Was genau ist erlaubt und was nicht? Ein Überblick über die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Hessen.

Wir geben Ihnen einen Überblick, welche Maßnahmen es aktuell gibt und was sie für Ihren Alltag bedeuten. Mit den Beschlüssen des hessischen Corona-Kabinetts vom 23. März ist der Lockdown prinzipiell bis zum 18. April verlängert worden. Weitere Öffnungsschritte, wie sie Anfang März in Abhängigkeit der landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz in Aussicht gestellt worden waren, soll es vorerst wegen steigender Infektionszahlen nicht geben.

Im Folgenden finden Sie die Regelungen zu den jeweiligen Bereichen im Detail:

Kontakte

Seit dem 8. März gelten leicht gelockerte Kontaktbeschränkungen: Bei privaten Treffen in der Öffentlichkeit dürfen sich wieder maximal fünf Menschen aus zwei Hausständen treffen. Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet. Für private Wohnungen gibt es lediglich die Empfehlung, Kontakte zu reduzieren. Zuvor waren private Treffen auf einen Hausstand plus eine weitere Person begrenzt.

Reisen und Verkehr

Darf ich innerhalb Hessens verreisen?

Seit dem 23. Januar gilt die umstrittene 15-Kilometer-Regel in Corona-Hotspots (Inzidenz über 200) nicht mehr. Das Land appelliert, grundsätzlich auf private Reisen, Familienbesuche oder Tagesausflüge verzichten. Übernachtungen im Inland sind seit dem 2. November verboten. Reisen dürfen nur noch für notwendige Zwecke wie Dienstreisen gemacht werden. Hotels und Pensionen dürfen keine touristischen Gäste aufnehmen.

Gibt es nächtliche Ausgangssperren?

Eine hessenweite nächtliche Ausgangssperren gibt es nicht. Allerdings können die Kreise bei steigenden Inzidenzen verschiedene Maßnahmen ergreifen, dazu zählt auch eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Eine Übersicht, in welchen Kreisen aktuell Ausgangsbeschränkungen gelten, finden Sie hier.

Hat das Coronavirus Auswirkungen auf den Nah- und Regionalverkehr in Hessen?

Die Verbände im hessischen ÖPNV befinden sich weitestgehend im Normalzustand. So verkehren die Busse und Bahnen des RMV beispielsweise wieder in normaler Taktung.

In Bussen und Bahnen sowie im Taxi gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske - ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Wer sich an diese Regeln nicht hält, kann mit einem Bußgeld von 50 Euro bestraft werden. Seit dem 19. Oktober gilt die Maskenpflicht auch an Bahnhöfen und Bushaltestellen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Verkehrsverbünde:

Hat das Coronavirus Folgen für Fernbusreisen?

Fernbusreisen sind erlaubt. Auch hier gilt seit dem 23. Januar die Pflicht zum Tragen einer sogenannten medizinischen Maske für alle Fahrgäste während der gesamten Busfahrt.

Muss ich in Quarantäne oder mich testen lassen, wenn ich aus dem Urlaub heimkehre?

Wer sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss seit 11. Januar bei der Einreise einen Corona-Test machen - entweder binnen 48 Stunden vor der Einreise oder direkt danach. Zusätzlich gilt, dass sich Einreisende nach ihrer Ankunft selbstständig, unverzüglich und auf direktem Weg für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Es ist in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch zu empfangen.

Seit dem 30. März gilt eine Testpflicht für einreisende Flugpassagiere. Sie müssen sich bereits vor Abflug einem Test unterziehen - unabhängig von der Corona-Lage am Ort der Abreise. Ausgenommen sind nur die Crews und Kinder bis fünf Jahre.

Die Einreise muss seit dem 8. November vorab über die Internetseite einreiseanmeldung.de dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden. Die Quarantäne kann frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Corona-Test beendet werden. Die Quarantänepflicht gilt nicht bei Durchreisen oder Aufenthalten unter 24 Stunden im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten.

Seit dem 8. März gilt außerdem eine verschärfte Quarantänepflicht für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten. Sie müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben, eine Verkürzung durch einen negativen Text ist nicht möglich. Eine Liste der Regionen, die aktuell als Risiko- oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft sind, stellt das Robert-Koch-Institut bereit.

Medizinische Versorgung, Tests und Impfungen

An welche Stellen kann ich mich in Hessen wenden, wenn Corona-Symptome auftreten?

Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Coronavirus nachgewiesen wurde, sollte sich umgehend an das zuständige Gesundheitsamt wenden - auch wenn keine Symptome aufgetreten sind. Das zuständige Amt lässt sich über diese Datenbank des Robert-Koch-Instituts ermitteln.

