Der Ausbau der A49 von Kassel nach Gießen wird von heftigem Protest begleitet. Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen im Ticker.

  • Top-Thema

    Hundert Menschen demonstrieren im Wald

    "Save the trees" steht auf einem Transparent der Umweltaktivisten. Rund 100 haben sich nach der Räumung des Herrenwaldes zusammengetan und zwischenzeitlich versucht, die Polizeikette zu durchbrechen. Jetzt ist es wieder friedlich. Die Polizei schirmt das geräumte Waldgebiet ab.

    Protestaktion im Wald
  • "Die Dinos dachten auch, sie hätten Zeit"

    Fridays for Future in Frankfurt

    Für die Natur, gegen den Ausbau der A49: "Die Dinos dachten auch, sie hätten Zeit" hat ein Teilnehmer der Fridays For Future Demonstration auf sein Plakat geschrieben. In Solidarität mit den Waldbesetzern in Mittelhessen zogen die Demonstranten durch die Frankfurter Innenstadt.

  • Top-Thema

    Protestzug durch Frankfurt gestartet

    In Frankfurt hat Fridays For Future zu einer Demonstration aufgerufen, rund 150 Menschen zeigen sich solidarisch mit den Waldbesetzern im Herrenwald und im Dannenröder Forst. Seit 12 Uhr ziehen sie durch die Innenstadt.

  • "Sicherheitszone" im Herrenwald ist geräumt

    Laut Polizei ist die "Sicherheitszone" im Herrenwald komplett geräumt, damit haben die Beamten ihr Ziel erreicht, alle Aktivisten aus dem rund sechs Hektar großen Waldgebiet wegzubringen - und den Weg frei zu machen für die Rodung der Bäume. Es habe insgesamt 19 Besetzer gegeben, zehn von ihnen waren in Bäumen, sagte eine Sprecherin der Polizei.

    Herrenwald ist geräumt
  • Letzte Besetzerin im Herrenwald vom Baum geholt

    Im Herrenwald ist nur noch eine Baumbesetzerin übrig, auch sie wird nun von etwa 15 Metern Höhe von Polizisten herunter geholt. Die Beamten stehen dafür auf einer Hebebühne und sägten sich den Weg durchs Geäst frei. Weit mehr Baumbesetzer gibt es im Dannenröder Forst, einige Kilometer weiter. Dort haben die Räumungen noch nicht begonnen.

    Ein Aktivistin wird von Spezialkräften der Polizei vom Baum geholt
  • Top-Thema

    16 Aktivisten in Gewahrsam

    Die Polizei hat eine erste Bilanz gezogen: Insgesamt befänden sich zur Zeit 16 Aktivisten in Gewahrsam, neun von ihnen wurden von einer Sitzblockade weggetragen, sieben von Bäumen geholt. Gegen Mittag waren noch die letzten drei Aktivisten in Bäumen, die Polizei begann gegen Mittag, eine Hebebühne vorzufahren. Der Einsatz am Freitag sei bisher friedlich abgelaufen, sagte Polizeisprecherin Sylvia Frech.

  • Demonstration in Baumwipfeln

    Hoch über dem Waldboden hängen Demonstranten mit ihrer Kletterausrüstung. Ein Aktivist hat es sich zwischen zwei Bäumen auf einer Palette (einigermaßen) bequem gemacht. Um die Baum-Verteidiger zu erreichen, hat die Polizei schweres Gerät inklusive Hebebühne vorgefahren.

    Polizeieinsatz Herrenwald
  • Top-Thema

    Zwei bis drei Hektar Wald bereits gerodet

    Die Baufirma Deges ist zuständig für die Rodung des Waldes im Dannenröder Forst und im Herrenwald. Etwa zwei bis drei Hektar seien am Donnerstag insgesamt gerodet worden, sagte Sprecher Michael Zarth dem hr. "Wir konnten störungsfrei arbeiten", sagte er, trotz Polizeieinsatz und Baumhausbesetzern. Am kommenden Wochende werden keine Rodungen stattfinden.

