalm-Eder-Kreis (72,4). Für den Kreis Gießen meldet das RKI seit Tagen eine deutlich niedrigere Inzidenz als der Kreis selbst. Laut RKI liegt die Inzidenz bei 102,7 - der Kreis hatte mit Stand Mittwoch 262,7 gemeldet. Einen Überblick über die weiteren Kreise finden Sie hier.

  • Top-Thema

    Kann gutes Wetter die Inzidenz drücken?

    Im letzten Jahr sind die Infektionszahlen mit Beginn der warmen Jahreszeit gesunken und erst im Herbst wieder angestiegen. Helfen Sonne und warmes Wetter im Kampf gegen das Coronavirus? Wie der Aerosolexperte Gerhard Scheuch erklärt, überlebt das Coronavirus im Sommer-Sonnenlicht nur knapp vier Minuten. In Innenräumen dagegen Stunden.

    Virologe Martin Stürmer dämpft dennoch die Hoffnungen auf einen erheblichen Inzidenzrückgang nur wegen des Wetters. Faktoren seien die britische Mutante, die deutlich ansteckender sei und dass Fälle derzeit flächendeckend und nicht nur punktuell auftreten.

  • Schlossgrabenfest erneut abgesagt

    Das Schlossgrabenfest in Darmstadt ist auch in diesem Jahr wegen der anhaltend hohen Zahlen an Corona-Infektionen abgesagt worden. Aufgrund der pandemischen Lage sei es auch in diesem Jahr nicht möglich, wieder gemeinsam die Musik von mehr als 100 Bands gemeinsam zu hören und das Fest im Herzen der Stadt zu feiern, teilten die Veranstalter am Mittwoch nach einer gemeinsamen Entscheidung mit Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) mit. "Es wäre schlicht verantwortungslos."

    Laut Veranstaltern zählt das Schlossgrabenfest mit über 400.000 Besuchern pro Jahr zu den größten deutschen Festivals seiner Art. Das Fest hätte an Pfingsten vom 20. bis zum 24. Mai stattfinden sollen. Im vergangenen Jahr gab es ein virtuelles Angebot. Es schmerze, dass das Aushängeschild wegen der noch immer nicht überwundenen Pandemie nun im zweiten Jahr in Folge abgesagt werden müsse, sagte Partsch. "Wir befinden uns mitten in der dritten Welle dieser Naturkatastrophe und ein derartiges Fest ist zurzeit einfach nicht möglich."

  • Frankfurt und Darmstadt enttäuscht über Modellprojekt-Absage

    Einige hessische Städte haben sich enttäuscht gezeigt, dass sie das Land nicht für den Modellversuch für Öffnungsmöglichkeiten in der Pandemie ausgewählt hat.

    Aus Darmstadt etwa hieß es: Dass man nicht die Möglichkeit dafür erhalten habe, "bedauern wir und sehen es auch als eine verpasste Chance", so Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Nun werde noch intensiver am Ausbau eigener Teststrategien und eigener Lösungen für vorsichtige Öffnungen gearbeitet.

    In Frankfurt sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne): "Wir bedauern, in dieser Phase nicht ausgewählt worden zu sein, denn wir sind überzeugt von der Tragfähigkeit unseres Konzeptes." Auch wenn Frankfurt nicht bei den Ersten sein werde, "sehen wir uns jetzt gut vorbereitet für Öffnungsschritte, die zu einem späteren Zeitpunkt sicher kommen werden."

    Die Landesregierung hatte Baunatal, Dieburg und Alsfeld als Modellstädte ausgewählt. Dort sollen Lockerungen der Beschränkungen in Kombination mit mehr Corona-Tests möglich sein.

    Besucher genießen die  geöffneten Läden und Cafés in Tübingen. ()
  • FDP kritisiert Impfkampagne

    Die FDP-Fraktion im Landtag kritisiert die Impfkampagne in Hessen als "mangelhaft organisiert". Yanki Pürsün, der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, sagte: "Wie heute bekannt wurde, warten immer noch 650.000 registrierte Impfwillige auf einen Termin. Das ist erschreckend."

