Tausende Menschen haben in Frankfurt gegen den Ukraine-Krieg demonstriert.

Tausende Menschen haben in Frankfurt gegen den Ukraine-Krieg demonstriert. Die Polizei spricht von 11.000 Teilnehmern. Ein Bündnis von über 50 Organisationen hatte zu der Demonstration aufgerufen.

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Großdemo für Frieden in Frankfurt

hs
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Unter dem Motto "Stoppt den Krieg! Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine" haben sich am Sonntag in Frankfurt tausende Menschen versammelt. Die Polizei sprach am Mittag von 11.000 Teilnehmern. Zunächst hatte sie die Zahl auf 5.000 geschätzt.

Die Teilnehmenden aller Altersgruppen trugen Friedens-, Europa- und Ukrainefahnen und hielten Transparente mit Aufschriften wie "Stoppt Putin" oder "Nie mehr Krieg" in den Händen. Andere forderten, Deutschland müsse aus der Öl- und Gasversorgung aussteigen.

Feldmann: Solidarität mit russischer Friedensbewegung

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte von der Rednerbühne, die Stadt stehe an der Seite der Ukraine. Es sei wichtig, Solidarität zu zeigen und "gegen den unerträglichen Angriffskrieg" Farbe zu bekennen. Die Angriffe der russischen Soldaten auf Fluchtkorridore, Wohnhäuser und Geburtskliniken prangerte er als "Kriegsverbrechen" an.

Der Oberbürgermeister würdigte den Mut der um Freiheit kämpfenden Ukrainer, aber auch den Mut der Menschen der russischen Friedensbewegung, die trotz harter Strafen gegen den Krieg demonstrierten. "Unsere Solidarität gilt auch denen, die in Russland ihre Stimme gegen den Krieg erheben. Wir sind tief beeindruckt von ihrer Kraft", sagte auch der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks.

Vertreter der Kirchen beklagten sinnlose Gewalt und Angriffe besonders auf Zivilisten. Sie lobten die Hilfsbereitschaft, die viele Menschen auch in Frankfurt angesichts der Not der Flüchtlinge aus der Ukraine zeigten. Gleichzeitig wurde betont, es dürften keine Unterschiede zwischen Flüchtlingen nach ethnischer Herkunft gemacht werden.

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Rund 11.000 Menschen bei Friedensdemo in Frankfurt

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Aufruf eines breiten Bündnisses

Der DGB-Bezirksvorsitzende Michael Rudolph mahnte, eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben werde keinen Frieden schaffen. "Wir müssen vermeiden, jetzt wieder in die Logik des Wettrüstens zu kommen."

Ein breites Bündnis aus mehr als 50 Organisationen hatte zu Großdemonstrationen in fünf großen deutschen Städten aufgerufen - zeitlich in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Leipzig und Stuttgart. Aber auch in anderen Städten wie etwa Wiesbaden gingen die Menschen für den Frieden auf die Straße. Dort zählte die Polizei rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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