Eine Menschenmenge - viele tragen deutsche Fußballtrikots und schwenken Fahnen.

Die Fußball-Europameisterschaft steht unmittelbar bevor. Wir haben alle Antworten auf Fragen rund um die Fan-Zone in Frankfurt, das Parken am Stadion oder das Public Viewing - auch in anderen Städten.

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Vorbereitungen für EM auf Hochtouren

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Ganz Hessen ist im Fußballfieber: Pünktlich zum Eröffnungsspiel der anstehenden Europameisterschaft am 14. Juni wird auch die Fan-Zone in Frankfurt öffnen. Auch andernorts gibt es Public-Viewing-Möglichkeiten. Alle wichtigen Fragen rund um Tickets, Stadion, Fan-Zone und Public Viewing in Hessen finden Sie hier.

Erst mal nein. Laut UEFA sind alle Tickets ausverkauft, die ab 2. Mai noch im Last-Minute-Sale verkauft wurden. Sollten noch weitere Tickets angeboten werden, können diese nur bei der UEFA direkt gekauft werden.

Insgesamt fünf:

  • 17. Juni, 18 Uhr: Belgien gegen Slowakei
  • 20. Juni, 18 Uhr: Dänemark gegen England
  • 23. Juni, 21 Uhr: Schweiz gegen Deutschland
  • 26. Juni, 18 Uhr: Slowakei gegen Rumänien
  • 1. Juli, 21 Uhr: Achtelfinale (Sieger Gruppe F gegen Dritter Gruppe A, B oder C)

In Frankfurt sollen die Fußballfans nicht nur im Stadion auf ihre Kosten kommen. In der ganzen Stadt soll es EM-Feeling geben, besonders am nördlichen Mainufer. Die 1,4 Kilometer lange Fan-Zone liegt direkt am Mainufer zwischen Friedensbrücke und Eisernem Steg. Auf zehn Leinwänden werden die EM-Spiele übertragen.

Zum Konzept der Fan-Zone gehört auch ein schwimmender Fußballplatz - mitten auf dem Wasser in der Nähe des Holbeinstegs. Am spektakulärsten ist aber der Big Screen, der - ebenfalls schwimmend - die Spiele überträgt. Der Bildschirm mit einer Gesamtfläche von 144 Quadratmetern wird an der Friedensbrücke stehen. 
Frankfurt ist als Austragungsort auch die einzige offizielle Fan-Zone.

Alle, die in Kassel und Umgebung Stadionfeeling brauchen, können in die Nordhessen Arena zum Public Viewing. Auf einem Videowürfel laufen die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalelf. Mehr Getränkestände als sonst, einen DJ und diverse Mitmachaktionen soll es vor Ort geben.

Die Fan-Zone am Mainufer ist vom 14. bis 26. Juni an jedem Tag von 13 bis 24 Uhr geöffnet, vom 27. Juni bis 14. Juli wochentags von 15 bis 24 Uhr und an den Wochenenden weiterhin von 13 bis 24 Uhr. Dank einer Ausnahmeregelung darf auch nach 22 Uhr noch gefeiert werden.

Die Fanmeile in Frankfurt bietet Platz für etwa 30.000 Menschen. Danach wird keiner mehr hineingelassen. Wenn die volle Auslastung erreicht sei, könne man mit einem Gedränge ähnlich wie beim Museumsuferfest rechnen, teilte die Stadt mit. Wie groß das Fanaufkommen jeweils ist, kann Online gecheckt werden.

Besonderer Andrang wird erwartet, wenn die deutsche Nationalmannschaft spielt, vor allem bei ihrem Spiel gegen die Schweiz, das in Frankfurt stattfindet. Auch bei den vier weiteren Spielen in Frankfurt wird viel Zulauf erwartet. Außerdem bei Spielen von Ländern mit großer Community, zum Beispiel der Türkei oder Italien - und natürlich zu den K.o.-Spielen.

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Fußball in Frankfurt: Das sind die Highlights

Das Stadion wird während der EM den offiziellen Namen "Arena Frankfurt" tragen.
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Der Eintritt ist sowohl in Frankfurt als auch in Kassel frei. Tickets wird es nicht geben. Wenn die Fan-Zone voll ist, kommt niemand mehr hinein.

Wer in die Fan-Zone möchte, kann sein Auto etwa in den Parkhäusern Hauptwache, Dom/Römer, Hauptbahnhof-Süd, Am Theater oder Alt-Sachsenhausen (auf der anderen Main-Seite) parken. Allerdings: Die UEFA rät grundsätzlich davon ab, mit dem Auto zu kommen, und empfiehlt die öffentlichen Verkehrsmittel, weil es kein öffentliches Parkplätze-Angebot in unmittelbarer Nähe zur Fan-Zone gibt.

Auch beim Stadion im Frankfurter Stadtwald gilt: Wer in die Frankfurt Arena will, wie der Deutsche Bank Park während der EM heißen wird, sollte der UEFA zufolge besser mit Bus oder Bahn anreisen. In der Umgebung des Stadions gibt es aber kostenpflichtige Parkplätze.

