In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Polizist bei Corona-Kontrolle verletzt

    Bei der Kontrolle einer Gruppe junger Leute im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden durch die Polizei hat ein 21-Jähriger in der Nacht zum Sonntag einen Beamten verletzt. Die sechs Personen sollten auf Verstöße gegen Corona-Auflagen hin überprüft werden, nachdem sie lärmend durch die Straßen gezogen waren. Dabei leistete der 21-Jährige nach Mitteilung vom Sonntag so massiven Widerstand, dass die Beamten Pfefferspray einsetzten. Der Mann wurde überwältigt und zur Wache gebracht, wo seine Personalien aufgenommen wurden. Ihn erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte. Neben dem Polizisten wurde auch der Angreifer leicht verletzt.

  • "Querdenker"-Demo in Frankfurt

    In Frankfurt ist für heute eine Demonstration der "Querdenken"-Bewegung geplant. Sie soll von 14 bis 18.30 Uhr im Rebstockpark stattfinden. Die ursprünglich auf der Bertramswiese nahe dem Hessischen Rundfunk geplante Demonstration für "Medienkritik und Kulturerhalt" war dorthin verlegt worden, weil die Behörden aufgrund der bundesweiten Bewerbung von mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgehen. Für die Veranstaltung gilt eine umfassende Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes sowie eine Abstandsregelung der Demonstrierenden untereinander und zu unbeteiligten Dritten. Ein zunächst geplanter Demonstrationszug der "Querdenker" zur Konstablerwache soll nicht stattfinden. Kritiker der Bewegung kündigten Gegendemonstrationen an.

  • Top-Thema

    1.605 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 138,7

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden um 1.605 Fälle angestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntag (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum starben acht Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 6.481. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 233.184 Corona-Fälle gemeldet.

    Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 123,6 am Vortag auf 138,7. Die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist nun die Stadt Offenbach mit 239,5 auf, gefolgt vom Landkreis Fulda mit 233,5. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte liegen laut RKI unter dem Wert von 200. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz hat mit 79,3 der Kreis Waldeck-Frankenberg. Eine Übersicht finden Sie hier.

  • Turnhalle und Zoo: Ferien in der Pandemie

    Die erste Woche der Osterferien ist um. Viele Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in Hessen sind geschlossen. Doch einige wenige haben weiterhin geöffnet, wie der Frankfurter Zoo. So nehmen die Hessinnen und Hessen die Osterferien in der Corona-Pandemie wahr:

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    zum Video Osterferien in der Corona-Pandemie

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    Ende des Videobeitrags
  • Saisonstart am Edersee geplatzt

    Gähnende Leere am Edersee: Mitten in den Osterferien ist dort normalerweise jede Menge los. Wegen Corona ist der Saisonstart jedoch geplatzt. Für die Menschen, die vom Tourismus leben, ist das ein Desaster. "Das ist ein Trauma, was wir durchleben", sagt Campingplatzbetreiber Rudolf Müller.

    Rund um Ostern gebe es für gewöhnlich jede Menge Veranstaltungen und Aktionen. All das sei wegen Corona geplatzt, die Gäste bleiben aus. So auch im Flair Hotel Werbetal. "Die Geschäfte zu Ostern braucht man, um die Lücken vom Winter wieder zu füllen", sagt Hotelbetreiber Christian Gerlach. Das fehle aufgrund der Corona-Pandemie nun total.

  • Arbeiten auf der Intensivstation

    Die dritte Corona-Welle ist in den hessischen Krankenhäusern angekommen. Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen steigt, viele davon sind an der britischen Corona-Mutation erkrankt. Wir haben das medizinische Personal in den Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden begleitet. So sieht der Alltag auf der Intensivstation aus:

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    zum Video Intensivbetten: ausgelastet oder überlastet?

