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Eintracht schlägt Leipzig

Eintracht Frankfurt kommt in der Bundesliga langsam auf Touren. Nach dem Sieg in Bremen gewannen die Hessen auch ihr Heimspiel gegen Leipzig – und das absolut souverän.

Eintracht Frankfurt hat am Samstagabend den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Gegen RB Leipzig setzten sich die Hessen verdient mit 4:0 (2:0) durch. Daichi Kamada (16. Minute), Sebastian Rode (22.), Tuta (67.) und Rafael Borré per Foulelfmeter (84.) trafen für die Hausherren, die sich in der Tabelle auf Rang neun vorschoben. Es war das erste Saisonspiel ohne Gegentor für die SGE.

Trainer Oliver Glasner veränderte seine Erfolgself aus Bremen nur auf einer Position. Luca Pellegrini fiel mit muskulären Problemen aus, Christopher Lenz ersetzte ihn positionsgetreu als Linksverteidiger. Heißt: Frankfurt spielte wieder in einer Viererkette – und kommt mit dem Grundsystem offensichtlich immer besser zurecht.

Kolo Muani und Kamada machen Betrieb

Die Eintracht machte von Anfang an ordentlich Betrieb. Die behäbig wirkenden Gäste schienen vom eigentlich doch typischen offensiven Pressing der Hessen regelrecht überrumpelt. Immer wieder eroberte Frankfurt den Ball schon in der gegnerischen Hälfte und legte direkt den Vorwärtsgang ein.

Bereits in der 9. Minute hatten die Fans ein erstes Mal den Jubelschrei auf den Lippen. Der Treffer von Kamada nach Steilpass von Randal Kolo Muani wurde wegen Abseits aber zurecht nicht anerkannt. Sieben Minuten später führte eben diese Kombination dann aber zum 1:0: Eine butterweiche Flanke von Mario Götze legte Kolo Muani per Kopf quer auf Kamada, der aus eineinhalb Metern einnickte.

Und auch nach dem 1:0 nahm die Eintracht den Fuß nicht vom Gaspedal. Rode spielte auf rechts Doppelpass mit Kolo Muani, drang in den Strafraum ein und schloss mit seinem schwachen Fuß ab. Weil Willi Orban den Ball noch abfälschte, hatte Peter Gulacsi im RB-Tor keine Chance. Frankfurt führte nach 22 Minuten mit 2:0. Einziger Wermutstropfen: Torschütze Rode musste in der 32. Minute mit Muskelproblemen raus. Neuzugang Junior Dina Ebimbe kam zu seinem Debüt.

Leipziger Strohfeuer, Frankfurter Entscheidung

Zu Beginn der zweiten Hälfte sendete Leipzig ein erstes Lebenszeichen. Nach einer Ecke kam Christoper Nkunku an den Ball, sein Volleyschuss aus elf Metern ging aber weit über den Kasten (50.). Auf der Gegenseite hatte Götze nach einem weiteren frühen Ballgewinn die Entscheidung auf dem Fuß, brachte den Ball aus 14 Metern aber nicht an Gulacsi vorbei (59.). Allzu lange ließ das 3:0 aber nicht auf sich warten.

Nach einem flachen Eckball auf den am Sechzehner lauernden Götze scheiterte der Mittelfeldakteur erneut am RB-Schlussmann. Weil Gulacsi den Ball aber nicht festhalten konnte und Tuta – auch nach Prüfung des VAR – knapp nicht im Abseits stand, durfte sich auch der Brasilianer in die Torschützenliste eintragen (67.).

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Leipzig konnte nicht mehr, Frankfurt musste nicht mehr, kam aber doch noch zum 4:0. Bei einem Konter wurde der eingewechselte Ansgar Knauff im Strafraum gelegt, der ebenfalls eingewechselte Borré trat den Strafstoß gewohnt cool zum Endstand ins Netz (84.).

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Eintracht Frankfurt - RB Leipzig 4:0 (2:0)

Tore: 1:0 Kamada (16.), 2:0 Rode (22.), 3:0 Tuta (67.),4:0 Borré (84.)   

Frankfurt: Trapp - Jakic (86. Chandler) , Tuta, Ndicka, Lenz (87.Smolcic) - Sow,  Rode (32. Dina Ebimbe), Lindström (74. Knauff), Götze, Kamada - Kolo Muani (74. Borré)

Leipzig: Gulacsi - Simakan (69.Haidara), Orban, Gvardiol - Henrichs, Laimer, Kapl (46.Szoboszlai), Raum (69.Halstenberg) - Dani Olmo (11. Forsberg) - Werner (74. Silva), Nkunku

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych  
Zuschauer: 49.700

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