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Satelliten-Flotte am Himmel über Hessen

Zahlreiche Hessen stutzten am Samstagabend beim Blick auf seltsame Flugobjekte, die am abendlichen Himmel vorbeizogen. Der hr-Raumfahrtexperte klärt auf.

Was war das? Zahlreiche hr3-Hörer meldeten sich am Samstagabend. Sie hatten beim Blick in den abendlichen Himmel eine ungewöhnliche Lichtschnur entdeckt. Auch hr-Reporterin Hanna Immich machte diese Beobachtung, als sie in Frankfurt mit Familie und Freunden im Garten saß: "Es sah aus wie Sterne an einer Schnur aneinander gereiht", berichtet Immich. Die Kinder seien beim Anblick total aufgeregt gewesen. "Sie sagten, sie hätten Kribbeln im Bauch."

hr-Reporterin Gaby Beck berichtete, dass beim Sommernachtsfest in Bad Soden am Taunus "alle die Köpfe zum Himmel gestreckt haben, als die Lichterkette vorbeizog." Höchst passend zum Himmelsphänomen war zufälligerweise auch der Titel des Sommerfests: "Die Nacht der Lichter".

So sah das Starlink-Satellitenband am Himmel über Frankfurt aus

Satelliten-Flotte über Hessens Himmel

Was da am Himmel über Hessen zu sehen war, kann hr-Raumfahrtexperte Dirk Wagner erklären: "Das war eine Flotte von sogenannten Starlink-Satelliten." Die Satelliten des US-Unternehmers Elon Musk sind Teil eines riesigen Satelliten-Netzwerks, das die Erde flächendeckend mit Internet versorgen soll. Die Satelliten-Lichterkette war auch in anderen Teilen Europas zu sehen, etwa in der Schweiz.

Pro Start werden mehr als 50 Satelliten in den Orbit geschossen. Experte Wagner erklärt, warum es für den Beobachter aussieht wie eine Lichtschnur quer über dem Himmel: "Kurz nach dem Start fliegen die Satelliten noch eng beieinander. Wenn sie dann von der Sonne beschienen werden, während wir auf der Erde aber schon in der Nacht sind, sehen sie für den Beobachter aus wie eine rasende Perlenkette am Himmel."

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