In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • GEW fordert Aussetzung des Staatsexamens für Lehramtsstudiengänge

    In einem offenen Brief an Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat die Gewerkschaft GEW die Aussetzung der schriftlichen Präsenzprüfungen für das erste Staatsexamen in Lehramtsstudiengängen gefordert. Die Hygieneregeln würden von den Universitäten nicht ausreichend eingehalten, kritisiert die Gewerkschaft beispielsweise mit Blick auf die Universität Frankfurt, die keine medizinischen Masken bei Prüfungen vorschreibe.

    Insbesondere Risikopatienten müsse es freistehen, sich statt einer Präsenzprüfung die bisherigen Noten hochrechnen zu lassen - wie dies bereits im Frühjahr 2020 möglich gewesen sei, so die GEW. Die Gewerkschaft bemängelte außerdem, dass bisher keine Nachholtermine für Corona-Infizierte oder Studenten in Quarantäne angedacht seien.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen auf tagesschau.de über das deutschland- und weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen von Freitag:

    • Das Robert Koch-Institut empfiehlt eine 14-tägige Quarantäne unabhängig vom Krankheitsverlauf, wenn sich ein Patient mit einer der Mutationen infiziert hat oder im Verdacht steht, dies getan zu haben.
    • Bis Ostern könnten laut einer Modellrechnung der kassenärztlichen Versorgung in Deutschland zwei Millionen Menschen zusätzlich geimpft werden. Dazu müssten die Intervalle voll ausgeschöpft werden, außerdem dürften keine Impfdosen für Zweitimpfungen zurückgelegt werden.
    • Der Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson dürfte am 11. März grünes Licht von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA erhalten, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
    • Die Abschlagszahlungen für Unternehmen im Rahmen der Überbrückungshilfe III werden verdoppelt. Pro Firma seien bis zu 800.000 Euro für vier Monate möglich, kündigte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an.
  • Frankfurt will in der Krise 140 Millionen Euro sparen

    Die Koalition aus CDU, SPD und Grünen im Römer hat sich kurz vor der Kommunalwahl am 14. März darauf geeinigt, dass in diesem Jahr mehr als 140 Millionen Euro eingespart werden sollen. Das haben Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und die Dezernenten Uwe Becker (Finanzen, CDU) und Stefan Majer (Verkehr, Grüne) mitgeteilt. Um den Haushalt der Stadt Frankfurt zu konsolidieren, soll es unter anderem in diesem Jahr keine Neueinstellung geben.

    Die Zuschüsse für Vereine und Institutionen werden anders als geplant nicht erhöht, sondern verbleiben auf Vorjahresniveau. Damit werden 65 Millionen Euro eingespart. Trotzdem soll auch investiert werden. So bekommt die Frankfurter Messe ein Darlehen über 90 Millionen Euro. Um weiter städtische Unternehmen im Notfall unterstützen zu können, sollen 150 Millionen Euro vorbehalten werden. Für die Aufwertung der Frankfurter Innenstadt stehen 20 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Konzept will die Koalition die Stadt in der Corona-Krise handlungsfähig halten.

  • Top-Thema

    Groß-Gerau ordnet Maskenpflicht auf Plätzen an

    Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, hat der Kreis Groß-Gerau zusammen mit den Bürgermeistern eine Maskenpflicht auf viel besuchten Plätzen und Straßen verhängt. Betroffen sind Gernsheim, Groß-Gerau, Kelsterbach, Nauheim und Riedstadt. Die Maskenpflicht gilt ab dem morgigen Samstag bis zum 1. April, jeweils zwischen 8 und 22 Uhr. Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen. Eine Übersicht über die konkreten Straßen und Plätze finden Sie hier.

    Masken zieren die Figuren am Zaun der Karl-Treutel Grundschule in Kelsterbach.
  • Einheitliche Software für Gesundheitsämter

    Zur besseren Vernetzung und Nachverfolgung von Kontaktpersonen arbeiten bald alle Gesundheitsämter in Hessen mit einer bundeseinheitlichen Software. Wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Freitag in Wiesbaden sagte, stellen alle 24 Ämter bis Ende des Monats auf das System "Sormas" um. Sie kommen damit einer Vorgabe nach, die in der Schaltkonferenz der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 19. Januar vereinbart worden war.