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    Ende des Videobeitrags
  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de über das deutschland- und weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Samstag:

    • In Halle und Leipzig sind Anti-Corona-Proteste verboten worden. Laut der zuständigen Behörde hätten Ergebnisse vorgelegen, dass die Sicherheit in den Städten "erheblich gefährdet sein könnte". In Polen und Finnland kam es derweil zu Festnahmen bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen.
    • Die Bundesschülerkonferenz fordert eine bundesweite Testpflicht für Schülerinnen und Schüler. "Angesichts der gestiegenen Infektionsgefahr durch die Virusmutation reichen freiwillige Testangebote nicht aus", zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland den Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm.
    • Der Deutsche Tierschutzbund befürchtet eine Rückgabewelle von Tieren in den Tierheimen nach der Corona-Pandemie. "Im vergangenen Jahr hat die Zahl der in Deutschland gehaltenen Hunde und Katzen massiv zugenommen", sagte Sprecherin Lea Schmitz der Bremerhavener Nordseezeitung. Aber mindestens genauso viele hätten vermutlich spontan gehandelt, sei es aus Einsamkeit oder um den Kindern in der Pandemie Beschäftigung zu bieten.
  • Top-Thema

    Bouffier von Söders Impfstoff-Alleingang überrascht

    Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gewarnt. Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder."

    Falls Bayerns Beispiel Schule mache, müsse man über die Verteilung reden, meinte Bouffier. "Ich kann doch niemandem in Hessen klarmachen, dass jetzt ein Land Millionen Impfdosen mehr hat, aber bundesweit immer noch das Gleiche bekommt." Hessen sei stolz darauf, "in Rekordzeit" ein neues Biontech-Werk in Marburg genehmigt zu haben. "Wenn Alleingänge Schule machen, müsste ich jetzt darauf dringen, dass Biontech nicht mehr an alle zugleich liefert, sondern zuerst an uns. Was würden denn die anderen dann sagen?"

  • Top-Thema

    Regierung plant offenbar einheitliche Ausgangssperren

    Die Bundesregierung hat ihre Pläne für eine stärkere Vereinheitlichung der Corona-Schutzmaßnahmen in Gebieten mit hohen Infektionszahlen offenbar konkretisiert. In einer "Formulierungshilfe" für die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD schlägt die Regierung bundesweit einheitliche nächtliche Ausgangssperren von 21 bis 5 Uhr in allen Landkreisen und kreisfreien Städten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 vor. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP, der das Papier eigenen Anganben zufolge vorliegt. Weitere Regelungen betreffen demnach die Schließung von Schulen, Kitas, Läden, Gastronomie, Hochschulen, Sportstätten und Kultureinrichtungen.

    Mit der geplanten Gesetzesänderung, die im Eilverfahren durch Kabinett und Parlament beschlossen werden soll, zieht der Bund mehr Kompetenzen in der Pandemiebekämpfung an sich. "Damit werden dem Bund zusätzlich dieselben Handlungsmöglichkeiten wie den Ländern gegeben, um eine bundesweit einheitliche Steuerung des Infektionsschutzes zu gewährleisten", zitiert die AFP aus der Vorlage. Mehr dazu erfahren Sie auf tagesschau.de.

  • Mobiles Arbeiten: Das Büro am Urlaubsort

    Durch die Pandemie hat sich das Verständnis von Homeoffice verändert, die Arbeitswelt ist in einigen Branchen flexibler geworden. Warum also nicht - statt des Büros zuhause - einen Platz zum Arbeiten wählen, an dem man nach Feierabend noch an den Strand gehen kann? Oder in einem umgebauten Van ständig weiterreisen, um Neues zu sehen? Für digitale Nomaden, die nur ein Laptop und Internet zum Arbeiten brauchen, ist das möglich. Wir haben mit vier Menschen geprochen, die ihre Heimat in Hessen dafür vorerst verlassen haben. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag.

