Paar vor Traualtar.

Unkompliziert und ohne monatelange Vorbereitungen konnten sich in Marburg Paare trauen oder segnen lassen. Wegen der großen Nachfrage will die Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck solche "Pop-up-Trauungen" wiederholen.

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Pop-up-Trauung in Marburg

Brautpaar
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Großen Andrang gab es am Samstag bei den "Pop-up-Trauungen" in Marburg. Mehr als 30 Paare holten sich bei einem Team von evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern in der Elisabethkirche und in der gegenüber gelegenen St. Michaelis-Kapelle Gottes Segen vor dem Traualtar ab - spontan und unangekündigt wie ein Pop-up-Fenster auf dem Computer.

Vor den Altar konnten Paare ungeachtet ihres Geschlechts und Glaubens treten. Zwar sei eine reguläre kirchliche Trauung nur möglich, wenn mindestens ein Partner oder eine Partnerin evangelisch ist und beide bereits standesamtlich verheiratet sind, hatte Pfarrer Ulrich Hilzinger vor der Aktion mitgeteilt.

"Segen können wir gebrauchen"

Für alle anderen sollten so genannte Segenshochzeiten und Segnungsgottesdienste stattfinden. So wie bei Melanie Hassler und Matthias Spieß. Sie hatten erst am Freitag von der Aktion erfahren. "Die Idee ist nicht schlecht - wie viele von ihr", sagte Spieß mit Blick auf seine Frau.

Spontan wurde das Paar im Garten der St. Michaelis-Kapelle gesegnet. "Wir haben als Paar eine schwierige und anstrengende Zeit hinter uns", sagte Hassler. "Den Segen können wir gut gebrauchen."

"Uns ist wichtig, zu signalisieren, dass wir als Kirche offen sein möchten für alle, die sich einen kirchlichen Segen für ihre Partnerschaft wünschen", erklärte Pfarrer Hilzinger.

Seit 54 Jahren verheiratet

Ein Pfarrer segnet einen älteren Mann und eine Frau.

Auch Edel (78) und Karl-Heinz Nurtsch (94) aus Wiesbaden hatten sich bei einem Besuch in Marburg ganz spontan für eine Segenshochzeit entschieden. Sie sind das möglicherweise bereits am längsten verheiratete Pärchen des Tages.

Ihre Trauung liegt bereits 54 Jahre zurück. Sie wurden in der Elisabethkirche von Pfarrerin Karin Weigel wieder gesegnet.

Wiederholung im kommenden Jahr

Wegen der hohen Nachfrage kündigten die Organisatoren eine Wiederholung an.

"Im kommenden Jahr wird es wieder eine Möglichkeit geben. Dann ist geplant, die Aktion Pop-up-Trauung landeskirchenweit anzubieten", teilte der Kirchenkreis Marburg auf seiner Internetseite mit.

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