In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

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  • 41 Millionen Euro zur Bekämpfung sozialer Folgen

    Um die sozialen Folgen der Corona-Pandemie zu bekämpfen, hat das Land Hessen am Donnerstag ein Sofortprogramm zur Krisenbewältigung vorgestellt. Wie das Sozialministerium mitteilte, sollen im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) 41 Millionen Euro investiert werden. "Wir unterstützen mit dem EU-geförderten Programm vor allem diejenigen, die den rasanten Wandel ohne individuelle Unterstützung kaum bewältigen können und stärken gleichzeitig die hessische Arbeitsmarktförderung", sagte Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne).

    Zahlreiche Probleme, wie fehlende digitale Angebote und Kompetenzen sowie mangelnde technische Infrastruktur bei benachteiligten Menschen, hätten sich durch die Pandemie verstärkt. Im Laufe des Jahres 2022 sollen die Mittel nach aktuellem Planungsstand noch einmal auf insgesamt rund 54 Millionen Euro erhöht werden. Die Projektlaufzeit endet Ende 2022, wie das Ministerium mitteilte. Der Startschuss für die 24 Projekte sei bereits im Oktober 2021 erteilt worden.

    Mann sitzt auf dem Flur eines Arbeitsamtes
  • Hessische Vereine fordern Rückkehr der Zuschauer

    Die hessischen Sportvereine erhöhen den Druck auf die Politik. Ein Zusammenschluss aus 20 hessischen Profiklubs, darunter Eintracht Frankfurt, Darmstadt 98 und Handball-Erstligist HSG Wetzlar, fordert eine 25-prozentige Stadion- und Hallenauslastung. Es könne nicht sein, so Eintrachts Vorstandssprecher Axel Hellmann, "dass für den professionellen Sport, insbesondere für den Fußball, härtere Maßstäbe gelten als für andere gesellschaftliche Bereiche."

  • Top-Thema

    Erste hessische Stadt mit Inzidenz über 2.000

    Die Stadt Offenbach ist seit Donnerstag die erste hessische Stadt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 2.000. Eine höhere Inzidenz gab es seit Ausbruch der Pandemie in keiner Stadt und keinem Kreis in Hessen. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Offenbach am Donnerstag bei 2.148. Am Tag zuvor hatte der Wert noch bei 1.568 gelegen.

    Auch die Stadt Wiesbaden lag nur knapp unter der 2.000er-Grenze. Sie wies am Donnerstag eine Inzidenz von 1.908 auf. Hessenweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1.202.

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  • Nutzer melden über 400 Corona-Hassnachrichten

    Das seit zwei Jahren bestehende hessische Meldeportal für Hassrede im Internet "Hessen gegen Hetze" wird von Nutzerinnen und Nutzern rege verwendet. Bisher sind dort bereits mehr als 4.000 Meldungen eingegangen, wie Innenminister Peter Beuth (CDU) sagte. Mehr als ein Zehntel aller Hassmeldungen aus den sozialen Netzwerken hatten nach Angaben Beuths einen Bezug zur Corona-Pandemie - das sind somit mehr als 400 Meldungen.

    Die häufigsten festgestellten Gesetzesverstöße waren demnach Volksverhetzung, Beleidigung und Aufforderung zu Straftaten. Der Minister kündigte ein entschlossenes Vorgehen der Sicherheitsbehörden bei Straftaten während der regelmäßigen Demonstrationen von Gegnerinnen und Gegnern der staatlichen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus an. In Hessen habe es zwar im Vergleich mit anderen Bundesländern bislang relativ wenige solcher Fälle gegeben, sagte Beuth. An einigen Stellen mischten sich aber Leute aus dem rechtsextremen Spektrum unter die Demonstrierenden bei den sogenannten Montagsspaziergängen.

    Das Wort #Hass auf einem Bildschirm (dpa)
  • Top-Thema

    Verfassungsschutz: "Bei Demos klare Kante zeigen"

    Demonstrieren ja - aber nicht mit Extremisten. Das fordert der Chef des Landesamtes für Verfassungsschutz in Hessen, Robert Schäfer. Er hat im Interview mit dem hr gesagt, unter die Kritikerinnen und Kritiker der Corona-Maßnahmen würden sich immer mehr Staatsfeinde mischen. Von extremistischen und staatsfeindlichen Positionen müsse man sich als Demonstrantin oder Demonstrant unbedingt abgrenzen. "Wir bitten ausdrücklich darum, dass man bei solchen Ideologien deutlich klare Kante zeigt und sagt: 'Damit wollen wir nichts zu tun haben'", so Schäfer.