  • Top-Thema

    Polizisten klettern auf Bäume - Identitätsfeststellung bei Aktivisten

    Das Höheninterventionsteam klettert mit Leitern auf Bäume, um an die Baumhausbesetzer ran zu kommen. Die Aktivisten werden abgeführt, Polizisten tragen Isomatten und Habseligkeiten der Umweltschützer aus dem Wald. Zunächst habe es Gespräche mit den Aktivisten gegeben, den Bereich zu verlassen, sagte ein Polizesprecher. Mehrere Personen, die sich geweigert hätten, seien zur Identitätsfeststellung vorläufig festgenommen worden.

    Höheninterventionsteam
    Videobeitrag

    Video

    zum Video Ein Aktivist im Herrenwald wird von der Polizei abgeführt.

    Die Polizei führt einen Aktivisten im Herrenwald ab.
    Ende des Videobeitrags
  • Linke fordert Moratorium

    Jan Schalauske, Abgeordneter der Linke im Landtag, ist vor Ort im Herrenwald, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Linke ist gegen den Ausbau der A49. Dem hr sagte Schalauske, ein Moratorium sei dringend nötig. Am Donnerstag hatte Schalauske im Landtag gegen die Grünen gewettert, "unglaubwürdig" sei die Partei, früher wären die Grünen selbst bei Baumhausbesetzungen dabei gewesen.

    Für Sonntag erwartet Schalauske, dass "sehr sehr viele Menschen in den Wald kommen". Dann haben Umweltaktivisten auch zu einer Demonstration aufgerufen.

  • "Höheninterventionsteam" macht sich bereit

    Unsere Kollegin Anna Spieß berichtet, dass sich im Wald schon das "Höheninterventionsteam" der Polizei bereit macht für den Aufstieg zu den besetzten Baumhäusern. Vor dem Wald hat die Polizei einen improvisierten Parkplatz auf einer Wiese eingerichtet. Schon am Donnerstag trugen Beamte Biertische und Bänke in den Wald, für Pausen zwischen den Einsätzen. Auch der Freitag könnte ein langer Tag werden für Aktivisten und Polizei.

    Improvisierter Parkplatz für Polizeiwagen vor dem Herrenwald
  • Polizei trägt Aktivisten aus Herrenwald

    Die Polizei hat begonnen, Aktivisten aus dem gesperrten Bereich im Herrenwald zu tragen.

    Eine Aktivistin wird von der Polizei in Gewahrsam genommen.
  • Top-Thema

    Aktivist: "Dannenröder Wald komplett besetzt"

    Noch ist die Polizei dabei, im Herrenwald zu räumen - deutlich mehr Aktivisten könnten sie im einige Kilometer entfernten Dannenröder Forst erwarten. Umweltaktivist Momo sagte dem hr am Freitagmorgen: "Wir sind noch nicht im Dannenröder Wald, der ist komplett besetzt und es reisen Aktivisten aus dem ganzen Bundesgebiet an."

    Das Ziel der kommenden Tage sei: "flächendeckend besetzen, mit hunderten Aktivisten stören und wir werden es der schwarz-grünen Landesregierung so schwer wie möglich machen, den Dannenröder Wald anzutasten."

    Momo Umweltaktivist
  • Polizei nimmt Aktivisten in Gewahrsam

    Die Polizei hat nach hr-Informationen Aktivisten im Herrenwald in Gewahrsam genommen. Auf Twitter hatte die Polizei zuvor angekündigt, dass Aktivisten den Herrenwald bis 9 Uhr verlassen sollten. Das geschah offenbar nicht freiwillig.

    Polizeisprecherin Sylvia Frech sagte, dass Umweltaktivisten am Donnerstag vor allem "passiven Widerstand" geleistet hätten. Sechs von acht Baumhäusern seien im Herrenwald bis Donnerstagabend geräumt worden. Auf Twitter hatten Aktivisten am Freitagmorgen allerdings schon die Wiederbesetzung gefeiert.

