Madrid bejubelt das 2:0, die Eintracht-Spieler schauen traurig.

Eintracht Frankfurt verkauft sich im Finale um den europäischen Supercup teuer. Im Gegensatz zu Real Madrid nutzen die Hessen aber keine ihrer Chancen und fahren ohne Trophäe aus Helsinki heim.

Eintracht Frankfurt hat das Finale um den europäischen Supercup verloren. Die Frankfurter unterlagen am Mittwochabend Champions-League-Sieger Real Madrid in Helsinki mit 0:2 (0:1). Die Tore für die Spanier erzielten David Alaba in der 37. und Karim Benzema in der 65. Minute.

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Eintracht unterliegt Real

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Die Eintracht, bei der Christopher Lenz den abgewanderten Filip Kostic ersetzte und Neuzugang Mario Götze zunächst auf der Bank saß, war nach dem desolaten 1:6 gegen die Bayern von Beginn an sichtbar um Stabilität bemüht. Und hatte nach 14 Minuten die erste große Chance des Spiels: Nach einem Ballgewinn von Ansgar Knauff spielte Rafael Borré Daichi Kamada frei, der mit seinem Schuss an Real-Keeper Thibaut Courtois scheiterte. Auf der Gegenseite tauchte Vinicius Junior nach Ablage von Benzema vor Kevin Trapp auf und konnte diesen mit einem Schuss überwinden - nicht aber Tuta, der den Ball für seinen geschlagenen Torhüter von der Linie kratzte (17.).

Real dreht vor der Pause auf

Mit der ersten halben Stunde konnten die Frankfurter fast rundum zufrieden sein - sie hatten die überragenden Einzelkönner von Real gut im Griff und setzten den ein oder anderen Nadelstich. Nur ein Treffer fehlte, auch Knauff kam aus spitzem Winkel nicht an Courtois vorbei (25.).

Vor der Halbzeit drehte Real in seinem ersten Pflichtspiel der neuen Saison aber noch mal auf und erzielte die Führung: Einen Schuss von Vinicius Junior konnte Trapp noch stark halten (37.). Bei der anschließenden Ecke hatte die Eintracht-Defensive aber sowohl in der Mitte gegen Benzema als auch am langen Pfosten gegen Casemiro in Kopfball-Duellen das Nachsehen - der freigespielte Alaba musste nur noch zum 1:0 für Real Madrid einschieben.

Knauff lässt Chance liegen, Benzema trifft

Im zweiten Durchgang hatten die Königlichen zunächst die besseren Chancen - nach einer starken Kombination in den Strafraum konnte Trapp den abgefälschten Schuss von Vinicius Junior parieren (54.). In der 61. Minute hatte der Frankfurter Schlussmann dann Glück, als ein wuchtiger Distanzschuss von Casemiro an die Latte ging. Doch auch die Eintracht spielte weiter mit und hatte in der 64. Minute durch Knauff eine gute Gelegenheit: Der Rechtsaußen drang in den Strafraum ein, sein Schuss war allerdings nicht druckvoll genug und damit kein Problem für Courtois.

Und dann legte Real Madrid nach: Vinicius Junior spielte Benzema im Rückraum frei, der Ball schlug mittig im Tor ein - beim 2:0 für den Champions-League-Sieger sah auch Trapp nicht gut aus (65.). Die im Vergleich zum Bundesliga-Start deutlich verbesserte Eintracht gab sich weiterhin nicht auf, Real Madrid verwaltete den Vorsprung aber routiniert. Große Chancen erspielte sich keine Mannschaft mehr, sodass Madrid den nächsten Titel einheimsen konnte, während die Frankfurter ohne Pokal die Heimreise aus Helsinki antreten müssen.

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Real Madrid – Eintracht Frankfurt 2:0 (1:0)

Madrid: Courtois - Carvajal (85. Rüdiger), Eder Militao, Alaba, Mendy - Modric (66. Rodrygo), Casemiro, Kroos (85. Tchouameni) – Valverde (76. Camavinga), Benzema, Vinicius Junior (85. Ceballos)
Frankfurt: Trapp - Toure (69. Alario), Tuta, Ndicka - Knauff, Sow, Rode (58. Götze), Lenz - Kamada, Lindström (58. Kolo Muani) - Borre

Tore: 1:0 Alaba (37.), 2:0 Benzema (65.)
Gelbe Karten: - / Alario

Schiedsrichter: Oliver (England)
Zuschauer: 31.500 (ausverkauft)

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