Die Stimmen zum Eintracht-Remis "Das sind Spiele, die du gewinnen musst"

Eintracht Frankfurt hat gegen Union Berlin unentschieden gespielt. Die einhellige Meinung danach: Da wäre mehr drin gewesen. Das Problem war einmal mehr die fehlende Konstanz.

Philipp Max bläst die Backen auf
Philipp Max hätte sich drei Punkte gegen Union Berlin gewünscht. Bild © Imago Images
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Eintracht-Trainer Dino Toppmöller
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Eintracht Frankfurt ist gegen Union Berlin am Samstag nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Im zehnten Aufeinandertreffen war es das erste torlose Remis der beiden Teams in der Bundesliga. Die Stimmen zum Spiel.

Dino Toppmöller: "Wir haben in der zweiten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht, hatten über 20 Flanken und viele Abschlüsse. Wir haben Union tief hinten reingedrückt, sie haben nur noch verteidigt. Wir müssen dann noch einen Tick mehr die Gier entwickeln, um diesen Ball über die Linie zu drücken. Da hatten wir nicht den letzten Punch. Es war ein Schritt nach vorne gegen einen tiefstehenden Block - gute Spielfreude, gutes Engagement, ein bisschen hat das Glück gefehlt. Jetzt gilt es weiterzumachen und am Freitag drei Punkte zu holen."

Ansgar Knauff: "Wir sind enttäuscht, wir sind mit dem Punkt heute nicht zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir uns zu wenig Chancen erspielt, das haben wir in der zweiten besser gemacht. Wir hatten genügend Möglichkeiten, aber vielleicht hat uns heute das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Jetzt müssen wir uns schütteln und wieder nach vorne gucken. Wir müssen daran arbeiten, von Anfang an diese Energie auf den Platz zu bekommen, um dann nächste Woche drei Punkte zu holen. Es ist das klare Ziel von jedem im Verein, dass wir wieder international spielen. Wir werden alles daran setzen, Platz sechs zu verteidigen." 

Philipp Max: "Wir haben uns sehr viel vorgenommen. Wir wussten um die Wichtigkeit. Es war deutlich zu wenig, was das Energie-Level, was die Bereitschaft angeht, um da gefährlicher vors Tor zu kommen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser gemacht und hatten unsere Möglichkeiten. Es ist natürlich sehr ärgerlich, dass du das Spiel nicht gewinnst. Das sind Spiele, die du gewinnen musst, um dich da vorne festzuspielen. Das ist uns leider nicht gelungen."

Markus Krösche: "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht, zu viele einfache Ballverluste gehabt. Da lädst du den Gegner zu Kontern ein. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Union ist eine Mannschaft die tief verteidigt und die gut verteidigt. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit trotzdem viele Torchancen herausgespielt, hatten bei vielen Abschlüssen aber nicht die nötige Ruhe. Das ist ärgerlich, aber so ist es halt. Das ist der nächste Schritt, den wir machen müssen: dass wir 90 Minuten so einen Druck gegen tiefstehende Gegner entwickeln können wie heute in der zweiten Halbzeit.

Nenad Bjelica (Trainer Union Berlin): "Wir sind zufrieden mit dem Punkt. Eintracht Frankfurt hat in der zweiten Halbzeit sehr gedrückt und einige gute Chancen gehabt. Wir hätten einige Kontersituationen besser ausspielen können, dann hätten wir vielleicht drei Punkte geholt. Union war immer eine kämpferische Mannschaft. Das zeigen die Spieler jetzt wieder. Ich hoffe, dass wir am Ende die Klasse halten. Ich bin sehr überzeugt, dass wir in der Bundesliga bleiben werden. Aber wir brauchen noch einige Punkte."

Christopher Trimmel (Union Berlin): "Es waren gute Chancen auf beiden Seiten. Das Publikum hätte Tore verdient gehabt. Aber wir sind natürlich zufrieden. Ein Unentschieden auswärts in Frankfurt ist sehr gut. Wir haben uns die letzten Wochen ordentlich entwickelt. Klar hat der Gegner vielleicht mehr den Ball, aber wir wollen es ihm nicht leicht machen. Das letzte Drittel ist wichtig und wir haben es auch heute wieder gut wegverteidigt. Wenn wir so weitermachen, werden wir die 40 Punkte noch schaffen."

Quelle: hessenschau.de