Stimmen zum Eintracht-Remis in Mainz "Die Zuschauer haben den Mann weniger kompensiert"

Ein Unentschieden, das sich für Eintracht Frankfurt beinahe wie ein Sieg anfühlt. Für die Hessen waren die mitgereisten Fans in Mainz eine besondere Motivation. Die Stimmen zum Spiel.

Die Fans feiern die Spieler von Eintracht Frankfurt nach der Partie gegen Mainz
Nach der Partie feierten die Eintracht-Spieler mit den mitgereisten Fans. Bild © Imago Images
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Eintracht Frankfurt hat im Rhein-Main-Duell in Mainz am Sonntag 1:1 (0:1) gespielt. Den Führungstreffer der Hausherren durch Jae-Sung Lee (25. Minute) glich Omar Marmoush in der Nachspielzeit noch aus (90.+1). Die Eintracht spielte zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl. Ansgar Knauff musste in der 61. Minute nach seiner zweiten gelben Karte vorzeitig vom Platz.

Kevin Trapp (bei Dazn): "Das war das erwartete Kampfspiel, viele Zweikämpfe, viele lange Bälle. Wir geraten sehr unglücklich in Rückstand. Ich verliere den Ball, weil der eigene Mann in mich reinspringt. Und dann bekommen wir noch eine rote Karte. Aber dann zeigen wir, wofür wir stehen: dass wir auch mit einem Mann weniger dran glauben und in der Lage sind, das Spiel nicht zu verlieren."

Omar Marmoush: "Das fühlt sich auf jeden Fall gut an. Wir müssen uns bei unseren Fans bedanken. Die haben uns die Kraft gegeben für den Spieler, der uns auf dem Platz gefehlt hat. Unsere Fans sind einfach überragend. Wir haben alles gegeben und am Ende haben wir uns durchgesetzt. Leider keine drei Punkte, aber wir nehmen das mit und konzentrieren uns auf das Spiel am Donnerstag. Ich habe auf mein erstes Tor gewartet und dann so eins zu schießen, ist einfach überragend."

Philipp Mwene (FSV Mainz 05, bei Dazn): "Wir hätten heute drei Punkte mitnehmen müssen, leider haben wir uns am Schluss leider nicht belohnt,. Wir hätten dominanter mit dem Ball auftreten und die Eintracht einfach kaputtspielen müssen. Wir müssen nur einen Konter besser ausspielen. Wir hatten genügend Chancen auf das 2:0."

Robin Koch (bei Dazn): "Mit dem Tor in Unterzahl fühlt es sich natürlich sehr gut an. Das war auch ganz wichtig, dass wir da nicht aufgesteckt haben. Du musst ein Risiko gehen, wenn du ein Mann weniger bist. Wir haben es trotzdem gut verteidigt und kein Tor mehr bekommen, auch wenn es die eine oder andere Umschaltsituation gab. (Zur Elfmeterszene:) Ich habe dem Schiedsrichter gleich gesagt, dass er sich das noch mal anschauen soll. Ich habe den Arm am Körper und vom Gefühl her hat mich der Ball auch mehr an der Rippe getroffen."

Martin Schmidt (Sportdirektor FSV Mainz 05, bei Dazn): "Es war ein gutes Spiel, mit einer guten Mentalität. Wir haben verdient geführt und dann haben wir das letzte Ding nicht gut verteidigt. Da waren wir nicht nah genug dran. Das war schon sehr unglücklich heute. Es gab eine Phase, da waren wir dominant und hatten zwei, drei gute Möglichkeiten. Da hätten wir das zweite Tor machen müssen. Das, was hinten raus passiert, kann immer passieren, egal ob in Über- oder in Unterzahl."

Dino Toppmöller (Eintracht-Trainer, bei Dazn): "Ich glaube, es ist ein gerechtes Unentschieden. Das 1:0 war ein individueller Fehler, das kann passieren. Gerade auch, weil zwei Abwehrspieler dabei sind, das hat Trapp gestört in der Situation. Ich glaube, wir hatten vor allem nach der Halbzeit unsere Aktionen. Wir wussten, dass es ein sehr intensives Spiel wird, da haben meine Jungs einen extrem guten Fight geboten. Der eine Mann weniger wurde kompensiert durch unsere Zuschauer. Das muss man auch mal hervorheben, wie lautstark und sensationell die uns unterstützt haben. Da sind wir natürlich froh, dass wir sie mit dem 1:1 belohnen konnten."

Die Fans feiern Omar Marmoush von Eintracht Frankfurt nach der Partie gegen Mainz
Die Fans feiern Torschütze Omar Marmoush. Bild © Imago Images

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Es war ein enges Spiel, bitter für uns mit dem Ergebnis. Mit der Leistung bin ich absolut einverstanden. Wir haben bestätigt bekommen, was wir brauchen, um in der Bundesliga Spiele zu gewinnen. Wir haben ein sehr billiges Gegentor kassiert am Ende. Das fällt nicht, weil Frankfurt es gut rausgespielt hat, sondern weil wir es schlecht verteidigt haben. In der ersten Halbzeit haben wir nichts zugelassen, in der zweiten Halbzeit ein paar Chancen. Aber das ist normal gegen Frankfurt."

Dominik Kohr (FSV Mainz 05, bei Dazn): "Ein Lob an die Mannschaft, wie wir heute aufgetreten sind. Umso ärgerlicher ist es, dass wir den Sieg nicht geholt haben. Wenn man eine halbe Stunde in Überzahl spielt, muss man das eigentlich auch über die Zeit bringen."

Quelle: hessenschau.de