Er war ein weithin sichtbares Relikt aus dem Kalten Krieg: der sogenannte ELOKA-Turm (kurz für "elektronische Kampfführung") auf dem Hohen Meißner. Mit dem Aufklärungsturm hat die Bundeswehr seinerzeit den Funkverkehr der DDR-Truppen abgehört. Es heißt, man habe aufgrund der besonderen geologischen Verhältnisse auf dem Meißner sogar Gespräche auf dem Roten Platz in Moskau mitbekommen. 1990 wurde die Anlage geschlossen, im November 2002 schließlich gesprengt. 35 Kilo Sprengstoff ließen den Turm wie geplant fallen - und mit ihm ein Stück Kalter Krieg mitten in Osthessen.