In Frankfurt fahren zusätzliche Sonderzüge und S-Bahnen zu den EM-Spielen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn wollen ihr Angebot möglichst auf die maximale Kapazität aufstocken. 70 Prozent der Besucherströme zum Stadion im Stadtwald und zur Fan-Zone am Mainufer möchte man über den ÖPNV abwickeln. Unter anderem soll eine spezielle S-Bahn Fans schnell und zuverlässig ins Stadion bringen. In den bunten Farben des EM-Logos soll ein Zug bis zum Turnierende im RMV-Netz unterwegs sein.

Kassel will keine weiteren Züge zur Verfügung stellen. Die Nordhessen Arena ist laut Stadt ohnehin mit dem ÖPNV gut zu erreichen - auch mit dem Fahrrad, wie eine Sprecherin betonte.

Zwei Tage vor EM-Beginn fand zur Einstimmung an der Flößerbrücke in Frankfurt eine Lichtshow statt. Die Fan-Zone ist ab Freitag, 14. Juni, 13 Uhr geöffnet.

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Fußball-EM: Das war die Lichtshow in Frankfurt

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Kassel plant keine separate Eröffnungsfeier, möchte aber die UEFA-Eröffnung ebenfalls in der Nordhessen Arena übertragen, um auf die EM einzustimmen.

Abendaufname des Mainufers mit vielen Menschen und einer Absperrung

In der Fan-Zone am Frankfurter Mainufer werden alle 51 EM-Spiele gezeigt.

In Kassel werden nur die drei Gruppenspiele mit deutscher Beteiligung gezeigt.

Waffen, Drogen und pyrotechnische Gegenstände sind in der Fan-Zone verboten. Die Stadt Frankfurt hat die Fanmeile zur Fußball-EM am Mainufer zur Waffenverbotszone erklärt, weshalb dort auch keine Messer ab einer Klingenlänge von vier Zentimetern mitgenommen werden dürfen. Außerdem werden große Rucksäcke und Glasflaschen vor dem großen Bildschirm nicht erlaubt sein. Die Hausordnung für die Fan-Zone am Mainufer wird aktuell noch fertiggestellt.

Fußballturniere im Sommer sind immer ein großes Spektakel. Deshalb soll den Fans in der Stadt auch rund um die Partien und im Stadion viel geboten werden. An spielfreien Tagen gibt es ein großes Programm etwa mit Konzerten, Open-Air-Kinos oder E-Sport. ESC-Teilnehmer Michael Schulte, die Rodgau Monotones und Henni Nachtsheim treten auf - es gibt eine E-Sport-Arena und einen KI-Torwart, gegen den man antreten kann. hr3 präsentiert die Main Stage in der Fan-Zone.

Promo-Stände mit Mitmach-Aktionen soll es täglich geben. Außerdem finden auf dem schwimmenden Fußballfeld auf dem Main verschiedene Aktionen statt.

Auf den Fanmeilen, an den Spielorten, auf Bahnhöfen und Parkplätzen, aber auch an den Trainingsquartieren der Nationalmannschaften wollen Netzbetreiber eigene mobile 5G-Sender sowie temporäre Masten aufstellen, die nach der EM wieder abgebaut werden. O2 etwa will einen 5G-Sender unter anderem am Eisernen Steg in Frankfurt aufbauen. So soll das Netz stabil bleiben, auch wenn sich viele Menschen gleichzeitig in einer Mobilfunkzelle aufhalten.

Die Betreiber wollen aber noch weiter gehen und das Netz auch grundsätzlich ausbauen: Vodafone will sein Mobilfunknetz bis zum Anpfiff der EM deutschlandweit mit 650 Baumaßnahmen an 50 Standorten verstärkt haben. Die Telekom hat angekündigt, an 430 Orten auszubauen. 

Rund 1.000 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind im Einsatz für die Spiele in Frankfurt - und auch in Dortmund, wohin nordhessische Rettungskräfte und Ärzte entsandt werden.

Pro Spieltag sollen rund 130 Mitarbeitende des Rettungsdienstes im Stadion sein.

An der Fan-Zone arbeiteten laut DRK alle vier Frankfurter Hilfsorganisationen zusammen - neben dem DRK der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Malteser und die Johanniter. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und die Wasserwacht des DRK sollen gemeinsam auf dem Main patrouillieren, um auch von der Flussseite aus schnell helfen zu können.

Außer in der Fan-Zone in Frankfurt und der Nordhessen Arena in Kassel kann auch in anderen hessischen Städten gemeinsam gefeiert werden:
Darmstadt etwa zeigt viele Spiele auf einer großen Leinwand in der Veranstaltungshalle Centralstation bei freiem Eintritt. In der Hafenarena in Gernsheim (Groß-Gerau) werden alle Spiele bei freiem Eintritt gezeigt.

Melsungen (Schwalm-Eder) zeigt auf seinem Marktplatz jeweils die deutschen Spiele gegen Schottland, Ungarn und die Schweiz.
Andere Städte, etwa Fulda, Marburg oder Gießen, haben keinen zentralen Public-Viewing-Ort.
Auch die Stadt Wiesbaden hat sich gegen ein großes Public-Viewing entschieden. Vielerorts wird sich das gemeinsame Fußballfiebern also vor allem in die Kneipen verlagern.

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