Der Plan: weniger Taktik- und Personal-Wirrwarr Bei der Eintracht kehrt der Optimismus zurück

Bei der Eintracht war in den vergangenen Wochen die Verunsicherung der Spieler auf dem Platz überdeutlich spürbar. Doch nun hat sich ein neuer Optimismus eingestellt. Und das hat gleich mehrere Gründe.

Mit mehr Stuktur und klarer Taktik will die Eintracht wieder öfter jubeln
Mit mehr Stuktur und klarer Taktik will die Eintracht wieder öfter jubeln Bild © Imago Images
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Das tierische Geheimnis der Eintracht

Torwart Kevin Trapp hält ein Glücksschwein in der Hand. Text: Das tierische Glück der Eintracht.
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Eintracht-Trainer Dino Toppmöller hat ein gutes Gefühl, die aktuelle Trainingswoche läuft bislang blendend. Zudem gibt es nach dem schmerzlichen Ausscheiden in der Conference League jetzt überhaupt wieder ein geordnetes Training. So soll auch die Sicherheit zurückkommen, denn die Verunsicherung der Spieler auf dem Platz war in den vergangenen Wochen mehr als greifbar. Da wurde viel gefremdelt.

Junior Dina Ebimbe, der seine Stärken auf Rechtsaußen hat, fühlte sich im zentralen Mittelfeld alles andere als wohl, machte zuletzt beim glücklichen 2:1-Sieg in Heidenheim ziemlich viel falsch. Oder Linksverteidiger Niels Nkounkou, der es liebt, auf Außen von hinten nach vorne zu spurten, zuletzt aber auf der offensiven Außenbahn spielen musste, auch wenn er das ganz ordentlich gemacht hat. Oder Innenverteidiger Tuta, der zuletzt gleich zweimal im defensiven zentralen Mittelfeld, auf der sogenannten Sechs, ran musste.

Sie alle spielten positionsfremd, weil Sebastian Rode verletzt ist, Hugo Ekitiké, Ellyes Skhiri und Hugo Larsson keine Kraft für die Startelf hatten und Abwehrchef Robin Koch aufgrund einer wochenlangen Erkältung zuletzt in Heidenheim die Luft ausging. Doch im Training in dieser Woche zeigte sich: Die Stammkräfte und damit die Dynamik kehren zurück. Nur einer nicht: Sasa Kalajdzic hat sich mit seinem Kreuzbandriss gerade von der Mannschaft verabschiedet, wahrscheinlich für immer.

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Highlights: Heidenheim – Eintracht

Im Hintergrund sieht man ein Fussballstadion, davor links das Logo vom 1. FC Heidenheim und rechts das Logo der Eintracht Frankfurt
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Das Ende der Taktik- und Personal-Wechsel soll die Sicherheit zurückbringen

Der Optimismus ist zurück bei der Eintracht, die seit Wochen zwar hier und da punktete, aber kein wirklich überzeugendes Spiel zeigte. Das soll sich jetzt ändern. Larsson wird von Tag zu Tag fitter, Skhiri könnte schon am Sonntag im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (17.30 Uhr) erstmals wieder als alleiniger Sechser auflaufen, auch hier scheint es bergauf zu gehen. Auch Koch scheint seine Erkältung nun komplett überwunden zu haben.

Enthemmter Jubel: Dino Toppmöller beim 2:1-Sieg in Heidenheim
Enthemmter Jubel: Dino Toppmöller beim 2:1-Sieg in Heidenheim Bild © Imago Images

Dadurch, dass die Stammkräfte fit zurückkehren, wird auch das Positions-Karussell gestoppt, das Taktik-Karussell ebenfalls. Denn so langsam dämmert es den Eintracht-Verantwortlichen, dass die ständig neuen taktischen Aufstellungen die Mannschaft zuletzt zusätzlich verunsichert haben. Ab sofort also wieder die geliebte 4-3-3-Formation, mit Skhiri auf der Sechs und schräg davor Larsson und Chaibi oder Götze. So würde das erfolgreiche Mittelfeld-Korsett auf den Platz zurückkehren.

Startet die Eintracht schon jetzt mit Hugo und Heki?

Und vielleicht gibt es schon zeitnah den nächsten Versuch mit Ekitiké in der Startelf. Alle bei der Eintracht sind sich sicher, dass der Franzose schon bald fit und dann ein großer Gewinn für das Team sein wird. Die Frage ist bloß: wann? Für Ekitiké gab es übrigens noch eine andere Frage, die nach seinem Ruf- oder Spitznamen. Da es mit Larsson in der Kabine schon einen Hugo gab, musste Ekitiké da Kompromisse eingehen. Mittlerweile heißt er im Team "Heki". Hugo und Heki, zumindest das passt irgendwie. Jetzt muss nur noch der Drive auf dem Platz dazukommen.

Eintracht-Trainer Dino Toppmöller wünscht sich Struktur zurück auf dem Platz. Eine Struktur, die es Spielern wie Rechtsverteidiger Aurelio Buta oder Dina Ebimbe, die beide zuletzt ziemlich unglücklich zu Werke gingen, wieder ermöglicht, zu alter Stärke zurückkehren. All das sind Pläne, Hoffnungen und Ideen, die - das weiß auch die Eintracht - durch weitere Verletzungen - neben denen von Rode oder Kalajdzic - schnell auch durchkreuzt werden können.

Doch - wie gesagt - im Moment schauen sie bei der Eintracht wieder optimistischer in die Zukunft. Platz sechs soll es mindestens sein in dieser Saison, das haben die Eintracht-Macher mehrfach betont und sie tun es weiterhin. Ein Sieg gegen Hoffenheim wäre ein großer Schritt dahin. Gegen Hoffenheim, das zuletzt bei den Siegen in Dortmund und gegen Bremen äußerst ansprechende Leistungen zeigte, wird der neue Optimismus bei der Eintracht erstmals auf eine schwere Probe gestellt.

Quelle: hessenschau.de