    #Herrenwald Wir sprechen gerade mit den Menschen, die sich noch in und auf den Bäumen im abgesperrten Bereich befinden. ▶ Aus Sicherheitsgründen ist es notwendig, dass der Bereich bis 9 Uhr verlassen wird ◀ #Dannenroeder #A49 #DannenroederForst

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  • A49-Ausbau - Streit um den Wald

    Worum geht es nochmal bei den Protestaktionen, warum wird gerodet? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum A49-Ausbau hier zusammen gefasst. Gestern starteten Rodung und Räumung der Camps der Aktivisten im Herrenwald.

    Auch im einige Kilometer entfernten Dannenröder Forst haben Aktivisten Baumhäuser gebaut. Als "Danni" ist der Dannenröder Forst zum Symbol der Umweltaktivisten geworden, ähnlich wie der ebenfalls "Hambi" - der Hambacher Forst in Nordhrein-Westfalen, der ebenfalls von Baumhaus-Aktivisten besetzt worden war.

    Die Karte zeigt die Autobahnen A 49 und A5 und den geplanten "Lückenschluss" dazwischen.
  • Räumpanzer vorgefahren - Sägen starten

    In der Nähe des Herrenwaldes hat unser Kollege Jörn Perske einen Räumpanzer gesichtet. Unsere Reporterin Anna Spiess berichtet währenddessen, dass die Sägen gestartet wurden für die Rodung. Am Donnerstag hatte die Baugesellschaft Deges mit schwerem Gerät angefangen, Bäume im Minutentakt zu fällen. Hier geht zu einer Zusammefassung des Großeinsatzes am Donnerstag. Für Freitag werden weitere Räumungen der Baumhäuser von Aktivisten erwartet.

    Räumpanzer am Herrenwald Dannenröder Forst
  • Top-Thema

    Hessische Landesvertretung in Berlin besetzt

    +++ Eil +++ zusammen mit #FridaysForFuture aus Berlin und @AntiKohleKidz haben wir die Landesvertretung von Hessen besetzt. Wir fordern: Rodungsstopp jetzt! #Dannibleibt

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    Aktivisten der "Anti Kohle Kidz" und Fridays For Future haben symbolisch die Hessische Landesvertretung in Berlin besetzt. Auf dem Plakat steht: "Danni bleibt". Währenddessen machen sich am Herrenwald bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) die Polizisten bereit für den nächsten Tag der Räumung - und der Proteste.

  • Die hessischen Grünen in der Kritik

    Nicht nur im Wald ging es am Donnerstag zur Sache, auch im Landtag in Wiesbaden war der Dannenröder Forst Thema. Zuständig für das Bauprojekt ist der grüne Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. Dafür musste er sich einiges anhören: Vor dem Gebäude kritisierten Umweltschutzgruppen die hessischen Grünen dafür, ihre Ideale zu verrate, obwohl selbst die Bundespartei einen Baustopp fordert.

    Drinnen gab es Schelte von allen Parteien, außer dem Koalitionspartner CDU. "Früher wären die Grünen nicht nur in den Wald gegangen, sie wären geblieben und hätten Baumhäuser gebaut. Das ist erbärmlich", sagte der Linken-Abgeordnete Jan Schalauske. Hier geht es zur Zusammenfassung der Debatte zum Nachlesen.

  • Ruhige Nacht nach Protesten

    Nach den massiven Protesten am Donnerstag verlief die Nacht rund um den Dannenröder Forst und den Herrenwald ohne besondere Vorkommnisse. Die Polizei berichtet von einer ruhigen Lage in den von Aktivisten besetzten Waldgebieten bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf). Dort hatte am Donnerstag die Rodung für den umstrittenen Lückenschluss der A49 begonnen. Begleitet von massiven Protesten und einem noch größeren Polizeiaufgebot fielen die ersten Bäume. Heute soll es weitergehen.

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    Fridays for Future will "Frankfurt lahmlegen"

    Die Frankfurter Sektion von "Fridays for Future" (FFF) hat wegen der Räumungen am Dannenröder Forst für Freitag, 12 Uhr, zu einer Spontandemo in der Stadt aufgerufen. Unter dem Motto "Danni verteidigen, Frankfurt lahmlegen", wolle man sich um 12 Uhr an der Bockenheimer Warte treffen, teilte FFF Frankfurt am Donnerstagabend über Twitter mit.