    In den ersten Monaten der Pandemie war immer wieder kritisiert worden, dass die kommunalen Gesundheitsämter mangelhaft digital ausgestattet sind und bei der Nachverfolgung von Kontakten teilweise noch mit Faxgeräten arbeiten mussten.

  • Schüler in Gießen erhalten kostenlose Corona-Schnelltests

    Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen sowie den Berufs- und Förderschulen dürfen sich im Kreis Gießen ab März einmal in der Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Der Kreis teilte mit, geschulte Teams, die bereits in den Pflegeheimen im Einsatz waren, würden die Schnelltests vor Ort durchführen. Die Tests seien freiwillig, das Einverständnis der Eltern bei Minderjährigen erforderlich. An den Grundschulen werde zunächst nicht getestet, weil die bisher verfügbaren Tests für Nasenabstriche bei kleineren Kindern schwieriger einzusetzen seien.

    Gerade mit Blick auf die ansteckenderen Virus-Mutationen sei die Möglichkeit der Schnelltests richtig und wichtig, sagte Astrid Eibelshäuser, Schuldezernentin der Stadt Gießen. "Sie geben uns die Möglichkeit, Infektionen frühzeitig zu erkennen, und ermöglichen ein Stück mehr Sicherheit für den Alltag an den Schulen und auf dem Schulweg." Die Tests werden zunächst bis zu den Osterferien angeboten.

    Ein Corona-Schnelltest in einer Teststation an einer Apotheke in Nordrhein-Westfalen. (dpa)
  • Reiseagenturen werben mit Impfreisen

    Die Kapazitäten der Impfzentren sind bislang nicht ausgeschöpft. Bis alle Menschen in Hessen geimpft sind, könnte es beim jetzigen Tempo noch viele Monate dauern. Reiseagenturen wollen das ausnutzen - und planen Impfreisen in Länder, in denen die Impfungen bereits weiter vorangeschritten sind. Beim Frankfurter Anbieter Fitreisen beispielsweise können sich Impfwillige bereits unverbindlich registrieren lassen. Reisen werden allerdings erst angeboten, sobald dies von den Behörden vor Ort genehmigt werde, heißt es auf der Website. Legale Impfreisen gibt es aktuell nicht.

    Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bezeichnete die Idee, sich im Urlaub in einem anderen Land impfen zu lassen, als "unethisch". Wenn es irgendwo zu viel Impfstoff gebe, solle dieser lieber an Länder gehen, in denen bisher kaum Impfstoff zur Verfügung steht. Das hessische Sozialministerium sieht das weniger kritisch: Reisen seien erlaubt und wer eine solche Reise unternehmen wolle, dürfe dies tun, sagte ein Sprecher auf hr-Anfrage. Aus der Verbraucherzentrale hieß es, bislang würden noch keine Impfreisen angeboten, deshalb habe man sich damit kaum beschäftigt. Grundsätzlich gelte, die Angebote ordentlich zu prüfen - und sich von den Anbietern nichts vormachen zu lassen.

  • IG Metall ruft zu Warnstreiks auf

    Nach den vorläufig ergebnislosen Tarifverhandlungen für die Metall-und Elektroindustrie hat die IG Metall im Bezirk Mitte zu Warnstreiks aufgerufen. Diese werden in der Nacht zum Dienstag (2. März) eine Minute nach Mitternacht beginnen, wie die Gewerkschaft am Freitag ankündigte. Am Montag soll es bereits Protestaktionen geben. Abstands- und Hygieneregeln würden eingehalten.

    Bezirksleiter Jörg Köhlinger zeigte sich enttäuscht über das Verhalten der Arbeitgeber in Hessen und drei weiteren Bundesländern: "Kurzarbeit und Entgelteinbußen, Arbeiten mit Abstand und Maske oder im Homeoffice bei gleichzeitiger Kinderbetreuung haben viele der Beschäftigten an den Rand ihrer Kräfte gebracht. Dennoch sind die Arbeitgeber nicht bereit, konstruktiv mit der IG Metall zu verhandeln."

