Kevin Trapp

Eintracht Frankfurt droht auf der Zielgeraden des Transfer-Sommers der Abgang von Torhüter Kevin Trapp. Noch liegt den Hessen zwar kein Angebot vor, das könnte sich wohl aber bald ändern. Trainer Glasner äußert sich vielsagend.

Audiobeitrag

Audio

Manchester United baggert an Trapp

Ende des Audiobeitrags

Die ruhigen Wochen rund um Eintracht Frankfurt sind endgültig vorbei. Der Europa-League-Sieger hinkt aktuell nicht nur sportlich den eigenen Ansprüchen hinterher, auch personell könnten sich wenige Tage vor Transferschluss neue Probleme auftürmen. Der Grund: Torhüter, Führungsspieler und Gallionsfigur Kevin Trapp steht auf dem Wunschzettel von Manchester United offenbar ganz oben. Der Eintracht droht der Verlust ihrer Nummer eins.

Noch liegt kein Angebot vor

Das von der Bild-Zeitung vermeldete Angebot aus England ist nach Informationen des hr-sport zwar noch nicht bei den Hessen eingegangen. Wie der Kicker und Sport1 berichten, soll das aber am Dienstag passieren. Demnach habe United schon offiziell um Erlaubnis gebeten, mit Trapp zu verhandeln. Sportvorstand Markus Krösche habe zugestimmt. Laut Kicker will Trapp den von den Engländern vorgelegten Vierjahres-Vertrag annehmen.

Heißt: Ein Wechsel ist alles andere als ausgeschlossen. Oder, wie es Trainer Oliver Glasner am Abend am Rande der Sport-Bild-Awards in Hamburg ausdrückte: "Es ist alles möglich."

Glasner zieht Parallele zu Kostic

Glasner betonte dann zwar, dass er von einem Verbleib von Trapp ausgehe. "Ich mache mir keine Sorgen", so der Österreicher. Gleichzeitig schob er aber auch nach: "Ich habe mir öfters schon keine Sorgen gemacht - und dann war der Spieler weg. Wie bei Filip Kostic." Dieser spielt mittlerweile bekanntlich für Juventus Turin.

Klar ist also: Trapp, dessen Vertrag bei der Eintracht noch bis Sommer 2024 läuft, steht nun vor einer schwierigen Entscheidung. Bei United, das unter dem neuen Trainer Erik Ten Hag mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist, könnte er mit 32 Jahren noch einmal einen großen Vertrag bei einem Welt-Club unterschreiben und abkassieren. Statt Champions League mit seinem Herzensverein müsste er in dieser Spielzeit aber erneut in der Europa League antreten.

Für Trapp geht es um die WM

Fraglich ist zudem, ob Trapp im WM-Jahr Lust auf einen Zweikampf um den Platz zwischen den Pfosten hat. Uniteds Stamm-Torhüter David de Gea patzte bei der 0:4-Niederlage gegen Brentford am vergangenen Wochenende zwar gewaltig und müsste bei einem Wechsel Trapps wohl vorerst auf der Bank Platz nehmen. Kampflos wird der Spanier seinen Platz zwischen den Pfosten aber sicher nicht räumen. In der Bundesliga und der Champions League wäre Trapp für Bundestrainer Hansi Flick zudem deutlich präsenter.

So oder so: Eine knappe Woche vor dem Ende der Transferperiode würde der Verlust von Trapp die Eintracht hart treffen. Ersatzkeeper Diant Ramaj hat seine Qualitäten zwar schon unter Beweis gestellt, mit gerade einmal 20 Jahren ist er aber eher ein Mann für die Zukunft als für die Gegenwart. Sollte Trapp wirklich wechseln, müsste die Eintracht im Transfer-Endspurt noch einmal Vollgas geben und auf der Torhüter-Position nachlegen. In Frankfurt könnte es die nächsten Tage hektisch zugehen.

Externer Inhalt

Externen Inhalt von YouTube (Video) anzeigen?

An dieser Stelle befindet sich ein von unserer Redaktion empfohlener Inhalt von YouTube (Video). Beim Laden des Inhalts werden Daten an den Anbieter und ggf. weitere Dritte übertragen. Nähere Informationen erhalten Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Ende des externen Inhalts
Weitere Informationen

Sendung: YouFM, 22.08.22, 17 Uhr

Ende der weiteren Informationen