Arztpraxen sollten im Verdachtsfall erst nach telefonischer Voranmeldung aufgesucht werden. Wichtig ist beim Anruf der Hinweis, dass man Kontakt mit Menschen aus einem Corona-Risikogebiet hatte. Die Liste mit den offiziellen Risikogebieten finden Sie hier. Im Verdachtsfall ist auch die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung eine richtige Anlaufstelle - unter der Telefonnummer 116117.

Welche Test-Möglichkeiten gibt es?

In Hessen gibt es zahlreiche Testzentren. Aber nicht in jedem Fall wird bei Corona-Symptomen ein Labor-Test durchgeführt. Ob ein Test nötig ist, kann unter anderem der Hausarzt entscheiden. Auch mancher Hausarzt bietet Tests an.

Auf Kosten des Bundes kann seit dem 8. März jeder Hesse einmal in der Woche einen kostenlosen Schnelltest bei anerkannten Teststellen machen - auch ohne Symptome. Zur Durchführung berechtigt sind unter anderem Apotheken, Ärzte und die Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung. Eine Liste der Teststellen ist online abrufbar, sie wird laut Sozialministerium fortlaufend ergänzt.

Inzwischen sind auch einige Selbstests zugelassen, die zum Beispiel bei Apotheken, Drogerien und Supermärkten erhältlich sind. Wer einen Selbsttest macht, muss sich nach einem positiven Ergebnis in häusliche Quarantäne begeben und einen PCR-Test machen.

Wer Fragen rund um das Thema Coronavirus in Hessen hat, kann sich unter der Telefonnummer 0800/5554666 an die hessenweite Hotline des Sozialministeriums wenden - sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Hilfe für Patienten bietet auch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen auf ihrer Internetseite an - unter anderem mit einem Leitfaden zur Suche von Ärzten, die Corona-Tests anbieten. Auch telefonisch berät die KV unter der Telefonnummer 116117.

Was wird aus meinem OP-Termin?

Medizinische Eingriffe und Behandlungen, für die keine akute, dringende medizinische Notwendigkeit besteht, sind in Kliniken und ambulanten Praxen zugelassen.

Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

Drei Gruppen gibt es laut Impfverordnung, die nacheinander bevorzugt vor einer Corona-Infektion geschützt werden müssen. Seit dem 5. März ist die zweite Priorisierungsgruppe an der Reihe, zu der rund 1,5 Millionen Menschen zählen. Sie umfasst unter anderem Über-70-Jährige sowie Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Auch Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas wurden in diese Gruppe aufgenommen. Berechtigte können sich seit dem 23. Februar registrieren, telefonisch über die Hotline 116117 oder über das Internetportal.

Die Impfungen werden aktuell vor allem in den 28 regionalen Impfzentren durchgeführt. Seit dem 7. April dürfen sich auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte offiziell an der Impfkampagne beteiligen. Jeder Praxis stehen zunächst aber nur wenige Dosen zur Verfügung.

Einzelhandel, Restaurants und körpernahe Dienstleistungen

Was gilt für Geschäfte des täglichen Bedarfs?

Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken, sind geöffnet. Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte und Großhandel.

In den Geschäften sowie auf den zugehörigen Parkplätzen gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können.

Außerdem ist die Anzahl der Kunden begrenzt: Auf den ersten 800 Quadratmetern Verkaufsfläche darf jeweils ein Kunde pro 10 Quadratmeter hinein. Auf der zusätzlichen Fläche ist dann nur noch ein Kunde pro 20 Quadratmeter erlaubt. Warteschlangen sollen vermieden werden.

Welche anderen Geschäfte sind geöffnet?

Die Landesregierung hat den Lockdown prinzipiell bis zum 18. April verlängert. Für einige Bereiche gelten aber Lockerungen. So dürfen Buchhandlungen, Gartencenter, Blumenläden, Baumschulen und Baumärkte seit dem 8. März wieder öffnen. Auch hier gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sowie die Vorschrift zu Begrenzung der Kundenzahl: Auf den ersten 800 Quadratmetern Verkaufsfläche darf jeweils ein Kunde pro 10 Quadratmeter hinein. Auf der zusätzlichen Fläche ist dann nur noch ein Kunde pro 20 Quadratmeter erlaubt.

Für alle anderen Geschäfte gab es kurzzeitig die "Click and Meet"-Lösung - also Beratung und Verkauf mit vorheriger Terminvereinbarung und Datenerfassung. Wegen steigender Inzidenzzahlen wurde diese Lockerung nach den Beschlüssen des Corona-Kabinetts vom 23. März wieder zurückgenommen. Seitdem ist wieder nur "Click and Collect", also das Bestellen und Abholen, möglich.

Kann ich im Restaurant essen gehen?

