Was genau ist erlaubt und was nicht? Ein Überblick über die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Hessen.

Die Bundesnotbremse, die dem Land und den Kreisen und kreisfreien Städten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 starre Grenzen setzte, ist Ende Juni ausgelaufen. Was in Hessen im Kampf gegen Corona gilt, regelt die neue Corona-Schutz-Verordnung (CoSchuV), die seit dem 22. Juli gilt. Sie regelt auch, welche Lockerungen ab einer Inzidenz unter 35 eintreten. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

Was die CoSchuV nicht enthält, sind konkrete Regeln für Maßnahmen bei steigenden Infektionszahlen. Dies müssen die Kreise und kreisfreien Städte selbst regeln - wobei sie gehalten sind, sich am aktualisierten Eskalationskonzept des Landes zu orientieren.

Weiterhin Inzidenzen als Richtwerte

Dieses schreibt konkrete Maßnahmen vor - abhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Kreis. Je niedriger die Inzidenz, desto weitrechender fallen auch die Corona-Lockerungen aus. Es gibt dabei drei Grenzwerte - die Sieben-Tage-Inzidenz von 35, 50 und von 100.

Beschränkungen sollen wieder zurückgenommen werden, wenn die entsprechende Grenze fünf Tage in Folge unterschritten wurde. Die aktuelle Verordnung gilt zunächst bis zum 19. August, dann will das Corona-Kabinett erneut beraten.

Im Folgenden finden Sie die Regelungen zu den jeweiligen Bereichen im Detail - unterteilt in die jeweiligen Inzidenz-Stufen, an denen sich die Kreise und Städte orientieren müssen:

Kontakte

Wer darf sich mit wem in welcher Anzahl treffen?

Inzidenz bis 35: Es gelten bloß für Veranstaltungen und größere Zusammenkünfte noch Beschränkungen. Tests werden empfohlen. Ab 25 Personen greifen die Veranstaltungsregeln - in Innenräumen gilt ab 100 Teilnehmern eine Test- oder Nachweispflicht.

Inzidenz von 35: Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit fallen weg, Begrenzung von Veranstaltungen auf 250 Personen in Innenräumen oder 500 Personen im Freien bzw. auf Außenflächen. Testpflicht oder Pflicht zum Impf- oder Genesenennachweis bei Veranstaltungen.

Inzidenz von 50: Es dürfen sich zehn Personen oder Personen aus maximal zwei Hausständen treffen; Kinder bis einschließlich 14 Jahren, Genesene und Geimpfte zählen nicht mit. Für private Wohnungen gilt dies als Empfehlung. Testpflicht oder Pflicht zum Impf- oder Genesenennachweis bei Veranstaltungen.

Inzidenz von 100: Es dürfen sich Personen aus maximal zwei Hausständen treffen; Kinder bis einschließlich 14 Jahren, Genesene und Geimpfte zählen nicht mit. Für private Wohnungen gilt dies als Empfehlung.


Reisen und Verkehr

Darf ich innerhalb Hessens verreisen?

Inzidenz bis 35: Bei touristischen Übernachtungen muss nur noch bei der Anreise ein negativer Test vorgelegt werden, alternativ ein Impf- oder Genesenennachweis.

Inzidenz von 35: Betreiber dürfen Hotels wieder voll ausbuchen. Besucher und Besucherinnen müssen bei der Anreise und einmal pro Woche einen Negativnachweis vorzeigen – das kann ein Negativtest sein, ein vollständiger Impfschutz oder eine Corona-Genesung.

Inzidenz von 50: Die Auslastung wird auf 75 Prozent begrenzt, Besucher und Besucherinnen müssen sich zweimal pro Woche testen lassen.  

Inzidenz von 100: Hotels und andere Übernachtungsbetriebe mit Gemeinschaftseinrichtungen dürfen mit maximaler Auslastung von 60 Prozent öffnen. Besucher und Besucherinnen müssen sich weiterhin zweimal pro Woche testen lassen.  

Gibt es nächtliche Ausgangssperren?

Bei einer Inzidenz unter 35, von 35, 50 und 100: Die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben.

Hat das Coronavirus Auswirkungen auf den Nah- und Regionalverkehr in Hessen?

Die Verbände im hessischen ÖPNV befinden sich weitestgehend im Normalzustand. So verkehren die Busse und Bahnen des RMV beispielsweise wieder in normaler Taktung.

