Dialog der Meisterwerke
Dialog der Meisterwerke Bild © Tate, London 2015, Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK

Zur Krönung von "200 Jahre Städel" erhalten die bedeutendsten Gemälde des Frankfurter Museums jetzt Besuch prominenter Verwandter aus aller Welt. Tischbein trifft Warhol, Botticelli trifft Rossetti – und Picasso trifft sich selbst.

Sandro Botticellis Renaissance-Traumfrau begegnet einer Konkurrentin, die Dante Rosetti fast 400 Jahre später gemalt hat. Und Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins Goethe blickt gleich mehreren modernen Zitaten seines berühmten Porträts ins Auge, darunter auch dem nicht minder berühmten, kunterbunten Andy-Warhol-Goethe. Zu seinem 200. Geburtstag hat sich das Frankfurter Städel-Museum "Gäste" aus anderen Museen der Welt eingeladen.

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"Dialog der Meisterwerke. Hoher Besuch zum Jubiläum" heißt die Sonderschau der großen Namen, die am Mittwoch (07.10.2015) eröffnet wurde. Sie reicht vom Mittelalter bis zu Moderne, von van Eyck über Degas und Picasso bis Baselitz. 65 Bilder sind dafür bis Ende Januar an den Main gereist. Zu den Leihgebern gehören die wichtigsten Museen der Welt: unter anderem die Albertina in Wien, das Musée d’Orsay in Paris, das Den Haager Mauritshuis, die Tate in London, die Vatikanischen Museen und die National Gallery of Art in Washington.

Bilder-Dialog, Maler-Monolog

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Das "Städel" feiert 200. Geburtstag

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Die Leihgaben hängen zwischen den Meisterwerken des Städel und gehen mit ihnen an 40 Stellen im Haus einen Dialog ein, wie Museumsdirektor Max Hollein bei der Vorstellung der Schau sagte. Zum Tête-à-tête kommt es dabei auch zwischen verschiedenen Bildern derselben Maler. Die Lucca-Madonna von Jan van Eyck etwa wird einem weiteren Marienbild des Altniederländers gegenübergestellt. Auch zwei Werke Pablo Picassos über das sagenhafte Minotaurus-Motiv begegnen sich.

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Die Ausstellung "Dialog der Meisterwerke: Hoher Besuch zum Jubiläum" ist vom Mittwoch, 7. Oktober, bis zum 24. Januar 2016 im Städel Museum Frankfurt sehen. Anlass ist der 200. Geburtstag des Museums. Der Kaufmann Johann Friedrich Städel hatte es 1815 als Stiftung ins Leben gerufen. Die Sammlung umfasst heute mehr als 7.500 Gemälde, Skulpturen und Fotos, außerdem mehr als 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Adresse: Schaumankai 63, 60596 Frankfurt. Weitere Infos für Besucher auf der Museums-Homepage.

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"Alles abzulaufen ist schon eine sportliche Herausforderung", sagt Museumschef Hollein zum Umfang der Ausstellung. Erstmals erstreckt sich eine Sonderschau über alle drei Stockwerke. Die Bilder, die sonst nicht im Städel hängen, sind durch goldene Hinweistafeln und Rampen auf dem Boden gekennzeichnet.

Jubel- und Rekordjahr

Das Jubliläumsjahr ist schon jetzt eines der besucherstärksten in der Geschichte des Museums, sagte Hollein. Dazu trug vor allem der Ausstellungs-Blockbuster "Monet und die Geburt des Impressionismus" bei. Sie war mit 432.000 Besuchern die erfolgreichste in 200 Jahren Städel-Geschichte.