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Neue Wölfin in Nordhessen nachgewiesen

In Nordosthessen ist ein Wolfsbesuch nachgewiesen worden: Eine Wölfin, die vergangenes Jahr in Mecklenburg-Vorpommern geboren wurde, ist über 400 Kilometer nach Hessen gewandert. Ob sie dort auch bleibt, ist noch unklar.

Anfang Juni hatte eine Spaziergängerin zwischen Spangenberg (Schwalm-Eder) und Hessisch Lichtenau (Werra-Meißner) Kot entdeckt und diesen einem Wolfsberater gemeldet - die genetische Analyse der Probe ergab nun: Ein neuer Wolf hat Hessen durchstriffen oder lebt jetzt hier. Das teilte das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Donnerstag mit.

Den Angaben zufolge handelt es sich um ein weibliches Tier, das vergangenes Jahr im über 400 Kilometer entfernten Wolfsterritorium Billenhagen in Mecklenburg-Vorpommern geboren wurde. Der Wölfin, die in Billenhagen auf das Laborkürzel GW2407f getauft worden war, wurde demnach nun zum ersten Mal ein Aufenthalt in Hessen nachgewiesen.

Wölfe legen nachts bis zu 80 Kilometer zurück

Wölfe begeben sich meist im zweiten Lebensjahr auf Partnersuche und wandern aus dem elterlichen Rudel ab, um sich ein eigenes Territorium zu suchen. Sie legen dabei nachts Strecken von bis zu 80 Kilometern zurück. Ob GW2407f eine Durchzüglerin ist oder ob sie sich in Hessen niederlässt, werde nun im Rahmen eines Wolfsmonitorings untersucht.

Anfang Mai hatte das HLNUG mitgeteilt, dass derzeit zehn erwachsene sesshafte Tiere bekannt seien. Im Frühjahr 2020 hatte sich die erste Wölfin fest in Hessen niedergelassen. Die Zahl gerissener Nutztiere sei im vergangenen Jahr dennoch gesunken, berichtete das HLNUG. Erstmals in diesem Jahr sei in Schotten (Vogelsberg) Ende Mai eine Ziege von einem Wolf gerissen worden. Dort sind nun alle Schaf- und Ziegenhalter aufgerufen, ihre Tiere mit elektrifizierten Zäunen zu schützen.

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