Lilien-Stürmer zurück an alter Wirkungsstätte Luca Pfeiffer: "Fühle mich so, als wäre ich nie weg gewesen"

Luca Pfeiffer freut sich nach seiner Rückkehr zu den Lilien darüber, dass vieles beim Alten geblieben ist. Vieles, aber nicht alles. So hat er beispielweise mit Fraser Hornby einen neuen Sturmpartner. Mit ihm gemeinsam sollen die Kritiker zum Schweigen gebracht werden.

Luca Pfeiffer bei der Einwechslung.
Luca Pfeiffer feierte gegen Frankfurt sein Comeback bei den Lilien. Bild © Imago Images
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In der 65. Minute wäre Luca Pfeiffer im Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt beinahe das perfekte Comeback gelungen: Nach einer Ecke von links setzte sich der Lilien-Rückkehrer im Luftzweikampf gegen Frankfurts Robin Koch gut durch und brachte das Leder per Kopf in Richtung Tor von Kevin Trapp. Der Keeper wäre wohl nicht mehr herangekommen, aber der Pfosten verhinderte Pfeiffers Einstand nach Maß.

"Das wäre ein Traum gewesen, so zu starten. Ich habe natürlich gehofft, dass er an den Innenpfosten gerutscht wäre und dann ins Tor, aber es ist, wie es ist", sagte Pfeiffer am Donnerstag. Seit gut einer Woche ist der 27-Jährige zurück an alter Wirkungsstätte. Ausgeliehen vom VfB Stuttgart. In der Saison 2021/2022 stürmte er schon einmal für die Lilien - damals sehr erfolgreich.

Vieles in Darmstadt gleich geblieben

Aus dem "es ist, wie es ist" ließe sich nach Pfeiffers jüngsten Aussagen über den SVD auch ein "es ist, wie es war" formulieren. Denn der Stürmer hat in den wenigen Tagen nach seiner Rückkehr festgestellt: Vieles in Darmstadt ist gleich geblieben.

Beispielsweise sind mit Marcel Schuhen, Fabian Holland und Emir Karic noch einige alte Weggefährten da. Auch das sogenannte "Team hinter dem Team" sei zum Teil ähnlich geblieben. Pfeiffer schätzt das sehr: "Es war für mich keine große Umstellung. Deswegen habe ich mich vom ersten Tag an so gefühlt, als wäre ich nie weg gewesen."

"Mein Platz ist leider vergeben"

Vieles ist gleich geblieben, aber nicht alles. Beispielsweise hat sich sein Platz in der Kabine geändert: "Ich sitze jetzt gegenüber. Mein Platz ist leider vergeben. Da hatte ich keinen Anspruch drauf", sagte der Rechtsfuß mit einem Lachen. Seinen alten Platz habe jetzt Christoph Zimmermann übernommen. "Das ist für mich aber vollkommen in Ordnung", schob Pfeiffer hinterher.

Insbesondere auf dem Feld hat sich für den Offensivmann aber eine große Veränderung ergeben: Während er in der Saison 2021/2022 noch mit Phillip Tietz an der Seite auf Torejagd ging, heißt der neue Sturmpartner, nach dem Abgang von Tietz zum FCA, bei einer möglichen Doppelspitze jetzt Fraser Hornby. "Ich sehe mich auch mit Fraser. Er macht einen sehr, sehr guten Eindruck im Training und deshalb kann ich mir vorstellen, dass das funktionieren könnte", so Pfeiffer.

Pfeiffer möchte Kritiker zum Schweigen bringen

Gehen diese Vorstellungen auf, könnte das neue Sturmduo der Lilien ein großen Teil dazu beitragen, das von Pfeiffer genannte Saisonziel zu erreichen. Das ist jedoch nicht an einer bestimmten Platzierung festgemacht, sondern an einem Effekt: Der Stürmer möchte die Kritiker zum Schweigen bringen. "Wir waren von Anfang an abgeschrieben. Jeder setzt uns auf den letzten Tabellenplatz - da wollen wir genau das Gegenteil beweisen."

Die Kampfeslust scheint in Darmstadt also geweckt zu sein und die Vorfreude auf das erste Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Union Berlin erst recht: "Wir haben extrem viel Bock und die ganze Mannschaft fiebert darauf hin."

Quelle: hessenschau.de/Simon Schäfer