    Die IG Metall verlangt vier Prozent mehr Geld und mehr Einfluss auf den technologischen Umbau der Unternehmen. Parallel werden bundesweit Tarifgespräche geführt, bis sich ein sogenannter Pilotbezirk herausstellt, in dem dann die Verhandlungen stellvertretend für alle zum Ende geführt werden.

  • Urlaubsorte trotz Corona gut gebucht

    Rheingau statt Riviera, Edersee statt Gardasee: Im vergangenen Sommer waren die hessischen Urlaubsregionen bereits sehr gefragt, und das scheint sich nun zu wiederholen. Ab den Osterferien seien die Unterkünfte in der Region bereits gut gebucht, sagt Kornelia Horn von der Odenwald Tourismus GmbH. Dabei ist derzeit noch völlig unklar, wann touristische Übernachtungen wieder erlaubt sein werden. Viele Betreiber befürchten deshalb, dass sie stornieren müssen.

  • Top-Thema

    Bouffier will mehr Gesundheitsdaten für Forschung freigeben

    Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, mehr Gesundheitsdaten für die Forschung und Entwicklung bereitzustellen. "Gesundheitsschutz ohne Kenntnis der Daten ist auf Dauer nicht erfolgreich", sagte der Regierungschef am Freitag in Wiesbaden nach einem Treffen mit der hessischen Gesundheitswirtschaft. Derzeit dürften die Forschung und die forschende Industrie die Gesundheitsdaten nicht nutzen. "Ich glaube, das kann so nicht weitergehen", erklärte Bouffier.

    Vernetzung und Digitalisierung seien Schlüssel für die Zukunft, betonte der Ministerpräsident. Wenn man über mehr Daten zu Krankheitsbildern verfügen würde, könnte gezielter geforscht und entwickelt werden. Beim Datenschutz könne es nicht darum gehen, wichtige Daten, die der Menschheit sehr helfen können, nicht weiterzugeben, so Bouffier.

  • Klose: "Hochs und Tiefs" in einem Jahr Pandemie

    Ein Jahr nach Bekanntwerden der ersten Corona-Infektion eines Hessen sieht Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) "Hochs und Tiefs" bei der Bekämpfung der Pandemie. Gerade im Umgang mit einer völlig neuen Herausforderung könne man immer noch besser werden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts der Herausforderungen des neuen Virus habe sich Hessen in der Pandemie aber gut geschlagen: "Der Schutz der Menschen und der Schutz unseres Gesundheitssystems vor Überlastung hatten für uns immer höchste Priorität."

    Klose sagte weiter, er wisse, dass das vergangene Jahr den Hessen sehr viel abverlangt habe und dies auch noch so sei. "Vor diesem Hintergrund finde ich es wirklich beeindruckend, wie die weit überwiegende Zahl der Menschen mithilft - und das gilt für alle Altersgruppen." Am 27. Februar 2020 war die Coronavirus-Infektion eines Mannes aus Wetzlar bekannt geworden - der erste registrierte Fall in Hessen.

    Hessens Gesundheitsminister Klose beim Corona-Test im Landtag
  • SPD: Frankfurter Messegelände kostenlos für Vereine öffnen

    Angesichts des Sonderdarlehens, das die Landesregierung für die Messe Frankfurt zur Verfügung stellt, fordert die SPD-Fraktion im Römer die Öffnung des Geländes für Vereine. Die Frankfurter Messe sei ein immenser Wirtschaftsfaktor für Frankfurt und die gesamte Region, sagte die Fraktionsvorsitzende Ursula Busch. Sie begrüße das Darlehen deshalb. "Allerdings habe ich auch die Erwartung, dass die Messe im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Stadt bei der Bewältigung der Corona-Probleme unterstützt."

    Konkret könnten etwa Chöre auf den überdachten Freiflächen und in den Hallen proben. Der Sängerkreis habe bereits bei der Messe Räumlichkeiten angefragt, das Angebot sei aber wirtschaftlich nicht zu stemmen gewesen. "Die Hallen und Freiflächen der Messe stehen nun seit fast einem Jahr komplett leer. Da muss es möglich sein, ausgewählte Flächen kostenfrei oder zu sehr geringen Kosten für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen", sagte Busch. "Schließlich müssen die Bürgerinnen und Bürger auch für das Darlehen an die Messe letztlich geradestehen.“

  • Virologin Ciesek: Britische Mutation erhöht Risiko für Ausbrüche in Kitas und Schulen

    Durch die Ausbreitung der britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 erhöht sich auch das Risiko, dass es zu Ausbrüchen in Betreuungseinrichtungen wie Schulen und Kitas kommen könnte. Das sagte die Leiterin der Virologie am Uniklinikum Frankfurt, Sandra Ciesek. Dies gelte allerdings auch für andere gesellschaftliche Bereiche, in denen viele Menschen zusammenkommen.

