In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Eintracht Frankfurt verschiebt Mitgliederversammlung

    Das Präsidium von Eintracht Frankfurt hat die Mitgliederversammlung aufgrund der derzeitigen Corona-Lage "auf unbestimmte Zeit" verschoben. Dies teilte der hessische Sportverein am Donnerstagabend mit. "Gemäß Vereinssatzung hat die Einberufung der Versammlung mindestens zehn Wochen vor dem Zeitpunkt zu erfolgen, an dem die Versammlung stattfinden soll", hieß es vom Verein. 

    Die Versammlung hätte eigentlich im Januar 2021 stattfinden sollen. Es sei nicht absehbar, wie sich die Pandemie und die Verordnungslage bis dahin entwickeln. Man prüfe zwar auch eine digitale Versammlung, dies sei bei mehr als 90.000 Mitgliedern aber kaum möglich. Das Eintracht-Präsidium teilte mit, die Veranstaltung könne bei einer entspannteren Lage und einer Lockerung von Auflage für Großveranstaltungen womöglich im Frühjahr oder Frühsommer 2021 nachgeholt werden.

  • Gericht: Gaststätten-Sperrfrist in Marburg-Biedenkopf rechtswidrig

    Das Verwaltungsgericht Gießen hat eine Allgemeinverfügung des Landkreises Marburg-Biedenkopf zur Sperrfrist für Gaststätten bereits ab 23 Uhr als rechtswidrig eingestuft (Az.: 8 L 3610/20.GI). Der Kreis hatte wegen steigender Corona-Infektionen Anfang der Woche angeordnet, dass Restaurants und Kneipen zu dieser Zeit schließen müssen. Dagegen hat sich eine Betreiberin eines Marburger Lokals nun per Eilantrag erfolgreich zur Wehr gesetzt. 

    Nach Ansicht des Gerichts ist mit der von der Kreisverwaltung angeführten Begründung eine Sperrzeit für die Gastronomie ab 23 Uhr weder erforderlich noch angemessen, die Allgemeinverfügung sei daher nicht verhältnismäßig. So habe der Kreis zugleich ein Alkoholverkaufsverbot verhängt, damit Hygiene- und Abstandsregeln nicht bei steigendem Alkoholkonsum vernachlässigt werden. Außerdem habe sich die Allgemeinverfügung nicht mit der Frage auseinandergesetzt, ob Außenbereiche von Kneipen oder Restaurants von der Sperrzeitverlängerung ausgenommen werden könnten.

    Insgesamt werde "in nicht gerechtfertigter Weise in die Berufsfreiheit der Antragstellerin" eingegriffen. Gegen die Entscheidung kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingelegt werden.

  • Besuchsverbote in weiteren hessischen Kliniken

    Weitere hessische Kliniken untersagen den Besuch von Patienten. Anlass sind die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen. Neue Besuchsverbote gibt es in unter anderem in Fulda und Marburg. In Kassel, Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden gibt es bereits Besuchsverbote.

  • Top-Thema

    Maskenpflicht in Darmstädter Innenstadt

    Weil die Corona-Inzidenz in Darmstadt auf fast 89 gestiegen ist, verschärft die Stadt die Maßnahmen. So gilt in der Innenstadt ab Samstag in der Zeit zwischen 8 und 22 Uhr eine Maskenpflicht - davon ausgenommen sind Außensitzplätze in Cafés und Restaurants. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.

    Außerdem müssen Mund und Nase bei allen öffentlichen Veranstaltungen bedeckt werden. Die Teilnehmerzahl wird auf höchstens 100 begrenzt, private Treffen auf maximal 10 Menschen oder zwei Haushalte. Zwischen 23 und 6 Uhr gilt in Darmstadt ab Samstag ein Alkoholverbot.

    In diesem Innenstadt-Bereich herrscht in Darmstadt tagsüber Maskenpflicht.
  • Luftfilter-Bedarf an Schulen muss erst ermittelt werden

    Zehn Millionen Euro will das Land Hessen bereitstellen, um Schulen mit Luftfiltern auszustatten. Forscher der Goethe-Universität Frankfurt sind von der Wirksamkeit der Geräte überzeugt und begrüßen die Entscheidung des Landes. "Das ist ein sehr guter Anfang", sagte Joachim Curtius, Professor für experimentelle Atmosphären-Forschung, am Donnerstag dem hr. Das Geld sollte seiner Meinung nach ausreichen, "um alle Klassenräume, die schlecht belüftet sind, auszustatten".