    Pürsün forderte von Bundes- und Landesregierung, sich darum zu kümmern, "dass ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, die Impfzentren endlich in Vollauslastung laufen und auch Haus- sowie Betriebsärzte endlich impfen können."

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de über das deutschland- und weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Mittwoch:

    • Deutschland und viele andere Länder haben das EU-Impfziel für Menschen über 80 Jahre nach jüngsten Daten verfehlt. Ziel der EU-Kommission war es, dass mindestens 80 Prozent dieser Altersgruppe bis Ende März gegen das Coronavirus geimpft sind.
    • Österreich steht kurz vor der Bestellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. "Wir sind auf den letzten Metern und eine Bestellung von Sputnik kann wahrscheinlich schon nächste Woche erfolgen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einem Treffen mit dem russischen Botschafter in Wien.
    • Nach der Einschränkung des Einsatzes des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in Deutschland hat die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) erklärt, dass sie die derzeit keine altersspezifischen Risiken bei dem Corona-Vakzin sehe. Eine Prüfung habe keine spezifischen Risikofaktoren wie etwa Alter oder Geschlecht ergeben, die Prüfungen würden aber fortgesetzt, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit.
  • Rund 6.400 Betriebe haben Überbrückungshilfe III bekommen

    Rund 6.400 Betriebe in Hessen haben bisher die sogenannte Überbrückungshilfe III zum Ausgleich von Umsatzeinbußen durch die Corona-Einschränkungen bekommen. Das teilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) mit. Damit seien 69 Prozent der insgesamt mehr als 9.300 Anträge bewilligt worden.

    Insgesamt wurden laut Al-Wazir bisher rund 218 Millionen Euro aus der Überbrückungshilfe III ausgezahlt - zum Teil seit Februar als vorab gezahlte Abschläge. Die Überbrückungshilfe III soll Unternehmen von Umsatzeinbußen seit November 2020 entlasten.

    Durch den Corona-Lockdown sind viele Unternehmen auf Soforthilfen angewiesen.
  • Einige Astrazeneca-Impftermine in Frankfurt abgesagt

    Wegen der Entscheidung, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca nur für Menschen über 60 Jahren zu nutzen, sind in Frankfurt heute einige Impftermine abgesagt worden. Benedikt Hart, Leiter des DRK-Impfzentrums, sagte dem hr, die betroffenen Personen seien gestern Abend darüber informiert worden. "Schon am frühen Nachmittag konnten alle gebuchten Termine heute wieder regulär wahrgenommen werden. In den kommenden Tagen gehen wir - zum jetzigen Zeitpunkt - von einem regulären Ablauf der gebuchten Impftermine aus."

    Auch Matthias Bollinger, Impfarzt im Impfzentrum an der Frankfurter Messe, hatte am Morgen in hr-iNFO angekündigt, dass zunächst nicht alle Menschen unter 60 Jahren dort mit einem anderen Impfstoff geimpft werden könnten. Mehrere hessenschau-Nutzerinnen und -Nutzer hatten in sozialen Netzwerken darüber berichtet, dass ihre Impftermine für heute abgesagt worden seien.

    Nach Aussage von Innenminister Peter Beuth (CDU) sollen alle Termine für Erstimpfungen in Hessen wie geplant stattfinden. Wer nach der neuen Regel nicht mit Astrazeneca geimpft werden könne, bekomme stattdessen einen anderen Impfstoff.

  • Bouffier und Spahn informieren sich über Biontech-Produktion in Marburg

    Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden sich am Donnerstag bei Vertreterinnen und Vertretern von Biontech über das Impfstoff-Werk in Marburg informieren.

    Wie die Staatskanzlei mitteilte, soll es dabei vor allem um den Fortschritt der Impfstoff-Produktion gehen. Bouffier und Spahn werden allerdings nicht persönlich vor Ort sein - der Termin soll per Videokonferenz stattfinden.

