Saskia Matheis

Saskia Matheis trug fast 15 Jahre das Trikot von Frankfurter Teams und wechselte im vergangenen Sommer von der Eintracht zu Werder Bremen. Jetzt kehrt die Fußballerin zum Gastspiel zurück und spricht über ihr "Heimspiel".

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Saskia Matheis: "Wird eine aufregende Partie für mich"

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Für Saskia Matheis ist die Rückkehr in die Heimat etwas Besonderes, denn die Fußballerin kommt mit ihrem neuen Club Werder Bremen zu ihrem Ex-Club Eintracht Frankfurt. Vor dem Spiel am Sonntag (13.01 Uhr) spricht sie über besondere Gefühle, die Balance zwischen Profifußball und Studium, und darüber, warum der Weg in die Kabine am Sonntag ungewohnt sein wird.

hessenschau.de: Sie waren 15 Jahre fußballerisch in Frankfurt verwurzelt – erst beim 1. FFC Frankfurt, dann bei der Eintracht. Im Sommer sind Sie zu Werder Bremen gewechselt, sind Sie dort schon richtig angekommen?

Saskia Matheis: Es ist natürlich eine Umstellung – andere Menschen, anderes Wetter, aber ich fühle mich hier sehr wohl, bin gut aufgenommen worden und sehr glücklich. Und natürlich war mir bewusst, dass es hier viel regnet. Aber nach einem tollen Sommer kann man jetzt aus meiner Sicht schon von fast von Winter sprechen. Das wäre in Frankfurt erst im Dezember der Fall. Deshalb muss ich mich da ein bisschen anpassen, wärmer anziehen und einfach andere Dinge unternehmen.

hessenschau.de: Es ist für Sie das erste Aufeinandertreffen mit der Eintracht, mit dem Team, das Sie so gut kennen. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in dieses Spiel?

Matheis: Es sind natürlich gemischte Gefühle. Da ist große Vorfreude, alle wiederzusehen und zu reden, über das was wir erlebt haben. Das ist auch ein Stück Heimat. Darauf freue ich mich sehr. Es ist aber auch Demut dabei, dass ich nicht mehr dort bin. Und ein Stück Sicherheit. Es wird sich für mich wie ein Heimspiel anfühlen, weil ich in diesem Stadion so viel erlebt, so viele Spiele gemacht habe. Ich freue mich, das Stadion mal aus einer anderer Perspektive zu sehen, mal in die andere Kabine zu gehen. Deshalb wird das eine sehr aufregende Partie für mich.

hessenschau.de: Wie ist der Austausch für Sie in dieser Woche mit Ihren ehemaligen Mitspielerinnen und Niko Arnautis, ihrem langjährigen Trainer hier in Frankfurt?

Matheis: Natürlich gibt es Kontakt und wir tauschen uns aus, aber aktuell nicht über den Fußball. Wir sprechen einfach darüber, dass wir uns freuen, uns zu sehen, und über die guten alten Zeiten zu reden.

hessenschau.de: Sie spielen inzwischen bei Werder Bremen Fußball, studieren aber noch in Frankfurt – wie schwierig ist es, dass an unterschiedlichen Orten alles miteinander zu verbinden?

Matheis: Es ist tatsächlich nicht so leicht, wie es oft scheint. Das erfordert ein hohes Maß an Organisation. Ich bin weiter in Frankfurt eingeschrieben, mache aber hier in Bremen die Kurse, die noch fehlen. Aber dass das alles so klappt, das waren hohe Hürden. Weil das Pendeln nach Frankfurt mit Trainingszeiten und Co. nicht machbar wäre.

hessenschau.de: Blicken wir noch einmal auf das anstehende Spiel gegen Frankfurt – in welchen Bereichen können Sie der Eintracht gefährlich werden?

Matheis: Wir wissen, wer da auf uns zukommt. Eintracht Frankfurt hat sich in der letzten Saison für die Champions League qualifiziert. Wir müssen geschlossen auftreten und über unsere Grenzen gehen, wenn wir etwas mitnehmen wollen. Über diese Stärke müssen wir kommen.

hessenschau.de Haben Sie sich persönlich für Ihr "Heimspiel" noch mehr vorgenommen?

Natürlich werden viele meiner Freunde und meine Familie im Stadion sein, aber ich mache mir da keinen zusätzlichen Druck. Es ist ein Spiel, das ich angehen werde, wie jedes andere und es ist dann umso schöner, wenn ich weiß, dass alle im Stadion sind und ich dieses Erlebnis mit Ihnen teilen kann.

Das Gespräch führte Ann-Kathrin Rose