    Das Geld wird an die kommunalen Schulträger gehen, die vor Ort entscheiden, was damit geschieht. Wie hoch die Summen sind, mit denen die Städte und Gemeinden rechnen können, ist noch nicht festgelegt. "Wenn man die Schülerzahlen als Basis nimmt, müsste der auf den Landkreis Kassel entfallende Betrag bei rund 330.000 Euro liegen", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. In fast allen der 2.000 Klassenräume in den 75 Schulen im Landkreis sei Stoßlüftung möglich. Man müsse zunächst den Bedarf ermitteln.

    Handlungsbedarf bestehe vor allem bei innenliegenden Fachräumen, erklärte ein Sprecher der Stadt Fulda. Erste Geräte seien bestellt, mit der Lieferung rechne man aber wegen der gewaltigen Nachfrage frühestens im Dezember.

  • Condor vor Neustart

    Der Ferienflieger Condor kann ab 1. Dezember in eine eigenständige Zukunft starten. Die Gläubiger stimmten am Donnerstag den Plänen für die Restrukturierung zu. Wegen der andauernden Corona-Krise wurde allerdings die Suche nach einem neuen Investor aufgeschoben. Nach einem Investor soll erst gesucht werden, wenn die Marktlage sich stabilisiert hat. Mehr über den Neustart der Condor lesen Sie hier.

  • Top-Thema

    Staatstheater Wiesbaden stellt Spielbetrieb teilweise ein

    Das Hessische Staatstheater in Wiesbaden stellt den Spielbetrieb für das Große Haus bis zum 1. November ein. Die Sondergenehmigung, für 298 Zuschauer im Großen Haus zu spielen, sei entzogen worden, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des Staatstheaters. Wegen der steigenden Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus sei eine Ausnahmegenehmigung nicht möglich, teilte das Gesundheitsamt mit.

    Die Einstellung des Spielbetriebs gelte nur für das Große Haus, Vorstellungen in den anderen Spielstätten des Staatstheaters fänden weiter statt. Alle Karten für Veranstaltungen zwischen dem 22. Oktober und dem 1. November würden storniert. Wegen steigender Fallzahlen in der Stadt hatte Wiesbaden am Dienstag in einer Allgemeinverfügung Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern untersagt.

  • Gewerbesteuereinnahmen steigen wieder

    Die Gewerbesteuereinnahmen der hessischen Kommunen haben sich im dritten Quartal zwar teils deutlich erholt, liegen infolge der Corona-Pandemie jedoch nach wie vor weit unter dem Niveau des Vorjahrs. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 erzielten die Städte und Gemeinden ein Plus von mehr als 21 Prozent. Sie nahmen zwischen Juli und September 1,07 Milliarden Euro ein, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 bedeutet dies allerdings einen Rückgang von mehr als 18 Prozent.

    Unter den kreisfreien Städten verzeichneten besonders Frankfurt (plus 50 Prozent auf 401 Millionen Euro) sowie Offenbach (plus 48,4 Prozent auf 13,3 Millionen Euro) deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorquartal. Anders sieht es in der Stadt Kassel aus: Während im zweiten Quartal ein Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen noch ausgeblieben war, trat dieser nun im dritten Quartal mit einem Minus von rund 34 Prozent im Vergleich zum Vorquartal ein.

  • Top-Thema

    SPD-Chefin Faeser fordert mehr Einfluss des Landtags

    Ob Kontaktbeschränkungen oder nächtliches Alkoholverbot: In der Corona-Pandemie reagiert die Landesregierung vor allem mit Verordnungen auf das dynamische Infektionsgeschehen. SPD-Landtagsfraktionschefin Nancy Faeser fordert mehr Einfluss des Parlaments und eine grundsätzliche Legitimation für dieses Vorgehen. Der Landtag solle ein Gesetz beschließen, dass die Regierung in der Krise auf diese Weise handeln darf, sagte sie am Donnerstag in Wiesbaden. Das werde auch die Akzeptanz in der Bevölkerung vergrößern, sagte Faeser. Sie hoffe auf eine überparteiliche Regelung. Einen Vorschlag der FDP mit der gleichen Stoßrichtung prüfe die SPD derzeit.

