Music Discovery Project in Frankfurt hr-Sinfonieorchester und Sängerin Namika wagen musikalisches Experiment

Der musikalische Clash ist seit 15 Jahren Programm beim Music Discovery Project: Klassik trifft da mal auf Pop, Techno oder Metal. In diesem Jahr steht das hr-Sinfonieorchester mit Sängerin und Rapperin Namika auf der Bühne. Für sie ist dieses Experiment "mindblowing".

Namika
Sängerin Namika tritt mit dem hr-Sinfonieorchester auf. Bild © Lindsay Appolis
  • Link kopiert!
Videobeitrag

Music Discovery Project in Frankfurt

Maifestspiele – Protest vor Netrebko-Auftritt | hessenschau vom 05.05.2023
Bild © hr
Ende des Videobeitrags

Ein Dirigent, der sich ständig um die eigene Achse dreht? Schon bei den Proben wird deutlich: Beim Music Discovery Project läuft vieles anders. Die Musik spielt nicht nur vor Dirigent Frank Strobel, sondern auch hinter ihm: vorne das hr- Sinfonieorchester mit Instrumenten wie Harfe, Violine und Klarinette, hinten Sängerin Namika samt Schlagzeuger, Bassist, Keyborder und Backgroundsängerin.

Auch musikalisch ist Dirigent Strobel gefordert. Ein Orchester und eine Band hätten unterschiedliche Arten zu proben. "Wir haben manchmal unterschiedliche Philosophien." Während ein Orchester es gewohnt sei, "ein bisschen zu atmen", spiele eine Band "gerade durch", so Strobel.

Music Discovery Project feiert 15-jähriges Jubiläum

In den Proben merkt man von diesen Unterschieden nichts - vielleicht auch, weil sich das Sinfonieorchester seit 15 Jahren immer wieder der Herausforderung stellt, zwei musikalische Welten zu vereinen. Auch Strobel hat damit schon Erfahrung, 2010 leitete der Chefdirigent des WDR Funkhausorchesters die Music Discovery Project-Ausgabe mit der Hip-Hop-Band Blumentopf.

Weitere Informationen

Music Discovery Project 2023

Namika, Bogusław Furtok am Kontrabass und das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Frank Strobel am 5. und 6. Mai in der Jahrhunderthalle in Frankfurt und am 6. Mai ab 20 Uhr auch im Livestream.

Ende der weiteren Informationen

In diesem Jahr steht die Frankfurter Sängerin Namika gemeinsam mit den Orchestermusikerinnen und -musikern auf der Bühne in der Jahrhunderthalle. Ihr Debütalbum "Nador" von 2015 erreichte Goldstatus, die Single "Lieblingsmensch" erreichte Platz 1 der deutschen Charts. Ihr drittes Album soll noch dieses Jahr erscheinen.

Jetzt nicht nur mit ihrer Band auf der Bühne zu stehen, fühle sich anders an. "Aber gar nicht auf eine negative oder unangenehme Art und Weise", sagt Namika. "Es entsteht etwas Neues dadurch, dass diese zwei Welten aufeinandertreffen, und ich bewege mich dazwischen."

Namika: Zusammenarbeit mit Orchester ist "mindblowing"

Für das Konzert interpretieren die Musikerinnen und Musiker Werke von Johannes Brahms, Sergej Prokofjew und Claude Debussy, aber auch unbekannteren Komponisten wie Ernest Bloch. Sie sollen organisch in Namikas positive Songs fließen.

Namika steht auf einer Bühne bei der Probe des Music Discovery Projects
Namika und das hr-Sinfonieorchester bei einer Probe des Music Discovery Projects. Bild © hr
Audiobeitrag
Bild © Lindsay Appolis| zur Audio-Einzelseite
Ende des Audiobeitrags

Das harmoniere, sagt Dirigent Strobel. Namikas Stimme verbinde sich sehr gut mit den Orchester-Klängen, die Band spiele feinfühlig und differenziert. Auch Namika gefällt das Experiment. Mit einem großen Orchester live zu spielen, sei "mindblowing" und etwas, das sie schon immer ausprobieren wollte. "Ich mag generell keine Grenzen, in der Musik erst recht nicht."

Sie könne sich sogar vorstellen, zukünftig klassisch Elemente in ihre Musik einfließen zu lassen. "Ich müsste wahrscheinlich das hr-Orchester anfragen, wenn ich die übernächste Platte mache."

Weitere Informationen

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 05.05.2023, 16.45 Uhr

Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Jetzt herunterladen: Die hessenschau-App

hessenschau App Jetzt downloaden
Bild © hessenschau.de

Suche, Regenprognose, Darkmode: Wir haben unsere News-App für Hessen stark überarbeitet und verbessert. Laden Sie sich die hessenschau-App jetzt herunter:

Ende der weiteren Informationen

Quelle: hessenschau.de/Anna Lisa Lüft