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Mann aus Fulda bei Überfall in Südafrika getötet

Auf dem Weg in den Kruger-Nationalpark in Südafrika sind vier Touristen in ihrem Auto überfallen worden. Der 67 Jahre alte Fahrer der Gruppe wurde erschossen. Er stammte laut Innenministerium aus Fulda.

Der Mann aus Fulda wurde am Montag nahe dem südafrikanischen Kruger-Nationalpark von Bewaffneten erschossen. Das teilte das hessische Innenministerium am Donnerstag mit und berief sich dabei auf Informationen des Auswärtigen Amtes.

Er war mit drei weiteren Touristen mit dem Auto auf dem Weg zum beliebten Kruger-Nationalpark. Bei den anderen Touristen soll es sich um seine Frau und zwei Freunde gehandelt haben, wie die britische Zeitung Mirror berichtete. Laut Osthessennews handelt es sich bei dem Toten um den langjährigen Personaldirektor des Bistums Fulda. Im vergangenen Jahr war er in den Ruhestand getreten.

Angreifer fliehen ohne Beute

Auf der Zufahrtsstraße rund 35 Kilometer vor dem Numbi Gate, über das viele Touristen den Nationalpark erreichen, wurde der Wagen der deutschen Touristen von drei bewaffneten Angreifern gestoppt. "Die Täter forderten die Touristen auf, die Fahrzeugtüren zu öffnen", erklärte Selvy Mohlala, Sprecher der südafrikanischen Polizei.

Der 67 Jahre alte Fahrer habe jedoch alle Türen verriegelt, bevor er mit dem Auto noch rund 100 Meter zurückgesetzt und gegen eine Mauer geprallt sei. Einer der Angreifer eröffnete das Feuer und schoss dem Fahrer des Wagens durch die Scheibe in den Oberkörper. Der Mann starb noch am Tatort. Die Täter flohen nach den Schüssen ohne Beute.

Belohnung ausgesetzt

Die regionale Fremdenverkehrskammer setzt auf eine schnelle Aufklärung des Vorfalls. In einer Stellungnahme am Dienstag setzte diese eine Belohnung von 50.000 südafrikanische Rand (rund 2.800 Euro) aus für Informationen, die zur Verhaftung der weiter flüchtigen Angreifer führen.

"Wir Südafrikaner sind herzliche Menschen. Dieses kriminelle Verhalten ist nicht vereinbar mit unserer Lebensweise", sagte Themba Khumalo, Geschäftsführer des südafrikanischen Tourismusverbandes. Er sprach der Familie und den Freunden des Toten sein Mitgefühl aus.

Bald strengere Sicherheitsmaßnahmen

Der deutsche Botschafter in Südafrika, Andreas Peschke, bedankte sich im südafrikanischen Radio für die Bemühungen der südafrikanischen Behörden, den Vorfall schnell aufzuklären. Er verwies auf den großen Anteil deutscher Urlauber am südafrikanischen Tourismusmarkt.

Der südafrikanische Tourismusverband kündigte umgehend schärfere Sicherheitsmaßnahmen für die touristischen Schlüsselregionen des Landes an. So soll die Zufahrtsstraße zum Numbi Gate künftig mit Kameras überwacht werden. Private Sicherheitspatrouillen gibt es bereits seit mehreren Monaten. "Die Täter spionieren allerdings die Fahrtwege aus und suchen sich ihre Opfer einfach in der entgegengesetzten Richtung", sagte ein Vertreter des Verbands.

Erst Anfang des Jahres war eine alleinerziehende Mutter mit ihren Kindern direkt am Numbi Gate von bewaffneten Angreifern beschossen worden. Die Tochter wurde dabei verletzt. Der Zwischenfall hatte auch damals landesweit für Aufsehen gesorgt.

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