Tuta und Ebimbe

Neue Saison, neues Glück: Eintracht Frankfurt startet in die Sommervorbereitung auf die neue Spielzeit. Mit dabei sind auch altbekannte Gesichter, die in der anstehenden Saison einen Schritt machen müssen.

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Trainingsauftakt bei Eintracht Frankfurt

hs 10.07.2024
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Eintracht Frankfurt startet in die neue Saison. Neben den Neuzugängen tummeln sich im Kader der Hessen auch Altbekannte, die in der kommenden Spielzeit aber einen Schritt machen sollten. Insbesondere diese vier Spieler müssen nun liefern.

Eric Junior Dina Ebimbe

"Der launische Dina vom Main", titelte hessenschau.de im Verlaufe der abgelaufenen Saison, und selten war ein Wortwitz so passend wie bei Dina Ebimbe. Der hochveranlagte Franzose ist zu absoluten Höchstleistungen im Stande, beim 5:1-Sieg der Eintracht gegen die Bayern war er zweifacher Torschütze und Man of the Match in Personalunion. Umso unerklärlicher die Ausschläge nach unten, die er immer wieder zeigt.

Gut möglich, dass Dina Ebimbes Unbeständigkeit auch mit seinen häufigen Positionswechseln zu tun hat, seine Polyvalenz gereichte ihm in der vergangenen Saison zum Nachteil, weil er sich nirgends festspielen konnte. Weswegen es auch an Trainer Dino Toppmöller ist, Dina Ebimbes Dynamik und Wucht gewinnbringend einzusetzen.

Ellyes Skhiri

Es war der heimliche Königstransfer im vergangenen Sommer: Mit Ellyes Skhiri kam ein Mittelfeldspieler aus Köln, der sich bei den Domstädtern zu einem der besten Sechser der Liga entwickelt hatte. Entsprechend groß waren die Erwartungen. "Er ist ein gestandener Bundesligaspieler mit reichlich nationaler und internationaler Erfahrung", freute sich Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche nach der Verpflichtung des "absoluten Wunschspielers".

Allein, Skhiri erlebte eine wechselhafte Saison, konnte nie so dominant auftreten wie zu seinen FC-Zeiten. Noch ist kein neuer zentraler Mittelfeldspieler verpflichtet, Skhiri ist und bleibt also der einzige nominelle Sechser im Kader. Gut möglich, dass sich der Tunesier im zweiten Jahr bei der Eintracht dann doch noch als Königstransfer erweist.

Tuta

"Qualität kann man nicht trainieren", ätzte Ex-Trainer Oliver Glasner schon im Saisonendspurt der vorvergangenen Spielzeit in Richtung Defensive. Tuta, der sich in jener Saison schwer tat, dürfte sich angesprochen gefühlt haben. Glasners Kommentar fiel nach einer Niederlage gegen Union Berlin, in der Tuta nur 26 Prozent seiner Zweikämpfe gewann.

In der vergangenen Saison machte der Brasilianer 30 Saisonspiele, er ist also recht unumstrittener Stammspieler und machte seine Sache solide. Mehr aber auch nicht. Mit Aurele Amenda bekommt Tuta nun einen neuen Konkurrenten auf seiner Position, es ist am Brasilianer, den nächsten Schritt zu gehen und von einem soliden zu einem überdurchschnittlichen Bundesligaspieler zu reifen. Das Zeug dazu hat er.

Niels Nkounkou

Nkounkou kann ein echter Highlight-Spieler sein. Der beste Beweis: Das Heimspiel der Eintracht zum Jahresende gegen Gladbach. Beim Stand von 0:1 wurde Nkounkou eingewechselt, in der Nachspielzeit setzte er zweimal zum Sprint an, seine Flanken führten zum umjubelten 2:1-Sieg der Eintracht. Ekstase im Waldstadion.

Es hätte Nkounkous Durchbruch als unumstrittene Nummer eins auf der linken Seite sein können, der Franzose spielte in der Folge aber zu unstet. In der Offensive hat der zehnfache U-Nationalspieler ordentlich Speed und gute Ideen, in der Rückwärtsbewegung aber lässt er es gerne mal schleifen. In der Bundesliga ein No-Go, zumal der Plan der Hessen ist, auf Viererkette umzustellen, die Position dann deutlich defensiver ausfällt. Nkounkou wird beweisen müssen, dass er dafür der richtige Mann ist.

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