Restaurants bleiben weiterhin geschlossen. Erlaubt sind Lieferdienste und Essen zum Mitnehmen außer Haus. Betriebskantinen sind seit 11. Januar geschlossen. Verkauft werden dürfen dort nur noch Getränke und Gerichte zum Mitnehmen. Ebenfalls dicht bleiben Kneipen, Bars und Diskotheken.

Ein öffentliches Alkoholverbot gilt seit dem 23. Januar nicht mehr: Das Verzehrverbot von alkoholischen Getränken soll sich auf besonders publikumsreiche öffentliche Plätze beschränken.

Haben Friseure, Kosmetik- und Nagelstudios offen?

Seit dem 1. März können Friseursalons wieder öffnen. Andere Anbieter körpernaher Dienstleistungen durften am 8. März nachziehen. Dazu zählen Kosmetik- und Nagelstudios sowie Masseure. Wo die Maskenpflicht aus praktischem Grund von Kunden nicht erfüllt werden kann, sollen laut Verordnung negative Schnelltests vorgelegt werden. Andernfalls sollen die Behandlungen unterbleiben.

Körpernahe Dienstleistungen bleiben laut den Beschlüssen des Corona-Kabinetts vom 23. März unabhängig von der Inzidenz erlaubt.

Schulen, Universitäten und Weiterbildung

Wie gehen die Unis mit den Beschränkungen um?

Hochschulen dürfen im Rahmen ihrer Selbstverwaltung selbst über ihre Öffnung entscheiden. Präsenzveranstaltungen sind grundsätzlich in bestimmten Fällen möglich, gleichzeitig sollten Online-Angebote weiterhin verstärkt genutzt werden.

Informationen über einzelne Maßnahmen stellen sie auf ihren Internetseiten bereit: TU Darmstadt, Uni Frankfurt, Uni Marburg, Uni Gießen, Uni Kassel.

Werden Schülerinnen und Schüler digital oder vor Ort unterrichtet?

Seit dem 22. Februar werden Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 im Wechselmodell unterrichtet. Das bedeutet: Eine Hälfte lernt in der Schule, die andere Hälfte zu Hause. Die Gruppen können tage- oder wochenweise tauschen, das entscheiden die Schulen in Eigenregie. Von Klasse 7 an gilt mit Ausnahme von Abschlussklassen und Vor-Abiturjahrgängen (Q2) Distanzunterricht.

Den geplanten Lockerungen nach den Osterferien - Wechselmodell ab Klasse 5, eingeschränkter Regelbetrieb für Grundschülerinnen und -schüler - hat Kultusminister Alexander Lorz (CDU) wegen steigender Inzidenzzahlen Mitte April eine Absage erteilt.

Welche Regelungen und Vorschriften gelten an den Schulen?

Ab dem 19. April müssen Schülerinnen und Schüler einen negativen Corona-Test vorlegen, um am Unterricht teilnehmen zu können. Dafür soll die Möglichkeit bestehen, zwei Selbsttests pro Woche an der Schule zu machen. Auch der Nachweis eines kostenlosen Bürgertests ist laut Lorz möglich, solange dieser nicht älter als 72 Stunden ist. Wird ein Kind positiv getestet, müssten die Eltern es abholen und das Ergebnis mit einem PCR-Test validieren lassen.

Allgemein gilt für alle Lehrer und Schüler hessenweit, dass sie ihre Masken im Unterricht tragen müssen. Gleiches gilt außerhalb des Klassenraums - auf Fluren, Toiletten und dem Pausenhof.

Wenn Kinder einfache Erkältungssymptome wie einen Schnupfen zeigen, ist das laut Kultusministerium noch kein zwingender Grund, ein Kind nach Hause zu schicken. Dazu müssten Symptome wie Fieber, trockener Husten und allgemeine Abgeschlagenheit kommen.

Bei steigenden Inzidenzzahlen können die Kreise - in Absprache mit dem Staatlichen Schulamt - Schulen schließen.

Welche Vorschriften gelten für Kitas?

In den Kitas gilt der eingeschränkte Regelbetrieb. Eltern sollen ihre Kinder, so die Empfehlung des Landes, möglichst zuhause betreuen. Die Kinder sollen in den Kitas Abstand halten - so gut es geht. Kinder und Personal mit Corona-Symptomen dürfen nicht in die Einrichtungen. Die Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe bleiben ebenfalls geöffnet. Erzieherinnen und Erzieher sind in der Impfreihenfolge vorgezogen worden, sie können sich aktuell für eine Impfung registrieren.

Finden Bildungsangebote statt?

Bislang gilt: Bildungsangebote wie Volkshochschul- oder Fahrschulkurse sind in einer beschränkten Gruppengröße zugelassen. Die Hygiene- und Abstandsregeln sollen aber weiter angewendet werden.