    Audiobeitrag

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    Verfassungsschutz fordert von Demonstranten "klare Kante" zu zeigen

    Menschen laufen auf einer Straße, einer hält ein Schild mit der Aufschrift "Nein zur Impfpflicht" hoch
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  • Top-Thema

    Hospitalisierungsinzidenz steigt weiter

    Die Hospitalisierungsinzidenz ist am Donnerstag in Hessen weiter gestiegen - von 4,04 am Vortag auf 4,54. Die Zahl gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden. Sie bildet das Infektionsgeschehen allerdings nur verzögert ab. Eine Woche zuvor lag die sogenannte H-Inzidenz bei 3,83.

    Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten des Sozialministeriums am Mittwoch 213 Covid-19-Patientinnen und -Patienten. Bei 200 von ihnen wurde eine Corona-Infektion bestätigt, bei 13 besteht der Verdacht. 60,5 Prozent der Corona-Intensivpatienten sind laut Sozialministerium nicht oder erst einmal geimpft, während 31,5 Prozent vollständig geimpft sind. Bei 8,0 Prozent ist der Impfstatus unbekannt. Vor einer Woche waren es 217 Corona-Patientinnen und -Patienten, die auf den Intensivstationen gepflegt werden mussten.

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  • Personalsorgen auch bei Wiesbadener Müllabfuhr

    In Wiesbaden fahren ab heute vier Buslinien nur eingeschränkt, die Schulbuslinie 2 gar nicht. Grund sind unter anderem an Corona erkrankte Busfahrer. Mit größeren Problemen rechnet die Verkehrsgesellschaft ESWE deshalb nicht. Andere Fahrten könnten die Ausfälle größtenteils ersetzen. Wie viele Fahrer und Fahrerinnen wegen Infektionen oder Quarantäne fehlen, ist nicht bekannt. Andere Verkehrsbetriebe in Hessen bereiten sich ebenfalls auf Einschränkungen vor. Auch die Müllabfuhr in Wiesbaden bekommt wegen Personalausfällen bereits Hilfe von der Straßenreinigung. Sollten noch mehr Beschäftigte krank werden, kann es sein, dass nur noch Bio- und Restmüll geleert werden.

  • Top-Thema

    17.870 Neuinfektionen, 17 Todesfälle

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat einen weiteren Rekordwert erreicht: Binnen 24 Stunden wurden 17.870 neue Fälle gemeldet. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum wurden 17 weitere Todesfälle registriert, die Gesamtzahl der Toten beträgt 8.783. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 655.261 Corona-Fälle gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner stieg von 1.093,4 am Vortag auf 1.202,1 - auch das ein Rekordwert. 16 von 26 Kreisen und kreisfreien Städten liegen über der Marke von 1.000. Die höchsten Werte haben die Stadt Offenbach (2.148,3), Wiesbaden (1.908,1) und Darmstadt (1.657,3) - wobei vor allem die Stadt Frankfurt zuletzt mit technischen Problemen bei der Übermittlung zu kämpfen hatte. Im Kreis Fulda waren aus technischen Gründen zuletzt ebenfalls zu niedrige Zahlen übermittelt worden. Dort liegt die Inzidenz nun wieder deutlich höher bei 617,9. Einen Überblick finden Sie hier.

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  • Kein Geld zurück für FFP2-Masken

    Der Bund bekommt von einer hessischen Firma für FFP2-Masken kein Geld zurück. Das entschied das Landgericht Bonn am Mittwoch. Die Bundesregierung wollte mit der Klage eine Rückzahlung von 4,3 Millionen Euro durchsetzen, weil die Masken mangelhaft gewesen seien.

