Ronny Marcos

Es ist zum Haareraufen: Kickers Offenbach schafft es nicht, den Abstand auf die Spitze der Tabelle zu verkürzen. Selbst wenn die Konkurrenz Federn lässt, ist der OFC nicht zur Stelle. Dementsprechend groß ist der Frust.

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Regionalliga: Gemischte Ergebnisse für hessische Teams

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Kickers-Abwehrspieler Ronny Marcos wusste gar nicht, wohin mit all seinem Frust. "Es ist maximal bitter gelaufen", bekundete der OFC-Verteidiger kurz und knapp nach der 1:3-Niederlage der Offenbacher am Samstag bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim. Marcos bezog sich dabei zwar ausschließlich auf das Spiel der Kickers im Kraichgau – er hätte damit jedoch auch getrost den ganzen Spieltag der Regionalliga-Südwest aus Sicht der Hessen meinen können.

Denn: Wenn die Konkurrenz patzt, patzt auch der OFC. So einfach, so bitter. Spitzenreiter Ulm kam in Bahlingen über ein torloses Remis nicht hinaus, der FC Homburg beim FSV Frankfurt und Steinbach Haiger in Mainz machten es nicht besser. Bei einem Kickers-Sieg wäre der Abstand auf die Tabellenführung auf fünf Punkte zusammengeschmolzen, so sind es nun acht Zähler Abstand. Frustrierend aus OFC-Sicht.

Kickers spielen auf Sieg – was auch sonst?

Der Samstag verlief auch deswegen so frustrierend, weil die Kickers in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel machten, nach dem Ausgleich zum 1:1 drauf und dran waren, das zweite Tor zu erzielen. "Wir machen in der zweiten Halbzeit eigentlich ein super Spiel und sind komplett am Drücker, verpassen aber das zweite Tor", fasste es auch Marcos zusammen. "Dass wir dann zwei so Tore fressen, ist hammerhart."

Was man den Kickers nicht zum Vorwurf machen kann: dass sie am Ende komplett auf Sieg spielten und auch deswegen auf bittere Art und Weise noch zwei Gegentreffer in Hoffenheim kassierten. Die Offenbacher, die zu Saisonbeginn früh an Boden in der Tabelle verloren haben, brauchen Siege – alles andere hilft nicht. Zumindest, wenn es noch etwas mit dem Aufstieg werden soll.

Parlatan: "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen"

"Wir brauchen regelmäßig drei Punkte – daher kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen", erklärte daher auch OFC-Coach Ersan Parlatan nach der Niederlage in Hoffenheim. "Heute hätte uns nur ein Dreier weitergebracht. Daher ist es ja auch verständlich, dass wir auf Sieg gespielt haben", betonte auch Mittelfeldspieler Christian Derflinger.

Die Folge: gar keine Punkte. Und schon wieder lange Gesichter in Offenbach. Wenn das Ziel Aufstieg auch über die lange Winterpause hinaus Bestand haben, muss am Samstag gegen Koblenz unbedingt ein Sieg her. "Wir müssen jetzt die drei Punkte vor der Winterpause noch mitnehmen", betonte daher auch Marcos. Um dann zu schauen, ob die Konkurrenz patzt. Wie an jedem Spieltag.

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Und jetzt Kickers Offenbach: Ersan Parlatan im Portrait

Ersan Parlatan
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