  • Rheingau Musik Festival plant einen der größten mobilen Konzertsäle

    Das Rheingau Musik Festival (RMF) will in diesem Jahr einen der größten mobilen Konzertsäle Europas aufbauen und auch erstmals ein Fußballstadion nutzen. Damit sollen die nötigen Mindestabstände zwischen den Zuschauern gewährleistet sein. Trotz aller Unwägbarkeiten wegen der Pandemie plant das 1987 gegründete Festival in diesem Sommer (26. Juni bis zum 5. September) laut seiner Sprecherin Sabine Siemon eine Rekordzahl von Konzerten: Inklusive Wiederholungen von Musikdarbietungen bei verringerter Zuhörerzahl am selben Tag sollen es 208 sein. 125.000 Karten werden angeboten. Bislang sind nach Siemons Worten etwas mehr als die Hälfte davon verkauft. Einige Konzerte seien bereits ausverkauft.

    Künstlerische Darstellung eines Konzertsaals mit zahlreichen Stuhlreihen vor einer Bühne.

    Der mobile Konzertsaal soll auf dem Gelände von Schloss Johannisberg oberhalb von Geisenheim am Rhein für mehrere hunderttausend Euro entstehen. Maximal rund 580 Zuhörer sollen sich paarweise im Schachbrettmuster auf eine größere Zahl von Stühlen verteilen. Nach der Pandemie könnten hier laut Siemon sogar 1.200 Zuhörer mit weniger Abständen sitzen. Der bislang vom RMF im Schloss Johannisberg genutzte Saal hat dagegen nur etwa 500 dicht gedrängte Plätze.

  • Top-Thema

    Mehr als 2.000 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 123,6

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden um 2.025 Fälle angestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstag (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum starben 19 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf 6.473. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 231.579 Corona-Fälle gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 111,8 am Vortag auf 123,6. Die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist der Kreis Hersfeld-Rotenburg auf. Dort liegt die Inzidenz bei 216,2. Die Stadt Offenbach folgt mit 210,3. Auch der Kreis Fulda liegt über der Marke von 200 (202,3). Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz hat der Kreis Bergstraße mit 71,8. Eine Übersicht finden Sie hier.

  • Biontech beantragt US-Notfallzulassung für Jugendliche

    Der Impfstoffhersteller Biontech, der vor allem in Marburg produziert, hat in den USA eine Notfallzulassung für seinen Corona-Impfstoff bei Jugendlichen beantragt. Diese soll die Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren abdecken, wie Biontech gemeinsam mit dem US-Partnerunternehmen Pfizer am Freitag mitteilte. Ähnliche Anträge sollen "in den kommenden Tagen" weltweit auch bei anderen Zulassungsbehörden eingereicht werden, kündigten die Unternehmen an.

    Bislang ist der Impfstoff sowohl in den USA als auch in der EU erst für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Eine klinische Studie habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent bei Jugendlichen gezeigt, hieß es unter Berufung auf Ende März veröffentlichte Ergebnisse. Biontech hat vor Kurzem seine Produktion im neuen Marburger Werk hochgefahren, die Produktion läuft seitdem ungebremst.

    Reinraum im Biontech-Werk in Marburg - drei Menschen in blauen Schutzanzügen bei der Arbeit
  • Corona-Fall bei den Skyliners Frankfurt - Spiele verlegt

    Wegen eines positiven Corona-Tests bei den Fraport Skyliners sind zwei Spiele des Basketball-Bundesligisten kurzfristig verlegt worden. Die anstehenden Spiele bei den Riesen Ludwigshafen (Sonntag, 15 Uhr) und gegen die Würzburg Baskets (Mittwoch, 20.30 Uhr) sollen neu terminiert werden. Bei den regelmäßigen PCR-Testungen der Bundesliga ist ein namentlich nicht genannter Spieler positiv getestet worden. Alle anderen Tests fielen negativ aus. Der Betroffene wurde umgehend isoliert. Das Gesundheitsamt ordnete eine Quarantäne für alle Teammitglieder an, die mit dem positiv Getesteten in Kontakt waren.

