Die Eintracht tritt zum dritten Mal nacheinander in der Champions League an.

Im wohlklingenden Stadion Kópavogsvöllur auf Island wollen die Eintracht-Frauen ihrem Traum von der Champions-League-Gruppenphase zwei Schritte näher kommen. Die Auftaktgegnerinnen aber sind nicht zu unterschätzen.

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Eintracht Frankfurt Frauen wollen in die Gruppenphase

Laura Freigang und Verena Hanshaw jubeln gemeinsam.
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Die Auslosung für das Mini-Turnier zur Champions League schauten sich die Frankfurter Fußballerinnen am Freitag gemeinsam an – und jubelten. Kein Arsenal, der große Club von der Insel. Nein, diesem Schwergewicht des europäischen Frauenfußballs wollten die Eintracht-Spielerinnen lieber nicht begegnen auf ihrem Weg in die Gruppenphase. Stattdessen: Sporting Lissabon. Und die Reaktionen fielen gemischt aus. Klar, schon machbar, machbarer etwa als Arsenal, aber eben auch nicht ganz einfach. "Das Duell gegen Sporting hätte auch ein Miniturnier-Finale sein können", sagt Eintracht-Trainer Niko Arnautis. Es ist der Auftakt geworden.

Am Mittwoch, 4. September, müssen sich die Hessinnen gegen Sporting durchsetzen, um drei Tage später gegen den FC Minsk (Belarus) oder Breidablik Kópavogur (Island) ein weiteres Spiel bestreiten zu dürfen. Nur die Siegerinnen der vier verschiedenen Mini-Turniere treten anschließend in Playoffs mit Hin- und Rückspiel gegeneinander an, um sich endgültig das Ticket für die Gruppenphase zu sichern. Ein beschwerlicher Weg hin zum Wettbewerb der Königinnen.

Kicken mit einer frischen Brise

Beschwerlich auch wegen des Austragungsortes: Breidablik auf Island, im Großraum der Hauptstadt Reykjavik gelegen. "Eine ganz besondere Reise", nennt Katharina Kiel, die Technische Direktorin der Eintracht, das. Auch das Stadion Kópavogsvöllur ist ein spezielles. Das Meer ist nicht fern, der Wind pfeift oft herein. Es bietet 5.500 Plätze, eine Laufbahn umrundet das Spielfeld.

"Es ist eine Gruppe, auf die wir uns freuen können, weil Teams mit verschiedenen Spielphilosophien dabei sind", sagt Eintracht-Verteidigerin Sophia Kleinherne. Und erfolgreiche Teams noch dazu. Während Sporting bisher zwar nur zwei heimische Meistertitel feiern konnte, kommt Minsk auf sieben Erfolge, Breidablik dominiert die eigene Liga fast nach Belieben. 18 isländische Titel stehen bereits in den Büchern.

Schlechte Erinnerungen an Lissabon

Erstmal jedoch wartet Sporting auf die Eintracht. Die Lissabonnerinen mussten sich vergangene Saison in der heimischen Liga lediglich Stadtrivale Benfica geschlagen geben – und das haarschaf. Punktgleich entschied die Tordifferenz über Platz eins und zwei. Benfica? Da war doch was! In der vergangenen Champions-League-Gruppenphase trat die Eintracht zweimal gegen das portugiesische Spitzenteam an und konnte kein Spiel gewinnen. 1:1 in Frankfurt, 0:1 in Lissabon – zu wenig fürs Weiterkommen aus hessischer Sicht.

"Dass der portugiesische Fußball nicht zu unterschätzen und technisch anspruchsvoll ist, haben wir sowohl mit der Eintracht gegen Benfica als auch mit der Nationalmannschaft erlebt", sagt Kleinherne. Eines ist aber auch klar: Die Frankfurterinnen starten mit großer Vorfreude in ihr drittes Champions-League-Abenteuer nacheinander. "Wir können es kaum erwarten, uns wieder mit den besten Clubs Europas zu messen", sagt Sportchefin Kiel. Zum passenden Zeitpunkt dann auch gerne mit dem FC Arsenal.