Für die Skyliners ist trotz der Niederlage noch alles drin.

Vor dem ersten Tipoff haben die Skyliners ihr großes Ziel bereits erreicht. Coach Denis Wucherer muss seine müden Aufstiegshelden deshalb vor der Finalrunde gegen Karlsruhe zur Ernsthaftigkeit rufen. Schließlich geht es um die Meisterschaft.

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Denis Wucherer bleibt bei den Skyliners

Denis Wucherer
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Ob in der Handball-Bundesliga oder bei Jürgen Klopps Abschied vom FC Liverpool – da in vielen Ligen das Saisonende ansteht, wird dieser Tage allenthalben zum "letzten Tanz" gebeten. So auch bei den Skyliners Frankfurt, die die anstehenden Spiele am Freitag (19.30 Uhr) und Sonntag (16 Uhr) gegen die Karlsruhe Lions unter diese Überschrift gestellt haben.

In diesem Fall besonders naheliegend, spielen die Skyliners doch Basketball. So wie in den 90ern Michael Jordan und die Chicago Bulls, deren Weg zum NBA-Titel in der stilprägenden Serie "The Last Dance" nachgezeichnet wurde. Hier enden die Parallelen dann aber jäh.

Die "sinnloseste Finalserie aller Zeiten"?

In der Pro-A-Finalserie geht es höchstens um die Ehre. Die PS Karlsruhe Lions oder Frankfurt: Wer die Begegnungen am kommenden Freitag und Sonntag gewinnt, darf sich Zweitliga-Meister nennen. Gewertet wird das kumulierte Ergebnis aus Hin- und Rückspiel. Da die Skyliners ja bereits das BBL-Ticket in der Tasche haben, Karlsruhe dagegen keine BBL-Lizenz erhalten hat, ist der sportliche Wert dieses Doppeldates diskutabel. Der Boulevard ist sich sogar sicher: Das ist "die sinnloseste Finalserie aller Zeiten".

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Frankfurt Skyliners steigen in die Basketball-Bundesliga auf

Basketballer macht einen Korb
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Skyliners-Coach Denis Wucherer bemühte sich kaum darum, dieser Einschätzung entgegenzuwirken. "Wir gucken mal, wer ab Mittwoch einen akzeptablen Restalkoholwert hat, um einigermaßen Basketball zu spielen", feixte der 51-Jährige unmittelbar nach dem entscheidenden Sieg in Trier am vergangenen Sonntag. "Hoffen wir mal auf zwei vernünftige Basketballspiele, aber garantieren kann ich nichts."

Skyliners weiter mit Wucherer

Im selben Atemzug sagte er noch so einiges mehr und stellte damit auch seine Zukunft in Frage. Nach ausführlichen Gesprächen zwischen Trainer und Geschäftsführung konnten offenbar einige Dinge geradegerückt werden, sodass beide in betonter Einmütigkeit am Donnerstag mitteilten: Wucherer bleibt. Am Standort Frankfurt sei noch viel mehr möglich, ließ sich der frühere Nationalspieler zitieren. Aufbruchstimmung ist gefragt.

Da würde sich so ein Meistertitel doch gut machen, um den Neuanfang in der BBL zu begehen. Vor Spiel eins am Freitag in Karlsruhe kratzt Wucherer daher noch mal alle Motivation zusammen: Die eigentlich Mission sei zwar erfüllt, "aber im Finale geht es dennoch um einen Titel. Das sollte für uns sowohl Motivation als auch Ansporn genug sein, um nochmals zwei ordentliche Spiele aufs Parkett zu bringen."

Unabhängig vom Ausgang sollen die Aufstiegsfeierlichkeiten nach dem Rückspiel am Sonntag in Frankfurt in die nächste Runde gehen: Die Skyliners laden alle Fans zur großen Saisonabschiedsparty ein.