    Erste Einblicke in das neue Impfstoffwerk bekam zuletzt auch schon ein ARD-Team.

  • Ministerium beschließt Erleichterung für Jura-Studierende

    Kurz vor Beginn des Sommersemesters gibt es eine Erleichterung für Jura-Studierende in Hessen: Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) kündigte an, dass auch dieses Semester nicht für die Berechnung des sogenannten "Freischusses" herangezogen wird. Eigentlich gilt die Regel: Wer sein Studium besonders schnell oder mit Zusatzleistungen abschließt, bekommt einen Freischuss - also einen Extraversuch für das Erste Staatsexamen.

    Damit haben die Studierenden laut Ministerium ein zusätzliches Semester Zeit. Kühne-Hörmann erklärte: "Für mich steht außer Frage, dass die Studierenden in dieser ohnehin schon schwierigen Zeit keine Nachteile im Studium haben dürfen."

  • Top-Thema

    Ausgangssperren auch im Lahn-Dill-Kreis und in Limburg-Weilburg

    Immer mehr Kreise setzen wieder auf nächtliche Ausgangssperren, um die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu senken. Ab Freitag um Mitternacht gilt sie auch im Lahn-Dill-Kreis und im Kreis Limburg-Weilburg. Die Menschen dürfen dann zwischen 21 und 5 Uhr nur noch aus wichtigen Gründen ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

    In Limburg-Weilburg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 200,2 (nach den Zahlen der Verwaltung). Landrat Michael Köberle erklärte deshalb: „Um die dritte Corona-Welle zu brechen, müssen wir die Mobilität einschränken und Kontakte reduzieren.“

    Im Lahn-Dill-Kreis liegt die Inzidenz nach Daten der Verwaltung bei 225,3. Der erste Kreisbeigeordnete Roland Esch sagte, er sei sich bewusst, dass die Ausgangssperre eine „drastische Einschränkung“ für die Menschen sei. Sie sei aber wichtig, um zu verhindern, dass sich insbesondere die britischen und südafrikanischen Virusvarianten nicht noch mehr verbreiten.

  • Studie zu Ansteckungsrisiko in Gottesdiensten

    Gottesdienstbesuche sind mit den aktuellen Schutzkonzepten laut einer Studie der Universität Marburg offenbar nicht mit einem erhöhten Corona-Ansteckungsrisiko verbunden. Zu diesem Zwischenergebnis kommt das Institut für Laboratoriumsmedizin, das die Studie in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck durchführt.

    Für die Studie wurden rund 1.500 Kirchenmitglieder zwischen 18 und 90 Jahren auf Sars-CoV-2-Antikörper getestet. Darunter gaben rund 1000 an, regelmäßig in Gottesdienste zu gehen - die anderen rund 500 nicht. Bei insgesamt 45 Teilnehmenden seien Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen worden.

    "Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit von Antikörpern zwischen Gottesdienstbesuchern und Nicht-Gottesdienstbesuchern nachgewiesen werden", sagte Institutsdirektor Harald Renz. Es zeige sich, "dass sich die enormen Anstrengungen bei der Implementierung von Hygienekonzepten bewährt haben". Nach Abschluss der Gesamtauswertung soll die Studie veröffentlicht werden.

    Gottesdienst mit Abstand in spärlichen besetzten Kirchenbänken
  • SPD fordert "einhaltbaren Plan" für Schulunterricht

    Die SPD-Fraktion im Landtag hält die Pläne des hessischen Kultusministeriums, nach den Osterferien den Präsenzunterricht weiter auszubauen, für unrealistisch. Laut Kultusministerium sollen nach den Ferien die Grundschülerinnen und -schüler komplett in Präsenz und die höheren Jahrgänge im Wechselmodell unterrichtet werden.

    Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christoph Degen, sagte dazu: "Jedem, der einen Blick auf die aktuelle Infektionslage wirft, wird schnell klarwerden, dass ein vollständiger Präsenzunterricht für unsere Grundschülerinnen und Grundschüler nach Ostern mehr als unrealistisch sein wird." Die SPD fordert, stattdessen Wechselunterricht für alle Jahrgänge anzubieten. Es sei für die Chancengleichheit nötig, dass auch die Klassen sieben bis elf wieder tageweise in die Schule dürften.