    Bisher gab es an Schulen und Kitas nur selten so genannte "Superspreading Events" - also Ereignisse, bei denen sich viele Menschen in kurzer Zeit anstecken. Insbesondere für kleine Kinder in Kitas konnte bisher keine herausragende Rolle nachgewiesen werden. Das könnte sich durch die Mutationen ändern, sagt Ciesek. Durch die ansteckendere Variante könnte es auch in Schulen und Kitas häufiger zu Ausbrüchen kommen als bisher.

    Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, man müsse die Entwicklung der Mutationen gut beobachten. Die Grundschulen hätten aber nicht mehr warten können, bis Klarheit herrsche. Das Wechselmodell sei angesichts des Pandemiegeschehens derzeit zu verantworten. Ende nächster Woche ließen sich an den Zahlen womöglich die Folgen der Öffnungen ablesen. Weitere Lockerungen sind laut Kultusministerium aktuell nicht vor Ostern geplant.

    Virologin Sandra Ciesek
  • Top-Thema

    Groß-Gerau verschärft Maskenpflicht an Schulen

    Wegen der steigenden Corona-Inzidenz hat der Kreis Groß-Gerau die Maskenpflicht an Schulen verschärft. Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse sowie Lehrkräfte müssen demnach eine medizinische Maske (OP- oder FFP2-Maske) tragen. Dies gelte entsprechend auch für die Not- und Nachmittagsbetreuung. Außerdem hat der Kreis festgelegt, dass die Gruppen der Not- und Nachmittagsbetreuung aus so wenigen Lerngruppen wie möglich bestehen sollen. Die Landesregierung hatte eine Maskenpflicht für alle Jahrgänge eingeführt - dabei sind aber auch Alltagsmasken aus Stoff erlaubt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 98,6 im Kreis Groß-Gerau derzeit landesweit am höchsten.

    Lernen in Zeiten von Corona
  • Roboter putzt am Frankfurter Hauptbahnhof

    Er braucht keine Kaffee- oder Zigarettenpause und bekommt auch nach stundenlangem Putzeinsatz keine Rückenschmerzen: Ein Reinigungsroboter unterstützt im Rahmen eines noch bis Ende April dauernden Testprojekts die Reinigungskräfte des Frankfurter Hauptbahnhofs. Das Fahrzeug eines Berliner Start-ups kann Bodenflächen kehren und Viren mittels ozonisiertem Wasser neutralisieren. Ozonisiertes Wasser ist ein natürliches Desinfektionsmittel und nach Angaben des Herstellers hochwirksam bei der Bekämpfung von Coronaviren und Bakterien.

    Bahnhofsmanager Leif Niklas Wulf sagte, der Roboter reinige und desinfiziere rund 12.000 Quadratmeter Fläche am Tag. Nach Angaben der Bahn verfügt der Roboter über ähnliche Technik wie autonom fahrende Fahrzeuge. Der Roboter navigiere mit Hilfe von zwei Laser- und zehn Ultraschallsensoren, fünf Kameras und zwei GPS-Antennen selbstständig durch das unterirdische Areal des Frankfurter Hauptbahnhofs und umfahre Hindernisse. Allerdings habe er während seiner Arbeit auch eine menschliche Aufsicht an der Seite.

