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So bereiten sich die Volunteers auf die Fußball-EM vor

Menschen in einem Saal von hinten fotografiert - T-Shirt-Aufschrift Team Volunteer

Sie sind bei der Fußball-EM im Einsatz, lotsen Fans durch die Stadt, begleiten Spieler zu Dopingkontrollen oder verhindern, dass das EM-Maskottchen über Kinder stolpert - die Volunteers. Warum sie das für lau machen und worauf sie sich freuen, haben uns einige erzählt.

Rund 16.000 Volunteers - also Freiwillige - sind bei der Fußball-Europameisterschaft in ganz Deutschland im Einsatz. Sie werden für ihre Arbeit nicht bezahlt, dürfen am Ende nur die gestellte Arbeitskleidung behalten und am Tag ihres Einsatzes werden sie auch verpflegt. Lohnend ist die Arbeit also nicht. Dennoch ist die Vorfreude groß bei denen, die in Frankfurt zum Einsatz kommen.

Selma Syha (20) aus Frankfurt  

EM-Volunteer Selma Syha - dunkelhaarige Frau - mit grünem Volunteer-Shirt - seht lachend vor EM-Hintergrund

"Ich habe mich als Volunteer beworben, um neue Menschen kennenzulernen und das Stadion ein bisschen zu sehen - von innen und von außen. Ich bin als Mascot Chaperone eingeteilt, das heißt ich begleite das Maskottchen während des Spiels. Die Fans wollen Fotos mit ihm machen und ich unterstütze das Maskottchen, damit es überall hinkommt und nirgendwo drüber stolpert.

Ich glaube, dass das wirklich eine tolle Zeit wird mit coolen Erinnerungen. Nah ans Spielfeld zu kommen und an die Fans und mit ihnen interagieren, darauf freue ich mich." 

Axel Heidfeld (62) aus Dreieich

Volunteers der Fußball-EM in grüner Volunteer-Kleidung - lachend nebeneinander Axel Heidfeld und Moritz Kolb

"Ich bin schon das zweite Mal Volunteer, ich habe auch bei der WM 2006 mitgemacht. Mich treibt einfach der Enthusiasmus für den Fußball und für das Spiel - und natürlich möchte ich auch Leute kennenlernen und helfen. Am meisten freue ich mich auf die vielen verschiedenen Fans. Das ist das Beste, was es gibt.

Ich bin im Spectator Service eingeteilt, das heißt ich sage den Leuten im Stadion in welchen Block sie müssen. Das habe ich 2006 schon gemacht. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte auch das eine oder andere Stückchen vom Spiel sehen." 

Anika Bohn (26) aus dem Vogelsberg

Anika Bohn Frau mit langen blonden Haaren - Mittelscheitel - in grünem Volunteer-Shirt

"Die Heim-EM im eigenen Land ist ja was Besonderes. Und ich liebe einfach den Fußball. Und ich möchte unser Land möglichst gut vertreten und das auch den anderen Nationen hier zeigen.

Auf meinen Volunteer-Einsatz freue ich mich. Ich werde als Ceremony Maker mitten auf dem Feld stehen und in der Nähe der Mannschaft. Ich glaube, das wird ein Erlebnis, das ich noch meinen Enkeln erzählen kann. Ich möchte einfach einen mega-geilen Sommer haben, den Sommer meines Lebens." 

Moritz Kolb (28) aus Fulda

Moritz Kolb - Volunteer -  in grünem Shirt zeigt lächelnd auf einen EURO 2024 Aufsteller

"Die Heim-WM 2006 habe ich noch als kleines Kind verfolgt. Jetzt als Erwachsener quasi Teil von so einem Event zu sein, das ist eine große Ehre. Im Sommer - im eigenen Land - es gibt, glaube ich, nichts Schöneres.

Ich werde bei den Zeremonien dabei sein, also kurz vor dem Anpfiff auch auf dem Platz sein. Als Fußballer habe ich es leider nicht geschafft, da auf dem Platz zu stehen. Darum jetzt im vollen Stadion zu sein, wenn die Spieler einlaufen, die Hymnen, das ist für mich das Größte."

Carolin Joris (26) aus Gießen

"Ich bin ein großer Fußballfan und ich freue mich immer, wenn ich irgendwo helfen und unterstützen kann. Ich bin bei den Zeremonien eingesetzt und ich freue mich unten auf dem Feld zu stehen und einfach mal eine andere Sicht zu haben, auf das Publikum und auf die Tribünen.

Ich glaube es ist noch mal etwas ganz anderes, wenn man das vom Platz aus sieht und sich einfach wie so ein Spieler fühlen kann. Ich hoffe, einfach eine tolle Zeit und viel Spaß zu haben."

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