    Parteiübergreifend gibt es derzeit Kritik am geringen Einfluss der Parlamente auf die Entscheidungen über Corona-Maßnahmen – auch im Bundestag. Das Land müsse schnell handeln können, jede einzelne Verordnung daher nicht vom Parlament abgesegnet werden, findet Faeser. So erhebliche Eingriffe in Freiheitsrechte wie etwa das wieder gestrichene Beherbergungsverbot müssten aber vorher gesondert legitimiert werden.

  • Besuchsverbot im Klinikum Fulda

    Wegen stark steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus auch im Landkreis Fulda gilt von Freitag (23. Oktober) an ein komplettes Besuchsverbot im Klinikum Fulda. Krankenbesuche sind somit - wie auch bereits im März und April in der Anfangsphase der Virus-Pandemie – vorerst wieder nicht gestattet. Ausnahmen können im Einzelfall nach Rücksprache mit der Station für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation gemacht werden, wie das Krankenhaus am Donnerstag mitteilte.

  • Top-Thema

    Ball des Sports 2021 abgesagt

    Die Deutsche Sporthilfe hat den "Ball des Sports" 2021 in Wiesbaden wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Geplant war die Benefizgala zugunsten der deutschen Nachwuchs- und Spitzensportler für den 6. Februar. In den vergangenen Monaten sei ein umfangreiches Hygienekonzept und ein angepasstes Veranstaltungskonzept erarbeitet worden, hieß es. Die aktuell stark ansteigenden Infektionszahlen und die Ungewissheit über mögliche kurzfristige Einschränkungen seitens der Behörden hätten das Risiko aber zu groß werden lassen.

    "Wir bedauern die Absage des Ball des Sports 2021 sehr", sagte Sporthilfe-Chef Thomas Berlemann. Die Gesundheit der Sportler, Gäste, Sponsoren und Wiesbadener Bürger stehe aber an erster Stelle. Um die geplanten Erlöse von rund 750.000 Euro aufzufangen, arbeitet die Sporthilfe laut einer Mitteilung vom Donnerstag bereits an Alternativkonzepten. Die Absage ist die zweite in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Veranstaltung. 1991 fiel der Ball wegen des Golfkrieges aus.

  • Fitnessstudio-Vertrag verlängert sich nicht wegen Corona

    Verträge mit Fitnessstudios verlängern sich nicht automatisch, weil Studios wegen der Corona-Pandemie vorübergehend schließen mussten. Darauf hat die Verbraucherzentrale Hessen am Donnerstag hingewiesen. Die Kundin eines Frankfurter Studios hatte ihren Vertrag vor der Pandemie fristgerecht zu Ende Oktober gekündigt. Das Studio habe nun die Vertragszeit einseitig mit Hinweis auf die coronabedingte Zwangsschließung verlängert und die Zahlung der Beiträge bis Ende Dezember verlangt. Dem widerspricht die Verbraucherzentrale. "Die aufgrund des behördlichen Verbots erfolgte Schließung des Studios wirkt sich nicht auf die Vertragslaufzeit aus“, sagte ein Sprecher. Betroffene könnten die Einzugsermächtigung für Beiträge zum regulären Vertragsende widerrufen. Im Zweifel sollten sie juristischen Rat einholen. Laut Sprecher sind den Verbraucherzentralen zahlreiche Fälle aus mehreren Bundesländern bekannt.

  • Top-Thema

    Kritik an Besuchsverboten in Pflegeheimen

    Der Pflegeschutzbund Biva befürchtet neue Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen. Viele Einrichtungen erließen aus Angst unverhältnismäßige Besuchs- und Ausgangsregeln, die in ihrem Bundesland gar nicht vorgesehen seien, sagte der Vorstandsvorsitzende der Interessenvertretung für Pflegebedürftige, Manfred Stegger, der Tageszeitung Die Welt. In Hessen und Bayern hätten einzelne Einrichtungen bereits zugemacht.

    Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, betonte, er wolle Besuchsverbote und eine Isolation der Älteren wie zu Beginn der Pandemie unbedingt vermeiden. Derzeit sehe er keinen Grund für vollständige Besuchsverbote - außer bei einem Infektionsausbruch in einer Einrichtung. Westerfellhaus kritisierte zudem uneinheitliche Besuchskonzepte der Einrichtungen.

    Er selbst arbeite mit Hochdruck an einer übergreifenden Handreichung, die den Alten- und Pflegeheimen Sicherheit geben soll. In der Neuen Osnabrücker Zeitung kündigte Westerfellhaus an, einheitliche Regeln "in wenigen Wochen, deutlich vor Weihnachten", vorzulegen. Die Ausarbeitung werde von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Robert-Koch-Institut unterstützt. Die Heime würden einbezogen.

  • Land unterstützt Jugendherbergen mit einer Million Euro

    Mit einer Million Euro hat das Land Hessen im Mai den hessischen Landesverband des Deutschen Jugendherbergsverbands (DJH) im Rahmen der Corona-Soforthilfe unterstützt. Das geht aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag hervor. Zudem nutze der Landesverband die Möglichkeiten des Kurzarbeitergelds, hieß es zur Situation der hessischen Jugendherbergen während der Pandemie. Die genaue Höhe sei der Landesregierung nicht bekannt.

    Für die weitere finanzielle Unterstützung der Jugendherbergen gebe es derzeit zwei Bundesprogramme. Dabei sehe das Sonderprogramm "Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit" für den Zeitraum April bis Dezember Zuschüsse vor, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Ein Sprecher des DJH-Landesverband Hessen ging davon aus, dass in diesem Jahr von einem Verlust von etwa einer halben Million Übernachtungen auszugehen ist. "In Bezug auf die wirtschaftlichen Schäden gehen wir weiter von einem Umsatzverlust von 18 bis 19 Millionen Euro aus", sagte der Sprecher. Der Vorjahresumsatz lag den Angaben zufolge bei 24 Millionen Euro.

  • Top-Thema

    Über 1.000 Neuinfektionen, drei Todesfälle

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter stark an. Mit 1.133 registrierten Fällen binnen 24 Stunden überschreitet die Zahl erstmals die Eintausend-Marke. Zudem wurden drei weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Insgesamt sind in Hessen 593 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt aktuell bei 28.440, davon gelten rund 20.800 als genesen.

    Auch die Inzidenzen in den Kreisen und kreisfreien Städten schnellen weiter in die Höhe. In Frankfurt wurden 143,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen registriert, das sind fast 20 mehr als noch am Vortag. In Offenbach ist der Wert ganz leicht auf 126,7 gesunken, im Kreis Groß-Gerau dagegen deutlich auf 110,6 gestiegen. Es folgt Wiesbaden (93,0), Darmstadt erreicht mit 88,8 erstmals die höchste Warnstufe des Landes. In Kassel ist der mit 70,2 deutlich gesunken und unter die Marke von 75 gerutscht. Hier finden Sie einen Überblick über die Verbreitung des Virus in Hessen.

    Externer Inhalt

    Externen Inhalt von Datawrapper (Datengrafik) anzeigen?

    An dieser Stelle befindet sich ein von unserer Redaktion empfohlener Inhalt von Datawrapper (Datengrafik). Beim Laden des Inhalts werden Daten an den Anbieter und ggf. weitere Dritte übertragen. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

    Ende des externen Inhalts
  • Wie die Gastronomie den Corona-Winter überstehen will

    Wirten in Hessen steht eine wegweisende Aufgabe bevor: Trotz Virus-Pandemie den Betrieb in der kalten Jahreszeit am Leben halten. Der Branchenverband blickt sorgenvoll in die Zukunft und arbeitet an passenden Konzepten - wie Sie hier nachlesen können.

  • Sind Hessens Schulen für Fernunterricht gewappnet?