Bei allen Inzidenzen müssen Fahrgäste eine medizinische Maske (FFP2- oder OP-Maske) aufsetzen. Ab einer Inzidenz von 100 gilt im ÖPNV eine FFP2-Maskenpflicht, Masken der Standards KN95 sowie N95 sind auch erlaubt. OP-Masken zählen nicht dazu.

Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Wer sich an die Regeln nicht hält, kann mit einem Bußgeld von 50 Euro bestraft werden. Seit 19. Oktober 2020 gilt die Maskenpflicht auch an Bahnhöfen und Bushaltestellen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Verkehrsverbünde:

Hat das Coronavirus Folgen für Fernbusreisen?

Fernbusreisen sind erlaubt. Auch hier gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske für alle Fahrgäste während der gesamten Busfahrt, ab einer Inzidenz von 100 greift auch hier die FFP2--Maskenpflicht (oder KN95 oder N95).

Muss ich in Quarantäne oder mich testen lassen, wenn ich aus dem Urlaub heimkehre?

Wer sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss bei der Einreise einen Corona-Test (PRCR oder Antigen) machen - entweder binnen 48 Stunden vor der Einreise oder direkt danach. Ausnahmen gelten für Geimpfte oder Genesene. Zusätzlich gilt, dass sich Einreisende nach ihrer Ankunft selbstständig für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. Es sei denn, die Person ist vollständig geimpft, negativ getestet oder gilt als genesen.

Seit 30. März gilt eine Testpflicht für einreisende Flugpassagiere. Sie müssen sich bereits vor Abflug einem Test unterziehen - unabhängig von der Corona-Lage am Ort der Abreise. Ausgenommen sind nur die Crews und Kinder bis fünf Jahre.

Die Einreise muss seit 8. November 2020 vorab über die Internetseite einreiseanmeldung.de dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden.

Seit 8. März gilt außerdem eine verschärfte Quarantänepflicht für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten. Sie müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben, eine Verkürzung durch einen negativen Text ist nicht möglich. Auch Ausnahmen für Geimpfte oder Genesene gibt es nicht.

Eine Liste der Regionen, die aktuell als Risiko- oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft sind, stellt das Robert-Koch-Institut bereit.

Auch die Quarantänepflicht der Haushaltsangehörigen von Corona-Erkrankten entfällt für Personen mit vollständigem Impfschutz, es sei denn, der oder die Geimpfte zeigt Krankheitssymptome.

Medizinische Versorgung, Tests und Impfungen

An welche Stellen kann ich mich in Hessen wenden, wenn Corona-Symptome auftreten?

Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Coronavirus nachgewiesen wurde, sollte sich umgehend an das zuständige Gesundheitsamt wenden - auch wenn keine Symptome aufgetreten sind. Das zuständige Amt lässt sich über diese Datenbank des Robert-Koch-Instituts ermitteln.

Arztpraxen sollten im Verdachtsfall erst nach telefonischer Voranmeldung aufgesucht werden. Wichtig ist beim Anruf der Hinweis, dass man Kontakt mit Menschen aus einem Corona-Risikogebiet hatte. Die Liste mit den offiziellen Risikogebieten finden Sie hier. Im Verdachtsfall ist auch die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung eine richtige Anlaufstelle - unter der Telefonnummer 116117.

Welche Test-Möglichkeiten gibt es?

In Hessen gibt es zahlreiche Testzentren. Auf Kosten des Bundes kann sich seit März jeder Hesse kostenlos mit einem Schnelltest bei anerkannten Teststellen auf das Coronavirus testen lassen - auch ohne Symptome. Den Angaben der Testverordnung des Bundes zufolge ist das Testen nicht auf einen Test pro Woche beschränkt.

Zur Durchführung berechtigt sind unter anderem Apotheken, Ärzte und die Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung. Eine Karte mit Teststellen in Hessen finden Sie hier.

Inzwischen sind auch Selbsttests zugelassen, die zum Beispiel bei Apotheken, Drogerien und Supermärkten erhältlich sind. Wer einen Selbsttest macht, muss sich nach einem positiven Ergebnis in häusliche Quarantäne begeben und einen PCR-Test machen.

