Spieler von Eintracht Frankfurt nach dem Spiel gegen den FC Chelsea.
Der Traum vom Finale ist für die Eintracht-Profis geplatzt. Bild © picture-alliance/dpa

Eintracht Frankfurt hat den Einzug in das Europa-League-Finale verpasst. Nach einem intensiven und packenden Spiel verloren die Hessen nach Elfmeterschießen beim FC Chelsea.

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Der Traum von Baku ist für Eintracht Frankfurt geplatzt. Beim FC Chelsea verloren die Hessen am Donnerstagabend im Rückspiel des Halbfinales der Europa League nach einem dramatischen Spiel und großem Kampf mit 4:5 nach Elfmeterschießen.

Die tragischen Figuren aus Eintracht-Sicht waren Martin Hinteregger und Goncalo Paciencia, die vom Punkt aus an Chelsea-Keeper Kepa Arrizabalaga scheiterten. Zuvor hatte Kevin Trapp gegen Chelsea-Kapitän Cesar Azpilicueta pariert. Eden Hazard traf mit dem fünften Schuss zum Sieg für die Londoner, die damit das Europa-League-Finale erreichten. "Das war schon ein herausragender Abend", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. "Es ist schade, weil die Jungs es verdient hatten. Der Fußball-Gott war nicht unser. Aber - es ist viel Stolz dabei." (Mehr Stimmen gibt es hier.)

Rebic wieder in der Startelf

Hütter hatte vor der Partie seine Aufstellung im Gegensatz zum Hinspiel nur auf einer Position umgestellt. Der beim 1:1 in Frankfurt gesperrte Ante Rebic kehrte zurück, dafür musste Gelson Fernandes auf die Bank. Die Frage war nur, wie die Eintracht diese auf dem Papier offensivere Aufstellung auf dem Platz umsetzen würde. Die Antwort darauf gab es vom Start weg. Die Eintracht machte Druck und kam in der 14. Minute zur ersten guten Chance. Nach einer Flanke von Luka Jovic hämmerte Danny da Costa das Leder in Richtung Chelsea-Tor.

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Keeper Arrizabalaga fischte den Ball jedoch mit einer starken Parade aus dem Winkel. Erst danach kamen die Londoner zu guten Chancen - dann aber direkt im Dreierpack. Die ersten beiden konnten Eintracht-Torwart Kevin Trapp und Makoto Hasebe noch klären, bei der dritten zappelte der Ball aber im Netz. Nach einem klugen Pass von Superstar Hazard tauchte Ruben Loftus-Cheek frei vor Trapp auf, behielt die Ruhe und traf zum 1:0 (28. Minute). Ein Treffer, der bei den Hessen Wirkung zeigte. Bis zur Halbzeit waren die Londoner deutlich überlegen.

Jovic erzielt den Ausgleich

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Die Pause tat der Eintracht gut. Nach dem Wiederanpfiff waren die Gäste wie ausgewechselt - und gleichzeitig eiskalt. Mit der ersten Chance traf Jovic zum 1:1 (49.). Nach einem schönen Doppelpass mit Mijat Gacinovic tauchte der Torjäger der Frankfurter frei vor Arrizabalaga auf, ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte seinen zehnten Treffer in der diesjährigen Europa-League-Saison. Mit einem Mal waren die Hessen in der Partie. Chelsea war dadurch im zweiten Spielabschnitt in der Offensive lange Zeit komplett abgemeldet. Erst in der 78. Minute testete Davide Zappacosta Eintracht-Keeper Trapp aus gut 20 Metern. Der Schlussmann der Hessen war jedoch zur Stelle.

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Die erste große Chance in der Verlängerung hatte der eingewechselte Sébastien Haller. Nach einer schönen Hereingabe von Filip Kostic traf der Franzose den Ball aber nicht richtig, weswegen Chelsea-Verteidiger David Luiz den Ball noch auf der Linie klären konnte. Wenige Minuten danach war es erneut Haller. Sein Kopfball wurde jedoch von Zappacosta geklärt.

Paciencia und Hinteregger verschießen

Im zweiten Abschnitt der Verlängerung gab es aus Sicht der Eintracht noch einen Schreck-Moment: Keeper Trapp wurde von Azpilicueta kurz vor der Linie bedrängt, der Ball fiel ins Tor, Chelsea jubelte. Nur: Schiedsrichter Ovidiu Hategan gab Freistoß für die Frankfurter und keinen Treffer. Da danach nichts mehr passierte, ging es ins Elfmeterschießen - und das Eintracht-Drama nahm seinen Lauf.

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FC CHELSEA - EINTRACHT FRANKFURT 5:4 (1:0) n.E.

Chelsea: Kepa - Azpilicueta, Christensen (73. Zappacosta), David Luiz, Emerson - Jorginho - Loftus-Cheek (86. Barkley), Kovacic - Willian (62. Pedro), Giroud  (96. Higuain), Hazard       

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, Falette - Hasebe - da Costa, Rode (70. de Guzman), Gacinovic (118. Paciencia), Kostic - Jovic, Rebic (90. Haller) 

Tore: 1:0 Loftus-Cheek (28.), 1:1 Jovic (49.)

Elfmeterschießen: 1:2 Haller, 2:2 Barkley, 2:3 Jovic, 2:4 de Guzman, 3:4 Jorginho, 4:4 David Luiz, 5:4 Hazard 

Gelbe Karten:  Azpilicueta, Kovacic - Rode, Falette, de Guzman

Schiedsrichter: Hategan (Rumänien)

Zuschauer: 40.853 (ausverkauft) 

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