Oliver Glasner Filip Kostic

Lange nicht war eine Mannschaft von Eintracht Frankfurt personell derart gut besetzt. Es stimmt aber nicht nur die Qualität - sondern auch die Quantität. Was zur Frage führt: Wer soll eigentlich spielen? Trainer Oliver Glasner hat schon einen Ansatz.

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Eintracht hat in der Offensive ein Luxus-Problem

Mario Götze
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Es sind drei Worte, die aktuell ganz gut beschreiben, wo bei Eintracht Frankfurt gerade der Wind weh. "Wer ist besser?" Darum, so betonte es Trainer Oliver Glasner am Donnerstag im Trainingslager in Windischgarsten treffend, gehe es momentan. Der Trainer des amtierenden Europa-League-Siegers hat in der Offensive ein Luxus-Problem. Alleine drei namhafte Neuzugänge - Mario Götze, Lucas Alario und Randal Kolo Muani - drängen in die erste Elf. Auf Positionen, die in der vergangenen Saison vorzüglich von Daichi Kamada, Jesper Lindström und Rafael Borré bekleidet wurden. Der Konkurrenzkampf bei den Hessen läuft daher schon jetzt in vollen Zügen.

Und Glasner, siehe Eingangsstatement, heizt diesen bewusst an. "Die gesteigerte Konkurrenzsituation sorgt für den nötigen Druck", erklärte er entspannt. "Niemand hat einen Vorsprung. Alle Offensiv-Spieler müssen sich immer wieder beweisen." Sicher kann sich niemand sein. Auch keiner, der Deutschland 2014 zum Weltmeister geschossen hätte, fügte der Eintracht-Coach hinzu. Stammplatz-Geschenke gibt's auch nicht für Top-Transfers, so die klare Botschaft.

Luxus-Möglichkeit statt Luxus-Problem

Glasner hat dabei aber mehr im Blick. Er schätzt die neue Variabilität. Musste er in der vergangenen Spielzeit in den wichtigen Partien nahezu immer die identische Anfangs-Formation aufstellen und war damit auch ein wenig durchschaubar, kann sich der Gegner nun nicht sicher sein, mit wem er es zu tun bekommt. Luxus-Möglichkeit statt Luxus-Problem - so sieht es zumindest Glasner.

Und daher präzisierte der Österreicher am Donnerstag direkt die "Wer ist besser"-Anforderung folgendermaßen: "Oder: Wer harmoniert besser oder wer passt besser zum Gegner? Es gibt dann vielleicht Spieler, die besser gegen Magdeburg passen als gegen Madrid." Die erste Pflichtspiel-Woche bietet direkt solche erheblichen Niveau-Unterschiede seitens der Gegner.

Bleibt Kostic doch?

Wer aber auch immer im Eintracht-Sturm auflaufen darf, soll laut Glasner vor allem ein Problem beheben. "Wir müssen noch genauer und exakter im Abschluss werden - klarer und konsequenter", betonte der Eintracht-Coach auch mit Blick auf die vergangene Spielzeit. Ein Problem, an dem auch im Trainingslager gearbeitet wurde - und an dem weiter gearbeitet werden muss. "Es ist manchmal auch ganz gut, dass nicht jetzt schon alles perfekt klappt."

Einer, bei dem fast immer alles klappt und der unter Glasner immer einen Stammplatz hätte, ist Filip Kostic. Der Serbe sprüht im Trainingslager gerade vor Spielfreude und Tatendrang. Die Frage bleibt nur, ob er das auch über den August hinaus tut.

"Mein Gefühl hat sich nur bestätigt"

Glasner, der nach dem gewonnenen Finale in Sevilla schon erklärt hatte, dass sein Gefühl sei, dass der Serbe nicht wechseln würde, erklärte nun: "Mein Gefühl hat sich nur bestätigt. Mein Gefühl sagt mir, dass er noch mehrere Spiele für die Eintracht macht." Und die Frage "Wer ist besser?" ist beim Serben sowieso schon hinlänglich geklärt.

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