  • Spahn möchte Erleichterungen für Geimpfte

    Noch im April sollen vollständig geimpfte Menschen einige Freiheiten zurückbekommen. Bundesgesundheitsminister Spahn sagte, dass die Verordnungen in diesem Monat angepasst werden sollen. Geimpfte Personen sollen demnach nicht mehr Freiheiten als andere bekommen, müssen aber für bestimmte Dinge keinen Test vorweisen. Das gilt Spahn zufolge etwa für die Testpflicht bei Flugreisen oder bei den perspektivisch zu erwartenden Tests im Einzelhandel.

    Entscheidend für diese Entscheidung seien demnach Erkenntnisse des Robert Koch-Instituts (RKI). Das RKI sei zu folgendem Schluss gekommen: Das Risiko, dass vollständig Geimpfte das Virus weitergeben, sei geringer als bei negativ Getesteten. "Das heißt, wir können jeden, der die zweite Dosis erhalten hat, zwei Wochen später so behandeln, als hätte er gerade aktuell einen negativen Test gemacht", so der Gesundheitsminister. Spahn sagte zugleich: "Das ist kein Privileg oder Sonderrecht." Jeder könne sich kostenlos testen lassen.

  • Top-Thema

    Hessen bei Erstgeimpften weit hinten

    Hessen belegt bei dem Ranking der Anzahl von Erstgeimpften im Ländervergleich den vorletzten Platz. Aktuell sind 13,3 Prozent aller Hessinen und Hessen einmal geimpft worden. Weniger sind es nur in Mecklenburg-Vorpommern (13,3 Prozent). Damit liegt Hessen unter dem deutschen Durchschnitt von fast 15 Prozent. Das zeigen die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 8. April.

    Besser sieht es bei den Menschen aus, die bereits zwei Impfungen erhalten haben. Dort belegt Hessen immerhin den fünften Platz mit 6,2 Prozent und liegt damit leicht über dem deutschen Schnitt von 5,8 Prozent. Mehr vollständig Geimpfte gibt es nur in Bayern, Thüringen, Berlin und Sachsen.

    Impfung beim Hausarzt
  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kolleginnen und Kollegen auf tagesschau.de über das deutschland- und weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Freitag:

    • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält eine Pflicht zu Corona-Tests in Unternehmen nicht für nötig. "Es ist erstaunlich, wie viel erreicht wurde", sagte der CDU-Politiker in Berlin mit Blick auf den freiwilligen Aufbau von Testmöglichkeiten in Firmen. Es brauche aber eine weitere Steigerung. Details zum weiteren Vorgehen würden Anfang nächster Woche geklärt.
    • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird einen Wechsel der Impfstoffe zwischen der ersten und der zweiten Dosis vorerst nicht empfehlen. Die bisherigen Daten reichten nicht aus, um sagen zu können, ob dies getan werden könne oder nicht, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris in Genf. 
    • Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung die Türkei, Kroatien, die Ukraine und Armenien ab Sonntag als Hochinzidenzgebiete mit leicht verschärften Einreiseregeln ein. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt.
  • Weniger Grippe-Fälle wegen Hygienemaßnahmen

    Aufgrund der zahlreichen Corona-Hygienemaßnahmen gehen Grippe-Fälle enorm zurück. Das bestätigte das Gießener Uniklinikum am Freitag. 2019 und 2020 habe man noch 200 Patientinnen und Patienten der Grippe registriert. In der aktuellen Saison 2020/2021 gebe es hingegen keinen einzigen Influenzafall am Gießener Uniklinikum. "Es zeigt einmal mehr eindrucksvoll, wie effektiv die eingeleiteten Hygienemaßnahmen, das Maskentragen, die Abstandsregeln aber ebenso die eingeschränkte Reisetätigkeit aus dem Ausland sind", sagt Christian Schüttler, Leiter der Virusdiagnostik und ärztlicher Leiter des Nationalen Referenzzentrums in Gießen.