    +++ EIL +++ Morgen 12:00 Spontandemo anlässlich der Rodung des #DannenröderForst . DANNI VERTEIDIGEN - FRANKFURT LAHMLEGEN! 🔥 KOMMT ALLE! ✊

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  • Aktivistin Rackete glaubt an Erfolg

    Prominente Unterstützung erhielten die Aktivisten von der bekannten Klimaschutzaktivistin und Menschenrechtlerin Carola Rackete, die am Donnerstag ebenfalls im Dannenröder Forst vor Ort war. Als Naturschutz-Ökologin halte sie es für ein "Unding", dass ein gesunder Mischwald für eine Autobahn abgeholzt werde, sagte die 32-Jährige im Gespräch mit dem hr. Dies sei mit den Klimaschutzzielen von Paris unvereinbar.

    Es sei wichtig, mit dem Anliegen der Ausbaugegner möglichst viele Menschen zu erreichen, um ein Umdenken herbeizuführen und das Ausbauprojekt noch politisch zu stoppen. Dafür sehe sie gute Chancen. Rackete erlangte internationale Bekanntheit, als sie im Juni 2019 als Kapitänin des Schiffs "Sea-Watch 3" im Mittelmeer mehr als 50 aus Libyen kommende Flüchtlinge aus Seenot rettete und ohne Genehmigung italienischer Behörden den Hafen der Insel Lampedusa anlief.

    Carola Rackete beim hr-Interview im Dannenröder Forst
  • 70 Blockierer, hunderte Beamte

    Die Polizei hat am späten Nachmittag eine positive Bilanz des ersten Rodungstages gezogen. Man sei mit dem Einsatz zufrieden, sagte eine Sprecherin. Im großen und ganzen sei alles friedlich abgelaufen. Laut Polizei waren mehrere hundert Kräfte im Einsatz. Die Polizei nahm von rund 70 Menschen, die sich an Blockaden beteiligten, die Personalien auf. Die Rodungsarbeiten für den A49-Ausbau sollen am Freitag bei Tagesanbruch fortgesetzt werden. Die Polizei geht davon aus, dass einige Aktivisten die Nacht über im Wald bleiben. Auch die Beamten wollen - in geringerer Stärke - vor Ort sein.

  • Feierabend, wenn die Dunkelheit kommt?

    Manche Verteidiger des Waldes hängen noch hoch oben in den Bäumen, sie von dort abzuseilen kostet die Polizei viel Zeit. Bald geht die Sonne unter, einige Aktivisten haben bereits angekündigt, dann erstmal Feierabend machen zu wollen und sich in den Wald zurückzuziehen.

    Danneröder Forst
  • Sechs Festnahmen, 13 Platzverweise

    Bisher wurden sechs Aktivisten festgenommen, 13 erhielten einen Platzverweis, sagte eine Polizeisprecherin dem hr. Von insgesamt 70 Personen seien die Personalien festgestellt worden. Ein Platzverweis bedeute allerdings nicht, dass die Betroffenen am Freitag nicht mehr in den Dannenröder Forst kommen könnten, hieß es von der Polizei.

  • FFF-Demo am Sonntag im Dannenröder Forst

    Aktivisten der Friday-for-Future-Bewegung (FFF) wollen am Sonntag im Dannenröder Forst demonstrieren. Das hat die Klimaaktivistin Luisa Neubauer per Twitter angekündigt. Es sei ein "Wahnsinn", dass man 2020 Ökosysteme gegen Rodungsaufträge einer schwarz-grünen Regierung verteidigen müsse, schrieb sie. Neubauer gilt als eine der Hauptorganisatoren von Fridays for Future in Deutschland.

    Am Sonntag protestieren wir im Dannenröder Wald. Kommt mit & vergesst eure Masken nicht. Ich kann nicht glauben, dass wir im Jahr 2020 ernsthaft Ökosysteme gegen Rodungsaufträge einer Schwarz-*Grünen* Regierung verteidigen müssen. Was ein Wahnsinn. Bis Sonntag. #DanniBleibt

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