    Im Frühjahr 2020 hatte die Lieferfirma aus dem Raum Frankfurt wie viele andere Firmen FFP2-Masken für 4,50 Euro pro Stück an den Bund geliefert. Damals bekam der Bund mehr Ware als gedacht und verweigerte in vielen Fällen die Bezahlung. Es gebe Qualitätsmängel, was die Händler jedoch dementierten. Der Bund hätte darauf bestehen müssen, dass das Material nachgebessert wird, befanden nun die Bonner Richter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    FFP2-Maske
  • Kassel Huskies sagten dritte Partie in Folge ab

    Aufgrund von Corona-Fällen im Team konnten die Kassel Huskies auch am Dienstag in der DEL2 nicht antreten. Erneut gab es zu viele positive Fälle in den Reihen der Nordhessen. Die Huskies sammeln nun jede Menge Spiele an, die irgendwann in der regulären Spielzeit nachgeholt werden müssen. Es könnte ein Rennen gegen die Zeit werden.

  • Marburger Kindergärten schlagen Alarm

    Die Marburger Kindergärten schlagen Alarm: In den vergangenen Tagen hat sich Infektionslage in den Einrichtungen rapide zugespitzt. Betroffen sind davon nicht nur die Kinder, sondern mehr und mehr auch das Personal. Das hat die Stadt am Mittwoch in einer Pressekonferenz mitgeteilt. Die Stadt rechnet deshalb damit, bald drastische Maßnahmen einleiten zu müssen.

    Einzelne Gruppen könnten geschlossen werden. Schon jetzt gebe es in einigen Kindertagesstätten in Marburg nur noch eingeschränkte Öffnungszeiten, weil nicht mehr genug Erzieherinnen und Erzieher zur Verfügung stehen. Die Stadt bittet deshalb alle Familien und Kinder sich regelmäßig zu testen.

    Audiobeitrag

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    Personalengpässe in Marburger Kindergärten

    Bunte Kinder-Gummistiefel
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  • Top-Thema

    Klose fordert schnelle Entscheidung zu Genesenenstatus

    Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat in der Diskussion um den Genesenenstatus nach Corona-Infektionen einen schnelle Entscheidung der Bundesregierung angemahnt. "Ja der Bund sollte in der Tat möglichst schnell sagen, ob er bei dem bleibt, was er jetzt verkündet hat, dass es also bei den drei Monaten bleiben soll, oder ob das, was die EU jetzt beschlossen hat gelten soll", sagte Klose bei Sat1.

    Die EU-Staaten hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass sich Reisende innerhalb der Union ohne weitere Auflagen frei bewegen können sollen, wenn sie einen gültigen Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorlegen. Beim Genesenennachweis wird hier eine Gültigkeit von 180 Tagen genannt, also sechs Monate. In Deutschland war der Status Mitte des Monats überraschend auf eine Zeitspanne von 28 bis 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test verkürzt worden.

    Porträt von Kai Klose
  • Schulalltag während Omikron-Welle

    Wiesbaden hat derzeit die höchste Inzidenz in Hessen. Sie lag am Mittwoch nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei fast 1.881. Wie der Schulalltag mitten in der Omikron-Welle dort noch möglich ist, haben wir uns an der Gutenberg-Schule in Wiesbaden angeschaut.

    Videobeitrag

    Video

    Wie der Schulalltag mit Omikron aussieht

    hs
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  • Top-Thema

    Hessen verzichtet künftig auf Luca-App

    Das Land Hessen wird den Vertrag mit der Luca-App für die Kontaktpersonennachverfolgung nicht verlängern. Das teilte das Sozialministerium am Mittwoch mit. "Wir haben Kosten und Nutzen gegeneinander abgewogen und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass wir die Zusammenarbeit über Ende März 2022 hinaus nicht fortsetzen werden", sagte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne)

    Nach einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 3. März 2021 hatte Hessen gemeinsam mit anderen Ländern die Luca-App beschafft. "Im pandemischen Geschehen vom Frühjahr bis zum Herbst 2021 hat Luca auch in Hessen zur besseren und schnelleren Nachverfolgung von Kontaktpersonen Infizierter beigetragen", so Klose. Seit einigen Monaten habe sich der Schwerpunkt aber auf den Schutz vulnerabler Gruppen verlagert. Von den 37.000 registrierten Luca-Standorten in Hessen würde nur noch ein Bruchteil die App nutzen, auch die Gesundheitsämter würden kaum noch Anfragen an Luca stellen.

