Urteil in Limburg Aus "Denkzettel" wurde Mord: Lebenslange Haft für Täter und Anstifterin

Das Landgericht Limburg hat einen 35-jährigen Mann wegen Mordes zur Höchststrafe verurteilt. Auch eine 30 Jahre alte Frau muss lebenslang hinter Gitter. Sie hatte den Mann zu der Tat angestiftet.

Schild mit der Aufschrift "Land- und Amtsgericht Limburg a.L." an einer Backsteinwand neben einer Tür.
Das Landgericht in Limburg. Bild © picture-alliance/dpa
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Laut Urteil vom Mittwoch ermordete der 35-Jährige am Pfingstwochenende 2021 in Weinbach (Limburg-Weilburg) einen damals 19 Jahre alten Mann in dessen Wohnung mit einem gezielten Messerstich. Dafür müsse er lebenslang ins Gefängnis, hat das Landgericht Limburg entschieden.

Das Opfer war der Cousin der ebenfalls wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilten Frau. Diese habe ihm einen "Denkzettel" verpassen wollen, weil sie ihm die Schuld an ihren schwierigen Lebensumständen gab, hieß es im Urteil. Sie habe mehrere Männer angeheuert, die den 19-Jährigen überfallen sollten, unter ihnen sei der spätere Täter gewesen.

Bewährungsstrafen für weitere Beteiligte

Das Gericht sieht in der Frau die Anstifterin zu dem Mord, sie habe den 35-Jährigen manipuliert. Sie habe behauptet, dass der 19-jährige sie misshandelt und den Tod verdient habe, urteilten die Richter.

Drei weitere Männer, die an der Tat beteiligt waren, erhielten Bewährungsstrafen.

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Redaktion: Katrin Kimpel

Sendung: hr-iNFO, 05.06.2024, 18 Uhr

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Quelle: hessenschau.de