Gesa Krause freut sich auf die EM in Rom.

Hindernisläuferin Gesa Krause ist nach ihrer Babypause zurück auf der ganz großen Bühne - und könnte bei der EM in Rom gleich wieder einen Titel holen. 

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Krause, Kranz, Abuaku und Co.: Die hessischen Stars bei der Leichtathletik-EM

Gesa Krause beim Zieleinlauf
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Noch einmal ein paar lockere Läufe, noch einmal kurz das Tempo testen, noch einmal die Sinne schärfen - im spektakulären "Stadio dei Marmi" (Marmorstadion) testete Hindernis-Ass Gesa Felicitas Krause ein letztes Mal ihre Form. Und im Schatten der 59 monumentalen Marmorstatuen war klar: Sie ist bereit für die Leichtathletik-EM in Rom. Natürlich ist sie das. "Los geht's", schrieb die 31-Jährige aus Ehringshausen (Lahn-Dill) bei Instagram vor ihrer Rückkehr auf die große Bühne. 

"Es schlummert noch Feuer in mir. Ich möchte zeigen, dass ich noch dazu gehöre", sagte Krause am Donnerstag. Gut ein Jahr nach der Geburt von Töchterchen Lola ist Krause längst wieder in Topform, mit ihren 9:16,24 Minuten hat die 31-Jährige nicht nur die Olympia-Norm für Paris abgehakt, sie geht damit auch als Nummer eins in Europa ins Rennen um den Titel über 3.000 m Hindernis. "Die Geburt hat mein Leben natürlich total verändert, meine sportlichen Ziele sind aber geblieben", sagt Krause auf der Website vom Sportler des Jahres.

Tage sind minutiös durchgetaktet

Und diese sind wie immer bei Krause extrem hoch. Kaum eine Athletin kann sich so sehr quälen, ist so diszipliniert, arbeitet so vehement an einem Plan. Seit Dezember war die Hessin in drei Trainingslagern in Südafrika und Kenia. Ihre Tage sind minutiös durchgetaktet. Anders ist der Alltag als junge Mutter und Olympia-Athletin nicht zu stemmen. 

"Ich glaube, primär muss man es wollen. Und dann muss man das Setup einfach so schaffen, dass man es einigermaßen gut bewältigen kann", sagt Krause, die Europameisterin der Jahre 2016 und 2018: "Mein Geheimrezept ist, immer möglichst früh mit der Kleinen ins Bett zu gehen. Dann habe ich zwar Unterbrechungen, aber bekomme genug Stunden Schlaf. Das klappt soweit ganz gut. Im Alltag habe ich Hilfe, so dass jemand auf die Kleine aufpasst, wenn ich trainiere. Anders würde es gar nicht funktionieren. Wir sind sehr gut organisiert." 

Olympia schon im Hinterkopf

Doch ein Selbstläufer wird es mit dem Titel in Rom für Krause natürlich nicht, allen voran Titelverteidigerin Luiza Gega (Albanien) ist stark einzuschätzen. Auch die EM-Zweite Lea Meyer (Leverkusen) oder Krauses Trainingspartnerin Olivia Gürth (Trier) sind mit Ansprüchen nach Italien gereist. 

Doch die hat Krause auch. Nicht nur bei der EM, wo am Freitag die Vorläufe und am Sonntag (22.04 Uhr/ARD) das große Finale ansteht. "Ich will im olympischen Finale gern unter die Top Acht kommen. Und natürlich ist der Traum eine Medaille. Aber das ist sehr schwer zu erreichen. Das weiß ich auch", sagte Krause. Aber sie ist ja bekanntlich eine Kämpferin. 

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