  • BKA richtet Telegram-Taskforce ein

    Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden hat eine neue Taskforce eingerichtet, die Hass- und Hetzeinträge beim Messengerdienst Telegram verfolgen soll. BKA-Präsident Münch sagte, Ziel sei es, Tatverdächtige zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen, wenn ihre Inhalte gegen Gesetze verstießen.

    "Insbesondere die Corona-Pandemie hat dazu beigetragen, dass sich Menschen auf Telegram radikalisieren, andere bedrohen oder sogar Mordaufrufe veröffentlichen" sagte Münch. Auf Telegram werden vor allem Menschen mit Hass und Hetze überzogen, die sich öffentlich für die Bekämpfung der Corona-Pandemie engagieren.

    Audiobeitrag

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    Taskforce gegen Hass bei Telegram

    Telegram
    Ende des Audiobeitrags
  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Folgen der Corona-Pandemie für Hessen informieren, halten unsere Kolleginnen und Kollegen von tagesschau.de das weltweite Geschehen im Blick. Hier ein Auszug aus den Meldungen des Mittwochs:

    • Der Bundestag hat mit der ersten ausführlichen Debatte über eine allgemeine Impfpflicht als Weg zur Überwindung der Corona-Pandemie begonnen. Bisher gibt es bei der Impfpflicht Überlegungen für drei Modelle: eine Impfpflicht für alle ab 18 Jahren, eine Vorgabe nur für Menschen ab 50 Jahren und die Ablehnung einer Impfpflicht.
    • Ab dem 1. Februar könnten in Dänemark alle Corona-Auflagen wegfallen. In einem Schreiben von Gesundheitsminister Magnus Heunicke heißt es, Covid-19 solle als Bedrohung für die Gesellschaft ab dem 1. Februar gestrichen werden. Damit würden auch die Auflagen gekippt werden.
    • Um die derzeitige Auslastung in Krankenhäusern durch Corona-Patienten besser abzubilden, fordert der Intensivmedizinier Christian Karagiannidis ein entsprechendes bundesweites Register einzuführen. "Wir haben keinen blassen Schimmer, wie viele betreibbare Krankenhausbetten wir tagesaktuell in Deutschland haben, wie viele davon belegt sind und wie viele Pflegekräfte wirklich zur Verfügung stehen", sagte Karagiannidis.
  • Top-Thema

    Biontech will Marburg-Standort weiter ausbauen

    Das Unternehmen Biontech plant, seinen Standort in Marburg weiter deutlich auszubauen. Für dieses Jahr plant Biontech dort 250 zusätzliche Stellen sowie Investitionen von 50 Millionen Euro, wie eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch einen entsprechenden Bericht
    der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte.

    Biontech hatte im Jahr 2020 das Werk in Marburg von Novartis mit 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Ausweitung seiner Covid-19-Impfstoffproduktionskapazitäten übernommen und seither schon 200 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Wie viele Stellen Biontech in diesem Jahr konzernweit aufbauen will, kommentierte die Sprecherin nicht.

    Das Gebäude des Impfstoffherstellers Biontech am Standort Marburg.
  • Hohe Inzidenz bei 5- bis 14-Jährigen

    Die Omikron-Welle erreicht auch die Schulen. Die Inzidenz bei den Schülerinnen und Schülern liegt aktuell deutlich über der hessenweiten Inzidenz. Am Mittwoch betrug die 7-Tage-Inzidenz bei den 5- bis 14-Jährigen rund 2.817. Zum Vergleich: In ganz Hessen lag sie derweil bei 1.093.

    "Die Schulen sind im Verhältnis die mit am besten abgesichertsten Orte, die wir haben", sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch. Das regelmäßige Testen und die Maskenpflicht würden dazu führen, dass es in der Schule recht sicher sei. "Wir haben über die Schnelltests in den Schulen eigentlich den besten Überblick von allen gesellschaftlichen Bereichen." Aktuell würden ein bis zwei Prozent der Schüler aufgrund einer Corona-Infektion an den hessischen Schulen fehlen. Unter den Schülern gebe es keine Corona-Intensivpatienten, einige Schüler würden jedoch mit einer Corona-Erkrankung auf der Normalstation liegen.