Freizeit

Welche Vorschriften gibt es derzeit für Veranstaltungen in Hessen?

Alle Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind verboten. Dazu zählen unter anderem Konzerte, Sportveranstaltungen und Messen. Die Teilnehmerzahl ist dabei nicht relevant.

Ausnahmen gelten für einzelne Veranstaltungen. Als Beispiel nennt Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) politische Veranstaltungen vor Wahlen und Gedenkveranstaltungen.

Welche Freizeitangebote sind verfügbar?

Nach den kurzzeitigen Lockerungen im Freizeitbereich seit dem 8. März gelten den Beschlüssen des Corona-Kabinetts vom 23. März zufolge wieder Einschränkungen. Museen, Zoos und botanische Gärten können unter freien Himmel Besucher empfangen, allerdings nur mit vorher gebuchtem Termin. Außerdem müssen die Kontaktdaten für eine mögliche Nachverfolgung von Infektionsketten hinterlegt werden. Angebote in Innenräumen sind für das Publikum wieder geschlossen.

Erste Öffnungsschritte für Kinos, Theater, Opern und Konzerthäuser sind laut Landesregierung abhängig von der landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz. Noch gibt es dazu keinen konkreten Termin. Tanzveranstaltungen sind weiterhin verboten. Bordelle und Prostitutionsstätten bleiben geschlossen.

Was ist im Sport-Bereich erlaubt?

Im Amateursportbereich gibt es seit dem 8. März kleine Lockerungen. Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, wenn auch mit starken Einschränkungen: Pro 40 Quadratmetern ist nur ein Kunde erlaubt. Es müssen Termine vereinbart und die Kontaktdaten erfasst werden.

Draußen dürfen - entsprechend der Kontaktregeln - höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen zusammen trainieren. Kinder bis 14 Jahren dürfen im Freien auch in größeren Gruppen Sport treiben. Profisport ist erlaubt, allerdings weiterhin ohne Zuschauer.

Finden in Hessen noch Gottesdienste statt?

In Gottesdiensten gilt seit dem 23. Januar hessenweit eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Masken oder FFP2). Alle Religionsgemeinschaften dürfen zu Veranstaltungen mit Publikum einladen, wenn strenge Auflagen beim Sicherheitsabstand und bei der Hygiene eingehalten werden. Die Regeln gelten auch für Trauerfeiern.

Aufgrund der gehäuften Corona-Infektionen nach einem Gottesdienst in einer Baptistengemeinde in Frankfurt hat das Land jedoch beschlossen, dass die Gemeinden nun verpflichtend Anwesenheitslisten führen und die Kontaktdaten aller Besucher aufnehmen müssen.

Öffentliche Einrichtungen

Kann ich Angehörige im Krankenhaus oder im Seniorenheim besuchen?

Angehörige in Alten- und Pflegeheimen dürfen seit dem 23. Januar nur noch nach einem negativen Corona-Test (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test) in die Einrichtung. Dort sind weiterhin streng alle Hygieneregeln einzuhalten. Seit dem 1. April dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner zwei Besucher pro Tag empfangen.

Auch in Krankenhäusern sind Besuche unter Einhaltung von Regeln erlaubt:

  • Innerhalb der ersten sechs Tage ihres Aufenthalts dürfen Patienten bis zu zwei Besuche empfangen.
  • Ab dem siebten Tag des Aufenthalts dürfen sie täglich Besuche von jeweils bis zu zwei Personen empfangen.
  • Besucher müssen wegen einer möglichen Nachverfolgung ihre Daten hinterlassen.
  • Besucher müssen die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln beachten sowie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Allerdings verbieten einige örtliche Gesundheitsämter oder die Kliniken selbst Besuche. Ähnlich ist der Trend bei Alten- und Pflegeheimen. Maßgeblich sind die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen, so wie es bereits in Krankenhäusern und Kliniken der Fall war.

Welche Strafen drohen bei Verstößen gegen die Verbote der Landesregierung?

Je nach Schwere des individuellen Verstoßes sind Regelsätze zwischen 50 und 5.000 Euro vorgesehen. Eine Übersicht über die drohenden Bußgelder finden Sie hier (ab Seite 13).

Verstöße werden in der Regel als Ordnungswidrigkeit behandelt. Besonders schwere Verstöße gegen die Verordnung können als Straftaten zur Anzeige gebracht werden. Dies betrifft im Wesentlichen vorsätzliche Verstöße, etwa das Abhalten verbotener Veranstaltungen, Verstöße gegen Quarantäneanordnungen oder bei nachgewiesener Weiterverbreitung des Krankheitserregers.