    Angesichts steigender Infektionszahlen stellt sich die Frage, ob die Schulen auf Fernunterricht ausreichend vorbereitet sind. Wurden die Probleme bei der hessischen Schulplattform behoben? Wie planen die Schulen für den Fall der Fälle? Eine Übersicht:

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Sind Hessens Schulen für Fernunterricht gewappnet?

    hs 19:30 21.10.2020 Thumbnail
    Ende des Videobeitrags
  • Gläubiger entscheiden über Ferienflieger Condor

    Die Gläubiger von Condor entscheiden am Donnerstag in Frankfurt über die weitere Zukunft des Ferienfliegers. Die Fluggesellschaft will nach einem guten halben Jahr ihr Schutzschirmverfahren verlassen, wozu Sachwalter Lucas Flöther einen entsprechenden Plan zur Abstimmung vorgelegt hat. Das Schutzschirmverfahren ist die mildeste Insolvenzform nach deutschem Recht, die Condor zu einer Neuaufstellung mit deutlich reduzierten Kosten genutzt hat. Wegen der Corona-Krise wurde die Suche nach einem Investor allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben. Seine Rolle soll als Treuhänder die SG Luftfahrtgesellschaft übernehmen, bis ein neuer Eigentümer gefunden ist. Ermöglicht wird diese Zwischenlösung durch einen langfristigen Kredit der staatlichen KfW-Bank über 550 Millionen Euro.

    Ein Condor-Flieger startet am Frankfurter Flughafen.
  • Quarantäne in Corona-Dorf endet

    Um Mitternacht endet am Mittwoch die Quarantäne für die letzten Betroffenen im nordhessischen Hübenthal (Werra-Meißner). Zwei Wochen lang stand das gesamte Dorf quasi unter Ausgangssperre. Eine Feier in einem Tagungszentrum hatte den kleinen Ort zum lokalen Corona-Hotspot werden lassen. 38 Menschen infizierten sich in der Folge mit dem Virus, 125 mussten in Quarantäne, ein Biobauer seinen Lieferservice zeitweise einstellen.

    Das Ordnungsamt kontrollierte die Anordnungen strikt. Sogar Autoreifen der Anwohner wurden markiert, um eventuelle Quarantäne-Verweigerer zu finden. Durch den Ausbruch war auch die 7-Tage-Inzidenz im Werra-Meißner-Kreis rasant gestiegen, mittlerweile liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder bei moderaten 14,9 - dem niedrigsten Wert in ganz Hessen.

  • Top-Thema

    Corona bringt Sportvereinen rote Zahlen

    Mehr als die Hälfte der hessischen Sportvereine verzeichnet infolge der Corona-Krise finanzielle Verluste oder erwartet diese. Das hat eine Umfrage des Landessportbundes (LSBH) ergeben. Demnach bewerten mehr als 20 Prozent der Vereine ihre Situation insgesamt als schlecht. Den Angaben zufolge liegen die Verluste zwischen 2.000 und 24.000 Euro und betragen im Schnitt 5.455 Euro. An der Umfrage hatten sich 7.600 Mitgliedsvereine des LSBH beteiligt.

    Bei den Mitgliederzahlen erwarten 30 Prozent der Vereine einen Rückgang. Die üblichen Abmeldungen können sie laut Andreas Klages, dem Hauptgeschäftsführer des LSBH, nicht kompensieren, weil die Möglichkeiten fehlen, Neuzugänge anzulocken. Der Sportbetrieb wurde eingeschränkt, viele Veranstaltungen fallen aus. Wie hoch der Schwund ausfallen wird, sei vor dem Jahresende schwer zu prognostizieren. Die Vereine schätzen ihn im Mittel auf knapp zwölf Prozent.

  • Top-Thema

    Betrüger nutzen Corona-Angst

    Trickbetrüger versuchen immer häufiger, die Coronakrise für ihre Machenschaften zu nutzen. In Bad Homburg wurde eine 70-Jährige von einem angeblichen Arzt angerufen, der ihr mitteilte, ihr Sohn sei an Covid-19 erkrankt und brauche dringend teure Medikamente, die bar bezahlt werden müssten. Die beunruhigte Frau übergab einer Unbekannten, die sich als Botin ausgab, wenig später einen fünfstelligen Geldbetrag.