    Reinigungsrobotor "Manni" mit menschlicher Aufsichtsperson
  • Top-Thema

    Impftage für medizinisches Personal beginnen

    In den Impfzentren finden an diesem und dem nächsten Wochenende die Impftage für medizinisches Personal statt. Rund 80.000 niedergelassene Ärzte und Mitarbeiter aus den Praxen dürfen an diesen Tagen den Impfstoff von Astrazeneca erhalten. In Kassel sollen beispielsweise von Freitag bis Sonntag 4.000 medizinische Kräfte geimpft werden - zusätzlich zu den Menschen, die am Wochenende sowieso schon einen Termin vereinbart hatten. Vorgesehen waren in dem Impfzentrum eigentlich maximal 1.000 Impfungen am Tag. Das Personal wurde deshalb aufgestockt.

    In Frankfurt, wo rund 10.000 Menschen zusätzlich geimpft werden sollen, hatte die Stadt bereits kritisiert, dass die Impftage so kurzfristig und auch die Terminvergabe von den Impfzentren selbst organisiert werden sollen. Diese Zahl an Impfungen könne man nicht an zwei Wochenenden durchführen, hieß es aus dem Gesundheitsamt. Ärzte und Praxispersonal könnten aber auch an anderen Tagen einen Termin reservieren.

  • Klinikpersonal wirbt mit "Wellerman Song" für Corona-Impfung

    Nach der "Jerusalema Challenge" erobert mit dem "Wellerman Song" ein neuer Trend die sozialen Netzwerke: 157 Millionen Likes bekam der schottische Briefträger Nathan Evans mit seiner Interpretation des Seemannslieds auf der Plattform Tiktok. Das Personal des St. Vinzenz-Krankenhauses in Hanau hat den Song nun ebenfalls samt Musikvideo aufgenommen - als Mutmacher in der Corona-Pandemie und Appell an die Menschen, sich impfen zu lassen.

    "Bald schon wird es besser sein, mit der Impfung und mehr Sonnenschein" - der Text wurde entsprechend umgeändert. Fast alle Sängerinnen und Sänger sind Stimmen des "Vinzi" - darunter auch Inka Stemmler, Frontsängerin der Band "Nuwanda". Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe der Song schon jetzt Hoffnung gegeben, heißt es in einer Mitteilung der Klinik.

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sitzen auf einem OP-Tisch, einer hält eine Geige in der Hand.
  • Top-Thema

    Gottesdienste zum Gedenken an die Pandemie

    Zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie hat der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land eine Messe abzuhalten. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Limburg, wird deshalb am Samstag um 18 Uhr einen Gedenkgottesdienst abhalten. Er wird live im Internet übertragen.

    "Jedes Land in Europa hat die volle Wucht der Pandemie erfahren", sagte Bätzing. "Vielen von uns sind die Bilder aus Bergamo unvergessen in Erinnerung. Ich empfinde dieses grenzüberschreitende Gedenken und Beten als beeindruckendes Zeichen der Solidarität und geschwisterlichen Verbundenheit." Auch in Fulda findet am Samstag um 18.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst mit Bischof Michael Gerber statt.

  • Zahl der Petitionen steigt deutlich

    Im Corona-Jahr 2020 haben sich wesentlich mehr Bürger in Hessen mit ihren Anliegen direkt an den Landtag gewandt als im Jahr davor. Die Zahl der Petitionen stieg um mehr als die Hälfte auf 1.421, wie aus dem Jahresbericht des Petitionsausschusses in Wiesbaden hervorgeht. Wie die Vorsitzende Manuela Strube (SPD) berichtete, nahm die Zahl der Eingänge vor allem immer dann signifikant zu, wenn Hessen neue Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie erließ. Die Anliegen drehten sich unter anderem um die Öffnung von Kirchen, Schulen oder Kitas trotz Corona.

    962 Petitionen wurden im vergangenen Jahr abschließend behandelt. In 17 Prozent der Fälle seien die Antragsteller erfolgreich oder teilweise erfolgreich gewesen, erklärte Strube. Gut ein Drittel der Anträge wurde negativ, knapp die Hälfte neutral beschieden. Die eingereichte Petition mit den meisten Unterzeichnern war die zur Freigabe der Akten zur Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) - sie wurde von mehr als 67.200 Menschen unterstützt.

    Tür im Landtag
  • Friseure sehnen Wiedereröffnung herbei

    Der zweite Lockdown in der Corona-Pandemie hat viele Friseurbetriebe in Hessen finanziell bis an die Grenzen belastet. Zehn bis 20 Prozent der Unternehmen hätten angegeben, ohne Hilfen insolvent zu gehen, sagte der Geschäftsführer des Landesinnungsverbands des Friseurhandwerks, René Hain. Ab kommendem Montag dürfen die Salons unter strengen Hygieneregeln wieder öffnen.