Wer Fragen rund um das Thema Coronavirus in Hessen hat, kann sich unter der Telefonnummer 0800/5554666 an die hessenweite Hotline des Sozialministeriums wenden. Fragen zu Gesundheit und Quarantäne werden montags von 8 bis 20 Uhr und Dienstag bis Sonntag von 9 bis 15 Uhr beantwortet. Für weitere Fragen und Informationen zum Coronavirus ist die Nummer montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr erreichbar. Hilfe für Patienten bietet auch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen auf ihrer Internetseite an - unter anderem mit einem Leitfaden zur Suche von Ärzten, die Corona-Tests anbieten. Auch telefonisch berät die KV unter der Telefonnummer 116117.

Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

Grundsätzlich können sich seit 7. Juni alle Menschen ab 16 Jahren, die in Hessen wohnen, gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Impfungen werden zum einen in den 28 regionalen Impfzentren durchgeführt. Seit 7. April beteiligen sich aber auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte an der Impfkampagne.

Ab dem 2. August braucht es für eine Impfung im Impfzentrum nicht länger eine Registrierung und einen Termin: Impfwillige können dann einfach spontan unf unabhängig vom Wohnort in eines der 28 Impfzentren im Land gehen und sich den Piks gegen Corona geben lassen. Den Termin für die Zweitimpfung bekommt man direkt vor Ort.

Das "To go"-Angebot ist allerdings zeitlich begrenzt: Da die Impfzentren spätestens Ende September schließen, sollten Impfwillige wegen des nötigen Abstands zwischen Erst- und Zweitimpfung bis Anfang September zur Erstimpfung in die Zentren kommen.

Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bieten einzelne Impfzentren besondere Impf-Angebote an.

Einzelhandel, Restaurants und körpernahe Dienstleistungen

Was gilt für Geschäfte des täglichen Bedarfs?

Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken, sind geöffnet - unabhängig davon, welche Inzidenz im jeweiligen Kreis oder der Stadt greift.

Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte und Großhandel. Baumärkte fallen nicht mehr unter diese Ausnahmen.

In den Geschäften sowie auf den zugehörigen Parkplätzen gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können.

Welche Maßnahmen gelten im Einzelhandel?

Inzidenz bis 50: Es gilt die medizinische Maskenpflicht.

Inzidenz von 50: Alle Geschäfte des Einzelhandels dürfen ohne Terminvereinbarung Kunden empfangen. Es gelten jedoch Zugangsbeschränkungen hinsichtlich der verfügbaren Ladenfläche sowie die Maskenpflicht. Ein aktueller Test wird empfohlen.

Inzidenz von 100: Gäste müssen beim Betreten des Einzelhandels einen negativen Coronatest, einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorzeigen. Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht bleiben.

Welche Maßnahmen gelten im Restaurant?

Inzidenz unter 35: Die Testpflicht in der Innengastronomie entfällt. Auflagen wie die Maskenpflicht bis zum Sitzplatz und die Abstandskonzepte bleiben bestehen.

Inzidenz von 35: In der Innengastronomie gilt die Pflicht zum Negativtest, Genesenen- oder Impfnachweis.

Inzidenz von 50:  Im Innen- und Außenbereich sind maximal Gruppen von zehn Personen oder Personen aus maximal zwei Hausständen erlaubt; Kinder, Genesene und Geimpfte zählen nicht mit. Auch in der Außengastronomie gilt die Test- oder Nachweispflicht.

Inzidenz von 100: Personen aus maximal zwei Haushalten dürfen gemeinsam an einem Tisch Essen gehen; Kinder, Genesene und Geimpfte zählen nicht mit. Es gelten strenge Abstands-und Hygieneregeln sowie die Test- oder Nachweispflicht.

Die Kontaktdaten werden in allen Inzidenz-Stufen erfasst.

Haben Friseure, Kosmetik- und Nagelstudios geöffnet?

Inzidenz bis 50: Es besteht keine Testpflicht. Geöffnet mit medizinischer Maskenpflicht, Hygienevorgaben und Kontaktdatenerfassung.

Inzidenz von 50: Für Friseurbesuche oder andere körpernahe Dienstleistungen müssen sich die Kunden zuvor negativ testen, vollständig geimpft oder genesen sein.

Inzidenz von 100: Die Pflicht zum Negativtest, Impf- oder Genesenen-Nachweis bleibt bestehen. Zudem gilt eine FFP2-Maskenpflicht während der Behandlung - Masken der Standards KN95 sowie N95 sind auch erlaubt. OP-Masken hingegen nicht.