  • ADAC erwartet kaum Staus an Ostern

    Wegen der Corona-Beschränkungen rechnet der ADAC auch dieses Jahr an Ostern mit deutlich weniger Reiseverkehr auf Hessens Straßen. "Insgesamt ist von einer ähnlich ruhigen Verkehrslage wie an Ostern 2020 auszugehen", sagte Verkehrsexperte Thomas Kramer. "Lediglich an Gründonnerstag und Ostermontag ist mit vermehrtem Pendlerverkehr zu rechnen."

    Zu Ostern staut es sich normalerweise regelmäßig auf Hessens Autobahnen. Der ADAC meldete 2019, vor Corona, an den Feiertagen Staus auf einer Länge von mehr als 1.500 Kilometern. Im vergangenen Jahr waren es nur 45 Kilometer.

    Anzeigetafel mit der Aufschrift ·Corona - Ostern bitte nicht reisen· (dpa)
  • Kirchen in Frankfurt erinnern an Corona-Tote

    Die katholische und die evangelische Kirche in Frankfurt planen eine gemeinsame Aktion zum bundesweiten Gedenken an die Corona-Toten. Gläubige können Gedenkkarten online herunterladen, ausdrucken und selbst gestalten. Die Karten sollen bei zwei Gedenkfeiern am 17. und 18. April im Frankfurter Dom und in der Diakonissenkirche aufgestellt werden.

    In Berlin gibt es am 18. April eine bundesweite Gedenkfeier für die Menschen, die in der Corona-Pandemie gestorben sind. Bundespräsident Steinmeier richtet diesen Gedenkakt aus. Die Kirchen rufen am gleichen Tag bundesweit zu Gottesdiensten auf.

  • Biontech/Pfizer: Impfstoff sehr wirksam bei Jugendlichen

    Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt nach Angaben der Hersteller auch Jugendliche zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung. Das geht aus Ergebnissen einer Studie mit 2.260 jungen Menschen zwischen 12 und 15 Jahren in den USA hervor.

    Die Geimpften hätten den Stoff gut vertragen, teilten Biontech und Pfizer mit. "Die Nebenwirkungen waren vergleichbar mit denen bei 16- bis 25-Jährigen." Noch sind die Ergebnisse aber nicht von Expertinnen und Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

    Biontech und Pfizer planen nach eigenen Angaben, die Daten in den kommenden Wochen bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA einzureichen. "Wir hoffen, dass wir dann schon vor dem Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Impfen dieser Altersgruppe beginnen können", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla. Bislang gibt es in der EU nur eine bedingte Zulassung für Menschen ab 16 Jahren.

    Ein Mitarbeiter der Asklepios Klinik im bayerischen Gauting wird von einem Kollegen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft. (dpa)
  • 60- bis 69-Jährige beim Impfen noch nicht dran

    Hessen öffnet die Corona-Impfungen noch nicht für die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen. In den ersten zwei Prioritätsgruppen seien noch rund 650.000 Bürgerinnen und Bürger, denen Hessen ein Impfversprechen, aber noch keinen Termin gegeben habe, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU). "Die werden wir jetzt in den nächsten Wochen erst abarbeiten."

    Danach werde sich Hessen mit der Frage auseinandersetzen, wann die Impfungen für Menschen ab 60 Jahren geöffnet werden. "Die Gruppe der 60- bis 70-Jährigen ist eine sehr, sehr große", fügte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hinzu.

  • Top-Thema

    Klose: "Gut, wenn Astrazeneca in Arztpraxen verimpft wird"

    Der Astrazeneca-Impfstoff soll bald in hessischen Arztpraxen verimpft werden. "Es ist gut, wenn Astrazeneca in die ärztliche Versorgung geht", sagte Gesundheitsminister Klose. Der Umgang mit dem Impfstoff sei einfacher als zum Beispiel mit dem Biontech-Impfstoff, der stark gekühlt werden müsse.

