Eintracht nutzt Patzer der Konkurrenz Frankfurterinnen zurück auf Champions-League-Kurs

Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt nutzen einen Patzer der TSG Hoffenheim und klettern zurück auf Tabellenplatz drei. Dabei startet das Heimspiel gegen Nürnberg alles andere als optimal.

Die Frankfurter Fußballerinnen feiern das zwischenzeitliche 1:1 von Sara Doorsoun.
Strömender Regen, strahlende Gesichter: Die Frankfurter Fußballerinnen feiern das zwischenzeitliche 1:1 von Sara Doorsoun. Bild © Imago Images
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Die frohe Kunde für die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt trudelte bereits vor dem Anpfiff des Heimspiels am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg ein. Die direkte Konkurrenz um Rang drei in der Bundesliga, die TSG Hoffenheim, hatte kurz zuvor gepatzt, etwas überraschend mit 1:2 bei der SGS Essen verloren. Bedeutete für die Eintracht: Mit einem Erfolg gegen den Vorletzten aus Franken konnten die Frankfurterinnen in der Tabelle wieder vorbeiziehen an Hoffenheim auf den begehrten Champions-League-Qualifikationsplatz drei. Das Vorhaben gelang.

Die Eintracht setzte sich trotz eines frühen Rückstands letztlich recht locker mit 4:1 (3:1) durch. Sara Doorsoun (5.), zweimal Nicole Anyomi (31. und 41.) und Lara Prasnikar (64.) trafen, nachdem Selma Sol Magnusdottir (1.) die Nürnbergerinnen in Führung geschossen hatte.

Zwei Ecken bringen Tore

Denn bereits nach 52 Sekunden war das Team von Eintracht-Trainer Niko Arnautis durch eine direkt verwandelte Ecke von Magnusdottir in Rückstand geraten, wobei Torhüterin Stina Johannes ziemlich schlecht aussah. Die Reaktion der Frankfurterinnen, die in der vergangenen Woche in Leverkusen gepatzt und Platz drei abgegeben hatten, aber folgte prompt.

Nach nur fünf Minuten glich die Spielführerin Doorsoun aus. Die Nationalverteidigerin vollendete eine zunächst abgewehrte Ecke von der Strafraumgrenze aus sehenswert mit der Innenseite unter die Latte.

Anyomi trifft doppelt

Die Eintracht war fortan die bessere Elf – und belohnte sich. Anyomi schnürte noch vor der Pause einen Doppelpack. Beide Male staubte sie aus kurzer Distanz ab (31. und 41.). Es waren ihre Saisontore acht und neun, sie liegt damit ligaweit nun auf Rang zwei dieses Rankings.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Gastgeberinnen wenig anbrennen, hatten die Partie unter Kontrolle und erhöhten das Ergebnis sogar noch. Prasnikar traf zum 4:1-Endstand (64.). Auch Sophia Kleinherne, die gerade ihren Vertrag verlängert hatte, spielte eine solide Partie.

Der kommende Spieltag, am 4. Mai, könnte im Rennen um Rang drei die Entscheidung bringen. Dann nämlich tritt die Eintracht mit einem Punkt Vorsprung im Gepäck bei der TSG Hoffenheim an.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - 1.FC Nürnberg 4:1 (3:1)

Frankfurt: Johannes - Wolter (81.Riesen), Doorsoun (71.Kirchberger), Kleinherne, Hanshaw (71.Aehling) - Gräwe, Reuteler, Dunst (81.I.Acikgöz), Chiba - Anyomi (71.Martinez), Prasnikar

Nürnberg: Paulick - Steck, Schmidt (61. Kaczor), May - Mailbeck (46.Felix)- Thöle (83.Lein), Magnusdottir (68.Scholz), Guttenberger, Mai - Desic, Haim (68. Bauereisen)

Tore: 0:1 Magnusdottir (1.), 1:1 Doorsoun (5.), 2:1 Anyomi (31.), 3:1 Anyomi (43.), 4:1 Prasnikar (64.)
Gelbe Karten: Doorsoun, Chiba / Schmidt, Thöle, Mai
Schiedsrichterin: Wildfeuer (Lützen)

Ende der weiteren Informationen

Quelle: hessenschau.de/Daniel Schmitt