Schulen, Universitäten und Weiterbildung

Wie gehen die Unis mit den Beschränkungen um?

Präsenzveranstaltungen sind grundsätzlich unter Einhaltung der Hygienevorgaben möglich. Ab einer Inzidenz von 100 sieht das Eskalationskonzept Hybridunterricht an den Hochschulen vor.

Informationen über einzelne Maßnahmen stellen sie auf ihren Internetseiten bereit: TU Darmstadt, Uni Frankfurt, Uni Marburg, Uni Gießen, Uni Kassel.

Welche Regelungen und Vorschriften gelten an den Schulen?

Inzidenz bis 100: Präsenzunterricht.

Inzidenz von 100: Vom Präsenzunterricht geht es in den Wechselunterricht – davon ausgenommen sind Abschlussklassen und Förderschulen.

Seit 19. April müssen Schülerinnen und Schüler einen negativen Corona-Test vorlegen, um am Unterricht teilnehmen zu können. In den ersten zwei Wochen nach den Sommerferien müssen Schülerinnen und Schüler zur Reduzierung des Infektionsgeschehens dreimal und nicht wie bisher nur zweimal pro Woche einen Schnelltest machen. Dazu müssen sie auch während des Unterrichts am Platz die Maske tragen.

Wird ein Kind positiv getestet, müssen die Eltern es abholen und das Ergebnis mit einem PCR-Test validieren lassen. Bei steigenden Inzidenzzahlen können die Kreise - in Absprache mit dem Staatlichen Schulamt - Schulen schließen.

Welche Vorschriften gelten für Kitas?

Die Kitas befinden sich ab einer Inzidenz von 50 im "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen", das heißt, bei Personal- oder Raumschwierigkeiten kann der Betrieb angepasst werden.

Verpflichtende Corona-Tests für Kita-Kinder gibt es nicht. Wenn ein Kitaträger freiwillig Schnelltests zur Verfügung stellt, übernimmt das Land ab sofort die Hälfte der Kosten.

Das Kinderkrankengeld wurde für gesetzlich versicherte Berufstätige für 2021 um zehn zusätzliche Tage (für Alleinerziehende um 20 Tage) ausgeweitet, damit sie ihre Kinder während pandemiebedingter Schul- oder Kita-Schließungen zu Hause betreuen können.

Die Maskenpflicht für das Kita-Personal entfällt bei einer Inzidenz unter 35.

Finden Bildungsangebote statt?

Bildungsangebote wie Volkshochschul- oder Fahrschulkurse sind in einer beschränkten Gruppengröße zugelassen. Die Hygiene- und Abstandsregeln sollen weiter angewendet werden.

Freizeit

Welche Vorschriften gibt es derzeit für Veranstaltungen in Hessen?

Inzidenz bis 35: Ohne Genehmigung sind drinnen bis zu 750 Personen erlaubt, ab 100 Teilnehmern muss ein negativer Test, Impfnachweis oder Genesenen-Nachweis vorgelegt werden. Im Außenbereich dürfen maximal 1.500 Menschen ohne Genehmigung zusammenkommen, Geimpfte und Genesene zählen nicht mit. Bei größeren Veranstaltungen ist weiter eine Genehmigung notwendig. Eine Ausnahme gibt es im Fußballstadion sowie bei weiteren Sport- und Kulturveranstaltungen: Dort ist eine 50-prozentige Auslastung erlaubt, maximal sind 25.000 Menschen zugelassen.

Inzidenz von 35: Begrenzung von Veranstaltungen auf 250 Personen in Innenräumen oder 500 Personen im Freien bzw. auf Außenflächen. Testpflicht oder Pflicht zum Impf- oder Genesenennachweis bei Veranstaltungen. An Sport- oder Kulturveranstaltungen dürfen maximal 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauer teilnehmen.

Inzidenz von 50: Begrenzung von Veranstaltungen auf 100 Personen (Innenräume) oder 200 Personen (Außenflächen) - mit Test- oder Nachweispflicht.

Inzidenz von 100: Veranstaltungen nur mit Personen aus maximal zwei Haushalten. Größere Veranstaltungen sind nicht erlaubt.

Welche Freizeitangebote sind verfügbar?