    Damit im Kampf gegen das Coronavirus auch in Arztpraxen geimpft werden kann, ist eine "Impfallianz Hessen" gegründet worden. Die niedergelassenen Ärzte sollen nach Ostern parallel zu den Impfzentren impfen. Sie erhalten den Impfstoff direkt vom Bund über den Pharmagroßhandel und die Apotheken. "Die Voraussetzung ist, dass der Bund dafür sorgt, dass die Lieferungen ankommen", so Klose. Die Ärztinnen und Ärzte müssten dann schauen, wer für die Impfungen in Frage kommt.

  • Top-Thema

    Zweitimpfungen mit Astrazeneca werden verschoben

    Weil die Corona-Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren ausgesetzt werden, werden auch Zweitimpfungen für Jüngere zunächst verschoben. Das teilte die Hessische Landesregierung mit. Rund die Hälfte der 208.000 Menschen, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen haben, seien unter 60 Jahren.

    Die Termine sollen demnach zunächst auf den Mai verschoben werden. Bis Ende April werde die Ständige Impfkommission prüfen, ob Menschen unter 60 Jahren grundsätzlich ihre Zweitimpfung mit Astrazeneca bekommen können.

    "Dann muss man schauen, ob ein anderer Impfstoff verwendet werden kann", sagte Innenminister Peter Beuth (CDU). Im schlimmsten Fall müsse eine neue Erst- und Zweitimpfung mit einem anderen Impfstoff stattfinden. "Aber das muss die Wissenschaft entscheiden."

  • Top-Thema

    Erstimpftermine sollen wie geplant stattfinden

    Nach der erneuten Änderung der Impfempfehlung für das Vakzin von Astrazeneca sollen in Hessen zunächst fast alle Impftermine weiterhin wie vereinbart stattfinden. Das sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) zum weiteren Vorgehen in Hessen. Dabei solle jedoch der Impfstoff Astrazeneca bei Unter-60-Jährigen nicht mehr als Erstimpfstoff verwendet werden.

    Menschen, die unter 60 Jahre alt sind und nun ihren Erstimpftermin haben, können diesen demnach weiterhin wahrnehmen. Ihnen werde statt Astrazeneca ein alternativer Impfstoff von Biontech oder Moderna angeboten. Davon betroffen seien allein am heutigen Tag rund 300 Menschen in Hessen.

  • Bouffier lehnt landesweite Ausgangssperren ab

    Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) lehnt eine landesweite Regelung zu Ausgangssperren ab. Er sagte auf der Pressekonferenz am Mittwochmittag, das sei nicht nötig.

    "Wir haben ein Eskalationskonzept in Hessen. Das setzt an bei einer Inzidenz von 200 - da ist die Ausgangssperre ausdrücklich als Mittel aufgeführt", erklärte Bouffier. "Ich gehe davon aus, dass überall dort, wo eine Inzidenz über 200 liegt, auch die Ausgangssperre verhängt wird."

  • Top-Thema

    Ausgangssperre im Kreis Gießen ab Freitag

    Wegen der stark steigenden Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus verhängt der Kreis Gießen erneut eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Diese tritt am Freitag um 0 Uhr in Kraft, wie der Kreis am Mittwoch mitteilte. Die Allgemeinverfügung gilt demnach zunächst bis 21. April. Sie kann vorab aufgehoben werden, wenn die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 200 sinkt.

    Eine Kinderbetreuung in Kitas soll nur dann genutzt werden, wenn es dringend notwendig ist, teilte der Kreis weiter mit. Sport in Sporthallen, Sport- und Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist demnach nicht zulässig, Ausnahmen gelten für Spitzen- und Profisport und Schulsport.

    Private Treffen sollten am besten nur im Freien stattfinden. Könne nicht auf Treffen in Innenräumen verzichtet werden, empfiehlt der Kreis, dass sich nur Personen mit einem tagesaktuellen, negativen Corona-Testergebnis treffen.