    Die Hilfen hätten auf sich warten lassen, könnten jetzt aber beantragt werden, sagte Hain: "Die Hoffnung ist jetzt, wieder seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können." Der Umsatz sei komplett weggebrochen, die Friseure mussten von Rücklagen leben. Nun sei bei ihnen die Erleichterung über die Wiedereröffnung groß - genau wie der Ansturm der Kunden. Von den bundesweit rund 80.000 Salons sind dem Verband zufolge rund 6.000 in Hessen mit etwa 17.000 Beschäftigten.

  • Top-Thema

    723 Neuinfektionen, 26 Todesfälle

    In Hessen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden um 723 Fälle gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut am Freitag (Stand 0 Uhr). Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Infektionen liegt damit bei 187.011, die Zahl der derzeit aktiven Fälle bei etwa 9.300. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 26 auf 5.801. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt hessenweit bei 61,2.

    Am Morgen hatte das RKI für die Kreise zunächst Zahlen übermittelt, die deutlich zu hoch erscheinen und nicht zu den landesweiten Werten passten. Mittlerweile sind die Daten korrigiert eingetroffen: Demnach verzeichnen der Kreis Groß-Gerau mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 98,6 und der Lahn-Dill-Kreis, mit einem Wert von 88,4 das stärkste Corona-Infektionsgeschehen in Hessen. Die Stadt Kassel hat mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 23,3 hessenweit die geringsten Corona-Zahlen.

  • Corona-Newsletter für Hessen

    Neue Infektionszahlen, Gesetzesänderungen, Notlagen: Täglich überschlagen sich in der Corona-Krise die Ereignisse. Wir beobachten für Sie alles, was in Hessen und darüber hinaus passiert und bereiten die wichtigsten Ereignisse in einem Newsletter für Sie auf. Um den Newsletter zu abonnieren, müssen Sie nur Ihre E-Mailadresse eintragen und eine Bestätigungsmail anklicken.

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  • Bewegungsmangel in Zeiten von Corona

    Homeoffice, Homeworkout, Homebeer. Seit einem Jahr kommt man weniger raus - bei Kälte und Lockdown noch weniger. Weil Couch und Chips kein gutes Ersatzprogramm sind, schwindet bei manchem die Kondition - bei gleichbleibendem oder höherem Gewicht. Wie steht es um die Fitness der Hessen in der Pandemie?

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Bewegungsmangel in Zeiten von Corona

    hs
    Ende des Videobeitrags
  • Kommentar: Corona-Perspektivplan mit Möhren-Strategie

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Ute Wellstein: "Den Politikern wird klar: Da braut sich was zusammen"

    Ute Wellstein
    Ende des Videobeitrags

    Noch vor zwei Wochen sollte eine Inzidenz von unter 35 erreicht werden. Jetzt heißt es plötzlich: "Schnauze voll", und so bald wie möglich soll es Lockerungen geben. Geschäfte, Restaurants und Schulen können mit irgendwelchen Perspektiven rechnen - nicht mehr als Verheißungen, meint Ute Wellstein.

  • Hessische Firma soll CSU-Politiker bestochen haben

    Eine Textilfirma aus der Nähe von Offenbach soll dem Bundestagsabgeordneten der CSU, Georg Nüßlein, 660.000 Euro für die Vermittung von Aufträgen für Corona-Schutzmasken bezahlt haben. Das berichtete der Spiegel am Donnerstag. Das Geld sei mutmaßlich auch geflossen. Die betreffende Firma habe sich auf Nachfrage des Magazins nicht geäußert.

    Der Unionsfraktionsvize steht unter Korruptionsverdacht: Der Bundestag genehmigte am Donnerstag Durchsuchungen und Beschlagnahmungen bei Nüßlein. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte, dass wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit ermittelt werde. Das Verfahren stehe in Zusammenhang "mit dem Ankauf von Corona-Atemschutzmasken". Nüßlein nannte die Vorwürfe "haltlos".