Inzidenz unter 35: Clubs und Diskotheken dürfen ihre Innenbereiche etwa als Bar wieder öffnen, auf das Tanzen müssen Gäste drinnen jedoch weiterhin verzichten. Im Außenbereich der Clubs gelten Test- oder Nachweispflicht sowie Hygiene- und Abstandskonzepte. Die nötige Fläche pro Person wird verkleinert - von zehn Quadratmetern auf fünf. Kultur- und Freizeitangebote bleiben mit Auflagen bestehen. Dazu zählen auch Theater, Konzerte und Freizeitparks.

Inzidenz von 35: Einlass in Spielhallen, Messeveranstaltungen oder Kulturstätten bloß mit Negativtest oder Impf- oder Genesenen-Nachweis.

Inzidenz von 50: Diskotheken und Clubs auch draußen nur mit Barbetrieb. Testpflicht für Innenräume von Kultureinrichtungen. Es kann ein Alkoholverbot auf publikumsstarken öffentlichen Plätzen eingeführt werden.

Inzidenz von 100: Freizeiteinrichtungen und Kultureinrichtungen werden geschlossen. Test- oder Nachweispflicht in Parks und Zoos. Bordelle müssen ab diesem Grenzwert schließen.

Was ist im Sport-Bereich erlaubt?

Inzidenz unter 35: Ab einer Zuschauerzahl von 5.000 ist eine 50-prozentige Auslastung in Fußballstadien möglich, maximal sind 25.000 Menschen zugelassen. Fitnessstudios sind ohne Test- oder Nachweispflicht, aber unter Hygiene- und Abstandsvorgaben geöffnet. In Freibädern und Schwimmbädern müssen weiterhin vorher Besuchstermine vereinbart werden.

Inzidenz von 50: Testpflicht oder Genesenen- oder Impfnachweis-Pflicht für Fitnessstudios.

Inzidenz von 100: In Sporthallen dürfen im Amateur- und Freizeitsportbereich bloß Gruppen von maximal zwei Hausständen gemeinsam trainieren - plus vollständig Geimpfte oder Genesene. Dies gilt auch für Fitnessstudios, sodass der Betrieb womöglich eingeschränkt wird.

Finden in Hessen noch Gottesdienste statt?

Alle Religionsgemeinschaften dürfen grundsätzlich zu Veranstaltungen mit Publikum einladen, wenn strenge Auflagen beim Sicherheitsabstand und bei der Hygiene eingehalten werden. Die Regeln gelten auch für Trauerfeiern. Seit 23. Januar gilt hessenweit eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Masken oder FFP2). Die Kontaktdaten werden erfasst.

Öffentliche Einrichtungen

Kann ich Angehörige im Krankenhaus oder im Seniorenheim besuchen?

Bewohner und Bewohnerinnen von Alten- und Pflegeheimen dürfen seit 15. Mai wieder mehr Besuch empfangen - die vorige Obergrenze von zwei Besucher und Besucherinnen pro Bewohner an einem Tag entfällt damit. Besucher und Besucherinnen, die vollständig geimpft sind oder nachweislich als genesen gelten, müssen sich vor dem Betreten der Einrichtung nicht mehr testen lassen. Ist dies nicht der Fall, so gilt weiterhin die Pflicht zum Nachweis eines aktuellen Negativtests (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test). Sind alle Beteiligten geimpft oder genesen, dann darf auf den Zimmern der Bewohner die Maske abgenommen werden.

Örtliche Gesundheitsämter oder Kliniken können jedoch selbst Besuche verbieten. Maßgeblich sind die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen.

Welche Strafen drohen bei Verstößen gegen die Verbote der Landesregierung?

Je nach Schwere des individuellen Verstoßes sind Regelsätze zwischen 50 und 5.000 Euro vorgesehen. Eine Übersicht über die drohenden Bußgelder finden Sie hier (ab Seite 13).

Verstöße werden in der Regel als Ordnungswidrigkeit behandelt. Besonders schwere Verstöße gegen die Verordnung können als Straftaten zur Anzeige gebracht werden. Dies betrifft im Wesentlichen vorsätzliche Verstöße, etwa das Abhalten verbotener Veranstaltungen, Verstöße gegen Quarantäneanordnungen oder bei nachgewiesener Weiterverbreitung des Krankheitserregers.