  • Opposition fordert klare Corona-Strategie an Schulen

    Die hessische Landtagsopposition hat von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) eine klare Corona-Strategie für die Schulen gefordert. Die Verunsicherung sei enorm, sagte am Freitag die Bildungsexpertin der Linken, Elisabeth Kula. Es sei bereits vor den Ferien klar gewesen, in welche Richtung sich die Infektionszahlen entwickeln würden. Der Kultusminister habe sich jedoch geweigert, die Anfang März getroffene Entscheidung zu revidieren, nach den Osterferien an den Grundschulen in den Präsenzunterricht zu gehen.

    Auch der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Christoph Degen, sieht Lorz in der Pflicht. Er müsse für ein sicheres Abitur und einen sicheren Schulstart nach den Osterferien sorgen. Degen bedauerte, dass die Kultusministerkonferenz sich auf keine einheitliche Linie zur weiteren Beschulung habe einigen können. Ein Sprecher des Kultusministeriums kündigte noch vor Ablauf der Ferien eine grundsätzliche Entscheidung dazu an, wie es dann in den Schulen in Hessen weitergeht.

  • Top-Thema

    Viele wollen Astrazeneca nicht

    Rund 40 bis 50 Prozent der Impftermine mit dem Vakzin von Astrazeneca werden im Landkreis Darmstadt-Dieburg aktuell nicht wahrgenommen. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. "Bei allen Vorbehalten gegenüber diesem Impfstoff und den Bedenken, die sehr viele Menschen haben, ist es sehr ärgerlich, wenn Personen einfach nicht zu ihrem Impftermin erscheinen und gleichzeitig viele Menschen keinen Termin erhalten", sagte der Leiter des Corona-Krisenstabs des Landkreises, Rainer Leiß.

    Hessenweit fielen derzeit rund 30 Prozent der Impftermine mit Astrazeneca aus, schrieb der Landkreis Gießen in einer Mitteilung am Freitag. Die Gründe dafür seien vielfältig. "Teilweise kommen Personen nicht zur Impfung, ohne den Termin abzusagen, weil sie den Impfstoff nicht möchten, bereits in Arztpraxen oder Zuhause geimpft wurden."

    Um abgesagte Termine schnellstmöglich neu zu vergeben, will der Kreis Gießen ab kommendem Sonntag (11. April) ein Online-Buchungsportal einrichten, über das Impfwillige der Priorisierungsgruppen 1 und 2 abgesagte Termine übernehmen können.

  • Top-Thema

    Ausgangssperre im Main-Kinzig-Kreis aufgehoben

    Die Ausgangssperre im Main-Kinzig-Kreis wird nach einem Gerichtsurteil aufgehoben. Ein Kläger hatte für sich das Recht erstritten, die seit diesem Dienstag geltende Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr nicht beachten zu müssen. "Diese Entscheidung haben wir zu respektieren, halten sie allerdings für falsch", sagt Landrat Thorsten Stolz (SPD).

    Der Landkreis hatte das Urteil vom Freitag zum Anlass genommen, kurzfristig eine Entscheidung zu fällen. Das Recht des Einzelnen sei übertragbar auf alle Bürgerinnen und Bürger. Deshalb werde die Ausgangssperre mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Sie bleibe aber weiterhin ein Mittel der Wahl, denn bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 sei sie rechtlich weiterhin anwendbar. Aktuell liegt die Inzidenz im Main-Kinzig-Kreis bei 132,9 (Stand 09.04, 0 Uhr).