    Schülerinnen der Klasse 5c des Matthias-Grünewald-Gymnasiums in Würzburg machen einen Corona-Test.
  • Top-Thema

    Hessen erhält Novavax-Impfstoff im Februar

    Der "Quasi-Totimpfstoff" von Novavax soll im Februar in Hessen ankommen. Das teilte das Sozialministerium am Mittwoch mit. "Von den zwei Millionen Dosen, die deutschlandweit ab dem 21. Februar 2022 ausgeliefert werden sollen, entfallen 130.000 bis 140.000 Dosen auf Hessen", hieß es.

    Eine Verteilung an die Arztpraxen sei angesichts dieser zunächst eher überschaubaren Zahl nicht sinnvoll. Deshalb habe die Impfallianz vereinbart, Novavax zunächst nur den Gesundheitsämtern zur Verfügung zu stellen. Diese sollen den Impfstoff verteilen und Sonderimpfaktionen organisieren. "Vordringlich sollte dann das von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht umfasste Personal Impfangebote mit diesem Impfstoff erhalten", sagte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne).

    Spritze und Fläschchen mit Corona-Impfstoff des Hersteller Novavax (REUTERS)
  • Impfallianz: "Klarheit bei Impfpflicht schaffen"

    Die hessische Impfallianz bestehend aus hessischem Gesundheitsministerium, Ärzte- und Apothekerschaft sowie kommunaler Familie, hat den Bund aufgefordert, Fragen zur Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht zu klären. "Auch unsere Kommunen haben weiterhin erheblichen Klärungsbedarf, beispielsweise bei der noch fehlenden Definition des Personenkreises, der zwingend der Impfpflicht unterliegen soll", so Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne).

    Außerdem appelliert die Impfallianz an den Bund, Änderungen, wie den Status von Geimpften mit Johnson&Johnson, künftig mit mehr Vorlauf vorzubereiten. So könnten "die Gesundheitsämter als Kontrollbehörden sich besser darauf einstellen", hieß es.

    Pflaster auf einem Oberarm wird festgedrückt
  • Engpässe bei Pflegepersonal

    Die hohen Infektionszahlen, viele Quarantänefälle und der damit verbundene Personalausfall werden zunehmend zum Problem für die Sozialbranche in Hessen und Rheinland-Pfalz. Besonders betroffen sei zurzeit die ambulante Pflege, sagte der pfälzische Diakonie-Pfarrer Albrecht Bähr: "Da gibt es Regionen, in denen wir gar keine neuen Pflegefälle mehr aufnehmen können." Zum Teil sei die häusliche Pflege bereits auf eine reine Notversorgung reduziert worden.

    In Alten- und Pflegeheimen in Gießen etwa, fehlt es aktuell an Personal, wie die Gießener Allgemeine berichtet. Oft handele es sich um infizierte Kinder der Mitarbeitenden, die betreut werden müssen, aber auch um Angestellte, die im Falle einer positiven Person im eigenen Umfeld "nicht arbeiten dürfen, weil sie noch nicht geboostert sind".

    Beim Personal des Universitätsklinikums Frankfurt machen sich die aktuell hohen Infektionszahlen nach Aussage eines Sprechers durch Ausfälle bemerkbar, diese führten aktuell aber erst zu "moderaten" Einschränkungen bei den verfügbaren Kapazitäten. Für den Fall weiterer Engpässe gebe es Ausfallpläne für verschiedene mögliche Szenarien.

    Eine Pflegerin misst in einem Heim einer älteren Dame den Blutdruck
  • Ausfälle von Bussen und Bahnen wegen Omikron

    Die Welle von Omikron-Fällen trifft auch die Verkehrsunternehmen. Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Kreis Groß-Gerau (LNVG) teilte am Mittwoch mit, dass es zunehemend zu krankheits- oder quarantänebedingten Ausfällen komme. Fahrplaneinschränkungen seien deshalb unvermeidbar. Damit ein stabiler Fahrplan aufrechterhalten werden kann, habe die LNVG ein Notfallkonzept erarbeitet.

