Hugo Ekitiké mit Fischerhut auf dem Kopf. Klatscht in die Hände.

Frankfurts Stürmer Hugo Ekitiké hat in den vergangenen Wochen eine deutliche Leistungssteigerung hingelegt. Dass er sich bei der Eintracht mal so gut fühlen würde, hätte der Franzose selbst nicht gedacht.

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Die komplette Eintracht-PK mit Hugo Ekitiké

Hugo Ekitiké sitzt bei der Pressekonferenz
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Die Szene nach dem 1:1-Unentschieden am Samstagnachmittag in Mönchengladbach hatte Symbolcharakter - und sollte sie auch haben: Frankfurts Stürmer Hugo Ekitiké stand nach Schlusspfiff sichtlich zufrieden vor den 5.300 mitgereisten Fans und hatte sich einen Eintracht-Fischerhut auf den Kopf gesetzt. "Das war ein Ausdruck von mir zu zeigen, dass ich mich zu Hause fühle", verriet der 21-jährige Franzose am Donnerstagmittag.

Bei der Medienrunde wählte Ekitiké darüber hinaus auffällig oft Worte wie "ankommen" oder auch "wohlfühlen". Nicht nur mit Fischerhut-Gesten, sondern auch mit guten Leistungen auf dem Platz möchte er das ihm "geschenkte Vertrauen" zurückzahlen. Und hat dies in den vergangenen Wochen bereits getan: Drei Tore und ein Assist in den vergangenen vier Spielen sprechen für sich.

"Das hätte ich nie gedacht"

Dabei war sein Start bei der Eintracht wie ein Motor, der nicht anspringen wollte. Ekitiké kam von Paris Saint-Germain mit Trainingsrückstand und bekam auch deswegen von Trainer Dino Toppmöller wenig Einsatzzeit. Sein selbst gestecktes Ziel, wieder "mehr Spaß auf dem Platz zu haben", schien meilenweit entfernt.

"Am Anfang war es schwieriger für mich, weil ich die Leistung nicht gebracht habe", gab der Stürmer rückblickend selbstkritisch zu. Mittlerweile gibt er auf dem Platz ein ganz anderes, ein deutlich selbstbewussteres Bild ab. "Ich fühle mich wirklich sehr gut hier - das hätte ich nicht gedacht. Ich fühle mich von den Fans geliebt und spüre das Vertrauen." Insbesondere verschiedene Gespräche hätten ihm dabei geholfen, sein Potenzial nun abrufen zu können und ein "Angehörigkeitsgefühl" zu entwickeln.

Europa League oder Champions League?

Einen Ekitiké mit dieser sichtlich guten Entwicklung kann die Eintracht gut gebrauchen, denn bevor es für die Hessen in die Sommerpause geht, steht am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen RB Leipzig noch eine wichtige Aufgabe an: Platz sechs zu verteidigen, denn der qualifiziert die Frankfurter mindestens mal für die Europa League. Sollte Dortmund Anfang Juni das Champions-League-Finale gewinnen, würde dieser Rang die Hessen sogar in die Königsklasse bringen.

Diese Eventualitäten sind Ekitiké momentan aber noch egal: "Was im Champions-League-Finale passiert, können wir nicht beeinflussen, aber natürlich werden wir es verfolgen." Zuvor gehe es gegen Leipzig darum, die "beste Leistung herauszuholen und den Fokus auf uns zu behalten". Message und Stürmer sind angekommen.