  • Testzentren-Betreiber stellt Betrieb ein

    Die im hessischen Dillenburg ansässige Firma CoviMedical hat die Arbeit ihrer bundesweit über 60 Coronavirus-Testzentren drastisch eingeschränkt. Grund dafür sei, dass die entstandenen Kosten für das Testmaterial nicht schnell genug erstattet werden. Wer bereits einen Testtermin erhalten habe, könne diesen noch wahrnehmen, teilte ein Unternehmenssprecher am Freitag mit. Die Vergabe neuer Testtermine sei jedoch in den meisten Teststellen vorerst eingestellt worden.

    Das Unternehmen betreibt unter anderem Testzentren in Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden. Das Unternehmen stehe nicht vor der Insolvenz und könne alle Beschäftigten weiter bezahlen. Allerdings könne vorerst kein neues Testmaterial mehr eingekauft werden, und die Lagerbestände seien mittlerweile an fast allen Standorten aufgebraucht. Bereits am Donnerstag hatte das Unternehmen vor einem drohenden Stillstand gewarnt.

  • Top-Thema

    Hessen hält sich an Impfstoff-Vereinbarung

    Hessen plant keinen Kauf des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. Das teilte das Innenministerium in Wiesbaden am Freitag auf Anfrage mit. "Hessen hält sich an die Vereinbarung, dass der Bund Impfstoff kauft und an die Länder verteilt", sagte ein Sprecher. Sollten einzelne Länder aus dieser Vereinbarung ausscheren, müsse die Verteilung durch den Bund womöglich neu verhandelt werden.

    Impfstoff Sputnik V

    Bayern hingegen hat großes Interesse an dem Vakzin. Laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich Bayern mit einem Vorvertrag 2,5 Millionen Impfdosen für den Fall einer EU-Zulassung des Wirkstoffs gesichert. Auch Mecklenburg-Vorpommern verkündete, sich eine Option auf eine Million dieser Impfdosen gesichert zu haben.

    Deutschland will mit Russland über mögliche Lieferungen von Sputnik V sprechen. Die EU-Kommission habe erklärt, dass sie über das russische Präparat keine Verträge wie mit anderen Herstellern schließen werde, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag gesagt. Sputnik V hat bislang auch keine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA.

  • Goetheturm ab Samstag wieder geöffnet

    Gute Nachrichten für alle, die während der Corona-Pandemie auf der Suche nach Ausflugszielen sind: Der Frankfurter Goetheturm öffnet wieder - zumindest an den Wochenenden. Nachdem die Holzkunstruktion Mitte der Woche wegen kurzfristiger Wartungsarbeiten geschlossen werden musste, können Besucher den Turm nun wieder erklimmen, sagte eine Sprecherin des Umweltdezernats. Von 8.00 Uhr bis spätestens 20.00 Uhr sei der Besuch möglich. Werktags hingegen bleibe der Turm geschlossen. Das erste Mal öffnet der Goetheturm wieder an diesem Samstag. Dabei seien die aktuellen Corona-Hygieneregeln zu beachten.

  • "Querdenker"-Demo am Sonntag in Frankfurt

    In Frankfurt ist am Sonntag eine Demonstration der "Querdenker"-Bewegung geplant. Der Ort der Kundgebung wurde von der Bertramswiese in der Nähe des Hessischen Rundfunks in den Rebstockpark verlegt, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Der ursprünglich angemeldete Versammlungsort Bertramwiese sei für die zu erwartenden hohen Teilnehmendenzahlen nicht ausgelegt. Ermittlungen von Polizei und Versammlungsbehörde hatten ergeben, dass die Demo von Querdenken-Organisationen bundesweit beworben wurde. Deshalb gehe die Stadt von mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus.

    Der zunächst geplante Demonstrationszug zur Konstablerwache soll nicht stattfinden. Zudem wurde eine umfassende Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie eine Abstandsregelung der Demonstrierenden untereinander und zu unbeteiligten Dritten erlassen. Die Kundgebung wurde für die Zeit von 14 bis 18.30 Uhr festgesetzt.