    "Wir werden alles Mögliche unternehmen, um Fahrtausfälle zu vermeiden und fahrplanmäßige Touren wie auch die Verstärkerfahrten für Schüler*innen aufrechtzuerhalten", sagte Landrat Thomas Will (SPD). Auch in Wiesbaden fallen aufgrund von Personalengpässen einige Buslinien aus oder fahren nur eingeschränkt, wie das Verkehrsunternehmen ESWE am Dienstag mitteilte.

    Bei der S-Bahn Rhein-Main gibt es einen erhöhten Krankenstand, der aber auch jahreszeitlich bedingt sein könne, sagte eine Sprecherin. Alle Fahrten könnten dennoch angeboten werden. Auch die Hessische Landesbahn (HLB) fährt regulär, es gebe keinen hohen Krankheitsstand.

    Trennscheibe zwischen Fahrer und Fahrgästen.
  • Top-Thema

    SPD, FDP und Linke fordern flächendeckende Kita-Tests

    Die Fraktionen der SPD, FDP und Linken im Landtag fordern flächendeckende Tests auch für Kita-Kinder. "Es ist grotesk: Gerade diejenigen, denen bisher jeglicher Schutz durch eine Impfung nicht möglich ist, haben in Hessen den schlechtesten Zugang zu Tests", sagte Linken-Pressesprecher Thomas Klein. Das Land müsse PCR-Lolli-Pool-Tests in allen Kitas einführen. Zudem fordern die Linken die Landesregierung auf, die Kosten für die Tests vollumfänglich zu übernehmen.

    Wegen der Verbreitung von Omikron "muss man über die Einführung einer Testpflicht reden", sagte Lisa Gnadl, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Auch die FDP im Landtag fordert verpflichtende Tests in Kindertagesstättem. "Es hat sich gezeigt, dass Tests auf freiwilliger Basis nicht ausreichen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen und dem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen", sagte Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag, René Rock.

    Bisher wird es den Trägern und Kommunen überlassen, ob in den Kitas kostenlose Corona-Tests durchgeführt, für zuhause mitgegeben oder die Kinder gar nicht getestet werden. Das Land beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten für die Tests. Organisieren und den Rest zahlen müssen die Kommunen und Träger selbst.

    Kind benutzt einen Lolli-Test
  • Hospitalisierungsinzidenz steigt leicht

    Die Hospitalisierungsinzidenz ist am Mittwoch in Hessen leicht gestiegen - von 3,94 am Vortag auf 4,04. Die Zahl gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden. Sie bildet das Infektionsgeschehen allerdings nur verzögert ab. Eine Woche zuvor lag die sogenannte H-Inzidenz bei 3,73.

    Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten des Sozialministeriums am Dienstag 226 Covid-19-Patientinnen und -Patienten. Bei 211 von ihnen wurde eine Corona-Infektion bestätigt, bei 15 besteht der Verdacht. 63,5 Prozent der Corona-Intensivpatienten sind laut Sozialministerium nicht oder erst einmal geimpft, während 29,8 Prozent vollständig geimpft sind. Bei 6,7 Prozent ist der Impfstatus unbekannt. Vor einer Woche waren es 220 Corona-Patientinnen und -Patienten, die auf den Intensivstationen gepflegt werden mussten.

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  • Gesundheitsamt sucht Medizin-Studierende

    Das Gesundheitsamt in Groß-Gerau sucht derzeit neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Erfassung der Corona-Zahlen. Konkret gehe es darum, die Corona-Fälle im Kreis in ein System einzutragen. Durch die Omikron-Variante gebe es so viele Fälle, dass das aktuelle Team nicht mehr hinterher kommt, teilte der Kreis mit.

    Deshalb suche man nun nach Medizin-Studierenden, die für 20 Stunden pro Woche und am Wochenende zur Verfügung stehen. "Voraussetzungen für die Tätigkeit sind Sorgfalt, Genauigkeit, gute Auffassungsgabe und PC-Affinität", hieß es.

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    Gesundheitsamt Groß-Gerau sucht Medizin-Studierende

    Zwei Mitarbeiterinnen eines Gesundheitsamts telefonieren.
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