    In Wiesbaden sind mehrere Gastronomen von angeblichen Behördenmitarbeitern zu einer verpflichtenden Hygieneschulung aufgerufen worden. Dafür sollten sie jeweils 200 Euro bezahlen. Die Stadt Wiesbaden und die Polizei haben darauf hingewiesen, dass für Lebensmittelunternehmer keine solchen Schulungen erforderlich sind. Betroffene sollen sich im Zweifelsfall den Dienstausweis zeigen lassen oder sich bei der betreffenden Dienststelle rückversichern.

  • Homeschooling-Testlauf erfolgreich verlaufen

    Eine Gesamtschule in Eschwege hat am Mittwoch den Ernstfall geprobt und alle 620 Schüler und Schülerinnen per Video-Konferenz unterrichtet. Nach technischen Anlaufschwierigkeiten funktionierte der Testlauf nach Angaben der Leiterin der Brüder-Grimm-Schule sehr gut. "Die Kommunikation über die kompletten sechs Schulstunden ist erstaunlich gut gelaufen", sagte Ute Walter am Nachmittag dem hr. Fast alle Schüler und Schülerinnen hätten an den Video-Konferenzen teilgenommen. Bei denen, die fehlten, wolle man die Gründe im Nachgang ermitteln.

    Die Brüder-Grimm-Schule entschloss sich zu dem Testlauf, um auf eine eventuelle Rückkehr zu Homeschooling vorbereitet zu sein. Die Lehrer hätten dafür in den zurückliegenden Wochen bereits trainiert. Bei dem hessenweit einzigartigen Test ginge es darum, Schwachstellen zu entdecken und dann auszubessern.

  • Von Freitag an Besuchsverbot in Licher Asklepios-Klinik

    Angesichts steigender Coronazahlen hat die Asklepios-Klinik in Lich (Kreis Gießen) bekannt gegeben, dass ab Freitag bis auf Weiteres ein Besuchsverbot für die Klinik gilt. Das sei aufgrund der aktuellen Infektionslage zum Schutz von Mitarbeiter und Patienten erforderlich. In Ausnahmefällen sei es aber gestattet, die Klinik zu betreten - für Angehörige der Patienten auf der Palliativstation und kritische Behandlungsfälle nach Absprache mit dem zuständigen Arzt. In der Geburtshilfe ist täglich einmal ein Besuch nur für den Kindsvater gestattet.

  • Gesundheitsamt-Mitarbeiter in Quarantäne

    Ausgerechnet mehrere Mitarbeiter des Offenbacher Gesundheitsamts befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Wie die Stadt mitteilte, wurden zwei Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet. Sieben weitere Kollegen, darunter die Amtsleitung, wurden daraufhin vorsorglich nach Hause geschickt. Alle seien bislang symptomfrei und gingen im Homeoffice ihren Aufgaben - etwa der Kontaktnachverfolgung infizierter Personen - nach.

    Nach aktuellen Zahlen wurden binnen 24 Stunden 32 neue Fälle in Hessens meistbetroffener Stadt gemeldet. 19 davon gingen auf Reiserückkehrer und deren Kontaktpersonen zurück. Bei 13 weiteren Infizierten sei die Quelle der Erkrankung unbekannt. Insgesamt liegt die Anzahl der aktiven Corona-Fälle in Offenbach damit am Mittwoch bei 235. Die 7-Tage-Inzidenz wird von der Stadt mit 128,2 angegeben.

  • Land gibt 10 Millionen Euro für Luftfilter

    Das Land Hessen unterstützt Schulträger bei der Anschaffung von Luftreinigungsgeräten mit bis zu zehn Millionen Euro. Das habe das Corona-Kabinett der Landesregierung als Teil der Strategie zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) bei einem Besuch der Helmholtzschule am Mittwoch in Frankfurt. Die Filter sollten das Lüften nicht ersetzen, sondern dort ergänzen, wo regelmäßiges Stoß- und Querlüften von Klassenräumen nicht ausreichend möglich sei, betonte Lorz. Daneben komme es weiterhin auf das verantwortungsbewusste Verhalten jedes Einzelnen an. Die kommenden Wochen seien entscheidend für den weiteren Verlauf des Schuljahrs.